Gleicher Ort, verschiedene Varianten
Auf homologen Chromosomen liegen entsprechende Gene an denselben Genorten. Varianten eines Gens heißen Allele. Ein Allel kann sich durch seine Basenfolge von einem anderen unterscheiden.
Biologie · Verstehen und üben
Verstehe, wie Erbinformation aufgebaut und organisiert ist – mit beschrifteten Modellen, Basen-Werkstatt und Aufgaben zum Anwenden.
Die DNA ist ein Molekül, in dessen Basenreihenfolge genetische Information gespeichert ist. Gene sind bestimmte Abschnitte dieser DNA. Zusammen mit Proteinen ist DNA in Chromosomen organisiert. Diese Begriffe beschreiben also unterschiedliche Ebenen derselben Erbinformation.
Ein Gen ist kein eigenes kleines Chromosom. Auf einem Chromosom liegen viele Gene und weitere DNA-Abschnitte. Die Zeichnungen zeigen unterschiedliche Vergrößerungsstufen, keine echten Größenverhältnisse.
DNA bedeutet Desoxyribonukleinsäure. Zwei Ketten von Nukleotiden bilden einen Doppelstrang. Außen verläuft das Zucker-Phosphat-Rückgrat, innen liegen die Basenpaare.
Die Basen heißen Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C). A paart mit T, G mit C. Diese Zuordnung heißt komplementär.
Die beiden Ketten verlaufen entgegengesetzt: antiparallel. Die Zeichen 5′ und 3′ benennen ihre Richtung; im Bild steht deshalb links 5′ oben und rechts 3′ oben.
Ein Nukleotid besteht aus Phosphat, Zucker und Base. Viele miteinander verknüpfte Nukleotide ergeben einen DNA-Einzelstrang.
Genauer: Benachbarte Nukleotide eines Strangs sind über feste kovalente Bindungen verbunden. Zwischen den Basen der beiden Stränge liegen Wasserstoffbrücken: zwei bei A–T, drei bei G–C. Die Sprossen im Modell und die Seiten besitzen also unterschiedliche Bindungen.
Wähle eine Vorlage. Ergänze den fehlenden Gegenstrang zuerst selbst und kontrolliere anschließend. Die Reihenfolge wird hier auf beiden Zeilen von links nach rechts gelesen; die Strangrichtungen sind unterschiedlich.
Vorlage: 5′ → 3′
Gegenstrang: 3′ → 5′
Die Information steckt in der Sequenz, also der Reihenfolge der Basen. ATGCCT und ACGTTC bestehen aus denselben Basenarten, können aber unterschiedliche Information tragen – ähnlich wie Wörter aus denselben Buchstaben.
Bei einem proteincodierenden Gen wird die Information zunächst in RNA abgeschrieben (Transkription). An Ribosomen dient die Boten-RNA als Vorlage für eine Aminosäurekette (Translation). Das daraus entstehende Protein kann etwa als Enzym einen Stoffwechselweg ermöglichen.
Gen → RNA → Protein → Wirkung im Organismus: Ein Enzym kann beispielsweise an der Herstellung eines Farbstoffs beteiligt sein. Meist entstehen Merkmale aber durch das Zusammenwirken mehrerer Gene und der Umwelt. Nicht jedes Gen codiert ein Protein und nicht jedes Merkmal hängt von nur einem Gen ab.
Auf homologen Chromosomen liegen entsprechende Gene an denselben Genorten. Varianten eines Gens heißen Allele. Ein Allel kann sich durch seine Basenfolge von einem anderen unterscheiden.
Eine diploide Zelle besitzt bei einem typischen autosomalen Gen zwei Allele: eines mütterlicher, eines väterlicher Herkunft. Sie können gleich oder verschieden sein.
Beim Menschen enthalten die meisten kernhaltigen Körperzellen 46 Chromosomen: 23 Paare. Keimzellen besitzen 23 einzelne Chromosomen. Die Aussage „jede menschliche Zelle hat 46“ ist falsch: Reife rote Blutkörperchen haben beispielsweise keinen Zellkern.
Die DNA-Doppelhelix wird abschnittsweise geöffnet. Die beiden alten Stränge dienen als Vorlagen.
Enzyme bauen zu jedem Vorlagenstrang einen neuen passenden Strang auf: A–T und G–C.
Jedes DNA-Molekül besitzt danach einen alten und einen neuen Strang. Das heißt semikonservative Replikation.
Nach der S-Phase besteht ein Chromosom aus zwei Schwesterchromatiden. Die DNA-Menge ist verdoppelt; die Chromosomenzahl ist zunächst gleich geblieben.
Die Replikation kopiert DNA; die Transkription erzeugt RNA. Beides ist nicht dasselbe. Für die Verteilung der verdoppelten Chromosomen schließt die Seite zur Mitose an.
In einer doppelsträngigen DNA-Probe sind 30 % aller Basen Adenin. Weil A mit T paart, beträgt auch der Thyminanteil 30 %. Für G und C bleiben zusammen 40 %. Beide Anteile sind gleich: G = 20 % und C = 20 %.
Die Gleichheit gilt für die gesamte doppelsträngige DNA, nicht zwingend für einen einzelnen Strang.
Löse zunächst ohne Hilfe. Die Tipps führen zum Ansatz; die Lösungen zeigen, welche Fachbegriffe und Begründungen dazugehören.
Wo liegt die genetische Information einer DNA-Sequenz?
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Einstieg: Die drei Bilder zu Zellkern, Chromosom und Gen ordnen lassen.
Partnerarbeit: In der Basen-Werkstatt Gegenstränge aufschreiben; Partner kontrollieren Paarung und Richtung.
Sicherung: Ein-Chromatid- und Zwei-Chromatid-Chromosom mit der Replikation verbinden. Aufgaben 3 und 5 eignen sich als kurze Lernkontrolle.
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Begriffe und Zusammenhänge mit Aufgaben und Lösungen festigen.
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Basenpaarung und das Prinzip der Replikation üben.
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Den Aufbau und die Begriffe als Übersicht wiederholen.
Material ansehen →Fachliche Orientierung: OpenStax · Biology 2e. Grundlagen im schulischen Genetikunterricht; die Zuordnung zu Klassenstufen unterscheidet sich nach Bundesland und Schulart. Eigene, vereinfachte Lehrabbildungen.