1 · Welcher Anteil bleibt nach vier Halbwertszeiten?
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6,25 %, denn 2⁻⁴ ist ein Sechzehntel.
Physik verstehen und üben · Kernphysik
Physik · Sekundarstufe I und II
Wie viel bleibt nach zwei, drei oder einer halben Halbwertszeit übrig? Lies Zerfallskurven, rechne Restanteile aus und bestimme umgekehrt vergangene Zeiten.
Nach jeder Halbwertszeit halbiert sich der noch nicht zerfallene Bestand. Es verschwindet nicht jedes Mal dieselbe Anzahl an Kernen.
Die Halbwertszeit T½ ist die Zeit, in der der erwartete Bestand eines bestimmten radioaktiven Nuklids auf die Hälfte sinkt. Aus anfangs 8000 Kernen werden im Mittel 4000, dann 2000 und danach 1000 noch nicht zerfallene Kerne.
Einzelne Kerne besitzen keine innere Uhr, die genau nach einer Halbwertszeit abläuft. Jeder Kern zerfällt zufällig. Bei einer kleinen Probe kann nach einer Halbwertszeit mehr oder weniger als die Hälfte übrig sein. Die glatte Kurve beschreibt den Erwartungswert und bei großen Beständen sehr gut den beobachteten Verlauf.
Wir betrachten ein einzelnes Nuklid mit konstanter Zerfallswahrscheinlichkeit pro Zeit, ohne Nachlieferung und ohne Entfernung von Mutterkernen auf anderem Weg. Tochterkerne können selbst radioaktiv sein; ihre zusätzliche Strahlung gehört dann nicht einfach zur hier berechneten Mutteraktivität.
N(t) = N₀ · 2−tT½
N₀ ist der Anfangsbestand, N(t) der erwartete noch nicht zerfallene Bestand nach der Zeit t. Der Exponent enthält den Quotienten aus Zeit und Halbwertszeit; beide müssen in derselben Einheit stehen.
N(t) = N₀ · e−λt mit λ = ln 2T½
λ heißt Zerfallskonstante, nicht Wellenlänge. Sie besitzt die Einheit einer umgekehrten Zeit, zum Beispiel s−1. ln 2 ist ungefähr 0,693. In der Exponentialschreibweise ist das Produkt λt einheitenlos.
N(t)N₀ = 2−tT½
Die linke Seite ist der verbleibende Anteil. Der bereits zerfallene Anteil beträgt eins minus diesen Restanteil. Die Masse des noch vorhandenen Mutternuklids folgt demselben relativen Gesetz; die gesamte Probe verliert dadurch nicht einfach die Hälfte ihrer Masse. Die Tochterprodukte bleiben häufig in der Probe.
Beginne mit T½ = 2 Stunden. Stelle nacheinander t = 2, 4 und 6 Stunden ein. Ändere danach bei derselben Zeit nur die Halbwertszeit.
Die Anzeige rundet den erwarteten Kernbestand. Sie behauptet nicht, dass ein Teil eines Kerns existiert. Alle Kerne werden entweder als noch vorhanden oder als zerfallen registriert; nur der Mittelwert über viele Wiederholungen darf eine Kommazahl haben.
Bei t = 3 h und T½ = 2 h sind erst 1,5 Halbwertszeiten vergangen. Es bleiben etwa 35,36 %, nicht 25 %. Das Gesetz gilt auch zwischen den ganzen Halbierungen.
Eine Modellprobe enthält anfangs 8000 Mutterkerne. Ihre Halbwertszeit beträgt 2 h. Gesucht ist der erwartete Bestand nach 6 h.
Anzahl der Halbwertszeiten: tT½ = 6 h2 h = 3
N(6 h) = 8000 · 2−3 = 80008 = 1000
Es bleiben 12,5 % der Mutterkerne. Im Mittel sind 8000 − 1000 = 7000 zerfallen, also 87,5 %. Einheitenprobe: h geteilt durch h ergibt eine reine Zahl.
Zwischenwert: Nach nur 1 h ist eine halbe Halbwertszeit vergangen. Es bleiben 8000 · 2−0,5 ≈ 5657 Kerne im Mittel, also etwa 70,71 %. „Halbe Halbwertszeit“ bedeutet nicht „25 % Verlust“.
Gesucht ist die Zeit, nach der 10 % des Anfangsbestands verbleiben. Mit dem Restanteil r = N(t) geteilt durch N₀ folgt:
t = T½ · ln(1/r)ln 2
t = 2 h · ln 10ln 2 ≈ 6,64 h
Das entspricht etwa 3,32 Halbwertszeiten. Verwende als r den Dezimalanteil 0,10, nicht die Prozentzahl 10. Die Umkehrung gilt für 0 < r ≤ 1. Einen exakt verschwindenden Erwartungswert erreicht die mathematische Exponentialkurve in endlicher Zeit nicht.
Eine endliche reale Probe kann trotzdem irgendwann keinen Mutterkern mehr enthalten. Das widerspricht der Erwartungskurve nicht: Sie mittelt über viele mögliche Zerfallsverläufe.
Suche auf einer bereinigten Zerfallskurve einen Wert und danach seinen halben Wert. Der zugehörige Zeitabstand ist T½. Es ist egal, ob du bei 100 %, 80 % oder 40 % beginnst: Die Halbierung dauert im idealen Modell immer gleich lange.
Beispiel: Eine bereinigte Zählrate fällt von 160 auf 80 Impulse pro Minute zwischen t = 2 min und t = 7 min. Dann beträgt die Halbwertszeit 5 min. Das Messgerät und die Geometrie müssen vergleichbar bleiben; ein konstanter Untergrund muss vorher abgezogen werden.
Bei einer Mischung mehrerer Radionuklide oder zusätzlicher Tochteraktivität kann eine einzige Exponentialkurve ungeeignet sein. Die Aktivität eines einzelnen Mutternuklids halbiert sich dagegen im selben Rhythmus wie sein Bestand.
Jedes Mal N₀ halbieren und dieselbe Menge abziehen: Halbiert wird der jeweils verbleibende Bestand.
Stunden mit Sekunden vermischen: t und T½ zuerst in dieselbe Einheit bringen.
Restanteil mit zerfallenem Anteil verwechseln: Beide ergänzen sich zu 100 %.
Eine kurze Halbwertszeit als Sicherheitsurteil verwenden: Aktivität, Nuklid, Menge, Strahlungsenergie und Expositionsweg müssen getrennt betrachtet werden.
Erst vorhersagen oder selbst rechnen, dann die Lösung öffnen.
6,25 %, denn 2⁻⁴ ist ein Sechzehntel.
1500. Es sind drei Halbwertszeiten vergangen.
75 %. Der Restanteil beträgt 25 %.
λ ≈ 0,0693 min⁻¹.
4 min, denn 120 → 60 → 30 sind zwei Halbierungen.
Nein. Fünf ist der Erwartungswert. Ein einzelner Versuch kann davon abweichen.

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Fachlicher Abgleich der Grundgleichung: OpenStax · University Physics 3. Texte, Zahlenbeispiele und Schaubilder sind eigenständig erstellt.