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DNA, Gene und Chromosomen

Verstehe, wie Erbinformation aufgebaut und organisiert ist – mit beschrifteten Modellen, Basen-Werkstatt und Aufgaben zum Anwenden.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Was kannst du schon?

Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Welche Base paart in DNA mit Guanin?

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Aufgabe 2Was bezeichnet ein Allel?

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Aufgabe 3Woraus besteht ein Chromosom?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Cytosin – G und C bilden ein komplementäres Basenpaar.
  2. Eine Variante eines Gens – Mehrere Varianten eines entsprechenden Genabschnitts heißen Allele.
  3. DNA und zugehörigen Proteinen – DNA ist zusammen mit Proteinen als Chromatin organisiert und kann zur Teilung stark verdichtet werden.

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Wo ist Erbinformation gespeichert?

Die DNA ist ein Molekül, in dessen Basenreihenfolge genetische Information gespeichert ist. Gene sind bestimmte Abschnitte dieser DNA. Zusammen mit Proteinen ist DNA in Chromosomen organisiert. Diese Begriffe beschreiben also unterschiedliche Ebenen derselben Erbinformation.

Von der Zelle zum Gen

1 · Zellkern

In Zellen mit Zellkern liegt hier der größte Teil der DNA. Mitochondrien und Chloroplasten besitzen zusätzlich eigene DNA.

2 · Chromosom

DNA und Proteine bilden Chromatin. Ein Ein-Chromatid-Chromosom enthält ein langes DNA-Doppelstrangmolekül. Gezeigt ist die stark verdichtete Transportform.

3 · Gen

Genabschnitt
Ein Gen ist ein DNA-Abschnitt mit Information für ein funktionelles RNA-Produkt. Bei protein­codierenden Genen wird über RNA ein Protein hergestellt. Stark vereinfachtes Modell.
Merke

Ein Gen ist kein eigenes kleines Chromosom. Auf einem Chromosom liegen viele Gene und weitere DNA-Abschnitte. Die Zeichnungen zeigen unterschiedliche Vergrößerungsstufen, keine echten Größenverhältnisse.

So ist DNA aufgebaut

Das Leiter-Modell

ATTAGCCG5′3′3′5′
Blau: Zucker-Phosphat-Rückgrat. Die Buchstaben stehen für Basen; Striche zwischen ihnen für Wasserstoffbrücken. Die echte DNA ist zur Doppelhelix gewunden.

DNA bedeutet Desoxyribonukleinsäure. Zwei Ketten von Nukleotiden bilden einen Doppelstrang. Außen verläuft das Zucker-Phosphat-Rückgrat, innen liegen die Basenpaare.

Die Basen heißen Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C). A paart mit T, G mit C. Diese Zuordnung heißt komplementär.

Die beiden Ketten verlaufen entgegengesetzt: antiparallel. Die Zeichen 5′ und 3′ benennen ihre Richtung; im Bild steht deshalb links 5′ oben und rechts 3′ oben.

Ein Nukleotid

PZA123
1: Phosphat · 2: Zucker (Desoxyribose) · 3: eine Base, hier Adenin.

Ein Nukleotid besteht aus Phosphat, Zucker und Base. Viele miteinander verknüpfte Nukleotide ergeben einen DNA-Einzelstrang.

Genauer: Benachbarte Nukleotide eines Strangs sind über feste kovalente Bindungen verbunden. Zwischen den Basen der beiden Stränge liegen Wasserstoffbrücken: zwei bei A–T, drei bei G–C. Die Sprossen im Modell und die Seiten besitzen also unterschiedliche Bindungen.

Basen-Werkstatt: Ergänze den Gegenstrang

Wähle eine Vorlage. Ergänze den fehlenden Gegenstrang zuerst selbst und kontrolliere anschließend. Die Reihenfolge wird hier auf beiden Zeilen von links nach rechts gelesen; die Strangrichtungen sind unterschiedlich.

Vorlage: 5′ → 3′

ATGCCT

Gegenstrang: 3′ → 5′

??????
A passt zu T; G passt zu C. Jede Vorlage hat sechs Basen.

Was bedeutet die Reihenfolge der Basen?

Die Information steckt in der Sequenz, also der Reihenfolge der Basen. ATGCCT und ACGTTC bestehen aus denselben Basenarten, können aber unterschiedliche Information tragen – ähnlich wie Wörter aus denselben Buchstaben.

Bei einem protein­codierenden Gen wird die Information zunächst in RNA abgeschrieben (Transkription). An Ribosomen dient die Boten-RNA als Vorlage für eine Aminosäurekette (Translation). Das daraus entstehende Protein kann etwa als Enzym einen Stoffwechselweg ermöglichen.

Gen → RNA → Protein → Wirkung im Organismus: Ein Enzym kann beispielsweise an der Herstellung eines Farbstoffs beteiligt sein. Meist entstehen Merkmale aber durch das Zusammenwirken mehrerer Gene und der Umwelt. Nicht jedes Gen codiert ein Protein und nicht jedes Merkmal hängt von nur einem Gen ab.

Gene, Allele und homologe Chromosomen

Gleicher Ort, verschiedene Varianten

Auf homologen Chromosomen liegen entsprechende Gene an denselben Genorten. Varianten eines Gens heißen Allele. Ein Allel kann sich durch seine Basenfolge von einem anderen unterscheiden.

Zwei Kopien – nicht zwei verschiedene Gene

Eine diploide Zelle besitzt bei einem typischen autosomalen Gen zwei Allele: eines mütterlicher, eines väterlicher Herkunft. Sie können gleich oder verschieden sein.

Beim Menschen enthalten die meisten kernhaltigen Körperzellen 46 Chromosomen: 23 Paare. Keimzellen besitzen 23 einzelne Chromosomen. Die Aussage „jede menschliche Zelle hat 46“ ist falsch: Reife rote Blutkörperchen haben beispielsweise keinen Zellkern.

Vor einer Teilung: DNA kopieren

1 · Stränge trennen

Die DNA-Doppelhelix wird abschnittsweise geöffnet. Die beiden alten Stränge dienen als Vorlagen.

2 · Komplementär ergänzen

Enzyme bauen zu jedem Vorlagenstrang einen neuen passenden Strang auf: A–T und G–C.

3 · Zwei Doppelstränge erhalten

Jedes DNA-Molekül besitzt danach einen alten und einen neuen Strang. Das heißt semikonservative Replikation.

4 · Richtig zählen

Nach der S-Phase besteht ein Chromosom aus zwei Schwesterchromatiden. Die DNA-Menge ist verdoppelt; die Chromosomenzahl ist zunächst gleich geblieben.

Die Replikation kopiert DNA; die Transkription erzeugt RNA. Beides ist nicht dasselbe. Für die Verteilung der verdoppelten Chromosomen schließt die Seite zur Mitose an.

Rechenbeispiel: Basenanteile

In einer doppelsträngigen DNA-Probe sind 30 % aller Basen Adenin. Weil A mit T paart, beträgt auch der Thyminanteil 30 %. Für G und C bleiben zusammen 40 %. Beide Anteile sind gleich: G = 20 % und C = 20 %.

Die Gleichheit gilt für die gesamte doppelsträngige DNA, nicht zwingend für einen einzelnen Strang.

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Mit Erklärungen üben oder dein Wissen testen – du entscheidest.

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Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst nach einem Tipp erneut antworten. Wähle die passende Antwort. Begründe deine Entscheidung zunächst selbst und vergleiche sie anschließend mit der Erklärung.

Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen

1 · Erkennen und zuordnen

1. Welche Beziehung zwischen Gen und DNA stimmt?

  • DNA besteht ausschließlich aus fertigen Proteinen
  • Ein Gen ist ein funktioneller DNA-Abschnitt
  • Jedes Gen ist ein eigener Zellkern
Lösung und Erklärung

Ein Gen ist ein funktioneller DNA-Abschnitt

Gene sind Abschnitte des Informationsmoleküls DNA. Chromosomen enthalten viele Gene und weitere DNA-Bereiche.

2. Aus welchen Bestandteilen besteht ein DNA-Nukleotid?

  • Phosphat, Desoxyribose und Base
  • Aminosäure, Fett und Stärke
  • Nur zwei miteinander verbundene Basen
Lösung und Erklärung

Phosphat, Desoxyribose und Base

Nukleotide sind die Bausteine der DNA-Stränge und enthalten jeweils Zucker, Phosphat und eine Base.

3. Welche Basenpaarung gehört zur DNA?

  • A–G und T–C
  • A–U und G–T
  • A–T und G–C
Lösung und Erklärung

A–T und G–C

Adenin paart mit Thymin, Guanin mit Cytosin.

4. Was bedeutet antiparallel bei einem DNA-Doppelstrang?

  • Beide Stränge verlaufen zwingend 5′→3′ in dieselbe Richtung
  • Die Stränge verlaufen in entgegengesetzter Richtung
  • Beide Stränge müssen dieselbe Basenfolge besitzen
Lösung und Erklärung

Die Stränge verlaufen in entgegengesetzter Richtung

Zu einem 5′→3′ orientierten Strang liegt der Partner entgegengesetzt in 3′→5′-Richtung.

5. Was sind Allele?

  • Varianten eines Gens
  • Die vier Phasen jeder Mitose
  • Proteine des Zucker-Phosphat-Rückgrats
Lösung und Erklärung

Varianten eines Gens

Allele können sich in ihrer Basenfolge unterscheiden und liegen am entsprechenden Genort homologer Chromosomen.

6. Worin liegt die Information einer DNA-Sequenz?

  • Nur in ihrer räumlichen Entfernung zum Zellkern
  • Ausschließlich in der Zahl ihrer Phosphatgruppen
  • In der Reihenfolge ihrer Basen
Lösung und Erklärung

In der Reihenfolge ihrer Basen

Die Reihenfolge entscheidet über die gespeicherte Information; dieselben Basenarten können verschieden angeordnet sein.

2 · Anwenden und erklären

1. Welcher gegenüberliegende Strang ergänzt 5′–ACGTTA–3′?

  • 3′–UGCAAU–5′
  • 3′–TGCAAT–5′
  • 3′–ACGTTA–5′
Lösung und Erklärung

3′–TGCAAT–5′

Die DNA-Basen werden komplementär ergänzt und der zweite Strang entgegengesetzt orientiert.

2. Wie lautet der Gegenstrang zu 5′–AAGC–3′ in seiner eigenen 5′→3′-Richtung?

  • 5′–GCTT–3′
  • 5′–TTCG–3′
  • 5′–AAGC–3′
Lösung und Erklärung

5′–GCTT–3′

Gegenüber liegt 3′–TTCG–5′. Für die Schreibweise 5′→3′ muss diese Folge umgekehrt werden.

3. In doppelsträngiger DNA sind 20 % aller Basen A. Wie hoch ist der G-Anteil?

  • 20 %
  • 60 %
  • 30 %
Lösung und Erklärung

30 %

T beträgt ebenfalls 20 Prozent. Für G und C bleiben zusammen 60 Prozent, also je 30 Prozent.

4. Ein DNA-Doppelstrang enthält 400 Basenpaare. Wie viele Nukleotide enthält er insgesamt?

  • 200
  • 800
  • 400
Lösung und Erklärung

800

Jedes Basenpaar verbindet zwei Nukleotide, je eines aus jedem Strang. 400 × 2 = 800.

5. Welche Aussage beschreibt semikonservative Replikation?

  • Jeder neue Doppelstrang enthält einen alten und einen neu gebildeten Strang
  • Ein Produkt enthält nur alte und das andere nur neue Stränge
  • Beide alten Stränge werden vollständig in RNA umgewandelt
Lösung und Erklärung

Jeder neue Doppelstrang enthält einen alten und einen neu gebildeten Strang

Jeder ursprüngliche Einzelstrang dient als Vorlage für einen komplementären neuen Strang.

6. Eine typische diploide Zelle trägt an einem autosomalen Genort zwei unterschiedliche Allele. Wo liegen sie?

  • Als zwei verschiedene Zellkerne im Cytoplasma
  • Zwingend auf zwei unterschiedlichen Genorten desselben Chromosoms
  • Auf den beiden homologen Chromosomen am entsprechenden Genort
Lösung und Erklärung

Auf den beiden homologen Chromosomen am entsprechenden Genort

Der mütterliche und väterliche Vertreter tragen entsprechende Gene, deren Varianten verschieden sein können.

3 · Prüfen und übertragen

1. Muss auf einem einzelnen DNA-Strang die Anzahl A gleich der Anzahl T sein?

  • Ja, sonst kann überhaupt kein Gegenstrang gebildet werden
  • Nein, diese Gleichheit gilt für die gesamte doppelsträngige DNA
  • Ja, jedes einzelne Triplett enthält gleich viel A und T
Lösung und Erklärung

Nein, diese Gleichheit gilt für die gesamte doppelsträngige DNA

Der Partnerstrang gleicht die Mengen durch komplementäre Paarung aus. Ein Einzelstrang kann ungleiche Anteile haben.

2. Warum ist „Jedes Gen liefert ein Protein“ zu pauschal?

  • Einige Gene liefern funktionelle RNA, die nicht in Protein übersetzt wird
  • Gene bestehen grundsätzlich nicht aus DNA
  • Proteine enthalten niemals genetisch bestimmte Information
Lösung und Erklärung

Einige Gene liefern funktionelle RNA, die nicht in Protein übersetzt wird

Auch nicht protein­codierende Gene besitzen funktionelle RNA-Produkte. Ein Gen ist nicht auf eine Proteinbauanleitung beschränkt.

3. Warum beweist dieselbe Anzahl von Basen noch keine gleiche Erbinformation?

  • Die Reihenfolge hat keinerlei biologische Bedeutung
  • Gleiche Länge erzwingt dieselben Gene
  • Auch die Reihenfolge der Basen muss übereinstimmen
Lösung und Erklärung

Auch die Reihenfolge der Basen muss übereinstimmen

Zwei Sequenzen gleicher Länge können unterschiedliche Basenfolgen und damit unterschiedliche Information besitzen.

4. Warum stimmt „Jede menschliche Zelle hat 46 Chromosomen im Kern“ nicht?

  • Menschliche Zellen enthalten grundsätzlich keine Chromosomen
  • Keimzellen besitzen normalerweise 23; reife rote Blutkörperchen besitzen keinen Zellkern
  • Alle menschlichen Zellen haben stattdessen 92
Lösung und Erklärung

Keimzellen besitzen normalerweise 23; reife rote Blutkörperchen besitzen keinen Zellkern

Die Zahl 46 gilt für typische diploide kernhaltige Körperzellen, nicht für ausnahmslos jede Zelle.

5. Was unterscheidet die Bindungen im DNA-Rückgrat von denen zwischen den Basenpaaren?

  • Im Rückgrat liegen kovalente Bindungen, zwischen den gepaarten Basen Wasserstoffbrücken
  • Beide bestehen ausschließlich aus Peptidbindungen
  • Zwischen Basenpaaren liegen die Zucker-Phosphat-Ketten
Lösung und Erklärung

Im Rückgrat liegen kovalente Bindungen, zwischen den gepaarten Basen Wasserstoffbrücken

Die beiden Seiten eines DNA-Modells und seine Sprossen stellen unterschiedliche chemische Verbindungen dar.

6. Kann dasselbe Gen allein jeden Aspekt eines komplexen Merkmals festlegen?

  • Ja, jedes Merkmal besitzt genau ein allein bestimmendes Gen
  • Ja, Umweltbedingungen können Genwirkungen niemals beeinflussen
  • Nein, häufig wirken mehrere Gene, Regulation und Umwelt zusammen
Lösung und Erklärung

Nein, häufig wirken mehrere Gene, Regulation und Umwelt zusammen

Viele sichtbare Merkmale entstehen durch das Zusammenwirken verschiedener biologischer und äußerer Faktoren.

Wie sicher bist du jetzt?

Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Eine doppelsträngige DNA-Probe enthält 24 % G. Wie viel A enthält sie?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Welcher Gegenstrang gehört zu 5′–GATCGA–3′, wenn er direkt darunter in 3′→5′ geschrieben wird?

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Aufgabe 3Was ändert sich nach der Replikation eines Chromosoms vor der Teilung?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. 26 % – C beträgt ebenfalls 24 Prozent. Die übrigen 52 Prozent verteilen sich gleich auf A und T.
  2. 3′–CTAGCT–5′ – Ergänze G–C, A–T, T–A, C–G, G–C und A–T. DNA enthält Thymin und nicht Uracil.
  3. Es besitzt zwei Schwesterchromatiden; die Chromosomenzahl bleibt zunächst gleich – Die Verdopplung der DNA erzeugt zwei Kopien innerhalb eines zunächst weiterhin zusammengehörigen Chromosoms.

Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.

Weitere Aufgaben zum Selbstcheck

10 Aufgaben: Wissen anwenden und Zusammenhänge erklären

Löse zunächst ohne Hilfe. Die Tipps führen zum Ansatz; die Lösungen zeigen, welche Fachbegriffe und Begründungen dazugehören.

1 · Ordne DNA, Gen und Chromosom ein.

Tipp anzeigen
Denke an Molekül, Abschnitt und Verpackung.
Lösung anzeigen
DNA ist das Informationsmolekül; ein Gen ist ein funktioneller Abschnitt; ein Chromosom besteht aus DNA und zugehörigen Proteinen.

2 · Aus welchen drei Teilen besteht ein Nukleotid?

Tipp anzeigen
Nutze die nummerierte Abbildung.
Lösung anzeigen
Phosphat, Desoxyribose und eine der vier Basen.

3 · Ergänze 5′–AGTCCA–3′.

Tipp anzeigen
Beachte Basenpaarung und Strangrichtung.
Lösung anzeigen
Der gegenüberliegende Strang lautet 3′–TCAGGT–5′. In 5′→3′-Richtung geschrieben wäre er 5′–TGGACT–3′.

4 · Was ist an „A paart mit G“ falsch?

Tipp anzeigen
Welche Basen sind komplementär?
Lösung anzeigen
A paart mit T; G paart mit C.

5 · Eine doppelsträngige DNA hat 18 % G. Bestimme A, T und C.

Tipp anzeigen
G = C; alle vier Anteile zusammen ergeben 100 %.
Lösung anzeigen
C = 18 %. Für A und T bleiben 64 %, also jeweils 32 %.

6 · Warum sind Gene und Allele nicht dasselbe?

Tipp anzeigen
Begriff und Variante unterscheiden.
Lösung anzeigen
Ein Gen bezeichnet den funktionellen DNA-Abschnitt. Allele sind Varianten dieses Gens, etwa mit unterschiedlichen Basensequenzen.

7 · Was bedeutet semikonservativ?

Tipp anzeigen
Welche Stränge bleiben erhalten?
Lösung anzeigen
Jedes neu entstandene DNA-Doppelstrangmolekül enthält einen alten und einen neu synthetisierten Strang.

8 · Nach der S-Phase: 46 oder 92 Chromosomen?

Tipp anzeigen
Chromosomen und Chromatiden getrennt zählen.
Lösung anzeigen
Eine typische menschliche Körperzelle besitzt weiterhin 46 Chromosomen, nun aber 92 Chromatiden und die doppelte DNA-Menge.

9 · Ist ein Chromosom immer X-förmig?

Tipp anzeigen
Verpackungszustand und Verdopplung beachten.
Lösung anzeigen
Nein. Chromosomen sind außerhalb der Teilung meist locker als Chromatin organisiert. Die X-Form zeigt ein verdichtetes Zwei-Chromatid-Chromosom.

10 · Warum legt ein Gen nicht allein jeden Aspekt eines Merkmals fest?

Tipp anzeigen
Denke an Proteine, andere Gene und Umwelt.
Lösung anzeigen
Genprodukte wirken in komplexen Prozessen. Viele Merkmale hängen von mehreren Genen, ihrer Regulation und Umweltbedingungen ab.
Zusätzlicher Begriffscheck

Kurzer Begriffscheck

Wo liegt die genetische Information einer DNA-Sequenz?

Wähle eine Antwort.

Fachliche Orientierung: OpenStax · Biology 2e. Grundlagen im schulischen Genetikunterricht; die Zuordnung zu Klassenstufen unterscheidet sich nach Bundesland und Schulart. Eigene, vereinfachte Lehrabbildungen.

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