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Mendelsche Regeln und Vererbung

Leite Kreuzungen aus den Allelen der Eltern ab und unterscheide sichere Aussagen von Wahrscheinlichkeiten – mit interaktiver Kreuzungs-Werkstatt.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Was kannst du schon?

Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Welcher Ausdruck bezeichnet die sichtbare Merkmalsausprägung?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Ist Aa im Modell reinerbig oder mischerbig?

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Aufgabe 3Wie viele Allele des betrachteten Genorts erhält eine normale Keimzelle?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Phänotyp – Der Phänotyp ist die beobachtete Ausprägung. Der Genotyp beschreibt die zugrunde gelegte Allelkombination.
  2. Mischerbig – Aa enthält zwei unterschiedliche Allele und ist damit heterozygot.
  3. Eines – Bei der Keimzellbildung wird der diploide Satz reduziert. Für den betrachteten Genort bleibt ein Allel.

Direkt mit der Erklärung beginnen →

Wie lassen sich Merkmale vorhersagen?

Gregor Mendel untersuchte die Vererbung bei Erbsen. Er kreuzte Pflanzen mit unterschiedlichen Merkmalsausprägungen und zählte die Nachkommen. Daraus lassen sich Regeln ableiten – wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Wir betrachten zunächst ein Gen mit zwei Allelen und vollständiger Dominanz. Im vereinfachten Erbsenbeispiel steht A für gelb und a für grün. Das gelbe Allel ist dominant. Die Buchstaben sind frei gewählte Symbole, keine Basen einer DNA-Sequenz.

Genotyp und Phänotyp unterscheiden

AA · reinerbig

Genotyp: zwei gleiche dominante Allele. Phänotyp: gelber Samen.

Aa · mischerbig

Genotyp: zwei verschiedene Allele. Phänotyp: ebenfalls gelb, weil A in diesem Modell dominant ist.

aa · reinerbig

Genotyp: zwei gleiche rezessive Allele. Phänotyp: grüner Samen.

Genotyp bezeichnet hier die Allelkombination; Phänotyp die beobachtete Merkmalsausprägung. Homozygot bedeutet reinerbig (AA oder aa), heterozygot bedeutet mischerbig (Aa).

Dominant heißt, dass sich die entsprechende Ausprägung bei Aa zeigt. Es bedeutet weder „besser“ noch „häufiger“. Das rezessive Allel verschwindet nicht: Es wird ebenfalls weitergegeben.

Warum stehen in Keimzellen nur einzelne Buchstaben?

Bei der Meiose werden die homologen Chromosomen getrennt. Eine Keimzelle enthält deshalb für den betrachteten Genort nur ein Allel. Bei der Befruchtung kommen wieder zwei Allele zusammen.

Genotyp des Elternteils Mögliche Keimzellen Wahrscheinlichkeit
AA nur A 100 % A
Aa A oder a je 50 %
aa nur a 100 % a

1. Regel: Uniformitätsregel

Kreuzt man für das Merkmal reinerbige Eltern AA × aa, erhält jeder Nachkomme A vom einen und a vom anderen Elternteil. Alle besitzen den Genotyp Aa und sind in diesem Beispiel gelb.

Die Eltern heißen P-Generation; ihre Nachkommen bilden die F₁-Generation. „Uniform“ bedeutet hier: untereinander gleich hinsichtlich des betrachteten Merkmals. Die Nachkommen sind deswegen nicht in allen Eigenschaften identisch.

2. Regel: Spaltungsregel

Kreuzt man zwei F₁-Individuen Aa × Aa, können beide A oder a weitergeben. Die F₂ erhält die Kombinationen AA, Aa, aA und aa. Aa und aA bezeichnen denselben Genotyp.

Genotypen: 1 AA : 2 Aa : 1 aa. Bei vollständiger Dominanz ergeben sich die Phänotypen 3 gelb : 1 grün. Das sind erwartete Wahrscheinlichkeiten über viele Nachkommen. Vier Nachkommen müssen nicht genau drei gelbe und einen grünen ergeben.

Kreuzungs-Werkstatt

Wähle die Genotypen der Eltern. Oben stehen die Keimzellen von Elternteil 1, links die von Elternteil 2. Jedes der vier Felder steht für eine mögliche Kombination mit 25 % Wahrscheinlichkeit. Bei reinerbigen Eltern sind Spalten oder Zeilen gleich.

Elternteil 1

Elternteil 2

×
A
a
A
AAgelb · 25 %
Aagelb · 25 %
a
Aagelb · 25 %
aagrün · 25 %
Aa × Aa: 25 % AA, 50 % Aa, 25 % aa. Phänotyp: 75 % gelb, 25 % grün.

Bei 100 Nachkommen erwartet: 75 gelb und 25 grün. Die tatsächlichen Zahlen können abweichen.

Rückkreuzung: AA oder Aa?

Eine gelbe Pflanze könnte AA oder Aa sein. Man kreuzt sie zur Untersuchung mit einer homozygot rezessiven Pflanze (aa).

AA × aa: Alle Nachkommen werden Aa und gelb. Aa × aa: Erwartet werden 50 % Aa (gelb) und 50 % aa (grün). Grüne Nachkommen weisen in diesem Modell auf Aa beim gelben Elternteil hin.

Nur gelbe Nachkommen in einer kleinen Stichprobe beweisen AA noch nicht: Auch bei Aa × aa können zufällig nur gelbe entstehen. Pro Nachkomme beträgt diese Wahrscheinlichkeit ½; für vier unabhängige Nachkommen zusammen (½)⁴ = 1/16 = 6,25 %.

3. Regel: Unabhängigkeits- und Neukombinationsregel

Nun betrachten wir zwei Gene: A/a für die Samenfarbe und B/b für die Samenform. B steht im Modell für rund, b für runzlig. Aus AABB × aabb entsteht eine F₁ mit AaBb.

Werden beide Gene unabhängig verteilt, kann AaBb die Keimzellen AB, Ab, aB und ab mit jeweils 25 % bilden. Die F₂ aus AaBb × AaBb kann dadurch auch neue Merkmalskombinationen zeigen.

Phänotyp in der F₂ Rechnung Erwarteter Anteil
gelb und rund ¾ × ¾ 9/16
gelb und runzlig ¾ × ¼ 3/16
grün und rund ¼ × ¾ 3/16
grün und runzlig ¼ × ¼ 1/16
Voraussetzung für 9 : 3 : 3 : 1

Dieses Verhältnis setzt unter anderem unabhängige Verteilung der beiden Gene und vollständige Dominanz an beiden Genorten voraus. Gene auf verschiedenen Chromosomen werden im einfachen Modell unabhängig verteilt. Bei gekoppelten Genen auf demselben Chromosom gilt die Regel nicht ohne Weiteres; Crossing-over kann die Kopplung teilweise aufheben.

Wo das einfache Modell nicht ausreicht

Intermediärer Erbgang

Bei vollständiger Reinerbigkeit rot × weiß kann die F₁ rosa sein. In der F₂ zeigt sich dann auch phänotypisch 1 rot : 2 rosa : 1 weiß. Die Allele werden nicht dauerhaft miteinander vermischt.

Kodominanz

Zwei Allele können im heterozygoten Zustand beide erkennbar ausgeprägt sein. Ein Beispiel sind die Allele für A und B beim AB0-Blutgruppensystem: Blutgruppe AB zeigt beide Antigene.

Viele Gene und Umwelt

Körpergröße und viele andere Merkmale lassen sich nicht sinnvoll als einzelnes dominant-rezessives Gen erklären. Auch Ernährung und andere Umweltfaktoren wirken mit.

Regeln sinnvoll anwenden

3 : 1 ist kein allgemeines Gesetz für jeden Erbgang. Prüfe stets Eltern-Genotypen, Art der Dominanz, Zahl der Gene und Voraussetzungen.

So löst du eine Kreuzungsaufgabe

1. Merkmal, Ausprägungen und Dominanz aus der Aufgabe entnehmen. 2. Allelsymbole festlegen. 3. Genotypen der Eltern aufschreiben. 4. Mögliche Keimzellen ableiten. 5. Im Kreuzungsschema kombinieren. 6. Genotypen und Phänotypen getrennt auswerten und Wahrscheinlichkeiten angeben.

Selbst ausprobieren

Üben & prüfen

Mit Erklärungen üben oder dein Wissen testen – du entscheidest.

Übe in deinem Tempo

Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst nach einem Tipp erneut antworten. Wähle die passende Antwort. Begründe deine Entscheidung zunächst selbst und vergleiche sie anschließend mit der Erklärung.

Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen

1 · Erkennen und zuordnen

1. Was ist im Modell Aa: Genotyp oder Phänotyp?

  • Der Genotyp
  • Der Phänotyp
  • Eine einzelne Keimzelle mit zwei Allelen
Lösung und Erklärung

Der Genotyp

Aa bezeichnet die Allelkombination. Die beobachtete Ausprägung, etwa gelb, heißt Phänotyp.

2. Welche Allelkombination ist heterozygot?

  • AA
  • aa
  • Aa
Lösung und Erklärung

Aa

Heterozygot bedeutet zwei unterschiedliche Allele am betrachteten Genort.

3. Welche Keimzellen bildet AA im einfachen Modell?

  • Nur AA
  • Nur A
  • A und a zu gleichen Anteilen
Lösung und Erklärung

Nur A

Eine Keimzelle erhält für den betrachteten Genort ein Allel. Bei AA ist das immer A.

4. Was bedeutet vollständige Dominanz von A gegenüber a?

  • Aa zeigt denselben betrachteten Phänotyp wie AA
  • A ist zwingend das häufigste Allel einer Population
  • Das Allel a wird aus Aa entfernt
Lösung und Erklärung

Aa zeigt denselben betrachteten Phänotyp wie AA

Dominanz beschreibt die Ausprägung beim heterozygoten Genotyp. Das rezessive Allel bleibt vorhanden.

5. Welche Nachkommen entstehen im Modell aus AA × aa?

  • Alle AA
  • Je zur Hälfte AA und aa
  • Alle Aa
Lösung und Erklärung

Alle Aa

Ein Elternteil gibt immer A, der andere immer a weiter. Die F₁ ist hinsichtlich dieses Genotyps uniform.

6. Welche Keimzellen bildet Aa im einfachen Modell?

  • Nur A, weil A dominant ist
  • A oder a mit je 50 %
  • Nur Aa
Lösung und Erklärung

A oder a mit je 50 %

Die beiden Allele werden bei der Keimzellbildung getrennt. Dominanz verändert diese Verteilung nicht.

2 · Anwenden und erklären

1. Wie groß ist bei Aa × Aa die Wahrscheinlichkeit für Aa?

  • 50 %
  • 25 %
  • 75 %
Lösung und Erklärung

50 %

Zwei der vier Kombinationen sind heterozygot: Aa und aA. Sie bezeichnen denselben Genotyp.

2. Welche Genotypen erwartet man aus AA × Aa?

  • 50 % Aa und 50 % aa
  • 100 % aa
  • 50 % AA und 50 % Aa
Lösung und Erklärung

50 % AA und 50 % Aa

Der erste Elternteil gibt A, der zweite A oder a weiter. Ein aa-Nachkomme ist im Modell nicht möglich.

3. Welche Phänotypverteilung entsteht aus Aa × aa bei vollständiger Dominanz?

  • Alle dominant
  • 1 dominant : 1 rezessiv
  • 3 dominant : 1 rezessiv
Lösung und Erklärung

1 dominant : 1 rezessiv

Zur Hälfte entstehen Aa, zur Hälfte aa. Das Verhältnis 3 : 1 gilt für diese Kreuzung nicht.

4. Wie viele aa-Nachkommen erwartet man bei Aa × Aa unter insgesamt 200?

  • 50 als Erwartungswert
  • Genau 200 ohne Zufallsschwankung
  • 150 als Erwartungswert
Lösung und Erklärung

50 als Erwartungswert

Die Wahrscheinlichkeit ist 25 Prozent. 200 × 0,25 = 50; tatsächliche Stichproben können davon abweichen.

5. Welche Keimzellen sind bei AaBb und unabhängiger Verteilung möglich?

  • Aa und Bb
  • AABB und aabb
  • AB, Ab, aB und ab
Lösung und Erklärung

AB, Ab, aB und ab

Jede Keimzelle trägt ein Allel pro Genort. Die vier Kombinationen haben hier je 25 Prozent Wahrscheinlichkeit.

6. Wie groß ist bei AaBb × AaBb die Wahrscheinlichkeit für aa und den dominanten B-Phänotyp?

  • 1/4
  • 3/16
  • 9/16
Lösung und Erklärung

3/16

Bei unabhängiger Verteilung gilt 1/4 für aa und 3/4 für den dominanten B-Phänotyp: 1/4 × 3/4 = 3/16.

3 · Prüfen und übertragen

1. Bei Aa × Aa waren die ersten drei Nachkommen dominant ausgeprägt. Wie groß bleibt die Wahrscheinlichkeit für aa beim nächsten unabhängigen Nachkommen?

  • 25 %
  • 100 %
  • 0 %
Lösung und Erklärung

25 %

Frühere Ergebnisse erzwingen keinen Ausgleich. Die Wahrscheinlichkeit gilt für jede unabhängige Befruchtung erneut.

2. Eine dominante Pflanze wird mit aa gekreuzt und ein aa-Nachkomme entsteht. Was folgt im Modell?

  • Sie muss AA gewesen sein
  • Der aa-Elternteil muss A weitergegeben haben
  • Die dominante Pflanze muss Aa gewesen sein
Lösung und Erklärung

Die dominante Pflanze muss Aa gewesen sein

Der rezessive Nachkomme braucht von beiden Eltern ein a. Der dominante Elternteil trägt daher A und a.

3. Bei Aa × aa entstehen drei unabhängige Nachkommen. Wie wahrscheinlich sind drei dominant ausgeprägte Nachkommen?

  • 0 %
  • 12,5 %
  • 50 %
Lösung und Erklärung

12,5 %

Pro Nachkomme beträgt die Wahrscheinlichkeit 1/2. Für alle drei zusammen gilt (1/2)³ = 1/8 = 12,5 Prozent.

4. Warum darf 9 : 3 : 3 : 1 nicht unbesehen auf eng gekoppelte Gene übertragen werden?

  • Die Allele beider Genorte werden nicht unbedingt unabhängig verteilt
  • Gekoppelte Gene haben grundsätzlich keine Allele
  • Bei zwei Genen darf man niemals Wahrscheinlichkeiten berechnen
Lösung und Erklärung

Die Allele beider Genorte werden nicht unbedingt unabhängig verteilt

Das Verhältnis benötigt unter anderem unabhängige Verteilung und vollständige Dominanz an beiden Genorten.

5. Bei intermediärer Vererbung werden zwei heterozygote rosa Pflanzen gekreuzt. Was erwartet man?

  • 3 rot : 1 weiß
  • Ausschließlich rosa
  • 1 rot : 2 rosa : 1 weiß
Lösung und Erklärung

1 rot : 2 rosa : 1 weiß

Die heterozygote Ausprägung ist von beiden homozygoten Ausprägungen unterscheidbar. Daher zeigt auch der Phänotyp 1 : 2 : 1.

6. Warum beweist eine kleine Abweichung von 3 : 1 nicht sofort einen anderen Erbgang?

  • Jede Stichprobe muss das Verhältnis exakt erfüllen
  • Zufällige Stichprobenschwankungen sind zu berücksichtigen
  • Die Mendelschen Regeln gelten nur bei genau vier Nachkommen
Lösung und Erklärung

Zufällige Stichprobenschwankungen sind zu berücksichtigen

Erwartete Wahrscheinlichkeiten beschreiben keine garantierte Reihenfolge oder exakte Zahl in kleinen Stichproben.

Wie sicher bist du jetzt?

Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Welche Genotypverteilung erwartet man aus Aa × Aa?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Beweisen fünf ausschließlich dominant ausgeprägte Nachkommen einer Testkreuzung mit aa sicher den Genotyp AA?

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Aufgabe 3Welche Voraussetzungen passen zum Verhältnis 9 : 3 : 3 : 1 bei AaBb × AaBb?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. 1 AA : 2 Aa : 1 aa – Die vier gleich wahrscheinlichen Kombinationen sind AA, Aa, aA und aa. Die beiden gemischten Kombinationen gehören zusammen.
  2. Nein, auch ein Aa-Elternteil kann zufällig nur dominante Nachkommen liefern – Eine kleine Stichprobe erlaubt keinen sicheren Ausschluss des heterozygoten Genotyps.
  3. Unabhängige Verteilung und vollständige Dominanz an beiden Genorten – Die dritte Regel muss zusammen mit den Voraussetzungen des betrachteten Erbgangs angewendet werden.

Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.

Weitere Aufgaben zum Selbstcheck

12 Aufgaben: Wissen anwenden und Zusammenhänge erklären

Löse zunächst ohne Hilfe. Die Tipps führen zum Ansatz; die Lösungen zeigen, welche Fachbegriffe und Begründungen dazugehören.

1 · Was unterscheidet Genotyp und Phänotyp bei Aa?

Tipp anzeigen
Buchstaben gegenüber sichtbarer Ausprägung.
Lösung anzeigen
Aa ist die Allelkombination, also der Genotyp. Gelb ist im Beispiel der Phänotyp.

2 · Welche Keimzellen bildet Aa?

Tipp anzeigen
Jede Keimzelle bekommt nur ein Allel.
Lösung anzeigen
A und a mit jeweils 50 % Wahrscheinlichkeit im Modell.

3 · Kreuze AA × aa.

Tipp anzeigen
Reinerbige Eltern bilden jeweils nur einen Keimzelltyp.
Lösung anzeigen
Alle Nachkommen sind Aa; bei vollständiger Dominanz sind alle gelb. Das entspricht der Uniformitätsregel.

4 · Kreuze Aa × Aa und nenne beide Verhältnisse.

Tipp anzeigen
Genotypen und Phänotypen getrennt zählen.
Lösung anzeigen
Genotypen 1 AA : 2 Aa : 1 aa; Phänotypen 3 gelb : 1 grün.

5 · Wie viele grüne Samen erwartet man unter 120 Nachkommen aus Aa × Aa?

Tipp anzeigen
Nutze 25 %.
Lösung anzeigen
120 × 0,25 = 30. Das ist ein Erwartungswert, keine garantierte genaue Anzahl.

6 · Aus Aa × Aa sind die ersten drei Nachkommen gelb. Muss der vierte grün sein?

Tipp anzeigen
Gilt die Wahrscheinlichkeit neu für jeden Nachkommen?
Lösung anzeigen
Nein. Bei unabhängigen Befruchtungen beträgt die Wahrscheinlichkeit für grün weiterhin 25 %.

7 · Welche Nachkommen erwartet man aus Aa × aa?

Tipp anzeigen
Der zweite Elternteil gibt immer a weiter.
Lösung anzeigen
50 % Aa und 50 % aa, also 1 gelb : 1 grün.

8 · Beweisen vier gelbe Nachkommen bei einer Rückkreuzung den Genotyp AA?

Tipp anzeigen
Prüfe den Zufall bei Aa × aa.
Lösung anzeigen
Nein. Bei Aa × aa können vier gelbe zufällig auftreten, mit (½)⁴ = 1/16 = 6,25 %.

9 · Welche Keimzellen bildet AaBb bei unabhängiger Verteilung?

Tipp anzeigen
Ein Allel je Gen kombinieren.
Lösung anzeigen
AB, Ab, aB und ab; jeweils 25 %.

10 · Wie groß ist bei AaBb × AaBb der Anteil aabb?

Tipp anzeigen
¼ aa und ¼ bb kombinieren.
Lösung anzeigen
Bei unabhängiger Verteilung: ¼ × ¼ = 1/16 = 6,25 %.

11 · Warum ist 9 : 3 : 3 : 1 nicht immer richtig?

Tipp anzeigen
Kopplung und Dominanz beachten.
Lösung anzeigen
Das Verhältnis verlangt unter anderem unabhängige Verteilung und vollständige Dominanz an beiden Genorten. Kopplung oder andere Erbgänge verändern es.

12 · Bei intermediärer Vererbung wird rot × weiß in der F₁ rosa. Was erwartet man in der F₂?

Tipp anzeigen
Auch der heterozygote Genotyp ist sichtbar unterscheidbar.
Lösung anzeigen
1 rot : 2 rosa : 1 weiß. Die Genotypen spalten 1 : 2 : 1 auf; hier tun es auch die Phänotypen.
Zusätzlicher Begriffscheck

Kurzer Begriffscheck

Was bedeutet ein Verhältnis von 3 : 1?

Wähle eine Antwort.

Fachliche Orientierung: OpenStax · Biology 2e. Grundlagen im schulischen Genetikunterricht; die Zuordnung zu Klassenstufen unterscheidet sich nach Bundesland und Schulart. Eigene, vereinfachte Lehrabbildungen.

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