Beschreibung

OpenBoard ist eine kostenlose Open-Source-Whiteboard-Software, entwickelt von der Bildungsdirektion des Kantons Genf (Schweiz) und der Universität Lausanne. Sie ist als Nachfolger von Open-Sankoré konzipiert und richtet sich an Schulen und Hochschulen. OpenBoard läuft lokal auf PC, Mac oder Linux und benötigt keine Registrierung.

OpenBoard – Kostenloses Whiteboard für den Präsenzunterricht

  • OpenBoard
Produkt Form
  Preise
  • Software & Updates: kostenlos (Open Source, GPLv3), keine Lizenzgebühren. 
  • Registrierung: keine Registrierung erforderlich, direkter Download und sofort nutzbar. 
  • Typische Folgekosten (indirekt): ggf. Hardware (Beamer/Display, Eingabestift) und IT‑Aufwand für Installation/Updates. 
  • Support: Hilfe primär über Community (GitHub), Kommunikation dort überwiegend auf Englisch. 

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OpenBoard ist eine kostenlose Open-Source-Whiteboard-Software, entwickelt von der Bildungsdirektion des Kantons Genf (Schweiz) und der Universität Lausanne. Sie ist als Nachfolger von Open-Sankoré konzipiert und richtet sich an Schulen und Hochschulen. OpenBoard läuft lokal auf PC, Mac oder Linux und benötigt keine Registrierung.

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✓ Geeignet für
  • Unterricht mit interaktivem Display/Beamer (inkl. Stift-/Touch‑Eingabe) und klassischem Tafelbild‑Workflow.
  • Lehrkräfte, die PDFs/Arbeitsblätter annotieren und Ergebnisse als PDF an Lernende weitergeben möchten.
  • Setups, in denen Du häufig zwischen Programmen wechselst (z. B. Dokumentenkamera, Browser, Geo‑Tools) und trotzdem „wie an der Tafel“ markieren willst (Desktop‑Modus).
  • Schulen, die bewusst eine kostenfreie, offene Whiteboard‑Alternative ohne Herstellerbindung suchen.
✕ Weniger geeignet für
  • Unterrichtsszenarien, die ein kollaboratives Online‑Whiteboard mit gleichzeitiger Schülerbearbeitung, Kommentaren und Cloud‑Boards benötigen (OpenBoard ist Desktop‑zentriert).
  • Kollegien, die vor allem „Managed Support“ in deutscher Sprache erwarten (Hilfe/Fragen laufen stark über GitHub und dort überwiegend auf Englisch).
  • Gerätesituationen ohne PC‑Modus (z. B. Tafeln/Displays, auf denen nur eine Board‑Oberfläche ohne installierbares Desktop‑Programm genutzt werden kann).
  • Unterricht, der stark von stabiler Web‑Einbindung externer Widgets abhängt (bei API‑Änderungen können Dritt‑Widgets zeitweise Probleme machen).

OpenBoard im Test – Funktionen, Preise & Erfahrungen

Einsatzbereiche im Unterricht

OpenBoard ist eine Desktop-Whiteboard-Software für den Einsatz im Klassenraum und in der Unterrichtsvorbereitung. Zielgruppe sind Schulen und Hochschulen; der Fokus liegt auf der Arbeit von Lehrkräften im Unterricht (Tafelbild, Visualisierung, Annotieren, Präsentieren). 

Für den Unterricht ist OpenBoard besonders dann passend, wenn Du mit interaktiver Tafel, Touch-Display oder Beamer arbeitest. Typische Setups sind:

  • Interaktives Whiteboard/Display (mit Stift/Touch) im Klassenraum. 
  • Dual-Screen-Konfiguration (z. B. Laptop + Beamer/Display, dazu ein Grafiktablet/Stift als Eingabe). 
  • Ohne Zusatzhardware am PC zur Vorbereitung oder zur Präsentation mit Maus/Tastatur. 

Wichtig für den Schulalltag: OpenBoard läuft als Programm auf Windows/macOS/Linux – es ist keine Browser‑Lösung. Bei interaktiven Tafeln, die überwiegend im „Board‑OS“/Android-Modus laufen, brauchst Du daher häufig den PC‑Modus der Tafel oder einen angeschlossenen Rechner. (Beispiel: In einigen Schul-Setups wird explizit darauf hingewiesen, dass OpenBoard nur auf der PC‑Oberfläche einer Tafel läuft.) 

Funktionen & Anwendung

OpenBoard deckt die Kernfunktionen ab, die Du von einer digitalen Tafel erwartest: schreiben, strukturieren, Medien einbinden und Inhalte für später sichern. Es ist dabei bewusst „klassenzimmernah“ aufgebaut (Board‑Ansicht, Bibliothek, Dokumentverwaltung). 

Schreiben, Zeichnen und Präsentieren im Board-Modus

Im Board‑Modus stehen Dir die klassischen Whiteboard‑Werkzeuge bereit, u. a. Stift, Marker/Textmarker, Radierer, Auswahl‑/Objektwerkzeuge, Textfelder, Zoom, Laserpointer und das Erfassen von Bildschirmbereichen (Screenshot ins Tafelbild). Außerdem kannst Du Seiten anlegen, zwischen Seiten wechseln und Inhalte über eine Seitenübersicht steuern. 

Ob Du mit Maus, Tablet oder interaktivem Display schreibst: OpenBoard ist explizit dafür gedacht, mit Grafiktablet, interaktiver Tafel oder Maus zu arbeiten und Anmerkungen direkt auf der „Tafel“ zu erzeugen. 

Bibliothek, interaktive Bausteine und Favoriten

Ein zentrales Element ist die rechte Bibliothekspalette: Dort findest Du Zugriff auf eigene Bilder, Audios und Videos, außerdem integrierte Formen, „Applications“ und Interactivities (interaktive Elemente). Das ist praktisch, wenn Du im Unterricht schnell Medien oder fertige Bausteine auf die Seite ziehen willst. 

Seit den 1.7‑Versionen kannst Du Dokumente zudem als Favoriten markieren, um häufiger genutzte Inhalte schneller in den Unterricht zu holen. 

Dokumentenmodus: Unterrichtsmaterial organisieren und exportieren

Der Dokumentenmodus ist dafür da, Unterrichtsdateien und Seiten zu strukturieren, zu duplizieren und zu verwalten. Du kannst:

  • PDFs, Bilder und OpenBoard‑Dateien (UBZ) importieren, 
  • einzelne Dokumente als PDF oder UBZ exportieren, 
  • ganze Ordnerstrukturen als UBX exportieren (z. B. für Kollegiumsaustausch oder Umzug auf ein anderes Gerät). 

Für den Schulalltag ist besonders relevant: Du kannst ein Tafelbild/Arbeitsblatt nach dem Unterricht als PDF exportieren und anschließend über Deinen üblichen Weg (Schulcloud, LMS, E‑Mail, USB) bereitstellen. 

Desktop-Modus: Andere Programme zeigen und trotzdem „mit Stift“ arbeiten

Ein großer Praxisvorteil ist der Desktop‑Modus: OpenBoard kann „in den Hintergrund“ treten, während eine reduzierte Werkzeugleiste sichtbar bleibt. So kannst Du andere Programme/Seiten zeigen und trotzdem live annotieren oder per Klick Bildschirmbereiche erfassen und ins OpenBoard‑Tafelbild übernehmen. 

Wenn Du mit erweitertem Bildschirm (Extended Mode) arbeitest, ist außerdem didaktisch spannend, dass OpenBoard Möglichkeiten rund um Sichtbarkeit auf dem Projektionsschirm bietet (z. B. zum Verdecken/gezielten Einblenden). In den 1.7‑Releases wird explizit eine Funktion genannt, mit der sich Inhalte im erweiterten Bildschirmmodus gezielter verstecken lassen – hilfreich, um Lösungen vorzubereiten, ohne sie sofort preiszugeben. 

Web-Inhalte und Widgets

OpenBoard kann nicht nur „offline Tafel“, sondern auch Web‑Inhalte einbinden: Über Web‑Widgets (technisch: Ordner mit der Endung .wgt) lassen sich Webseiten/Apps als Widget auf das Board ziehen; dafür gibt es sogar eine dokumentierte API‑Anbindung. 

In den 1.7‑Versionen wird außerdem beschrieben, dass die interne Web‑Engine modernisiert wurde (Chrome‑basierte Engine mit HTML5‑Support) und dass Du URLs per Drag‑&‑Drop aufs Board ziehen kannst, um daraus Widgets zu erzeugen; außerdem lassen sich Bilder und PDFs aus Webseiten auf das Board übernehmen. 

Praxis-Hinweis: Web‑Funktionen sind nützlich, aber sie hängen naturgemäß von Internetzugang, Endgerät und Schulnetz ab – und einzelne Drittanbieter‑Widgets können nach API‑Änderungen zeitweise nicht mehr funktionieren. 

Didaktischer Mehrwert und Praxiserfahrungen

Didaktisch spielt OpenBoard seine Stärken immer dann aus, wenn Du Inhalte schrittweise entwickeln willst: statt nur Folien zu zeigen, kannst Du Aufgaben live herleiten, markieren, umstellen, ergänzen und am Ende als Ergebnis sichern. Die Mischung aus Handschrift (Stift) und Medien (Bilder/Video/PDF) unterstützt einen „klassischen“ Tafelunterricht – nur digital. 

Ein klarer Mehrwert im Unterricht ist die Werkzeugdichte: Lineal/Werkzeuge, Timer/Uhr, Rechner‑Hilfen und ähnliche Bausteine sparen Wege und erlauben spontane Visualisierung (z. B. Mathe/NaWi, aber auch Sprachunterricht mit Markieren/Strukturieren). In schulischen Support‑Sammlungen wird genau diese Kombination aus Whiteboard, Werkzeugen, Videointegration und „Glasmodus“ als Vorteil genannt. 

Auch für die Unterrichtsvorbereitung ist OpenBoard praktisch, weil Du Dir wiederverwendbare Tafelbilder und Materialsammlungen anlegen kannst. Dass Hochschulen und Schulträger überhaupt eigenständige Anleitungen/Infoseiten für OpenBoard bereitstellen, ist ein gutes Indiz dafür, dass es in der Praxis häufig eingesetzt wird (insbesondere als herstellerunabhängige Whiteboard‑Alternative). 

Zu den typischen Reibungspunkten zählen weniger die Grundfunktionen als vielmehr „Randbereiche“:

  • OpenBoard ist umfassend; selbst die Projektseite betont, dass es Zeit braucht, alle Aspekte zu beherrschen. 
  • Support läuft stark über Community‑Kanäle (GitHub) und dort üblicherweise auf Englisch – das kann im Schulalltag eine Hürde sein, wenn schnelle Hilfe gefragt ist. 
  • Je nach Plattform können Multimedia-/Web‑Details variieren (z. B. Hinweise zu Videoformaten auf macOS in den Release Notes). 

Datenschutz & Hosting

OpenBoard ist in der Grundlogik kein Cloud‑Dienst, sondern eine lokal installierte Anwendung. Damit ist der Datenschutz in vielen Fällen einfacher als bei Online‑Whiteboards: Du brauchst kein Konto, keine Schülerregistrierung und kannst komplett offline arbeiten, solange Du keine Web‑Inhalte einbindest. 

Für eine DSGVO‑Einordnung sind in der Praxis drei Punkte entscheidend:

Erstens: Wo liegen Deine Inhalte?
Tafelbilder, Materialien und Exporte liegen typischerweise als Dateien auf Deinen Geräten bzw. auf schulischen Ablagen. Das kann datenschutzfreundlich sein – setzt aber voraus, dass Du schulische Regeln zur Speicherung (z. B. personenbezogene Daten in Arbeitsblättern) beachtest. 

Zweitens: Web-Funktionen sind „Internet-Nutzung“
Wenn Du URLs einbindest, Web‑Widgets nutzt oder Web‑Medien integrierst, interagierst Du mit Drittseiten. In den 1.7‑Release Notes wird sogar explizit eine konfigurierbare Cookie‑Handhabung im Zusammenhang mit der modernisierten Web‑Engine genannt – das zeigt, dass Web‑Inhalte technisch wie im Browser funktionieren können. 

Drittens: Aufnahmen/Screen‑Recording
OpenBoard kann über die Podcast‑Funktion Unterrichtsinhalte als Bildschirmaufnahme aufzeichnen; in Anleitungen wird beschrieben, dass dabei eine Datei erzeugt und lokal gespeichert wird. Wenn dabei Stimmen, Namen oder Schülerarbeiten im Bild sind, gelten die üblichen schulischen Vorgaben (Einwilligung, Zweck, Speicherort). 

Kosten & Lizenzmodell

OpenBoard wird als Open‑Source‑Software unter GPLv3 bereitgestellt. Für Dich als Lehrkraft heißt das in der Praxis: Du kannst OpenBoard legal kostenfrei nutzen, ohne Nutzungsdauer, ohne Abo und ohne Lizenzverwaltung pro Person. 

Für Schulen in Deutschland ist eher die technische Bereitstellung als der Kaufprozess relevant:

  • Offizielle Installationspakete gibt es laut Projekt für Windows, macOS und Debian Linux
  • Für andere Linux‑Distributionen existieren Community‑Pakete; zudem wird auf Flatpak/Flathub als Option hingewiesen. 
  • Gleichzeitig wird betont, dass Pakete in den offiziellen Ubuntu-/Debian‑Repos teils deutlich hinterherhinken können und deshalb eher die Downloads über GitHub/Projektseite empfohlen werden. 

Aktueller Stand (relevant für Planung/IT):
Die aktuelle stabile Version wird auf 1.7.6 beziffert; sie wurde Ende Februar 2026 veröffentlicht und behebt unter anderem einen Crash sowie ein Problem, bei dem der Standard‑PDF‑Export fehlschlug. Für diese aktuelle Generation nennt das Projekt als offiziell unterstützte Plattformen u. a. Windows 10+, macOS 12+ (Intel & ARM) und Debian 12. Wenn Deine Schule noch sehr alte Betriebssysteme nutzt (z. B. Windows 7), verweist die Projektseite darauf, dass ältere OpenBoard‑Versionen weiterhin verfügbar sind – fachlich ist das möglich, aus IT‑Sicht aber eine Abwägung (Sicherheit/Kompatibilität). 

Unser Fazit zu OpenBoard

OpenBoard ist eine starke Wahl, wenn Du eine kostenlose, herstellerunabhängige „digitale Tafel“ suchst, die im Unterricht zuverlässig die Basics erledigt – und dabei genug Tiefe bietet, um Unterrichtsmaterialien zu organisieren, Tafelbilder zu exportieren und interaktive Bausteine einzusetzen. Besonders stimmig ist das Tool in Klassenzimmern mit PC‑Anschluss an Beamer/Display oder in Dual‑Screen‑Setups, weil Du dann den Desktop‑Modus und die Dokumentverwaltung wirklich ausspielst. 

Gleichzeitig sollte klar sein, was OpenBoard nicht ist: Es ist keine Lernplattform mit Klassenräumen, Abgaben, automatischer Verteilung oder integrierter Schüler‑Kommunikation. Austausch läuft typischerweise über Exporte (z. B. PDF) und Deine vorhandenen Schulwege. Support ist eher Community‑getrieben, und die „tieferen“ Themen (Widgets/Web/Kompatibilität) können Einarbeitung erfordern. 

Wenn Du eine datenschutzfreundliche, offline‑fähige Tafelsoftware willst, die ohne Registrierung startet und auf gängigen Schulgeräten eingesetzt werden kann, ist OpenBoard im deutschen Schulkontext sehr attraktiv – vorausgesetzt, Du planst die Installation als Desktop‑Software ein und kalkulierst etwas Einarbeitung für Deinen Workflow mit ein. 

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Seite ist ein unabhängiger redaktioneller Vergleich durch Lernmarktplatz.de und steht in keiner Verbindung zu den genannten Anbietern.

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