Wer macht „Kreide. KI. Klartext.“?
Moderiert wird der Podcast aktuell von Dr. Diana Knodel und Judith Erlmann.
Dr. Diana Knodel ist CEO von fobizz sowie Informatik- und KI-Expertin. Sie bringt dadurch besonders viel Erfahrung aus dem Bereich digitale Fortbildung, KI-Kompetenz und EdTech mit.
Judith Erlmann war viele Jahre Lehrerin und verantwortet heute das BMBF-Projekt „Lernen digital“. Dadurch kommt eine starke schulische und fortbildungsbezogene Perspektive in den Podcast.
In älteren Folgen war außerdem häufig Gert Mengel als Co-Host beteiligt. Eine Folge aus Juli 2025 spricht ausdrücklich von einem Staffelwechsel und bringt Diana Knodel, Gert Mengel, Viola Patricia Herrmann und Judith Erlmann zusammen.
Worum geht es in dem Podcast?
„Kreide. KI. Klartext.“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz Schule verändert — nicht nur technisch, sondern vor allem pädagogisch, organisatorisch und gesellschaftlich.
Die Themen sind sehr nah an aktuellen Schulfragen. In den sichtbaren Folgen 2025 und 2026 geht es unter anderem um:
- KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium
- KI und berufliche Zukunft
- KI in Schulen und Unterricht
- Demokratiebildung und Künstliche Intelligenz
- Schulentwicklung anhand konkreter Schulen
- KI-Werkstätten und Fortbildungsformate
- neue Prüfungskultur
- Schule 2035
- Inklusion mit KI
- EU AI Act und Schule
- KI in Grundschule, Realschule und Berufsschule
Die aktuellste offiziell sichtbare Folge vom 27. Mai 2026 behandelt KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium mit Prof. Dr. Tina Seufert. Weitere Folgen 2026 greifen unter anderem KI-Kompetenzen für die berufliche Zukunft, reale Entwicklungen an Schulen, Demokratiebildung und Schulentwicklung anhand von Schulen auf, die für den Deutschen Schulpreis nominiert waren.
Besonders stark ist der Podcast, wenn er zeigt, dass KI nicht nur eine Frage einzelner Tools ist. Immer wieder geht es um größere pädagogische Fragen: Welche Aufgaben bleiben für Lehrkräfte zentral? Wie verändert sich Leistung? Wie können Schüler:innen kritisch und kompetent mit KI umgehen? Und wie gelingt Schulentwicklung, ohne Kollegien zu überfordern?
Was macht den Podcast stark?
Die größte Stärke von „Kreide. KI. Klartext.“ ist die klare Fokussierung auf eines der wichtigsten Schulentwicklungsthemen der Gegenwart: KI in Bildung und Schule.
Der Podcast bleibt dabei nicht bei oberflächlichen Tool-Tipps stehen. Viele Folgen greifen konkrete schulische Fragen auf: Was passiert tatsächlich an Schulen? Wie können Lehrkräfte und Schüler:innen gemeinsam KI-Kompetenzen entwickeln? Wie verändern sich Prüfungen? Welche Rolle spielt KI in der Inklusion? Wie sieht KI-Kompetenz im Lehramtsstudium aus?
Stark ist auch die Mischung der Gäste. Die Episoden bringen Stimmen aus Schule, Wissenschaft, Schulleitung, Fortbildung, Bildungsinnovation und Bildungspolitik zusammen. Dadurch entsteht ein guter Mix aus Praxis, Forschung und strategischer Einordnung.
Für Lehrer:innen ist außerdem wertvoll, dass KI nicht als reines Technikthema behandelt wird. Es geht auch um Demokratiebildung, Teilhabe, Selbstwirksamkeit, Chancengerechtigkeit, Kulturwandel und die Rolle von Lehrkräften in einer zunehmend digitalen Schule. Eine Folge aus Februar 2026 verbindet KI zum Beispiel ausdrücklich mit Demokratiebildung, Deepfakes, algorithmischer Diskriminierung, Teilhabe und schulischer Urteilsfähigkeit.
Mögliche Grenzen
„Kreide. KI. Klartext.“ ist ein starker Podcast — aber nicht für jedes Lehrerbedürfnis der richtige.
Die wichtigste Grenze ist die klare thematische Spezialisierung. Wer einen breiten Lehrerpodcast sucht, der auch Klassenführung, Unterrichtseinstiege, Elterngespräche, Korrekturorganisation oder Fachmethodik behandelt, wird hier nur teilweise fündig.
Außerdem sind manche Folgen eher strategisch oder bildungspolitisch ausgerichtet. Das ist für Schulleitungen, Medienbeauftragte und Fortbildner:innen sehr wertvoll, kann aber für Lehrkräfte, die nur eine konkrete Idee für die nächste Stunde suchen, etwas abstrakt wirken.
Eine weitere Grenze: Durch Diana Knodels Rolle als CEO von fobizz steht der Podcast erkennbar in einem EdTech- und Fortbildungsumfeld. Das schmälert den Nutzen nicht, sollte aber transparent eingeordnet werden. Für Hörer:innen bedeutet das: hohe Expertise und viel Nähe zu Fortbildungsthemen, aber kein rein unabhängiges öffentlich-rechtliches Format.