Beschreibung

Binogi ist ein digitales Lernportal für Schüler der 5. bis 10. Klasse, das Schulstoff mit kurzen Lernvideos, Quizfragen und mehrsprachigen Erklärungen vermittelt. Besonders spannend ist Binogi für Familien, die kein klassisches Nachhilfeangebot suchen, sondern ein Tool zum selbstständigen Wiederholen, Üben und Verstehen von Unterrichtsthemen.

Im Testbericht erfährst Du, welche Fächer Binogi abdeckt, wie die Lernplattform funktioniert, welche Kosten für Schüler und Eltern entstehen und für wen sich das Angebot wirklich lohnt. Außerdem schauen wir uns an, wo die Stärken von Binogi liegen, welche Grenzen das Tool hat und ob es eine sinnvolle Ergänzung zur Schule oder zur Nachhilfe sein kann.

Binogi im Test: Kosten, Funktionen und Erfahrungen für Schüler

  • Binogi GmbH
Produkt Form
  Preise
  • Basis: kostenlos, alle 11 Fächer, aber nur eine begrenzte Auswahl an Lernvideos und Quiz. 
  • Premium: 199 € pro Jahr für alle Videos und alle Quiz in allen 11 Fächern, umgerechnet rund 16,60 € pro Monat. 
  • Klassenlizenz: 10 € pro Schüler:in und Jahr, Mindestbestellmenge 15 Lizenzen. 
  • Schullizenz: 5 € pro Schüler:in und Jahr, Mindestbestellmenge 200 Lizenzen. 
  • Für Sekundarstufe-I-Schulen in Niedersachsen ist Binogi aktuell bis zum Ende des Schuljahres 2025/26 kostenlos; Startchancen-Schulen in Bremen können Binogi ebenfalls kostenfrei nutzen. 

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Binogi ist ein digitales Lernportal für Schüler der 5. bis 10. Klasse, das Schulstoff mit kurzen Lernvideos, Quizfragen und mehrsprachigen Erklärungen vermittelt. Besonders spannend ist Binogi für Familien, die kein klassisches Nachhilfeangebot suchen, sondern ein Tool zum selbstständigen Wiederholen, Üben und Verstehen von Unterrichtsthemen.

Im Testbericht erfährst Du, welche Fächer Binogi abdeckt, wie die Lernplattform funktioniert, welche Kosten für Schüler und Eltern entstehen und für wen sich das Angebot wirklich lohnt. Außerdem schauen wir uns an, wo die Stärken von Binogi liegen, welche Grenzen das Tool hat und ob es eine sinnvolle Ergänzung zur Schule oder zur Nachhilfe sein kann.

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Passt Binogi zu mir?

✓ Geeignet für
  • Schüler:innen der Klassen 5 bis 10, die Stoff mit kurzen Videos und Quiz wiederholen oder nacharbeiten möchten.
  • Mehrsprachige Familien und Kinder mit Deutsch als Zweitsprache, die Fachinhalte erst in ihrer stärksten Sprache verstehen wollen.
  • Familien, deren Schule bereits eine Klassen-, Schul- oder Landeslizenz hat.
  • Lernende, die selbstständig zu Hause üben wollen, ohne feste Nachhilfestunden zu buchen.
✕ Weniger geeignet für
  • Grundschule sowie Oberstufe mit sehr prüfungsspezifischem Coaching-Bedarf.
  • Schüler:innen, die regelmäßige 1:1-Nachhilfe mit echter Lehrkraft und direkter Rückfrage brauchen.
  • Familien, die vor allem Deutsch oder andere auf der deutschen Website nicht gelistete Fächer suchen.
  • Nutzer, die vor dem Privatkauf ein vollständig transparent beschriebenes Monatsabo mit klar sichtbaren Vertragsregeln erwarten.

Binogi im Test – Funktionen, Preise & Erfahrungen

Zielgruppen, Fächer und Sprachen

Binogi ist klar auf Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 ausgerichtet. Laut Anbieter können Lehrkräfte Inhalte nach Schulform und Klassenstufe filtern, was für Familien wichtig ist: Die Plattform ist eher für Sekundarstufe I gedacht als für Grundschule oder Oberstufe. Besonders sinnvoll wirkt das Angebot für Kinder, die Fachinhalte zwar verstehen könnten, aber an der Unterrichtssprache hängen bleiben. Eine universitäre Materialsammlung zum Thema Mehrsprachigkeit empfiehlt Binogi genau für diesen Zweck: Lerninhalte können in der Erst- oder Herkunftssprache erschlossen werden, um Vorwissen zu aktivieren und Fachlernen auf Deutsch zu erleichtern. Auch eine deutsche Schulbehörde nennt Binogi als Brücke für individuelle Förderung und die Integration mehrsprachiger Lernender. 

Beim Fächerangebot ist Binogi breiter aufgestellt, als es auf den ersten Blick wirkt: öffentlich genannt werden Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Geschichte, Geographie, Religion, Naturwissenschaften, Gesellschaftslehre und Englisch als Fremdsprache. Dazu kommen laut Startseite über 1.000 Videos und pro Lektion jeweils drei Quiz. Für viele Familien ist das solide, aber nicht allumfassend: Deutsch, Französisch, Latein, Wirtschaft oder klassische Oberstufen-Spezialfächer sind auf der deutschen Produktseite aktuell nicht als feste Kernfächer ausgewiesen. 

Ein echter Unterschied zu vielen anderen Lernplattformen ist die Mehrsprachigkeit. Binogi nennt bis zu 15 Sprachen. Die Sprache von Video, Untertitel und Quiz kann flexibel gewählt werden. Auf der deutschen Startseite sind Deutsch, Englisch, Arabisch, Somali, Dari, Tigrinya, Spanisch, Schwedisch, Finnisch, Thai, Polnisch und Französisch als verfügbare Sprachen genannt; Ukrainisch, Türkisch und Russisch sind dort ausdrücklich als Untertitel markiert. Gerade für Familien mit mehrsprachigem Alltag ist das ein echter Praxisvorteil, weil Dein Kind Fachbegriffe nicht nur auf Deutsch, sondern parallel in einer vertrauteren Sprache aufbauen kann. 

Lernform, Zugang und Datenschutz

Für Schüler und Eltern ist der wichtigste Punkt: Binogi ist Selbstlernplattform, nicht Live-Nachhilfe. Öffentlich beschrieben werden kurze animierte Videos, Quiz und ein Lehrerbereich mit Monitoring. In den Tutorials für Lehrkräfte tauchen Funktionen wie Lernaufgaben stellen, Ergebnisse einsehen, Klassen anlegen und Gruppen verwalten auf. Das passt gut zu Wiederholung, Hausaufgaben, Vorbereitung auf Klassenarbeiten oder zum Nacharbeiten von Stoff, ersetzt aber keinen festen Tutor, der individuell Rückfragen beantwortet. Positiv ist dabei, dass Schülerinnen und Schüler laut Anbieter das Portal nicht nur im Unterricht, sondern auch zu Hause selbstständig als Nachhilfetool nutzen können. 

Beim Zugang ist Binogi inzwischen flexibel genug für den Alltag. Es gibt einen Browser-Login über das Webportal und mobile Apps. Im Android-Store weist die App 500.000+ Downloads aus und wurde zuletzt am 30. April 2026 aktualisiert. Im iPhone-App-Store ist sie kostenlos ladbar und nennt neben Videos und Quiz auch Karteikarten, Fortschrittsanzeige und Auszeichnungen bzw. Badges. Für Schüler ist das motivierend, weil das Lernen dadurch stärker wie eine strukturierte Lern-App wirkt und weniger wie ein trockenes Schulportal. 

Beim Datenschutz liefert Binogi mehr Informationen als viele kleine EdTech-Angebote, auch wenn man als Nutzer trotzdem genau hinschauen sollte. Wenn der Zugang über die Schule läuft, ist laut Datenschutzerklärung die Schule für die Datenverarbeitung verantwortlich und Binogi arbeitet als Auftragsverarbeiter. In derselben Richtlinie steht, dass bei unter 16-Jährigen die Zustimmung der Eltern oder gesetzlichen Vertretung erforderlich ist. Außerdem heißt es dort, dass personenbezogene Daten nach Löschung des Accounts grundsätzlich innerhalb von fünf Werktagen gelöscht werden, sofern keine Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Auf der Seite zu Unterauftragsverarbeitern erklärt Binogi zudem, dass die eingesetzten Dienstleister entweder in der EU sitzen oder EU-Server nutzen. 

Kosten und Lizenzmodelle

Für Privatnutzer gibt es auf der deutschen Website aktuell zwei klar sichtbare Varianten. Die kostenlose Basisversion ist dauerhaft kostenlos und eignet sich vor allem zum Reinschnuppern oder für gelegentliche Nutzung. Die Premium-Version kostet 199 € pro Jahr und schaltet alle Lernvideos und alle Quiz frei. Der große Unterschied zu typischen Nachhilfeportalen ist dabei: Du kaufst hier keine Stunden mit Lehrkraft, sondern den Zugang zu einer Inhaltsbibliothek. Genau deshalb ist der Preisvergleich mit klassischer Live-Nachhilfe nur bedingt sinnvoll. Wenn Dein Kind regelmäßig mehrere Fächer nutzt, wirkt 199 € pro Jahr fairer, als wenn nur ab und zu ein einzelnes Thema gebraucht wird. 

Für Schulen ist das Modell deutlich günstiger. Neben der Einzellizenz nennt Binogi eine Lehrkräftelizenz auf Anfrage, eine Klassenlizenz für 10 € pro Schüler:in und Jahr ab 15 Lizenzen, eine Schullizenz für 5 € pro Schüler:in und Jahr ab 200 Lizenzen sowie individuelle Schulträgerangebote. Für Familien ist das ein sehr wichtiger Punkt: Wenn eine Klasse, Schule oder ein Schulträger die Kosten übernimmt, sinkt der rechnerische Preis pro Kind massiv im Vergleich zur privaten Premium-Lizenz. Deshalb lohnt es sich, vor einem Privatkauf zuerst in der Schule nachzufragen. 

Einen klassischen Testzugang im Stil einer kostenlosen Probestunde gibt es für Privatnutzer öffentlich nicht. Stattdessen übernimmt die kostenlose Basisversion diese Rolle. Das ist praktisch, weil Du nicht erst mit Vertrieb oder Beratung sprechen musst, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Gleichzeitig wirkt der Privatkauf auf der deutschen Website etwas weniger ausgereift als bei typischen Abo-Apps: Für Premium steht dort „Lizenz beantragen“ statt eines klar dokumentierten Monats- oder Checkout-Modells. 

Ein kleiner Transparenz-Nachteil bleibt damit bestehen. Auf der öffentlich sichtbaren deutschen Preisseite werden keine detaillierten Kündigungs-, Verlängerungs- oder Vertragsregeln für die private Premium-Lizenz erklärt. Zusätzlich listet der iPhone-App-Store zwar In-App-Käufe, die Bezeichnungen passen aber nicht sauber zu den deutschen Webpreisen und enthalten teils Test- bzw. QA-Bezeichnungen. Für den deutschen Markt ist damit die Website aktuell die verlässlichere Preisquelle, während die genaue Vertragsabwicklung vor dem Kauf besser noch einmal direkt geprüft werden sollte. 

Erfahrungen und Bewertungen

Wer bei Binogi nach Bewertungen sucht, findet deutlich weniger öffentliche Stimmen als bei großen B2C-Lernportalen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass Binogi stark über Schulen und institutionelle Lizenzen verbreitet wird. Im deutschen iPhone-App-Store steht die App derzeit bei 5,0 von 5 Sternen aus 1 Bewertung. Bei Android zeigen Google-Play-Snippets 4,2 Sterne; gleichzeitig weist die Android-App mehr als 500.000 Downloads aus. Auf der offiziellen Website selbst hebt Binogi positive Rückmeldungen von Lehrkräften, Schüler:innen und Eltern hervor, vor allem zu verständlichen Videos, Mehrsprachigkeit und Motivation. Diese Stimmen sind nützlich, aber natürlich kuratiert und nicht unabhängig. 

Als etwas unabhängigere Orientierung kann eine schulische Review-Plattform dienen. Dort steht Binogi Anfang Mai 2026 bei 4,9 von 5 Punkten aus 10 verifizierten Reviews. Die Plattform weist allerdings selbst darauf hin, dass in den vergangenen sechs Monaten keine neuen Reviews hinzugekommen sind. Die Stichprobe ist also klein und eher schulnah als elternnah. Auffällig ist trotzdem, dass dort gerade die Punkte Mehrsprachigkeit, Motivation, Selbstständigkeit und Unterrichtsentlastung positiv hervorgehoben werden, sogar in einer deutschen Schulbewertung. 

Ein zusätzliches Qualitätssignal kommt nicht aus dem Elternmarkt, sondern aus dem Bildungsbereich: Laut der offiziellen Presseseite wurde Binogi am 7. Mai 2024 erneut mit dem österreichischen Gütesiegel LernApps zertifiziert. Binogi schreibt dazu, dass rund 300 Schüler:innen zusammen mit Lehrkräften die Inhalte in Biologie, Chemie und Physik im Unterricht eingesetzt und positiv bewertet haben. Das ersetzt keine breite Verbraucherbewertung, spricht aber dafür, dass die Inhalte didaktisch nicht nur als Marketingversprechen dastehen. 

Kritisch aus Familienperspektive ist weniger die Lernidee als die Produktlogik. Ein unabhängiger Bildungs-Hub für Familien beschreibt Binogi als deutlich schul- und lizenzbezogen und hält freie Familiennutzung vor allem dann für sinnvoll, wenn der Zugang über Schule, Land oder Sonderprogramm kommt. Genau das passt auch zum Gesamtbild der Plattform: stark im schulischen Einsatz, stark in Mehrsprachigkeit, aber weniger typisch für spontane Einzelkäufe oder sehr individuelle Nachhilfeprobleme. 

Unser Fazit zu Binogi

Binogi ist für den deutschen Markt vor allem dann interessant, wenn Du keine klassische 1:1-Nachhilfe suchst, sondern ein verständliches, mehrsprachiges Lernwerkzeug für den Schulalltag. Die größten Pluspunkte sind die klare Ausrichtung auf die Klassen 5 bis 10, die Kombination aus kurzen Videos und Quiz, die starke Mehrsprachigkeit und die sehr günstigen Schulpreise. Besonders überzeugend wird Binogi, wenn Dein Kind an einer Schule mit bestehender Lizenz lernt oder wenn Fachinhalte zuerst in einer stärkeren Sprache verstanden werden sollen. Schwächer ist das Angebot dort, wo persönliche Lehrkraft-Betreuung, spontane Einzelfallhilfe oder eine sehr breite Fächerabdeckung bis in die Oberstufe gefragt sind. Unterm Strich ist Binogi eher eine gute Lernplattform als ein vollwertiger Ersatz für klassische Nachhilfe.

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Seite ist ein unabhängiger redaktioneller Vergleich durch Lernmarktplatz.de und steht in keiner Verbindung zu den genannten Anbietern.

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