Beschreibung

LearningApps.org ist ein kostenloses Web-Tool zur Erstellung von kleinen interaktiven Lernbausteinen. Es handelt sich um ein Mitmach-Web-2.0-Angebot, bei dem Lehrende und Lernende multimediale Übungen gestalten können. Eine Besonderheit: LearningApps stellt viele Vorlagen bereit – von Zuordnungsaufgaben, Multiple-Choice-Tests und Lückentexten über Kreuzworträtsel und Paare-Spiel bis hin zu kleinen Spielen wie „Wer wird Millionär?“. Diese Vorlagen werden mit eigenen Inhalten gefüllt (Fragen, Begriffe, Bilder etc.), was ohne Programmierkenntnisse möglich ist. Im Grunde ist LearningApps eine digitale Werkbank, mit der man schnell für jedes Fach und nahezu jede Altersstufe eigene interaktive Übungen erstellen kann. Die erstellten „Apps“ (Übungen) können online genutzt oder auch in Webseiten bzw. Moodle eingebettet werden.

LearningApps im Test – Funktionen, Preise & Erfahrungen für Lehrkräfte

  • LearningApps
Produkt Form
  Preise
  • Kostenlos für Bildungszwecke: Erstellung und Nutzung von Apps ist kostenfrei. 
  • Keine deutschen Schul-/Kollegiumslizenzen/Abos: Es gibt öffentlich kein Lizenzmodell wie „Einzellizenz/Kollegiumslizenz“; der Betrieb wird über Spenden/Sponsoring getragen. 
  • Optional: Spende/Sponsoring statt Kauf: Der Dienst bittet explizit um Unterstützung („Sponsor mit Logo“, Spenden zur Weiterentwicklung und zum Betrieb). 
  • Konto für Lehrkräfte kostenlos: Ein Account ist gratis und dient vor allem zum Speichern/Verwalten eigener Apps. 

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Beschreibung

LearningApps.org ist ein kostenloses Web-Tool zur Erstellung von kleinen interaktiven Lernbausteinen. Es handelt sich um ein Mitmach-Web-2.0-Angebot, bei dem Lehrende und Lernende multimediale Übungen gestalten können. Eine Besonderheit: LearningApps stellt viele Vorlagen bereit – von Zuordnungsaufgaben, Multiple-Choice-Tests und Lückentexten über Kreuzworträtsel und Paare-Spiel bis hin zu kleinen Spielen wie „Wer wird Millionär?“. Diese Vorlagen werden mit eigenen Inhalten gefüllt (Fragen, Begriffe, Bilder etc.), was ohne Programmierkenntnisse möglich ist. Im Grunde ist LearningApps eine digitale Werkbank, mit der man schnell für jedes Fach und nahezu jede Altersstufe eigene interaktive Übungen erstellen kann. Die erstellten „Apps“ (Übungen) können online genutzt oder auch in Webseiten bzw. Moodle eingebettet werden.

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Passt LearningApps zu mir?

✓ Geeignet für
  • kurze, wiederholbare Übungssequenzen (Microlearning) und Lernstands-Impulse
  • Stationenlernen/Hausaufgaben per Link/QR-Code, auch BYOD (wenn datenschutzbewusst umgesetzt)
  • Differenzierung: mehrere Apps/Schwierigkeitsgrade in einer Kollektion bündeln
  • „Lernen durch Erstellen“: Lernende bauen selbst Apps zur Festigung und Repetition
✕ Weniger geeignet für
  • komplexe Inhalte „aufbauen“ und erklären (LearningApps ist primär Üben/Vertiefen)
  • langfristiges Kompetenz-Tracking oder Noten-/Leistungsverwaltung (nur begrenzte Status-/Übersichten)
  • Unterricht ohne verlässliches Internet als Standardfall (webbasiert; SCORM ist eher Integrationsoption als Offline-Garantie)

LearningApps im Test – Funktionen, Preise & Erfahrungen

Einsatzbereiche im Unterricht

LearningApps.org ist ein webbasiertes Autoren- und Übungstool für kleine interaktive Lernbausteine. Es ist besonders stark, wenn du kurze Übungsphasen planst: Begriffe zuordnen, Reihenfolgen sortieren, Vokabeln wiederholen, Lückentexte, kleine Quizformate. Die Plattform ist ausdrücklich als Baukasten gedacht – Apps sind modular einsetzbar und sollen in ein Unterrichtsszenario eingebettet werden, nicht als „fertige Unterrichtseinheit“ allein stehen. 

In der Praxis passt LearningApps gut zu:

  • Einstieg/Sicherung (z. B. Aktivierung von Vorwissen, kurze Wiederholung)
  • Stationenlernen, Lernbüros, Wochenpläne
  • Hausaufgaben/Übungsphasen per Link oder QR-Code
  • Flipped Classroom bzw. Distanzlernen als Übungsbaustein nach einer Inputphase 

Für Schulen wichtig (Stand deutscher Markt, aktuell): Die frühere Klassen-/Schülerkonten-Funktion wurde eingestellt; stattdessen gibt es Kollektionen als Ersatz, u. a. mit Fokus auf datensparsamere Nutzung. 

Besonders geeignet für …

  • kurze, wiederholbare Übungssequenzen (Microlearning) und Lernstands-Impulse 
  • Stationenlernen/Hausaufgaben per Link/QR-Code, auch BYOD (wenn datenschutzbewusst umgesetzt) 
  • Differenzierung: mehrere Apps/Schwierigkeitsgrade in einer Kollektion bündeln 
  • „Lernen durch Erstellen“: Lernende bauen selbst Apps zur Festigung und Repetition 

Weniger geeignet für …

  • komplexe Inhalte „aufbauen“ und erklären (LearningApps ist primär Üben/Vertiefen) 
  • langfristiges Kompetenz-Tracking oder Noten-/Leistungsverwaltung (nur begrenzte Status-/Übersichten) 
  • Unterricht ohne verlässliches Internet als Standardfall (webbasiert; SCORM ist eher Integrationsoption als Offline-Garantie) 

Funktionen und Anwendung

LearningApps.org kombiniert eine große Sammlung bereits vorhandener Apps („Browse Apps“) mit einem Editor („Create App“). Der typische Workflow ist: passende App suchen → als Vorlage kopieren oder leere Vorlage wählen → Inhalte anpassen → teilen/einbetten. Das offizielle Tutorial beschreibt diese Kernschritte (Suche, Kategorien/Filter, Vorlagen nutzen, Speichern/Teilen, Einbetten). 

Aufgabenformate

Beim Erstellen werden aktuell 21 Vorlagen angezeigt (u. a. Paare zuordnen, Gruppenzuordnung, Zeitleiste, Reihenfolge, Freitext, Multiple Choice, Lückentext, Audio/Video mit Einblendungen, Kreuzworträtsel, Wortgitter, „Wer wird Millionär“, Pferderennen, Matrix-/Tabellenformate). 

Teilen, Einbetten, LMS-Integration

Nach dem Erstellen gelangst du auf eine „Teilen“-Ansicht. Schulische Schritt-für-Schritt-Anleitungen nennen hier konkret: Link und QR-Code sowie das Herunterladen eines SCORM-Pakets zur Einbindung als Lernpaket in eine Lernplattform (Beispiel: mebis). 

Zudem zeigt die Detailseite einer App in der Oberfläche Bereiche wie „Link“, „Embed“ und „SCORM“ (auch wenn nicht jedes technische Detail im Browser-Parser sichtbar ist, sind die Funktionen in der UI klar ausgewiesen). 

Kollektionen statt Klassen

LearningApps hat „Klassen“ abgeschaltet (u. a. wegen wiederholter Beschwerden von Datenschutzbehörden und wegen vieler ungenutzter Schülerkonten) und seit Frühjahr 2021 Kollektionen als Ersatz eingeführt. 

Kollektionen bündeln Apps, können optional sequentiell freischalten und bieten – wenn aktiviert – die Möglichkeit, den Arbeitsstand zu verfolgen. Die Kollektion ist standardmäßig nicht öffentlich sichtbar. 

Wenn du Arbeitsstände erfassen willst, ist das möglich: Lernende können sich nach dem Bearbeiten (auf Lehrerwunsch) eintragen; du kannst eine Übersicht anzeigen sowie exportieren oder zurücksetzen. Wichtig für die Praxis: Arbeitsstände werden automatisch nach einem Jahr gelöscht. 

Privat vs. veröffentlicht

Alle neu erstellten Apps sind standardmäßig privat. Private Apps haben „kryptische“ Links und werden laut Anbieter nicht von Suchmaschinen bzw. dem öffentlichen Katalog erschlossen; du teilst sie gezielt über Link oder Einbettcode. Wenn du veröffentlichst, können andere sie finden und als Vorlage nutzen. 

Didaktischer Mehrwert

LearningApps ist didaktisch dann am stärksten, wenn du es als Baustein nutzt: kurze Aktivierung, zielgerichtete Übungsphase, Wiederholung/Sicherung. Offizielle Materialien beschreiben dieses Baukastenprinzip explizit (Lernbausteine „wie LEGO-Steine“ in Unterrichtsszenarien einbetten). 

Viele Formate eignen sich besonders für Microlearning: kurze Einheiten, unmittelbares Feedback, mehrfache Wiederholung ohne großen organisatorischen Aufwand. Ein Schulqualitäts-/Unterrichtsportal ordnet LearningApps entsprechend ein (Wiederholen/Üben/Vertiefen, besonders im Flipped Classroom oder Fernunterricht). 

Ein oft unterschätzter Hebel ist das Erstellen durch Lernende: Offizielle Projektbeschreibung und Praxisberichte betonen, dass Lernende durch eigenes Konstruieren von Aufgaben Inhalte vertieft bearbeiten (konstruktivistische Lernszenarien). In einer Praxisanleitung wird das konkret über Kollektionen beschrieben: Lernende können ohne eigenen Account Apps hinzufügen/erstellen, während du den Arbeitsstand einsehen kannst. 

Gleichzeitig gibt es eine typische didaktische Falle: Eine Lehr-Community warnt davor, dass Lernende Aufgaben per „Versuch und Irrtum“ lösen können (Klick-Abenteuer) oder dass die Erstellung länger dauert als die Bearbeitung – ohne echten Lerneffekt, wenn das Setting fehlt. Empfehlung: klare Einbettung (Vorbereitung, Anschlussaufgaben, Reflexion) und/oder Lernende Apps selbst entwickeln lassen. 

Datenschutz und Hosting

Anbieter, Rechtsraum, Verantwortlichkeiten

LearningApps beschreibt sich als nichtkommerzielle Plattform, betrieben und weiterentwickelt durch den Verein LearningApps interaktive Bausteine. Im Impressum wird eine Kontaktadresse in Däniken genannt; die Nutzungs-/Datenschutzhinweise verweisen auf anwendbares Schweizer Recht und Gerichtsstand Däniken. 

Für dich als Lehrkraft relevant: Inhalte im öffentlichen Katalog sind nutzergeneriert. Der Anbieter betont, dass die jeweiligen Autorinnen/Autoren verantwortlich sind und dass eine Vorabprüfung aller Inhalte nicht möglich ist (Meldemöglichkeit bei Problemfällen). 

Datensparsame Nutzung und Datenarten

Du kannst Apps ohne Benutzerkonto nutzen; ein Account ist nur erforderlich, wenn du eigene Apps erstellen/speichern/verwalten willst. Für Nutzungsstatistiken werden Zugriffsdaten (u. a. IP-Adresse, Zeitpunkt) erfasst; per „Do Not Track“-Browser-Einstellung kannst du steuern, ob dein Besuch statistisch berücksichtigt wird. 

Zentral (Schule!): Der Anbieter schreibt, dass beim Nutzen von Lernbausteinen Informationen zum Aufruf und Bearbeitungsstand gespeichert werden, aber keine personenbezogenen Daten wie individuelle Eingaben oder Lösungen

Bei Kollektionen mit Arbeitsstandsverfolgung werden Arbeitsstände laut Beschreibung nach einem Jahr automatisch gelöscht. Sobald Lernende sich mit Namen/Pseudonym eintragen, entsteht aber ein personenbezogener Bezug – das solltest du in deiner schulinternen Datenschutzlogik berücksichtigen. 

Hosting, Tracking, externe Inhalte

Der Anbieter nennt im Kurztext keine konkrete Hostingfirma. Für den deutschen Schulkontext stützen sich viele Schulen daher auf externe Datenschutzbewertungen, die (zeitgebunden) Folgendes dokumentieren:

  • Serverstandort Deutschland (u. a. in Datenschutzchecks für Schulen). 
  • In älteren Analysen wird noch Google-Analytics erwähnt (Stand Januar 2022). 
  • Spätere schulische Bewertungen berichten, dass auf Google Analytics seit August 2022 verzichtet wird und stattdessen ein selbst gehostetes Analyse-Tool (Matomo) eingesetzt wird. 

Der größte Datenschutzhebel liegt aber oft bei dir: Wenn du in Apps externe Inhalte einbindest (z. B. YouTube-Videos), kann es zu Datenübermittlungen an Dritte kommen (mindestens IP-/Verbindungsdaten). Datenschutzanalysen weisen ausdrücklich darauf hin, dass Video-/Audioeinbindungen die Anforderungen erhöhen. 

Auftragsverarbeitung (AVV)

Für viele Schulen ist entscheidend, ob ein AVV angeboten wird. In schulischen Datenschutzchecks wird LearningApps als Tool beschrieben, das keinen AVV bereitstellt (und deshalb besonders über datensparsame Nutzung/Pseudonyme gedacht werden sollte). 

Schweiz als Drittstaat im DSGVO-Kontext

Auch wenn der Anbieter in der Schweiz sitzt, ist sie im Datenschutzrecht für viele Transfers weniger problematisch als andere Drittstaaten: Die Europäische Union führt die Schweiz unter den Ländern mit Angemessenheitsentscheidung; Transfers können daher grundsätzlich ohne zusätzliche Garantien möglich sein (je nach konkretem Verarbeitungsszenario). 

Kosten und Lizenzmodelle

LearningApps ist kein klassisches, kommerzielles Abo-Produkt, sondern ein spendenfinanzierter Dienst. Der Anbieter betont: kostenfrei für Bildungszwecke, mit dem Recht, Nutzung außerhalb des Bildungskontexts bei übermäßiger Beanspruchung einzuschränken. Die Startseite sowie das Impressum kommunizieren ausdrücklich Spenden- und Sponsoringbedarf (werbefreier Betrieb, Weiterentwicklung). Auch die Vereinsstatuten verankern, dass Betriebskosten und Aktivitäten ausschließlich über Zuwendungen von Sponsoren/Gönnern finanziert werden. 

Für dich heißt das:
Du hast keine Lizenzkosten und kannst sehr schnell starten. Gleichzeitig gilt „ohne Gewähr“ (keine Garantie für Verfügbarkeit/Sicherheit/Vollständigkeit). Für Prüfungssettings oder hochkritische Unterrichtsteile ist ein Plan B sinnvoll; für Übungsphasen ist das in der Regel gut handhabbar. 

Erfahrungen und Bewertungen

In schulischen Tool-Porträts wird LearningApps häufig als niedrigschwellig beschrieben: kurze Registrierung für Lehrkräfte, Nutzung für Lernende oft ohne Registrierung per Link/QR, viele Vorlagen und schnelle Einbindung in Unterrichtsabläufe (auch Flipped Classroom/Fernunterricht). 

Ein Praxisbericht beschreibt LearningApps als festen Bestandteil des Unterrichts – besonders für Wiederholung/Übung (Ereignisse sortieren, Definitionen, Vokabeln). Hervorgehoben werden Motivation und der Vorteil, dass Lernende über Kollektionen ohne eigenen Account Apps erstellen und spielen können. 

Ältere Erfahrungsberichte betonen ebenfalls: einfache Erstellung, Medienmix, Differenzierung und kostenlose Nutzung – nennen aber auch typische Grenzen einzelner Vorlagen (z. B. Layout/Automatik bei Wortgittern/Kreuzworträtseln). 

Als didaktische Kritik ist die Warnung vor „digital-didaktischem Aktionismus“ bzw. Trial-and-Error-Klicken hilfreich: Der Lerneffekt steigt deutlich, wenn Apps vorbereitet/nachbereitet werden oder wenn Lernende Apps selbst entwickeln. 

Datenschutzbezogen wird positiv bewertet, dass die frühere Klassenfunktion eingestellt und durch Kollektionen ersetzt wurde, u. a. im Kontext von Datenschutzbeschwerden. Der wichtigste Risikofaktor bleibt die Einbettung externer Inhalte (z. B. Videos). 

Lernmarktplatz-Fazit

Unser Fazit zu LearningApps

Kurz eingeordnet: Für wen eignet sich der Anbieter – und wann lohnt sich ein genauerer Blick?

LearningApps.org ist für dich als Lehrkraft ein sehr praxistaugliches Tool, wenn du interaktive Übungsbausteine schnell erstellen, anpassen und unkompliziert verteilen willst – ohne Lizenzkosten und ohne komplexes Setup. Seine Stärken sind die große Vorlagenvielfalt, die schnelle Teilbarkeit (Link/QR/Embed/SCORM) und Kollektionen als moderne Alternative zur früheren Klassenverwaltung. 

Für den deutschen Schulalltag ist der entscheidende Qualitätsfaktor weniger „Technik“, sondern Didaktik und Datenschutzpraxis: Setze LearningApps bewusst als Baustein ein (Sicherung/Übung/Wiederholung), plane Anschlussaufträge ein und nutze die Plattform möglichst datensparsam (keine Klarnamen, keine unnötigen Konten, Vorsicht bei externen Medien). Dann ist LearningApps ein starkes, niedrigschwelliges Werkzeug – besonders für Üben, Differenzieren und „Lernen durch Erstellen“. 

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Seite ist ein unabhängiger redaktioneller Vergleich durch Lernmarktplatz.de und steht in keiner Verbindung zu den genannten Anbietern.

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