Auf einer Wiese leben Pflanzen, Heuschrecken, Spinnen und Vögel. Sie teilen einen Lebensraum, nutzen ihn aber auf unterschiedliche Weise: Pflanzen brauchen unter anderem Licht und Wasser, Heuschrecken fressen Pflanzenteile, manche Spinnen fangen Insekten. Selbst zwei samenfressende Vogelarten können unterschiedliche Samengrößen bevorzugen.
Die ökologische Nische beschreibt die Gesamtheit der Ansprüche einer Art an ihre Umwelt und ihrer Beziehungen zu ihr. Dazu gehören geeignete Bedingungen, genutzte Ressourcen und Wechselwirkungen mit anderen Lebewesen. Sie hilft zu erklären, unter welchen Umständen eine Art dauerhaft leben und sich fortpflanzen kann.
Habitat: Wo lebt die Art?
Das Habitat ist der Lebensraum einer Art, zum Beispiel eine feuchte Wiese oder die Uferzone eines Teichs. Es bezeichnet einen räumlichen Bereich.
Nische: Wie lebt die Art?
Die Nische umfasst etwa Nahrung, Temperaturansprüche, Aktivitätszeiten und Beziehungen zu anderen Arten. Sie ist kein freier Platz, in den eine Art einfach hineinschlüpft.
↔ Schaubild bei Bedarf seitlich verschieben.
Die vier Felder ordnen wichtige Aspekte. Eine echte Nische ist mehrdimensional: Eine einzige Temperatur- oder Nahrungskurve bildet sie nicht vollständig ab.
Ein hilfreicher Vergleich – mit Grenze
„Adresse“ für Habitat und „Lebensweise“ für Nische helfen beim Einstieg. Die Nische umfasst aber mehr als eine Tätigkeit oder einen „Beruf“: Auch die Bedingungen, unter denen Fortpflanzung möglich ist, gehören dazu.
Wann entsteht Konkurrenz?
Konkurrenz entsteht, wenn Lebewesen dieselbe begrenzte Ressource nutzen und dadurch die Möglichkeiten der jeweils anderen vermindern. Ressourcen können Nahrung, Wasser, mineralische Nährstoffe, Licht oder geeignete Brutplätze sein. Nicht jeder gemeinsam genutzte Umweltfaktor ist eine Ressource: Die Temperatur wird zum Beispiel nicht wie Nahrung aufgebraucht.
Zwei Pflanzen können sich gegenseitig beschatten. Zwei Vogelarten können dieselben Samen fressen. Ob und wie stark dadurch Wachstum, Überleben oder Fortpflanzung eingeschränkt werden, hängt auch vom Angebot und vom Bedarf ab. Bloß dieselbe Nahrung zu fressen beweist noch keine wirksame Nahrungskonkurrenz.
Intraspezifische Konkurrenz
Konkurrenz innerhalb einer Art: Zwei Buchen wachsen dicht nebeneinander und beanspruchen unter anderem Licht und Wasser. „Intra“ bedeutet innerhalb.
Interspezifische Konkurrenz
Konkurrenz zwischen verschiedenen Arten: Eine Buche und eine Eiche beanspruchen am selben Standort begrenztes Licht und Wasser. „Inter“ bedeutet zwischen.
Konkurrenz muss kein sichtbarer Kampf sein. Bei Ausbeutungskonkurrenz verbraucht ein Lebewesen eine Ressource, sodass weniger für andere bleibt. Bei Interferenzkonkurrenz behindern sich Lebewesen unmittelbar, etwa durch das Vertreiben von einem Futterplatz. Beide Formen können innerhalb einer Art und zwischen Arten vorkommen.
Die Zeichen −/− richtig lesen
Konkurrenz wird oft mit −/− dargestellt. Beide Beteiligten haben gegenüber einer vergleichbaren Situation ohne den jeweiligen Konkurrenten einen Nachteil. Das bedeutet nicht, dass beide Populationen sofort schrumpfen oder gleich stark betroffen sind.
Fundamentale und realisierte Nische
Fundamentale Nische: grundsätzlich möglich
Sie beschreibt die Kombinationen von Bedingungen und Ressourcen, unter denen sich eine Art aufgrund ihrer Eigenschaften dauerhaft erhalten könnte, wenn begrenzende Wechselwirkungen wie Konkurrenz und Fraß ausgeblendet werden. Alle anderen notwendigen Voraussetzungen müssen dabei erfüllt sein.
Realisierte Nische: unter den konkreten Beziehungen verwirklicht
Sie beschreibt, wie eine Art ihre Umwelt unter den tatsächlich wirkenden biotischen Wechselwirkungen nutzt. Konkurrenz oder Fressfeinde können die genutzten Möglichkeiten einschränken. Das tatsächlich beobachtete Vorkommen hängt zusätzlich etwa von Ausbreitung und Vorgeschichte ab.
Ein vereinfachtes Pflanzenbeispiel: Ohne eine bestimmte Konkurrenzart gelingt Wachstum und Fortpflanzung auf mäßig trockenen bis feuchten Böden. Mit dem Konkurrenten gelingt das nur noch auf einem Teil der Standorte. Im einfachen Schulmodell ist die realisierte Nische dann ein Ausschnitt der fundamentalen Nische.
Diese Gegenüberstellung setzt festgelegte Bedingungen voraus. Fördernde Beziehungen – etwa Schutz durch eine andere Art – können ebenfalls wichtig sein. Das Bild „realisierte Nische immer kleiner“ ist deshalb außerhalb des vereinfachten Konkurrenzmodells zu pauschal.
Verbindung zu den Toleranzkurven
Die physiologische und ökologische Potenz vergleichen den nutzbaren Bereich eines bestimmten Faktors. Die ökologische Nische verbindet viele solcher Dimensionen mit Ressourcen und Beziehungen.
Nischen-Labor: Wie stark überlappt die Ressourcennutzung?
Zwei erfundene samenfressende Arten
Art A nutzt vor allem Samen um 3 mm Größe. Verändere den Schwerpunkt von Art B. Jede Kurve zeigt die Verteilung der Nutzung über die Samengröße; ihre gesamte Fläche ist 1. Die mintfarbene gemeinsame Fläche macht die Überschneidung sichtbar. Alle Kurven sind frei gewählte Unterrichtsmodelle.
↔ Diagramm bei Bedarf seitlich verschieben.
Blau durchgezogen: Art A. Orange gestrichelt: Art B. Mint: gemeinsame Fläche unter beiden Kurven. Die Kurven zeigen weder Populationsgrößen noch das Samenangebot.
Schwerpunkt Art B: 5,0 mm. Überlappung: 25 %. Ein Teil der genutzten Samengrößen ist gemeinsam.
Probiere aus: Vergleiche 3 mm, 5 mm und 7 mm. Beschreibe erst die Kurven, dann eine mögliche Bedeutung bei knappem Samenangebot. Die Reglerbewegung vergleicht unterschiedliche Modellfälle; sie zeigt keine sofortige Anpassung eines echten Tieres.
Was bedeutet die Prozentzahl genau?
Wir addieren die gemeinsame Fläche unter den beiden normierten Nutzungskurven. Bei deckungsgleichen Kurven beträgt sie 100 %, ohne gemeinsame Fläche 0 %. Bei 5 mm Schwerpunkt für Art B sind es 25 %. Eine Berührung in einem einzigen Punkt hat in diesem Flächenmodell die Fläche 0.
Die Zahl beschreibt nur die Überlappung in der Dimension Samengröße. Sie ist kein gemessener Konkurrenzdruck und keine Wahrscheinlichkeit des Aussterbens. Dafür fehlen unter anderem Ressourcenangebot, Populationsdichten, Suchorte und weitere Nischendimensionen.
Konkurrenzausschluss: die Bedingungen mitdenken
Das Konkurrenzausschlussprinzip beschreibt: Unter langfristig gleichbleibenden Bedingungen können Arten mit vollständig gleicher Nutzung derselben begrenzenden Ressourcen nicht stabil nebeneinander bestehen, wenn eine Art im Wettbewerb überlegen ist. Die unterlegene Art kann dann aus diesem System verdrängt werden.
Die Bedingungen sind entscheidend. Eine teilweise Überlappung der Nahrung reicht nicht, um einen Ausschluss vorherzusagen. Unterschiedliche Aktivitätszeiten, räumliche Unterschiede, wechselnde Bedingungen und weitere Wechselwirkungen können gemeinsames Vorkommen ermöglichen. „Verdrängt“ meint hier zunächst das betrachtete System, nicht automatisch ein weltweites Aussterben.
So formulierst du fachlich sauber
„Beide Arten fressen Samen, also muss eine aussterben“ ist zu weitgehend. Besser: „Wenn dieselben Samen begrenzend sind und keine ausreichend unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten bestehen, kann starke Konkurrenz zur Verdrängung aus dem betrachteten Lebensraum beitragen.“
Ressourcenteilung kann Konkurrenz verringern
Andere Ressourcengröße
Zwei Modellarten nutzen überwiegend unterschiedlich große Samen. Ihre Nahrung überschneidet sich weniger. Der Regler oben zeigt genau diese eine Dimension.
Andere Bereiche
Arten suchen ihre Nahrung in verschiedenen Schichten einer Pflanze oder in unterschiedlichen Gewässertiefen. Ob das entlastet, hängt von den dortigen Ressourcen ab.
Andere Zeiten
Eine Art nutzt einen Futterplatz eher morgens, eine andere später. Das verringert Konkurrenz nur dann wirksam, wenn die zeitliche Trennung den Zugang zur Ressource tatsächlich verbessert.
Solche Unterschiede heißen Nischendifferenzierung oder, bezogen auf Ressourcen, Ressourcenteilung. Sie können bereits bestehen, durch verändertes Verhalten entstehen oder sich über viele Generationen durch Evolution entwickeln. Arten entscheiden nicht gemeinsam, ihre Nischen zum Wohl aller aufzuteilen.
Auch unterschiedliche Nutzung garantiert kein dauerhaftes Zusammenleben: Andere Ressourcen können weiter knapp sein, und Umweltbedingungen können sich ändern.
Vier Fälle zum Vergleichen
Erst einordnen, dann die Begründung prüfen
Gleiche Nahrung, reichlich verfügbar
Zwei Modellarten fressen dieselben Samen. Es gibt so viele Samen, dass der Zugang zur Nahrung das Wachstum beider Populationen nicht begrenzt.
Fachliche Einordnung anzeigen
Die gemeinsame Nutzung belegt hier keine wirksame Nahrungskonkurrenz. Andere knappe Ressourcen könnten trotzdem Konkurrenz verursachen.
Ordne Artzugehörigkeit, Ressource und Begrenzung getrennt zu. Beim Wechsel des Falls wird die Einordnung wieder zugeklappt.
Wie untersucht man Konkurrenz?
Ein guter Vergleich erfasst die Leistung einer Art mit und ohne einen möglichen Konkurrenten. Eine geeignete Messgröße ist zum Beispiel der Biomassezuwachs in einer festgelegten Zeit. Licht, Wasser, Boden und Ausgangsgröße werden vergleichbar gehalten. Mehrere Wiederholungen helfen, zufällige Unterschiede zu erkennen.
Auch die Gesamtdichte muss beachtet werden: Wenn im gemeinsamen Ansatz doppelt so viele Pflanzen stehen, kann ein Unterschied schon durch die größere Dichte entstehen. Aussagekräftig sind deshalb mehrere Ansätze mit kontrollierter Dichte und Artenzusammensetzung. Eine bloße Beobachtung, dass zwei Arten selten gemeinsam vorkommen, beweist noch keine Konkurrenzursache.
Beobachtung und Erklärung trennen
Beobachtung: Art A wächst mit Art B weniger. Mögliche Erklärung: Konkurrenz. Zur Absicherung müssen andere Ursachen und die Versuchsbedingungen geprüft werden.
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Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen
1 · Erkennen und zuordnen
1. Was beschreibt ein Habitat?
Alle ihre Ansprüche und Beziehungen zusammen
Ausschließlich ihre bevorzugte Nahrung
Den räumlichen Lebensraum einer Art
Lösung und Erklärung
Den räumlichen Lebensraum einer Art
Habitat beschreibt den Ort; die Nische umfasst darüber hinaus Bedingungen, Ressourcen und Beziehungen.
2. Was gehört zur ökologischen Nische?
Nur die Position in einer Nahrungskette
Ansprüche, Ressourcennutzung und Umweltbeziehungen
Nur die Fläche eines Lebensraums
Lösung und Erklärung
Ansprüche, Ressourcennutzung und Umweltbeziehungen
Die Nische ist mehrdimensional und kein bloßer räumlicher Platz.
3. Wann entsteht Konkurrenz um Nahrung?
Wenn gemeinsame Nutzung einer begrenzten Nahrung die Möglichkeiten anderer vermindert
Sobald zwei Arten dieselbe Nahrung kennen, unabhängig vom Angebot
Nur wenn beide Individuen sichtbar kämpfen
Lösung und Erklärung
Wenn gemeinsame Nutzung einer begrenzten Nahrung die Möglichkeiten anderer vermindert
Gemeinsame Nutzung allein genügt nicht; eine nachteilige Begrenzung muss vorliegen.
4. Was bedeutet intraspezifische Konkurrenz?
Konkurrenz zwischen verschiedenen Arten
Jede Beziehung zwischen Tier und Pflanze
Konkurrenz innerhalb einer Art
Lösung und Erklärung
Konkurrenz innerhalb einer Art
Intra bedeutet innerhalb; die Artzugehörigkeit entscheidet über diese Einordnung.
5. Was bezeichnet Ausbeutungskonkurrenz?
Die Zusammenarbeit bei reichlichem Angebot
Ressourcenverbrauch lässt weniger für andere übrig
Ausschließlich direktes Vertreiben eines anderen Tiers
Lösung und Erklärung
Ressourcenverbrauch lässt weniger für andere übrig
Der nachteilige Einfluss kann ohne unmittelbaren Kontakt entstehen.
6. Was bedeutet −/− bei Konkurrenz?
Beide haben relativ zur Vergleichssituation einen Nachteil
Beide Bestände müssen sofort abnehmen
Beide verlieren genau dieselbe Zahl von Individuen
Lösung und Erklärung
Beide haben relativ zur Vergleichssituation einen Nachteil
Vorzeichen kennzeichnen Wirkungen der Beziehung, nicht zwingend aktuelle Bestandsänderungen.
2 · Anwenden und erklären
1. Zwei Buchen gleicher Art beanspruchen knappes Wasser. Was liegt vor?
Interspezifische Konkurrenz
Mutualismus
Intraspezifische Konkurrenz
Lösung und Erklärung
Intraspezifische Konkurrenz
Dieselbe Art und eine gemeinsam begrenzte Ressource kennzeichnen hier innerartliche Konkurrenz.
2. Eine Eiche und eine Buche beschatten einander. Welche Einordnung passt?
Parasitismus, weil eine Pflanze größer ist
Interspezifische Konkurrenz um Licht
Intraspezifische Konkurrenz um Temperatur
Lösung und Erklärung
Interspezifische Konkurrenz um Licht
Es sind verschiedene Arten; das verfügbare Licht kann durch Beschattung eingeschränkt werden.
3. Ein Vogel vertreibt einen anderen direkt vom Futterplatz. Welche Form wird sichtbar?
Interferenzkonkurrenz
Nur Ausbeutungskonkurrenz ohne Kontakt
Eine rein abiotische Wirkung
Lösung und Erklärung
Interferenzkonkurrenz
Unmittelbares Behindern unterscheidet Interferenz von bloßem Ressourcenverbrauch.
4. Zwei Arten nutzen dieselben reichlich vorhandenen Samen, ohne einander dadurch zu begrenzen. Was folgt?
Eine Art muss kurzfristig aussterben
Beide besitzen automatisch vollständig gleiche Nischen
Gemeinsame Nahrung belegt hier keine wirksame Nahrungskonkurrenz
Lösung und Erklärung
Gemeinsame Nahrung belegt hier keine wirksame Nahrungskonkurrenz
Andere Ressourcen können trotzdem begrenzend sein; betrachtet wird hier die Nahrung.
5. Art B nutzt im Labor dieselbe Samengrößenverteilung wie Art A. Welche Überlappung ergibt sich?
0 %
100 %
50 %
Lösung und Erklärung
100 %
Deckungsgleiche normierte Nutzungskurven besitzen dieselbe gesamte Fläche.
6. Zwei Arten suchen Nahrung in verschiedenen Baumzonen. Was kann dadurch geschehen?
Konkurrenz kann durch räumliche Ressourcenteilung abnehmen
Sämtliche Konkurrenz ist unter allen Bedingungen ausgeschlossen
Beide Arten werden dadurch zur selben Art
Lösung und Erklärung
Konkurrenz kann durch räumliche Ressourcenteilung abnehmen
Räumlich unterschiedliche Nutzung kann entlasten, garantiert aber kein dauerhaftes Zusammenleben.
3 · Prüfen und übertragen
1. Die Samengrößenkurven überlappen zu 25 %. Welche Deutung ist zulässig?
Das Aussterberisiko beträgt genau 25 %
Jede Population verliert genau ein Viertel ihres Bestands
Die gemeinsame Fläche beträgt 0,25 bei jeweils auf 1 normierter Gesamtfläche
Lösung und Erklärung
Die gemeinsame Fläche beträgt 0,25 bei jeweils auf 1 normierter Gesamtfläche
Die Zahl beschreibt eine Dimension der Ressourcennutzung, keinen direkt gemessenen Konkurrenzdruck.
2. Warum schließt 0 % Überlappung der Samengrößennutzung Konkurrenz nicht vollständig aus?
Die Zahl zählt ausschließlich die Individuen beider Arten
Andere Ressourcen wie Nistplätze können weiterhin knapp sein
Eine Fläche von null bedeutet immer vollständige Nischengleichheit
Lösung und Erklärung
Andere Ressourcen wie Nistplätze können weiterhin knapp sein
Eine einzelne Nischendimension bildet nicht sämtliche Bedürfnisse ab.
3. Welche Aussage entspricht dem Konkurrenzausschlussprinzip im behandelten Modell?
Vollständig gleiche Nutzung derselben begrenzenden Ressourcen kann unter konstanten Bedingungen zur Verdrängung der unterlegenen Art führen
Jede teilweise Nahrungsüberlappung führt zwingend zu weltweitem Aussterben
Ähnliche Arten können unter keinen Umständen dasselbe Habitat nutzen
Lösung und Erklärung
Vollständig gleiche Nutzung derselben begrenzenden Ressourcen kann unter konstanten Bedingungen zur Verdrängung der unterlegenen Art führen
Die Bedingungen und der betrachtete räumliche Bezug sind entscheidend.
4. Eine Art wächst im Mischansatz weniger; dort stehen doppelt so viele Pflanzen. Was erschwert die Deutung?
Die Beobachtung beweist ohne Weiteres einen artspezifischen Konkurrenzeffekt
Pflanzendichte kann Wachstum grundsätzlich nicht beeinflussen
Artenzusammensetzung und Gesamtdichte wurden zugleich verändert
Lösung und Erklärung
Artenzusammensetzung und Gesamtdichte wurden zugleich verändert
Mehrere Ansätze mit kontrollierter Dichte helfen, die Ursachen zu unterscheiden.
5. Warum ist „realisierte Nische immer kleiner“ außerhalb des einfachen Konkurrenzmodells zu pauschal?
Die fundamentale Nische beschreibt nur einen Punkt auf einer Karte
Fördernde Beziehungen können zusätzliche Möglichkeiten eröffnen
Realisierte Nischen enthalten grundsätzlich keine Beziehungen
Lösung und Erklärung
Fördernde Beziehungen können zusätzliche Möglichkeiten eröffnen
Der Vergleich hängt von den zugrunde gelegten Wechselwirkungen und Bedingungen ab.
6. Warum verringern unterschiedliche Aktivitätszeiten Konkurrenz nicht automatisch?
Die zeitliche Trennung muss den Ressourcenzugang tatsächlich verbessern
Ressourcen werden zu jeder Uhrzeit vollständig neu gebildet
Zeit gehört nie zu einer Nischendimension
Lösung und Erklärung
Die zeitliche Trennung muss den Ressourcenzugang tatsächlich verbessern
Wird dieselbe knappe Ressource vorher verbraucht, kann die spätere Nutzung weiterhin eingeschränkt sein.
Wie sicher bist du jetzt?
Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.
Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.
Lösungen mit Erklärungen
Gleiche dargestellte Nutzung in dieser Dimension – Ressourcenangebot, Dichte, Raum und weitere Dimensionen fehlen zur umfassenden Beurteilung.
Die Einschränkung grundsätzlich möglicher Nutzung durch biotische Beziehungen – Im einfachen Konkurrenzmodell wird ein kleinerer Teil der fundamentalen Möglichkeiten realisiert.
Mehrere Ansätze mit kontrollierter Dichte und vergleichbaren Umweltbedingungen – Kontrollen und Wiederholungen helfen, alternative Ursachen zu prüfen.
Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.
Weitere Aufgaben zum Selbstcheck
12 Aufgaben: verstehen, anwenden und begründen
Löse zuerst selbst. Ein Tipp hilft beim Einstieg; die Lösung zeigt die fachliche Begründung.
1 · Was unterscheidet Habitat und ökologische Nische?
Tipp anzeigen
Ort und Lebensweise unterscheiden.
Lösung anzeigen
Das Habitat bezeichnet den räumlichen Lebensraum. Die Nische umfasst Ansprüche an Bedingungen, Ressourcennutzung und Beziehungen zur Umwelt. Mehrere Arten können dasselbe Habitat mit unterschiedlichen Nischen nutzen.
2 · Nenne vier mögliche Nischendimensionen einer Vogelart.
Tipp anzeigen
Mehr als nur Nahrung nennen.
Lösung anzeigen
Beispiele sind bevorzugte Nahrung, Suchort, Aktivitätszeit und geeigneter Temperaturbereich. Auch Nistplätze und biotische Beziehungen sind relevant.
3 · Zwei Buchen nutzen knappes Wasser. Welche Konkurrenz liegt vor?
Tipp anzeigen
Sind es Individuen derselben Art?
Lösung anzeigen
Intraspezifische Konkurrenz: Beide Buchen gehören derselben Art an. Wasser ist im Beispiel die gemeinsame begrenzte Ressource.
4 · Eine Eiche und eine Buche beschatten sich. Welche Konkurrenz liegt vor?
Tipp anzeigen
Zwei Arten und die knappe Ressource nennen.
Lösung anzeigen
Interspezifische Konkurrenz um Licht. Weniger Licht kann zum Beispiel die Fotosynthese und das Wachstum einschränken.
5 · Warum ist gleiche Nahrung allein kein Beweis für Konkurrenz?
Tipp anzeigen
Angebot und Bedarf vergleichen.
Lösung anzeigen
Konkurrenz setzt einen nachteiligen Einfluss durch eine begrenzte Ressource voraus. Bei ausreichend verfügbarer Nahrung muss die gemeinsame Nutzung das Wachstum oder die Fortpflanzung nicht einschränken.
6 · Was bedeutet die Überlappung von 25 % im Ausgangsmodell?
Tipp anzeigen
Gemeinsame Fläche und Kurvennormierung.
Lösung anzeigen
Die gemeinsame Fläche unter den zwei normierten Kurven beträgt 0,25 von jeweils 1. Das ist eine Aussage zur Samengrößennutzung, keine Messung des Konkurrenzdrucks.
7 · Was passiert im Nischen-Labor bei 3 mm für Art B?
Tipp anzeigen
Mit Art A vergleichen.
Lösung anzeigen
Beide Kurven sind deckungsgleich. Die Überlappung beträgt 100 %. Bei knappen gemeinsamen Samen wäre Konkurrenz möglich; ein Aussterben wird damit nicht bewiesen.
Nein. In diesem Modell überlappt nur die Samengrößennutzung nicht. Die Arten könnten weiterhin um Wasser, Nistplätze oder andere begrenzte Ressourcen konkurrieren.
9 · Eine Pflanze wächst allein an mehr Standorten als mit einem Konkurrenten. Erkläre.
Tipp anzeigen
Mögliches und realisiertes Spektrum vergleichen.
Lösung anzeigen
Konkurrenz kann den tatsächlich nutzbaren Teil ihrer Möglichkeiten einschränken. Im einfachen Schulmodell ist die realisierte Nische dann ein Teil der fundamentalen Nische.
10 · Warum ist „zwei Arten mit ähnlicher Nahrung können nie zusammenleben“ falsch?
Tipp anzeigen
Ähnlichkeit ist keine vollständige Nischengleichheit.
Lösung anzeigen
Die Arten können sich in Suchort, Aktivitätszeit, Ressourcengröße oder anderen Dimensionen unterscheiden. Außerdem müssen Ressourcen begrenzend sein. Ähnliche Nahrung allein erfüllt die Bedingungen des Konkurrenzausschlussprinzips nicht.
11 · Nenne zwei Möglichkeiten der Nischendifferenzierung.
Tipp anzeigen
Raum, Zeit oder Ressourcenart.
Lösung anzeigen
Beispiele: Nahrungssuche in verschiedenen Baumzonen und Nutzung unterschiedlich großer Samen. Die Unterschiede können Konkurrenz verringern, garantieren aber kein langfristiges Zusammenleben.
12 · Warum ist ein Versuch mit doppelt so vielen Pflanzen im Mischansatz schwer zu deuten?
Tipp anzeigen
Artenzusammensetzung und Dichte nicht verwechseln.
Lösung anzeigen
Ein Unterschied kann an der höheren Gesamtdichte liegen. Deshalb braucht man Vergleiche mit kontrollierter Dichte, vergleichbaren Umweltbedingungen und Wiederholungen, um den Einfluss der anderen Art besser zu beurteilen.
Kurzer Begriffscheck
Welche Aussage über eine ökologische Nische trifft zu?
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Fachliche Vertiefung: OpenStax · Community Ecology. Eigene Erklärungen und Schaubilder; alle Zahlen und Kurven der interaktiven Beispiele sind Unterrichtsmodelle. Klassenstufen und Vertiefung unterscheiden sich nach Bundesland und Schulart.