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Mitose und Zellzyklus

Verstehe, wie Zellen ihre DNA kopieren und vollständig auf Tochterzellen verteilen – mit beschrifteten Chromosomenbildern und einem Mitose-Labor.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Was kannst du schon?

Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Wie nennt man die Teilung des Zellplasmas?

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Aufgabe 2Wie viele Chromosomen zählt ein einzelnes X mit zwei verbundenen Schwesterchromatiden?

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Aufgabe 3Was wird vor der Mitose in der S-Phase verdoppelt?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Cytokinese – Die Cytokinese trennt das Zellplasma und ergänzt die mitotische Kernteilung.
  2. Ein Chromosom – Die beiden Schwesterchromatiden gehören bis zur Trennung zu einem Chromosom.
  3. Die DNA-Menge – Die DNA-Kopie bereitet die Verteilung vollständiger Erbinformation vor.

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Warum Zellen sich teilen

Ein Körper wächst nicht nur dadurch, dass einzelne Zellen größer werden: Er bildet neue Zellen. Auch bei der Erneuerung von Gewebe werden Zellen ersetzt. Dafür muss das Erbmaterial zuverlässig verteilt werden. Die Mitose ist die Teilung des Zellkerns, bei der normalerweise zwei Kerne mit gleichem Chromosomensatz entstehen.

Meist folgt oder überlappt eine Cytokinese, die Teilung des Zellplasmas. Mitose und Cytokinese sind zusammen wichtige Schritte der Zellteilung. Vorher muss die DNA kopiert werden.

Chromosom und Chromatid: zuerst die Bauteile klären

Die DNA trägt Erbinformation und liegt zusammen mit Proteinen als Chromatin vor. Ein Chromosom ist eine solche zusammengehörige DNA-Protein-Einheit. Bei der Zellteilung wird es besonders dicht verpackt und gut erkennbar. Ein Chromosom sieht also nicht während des gesamten Zellzyklus wie ein X aus.

Ein-Chromatid-Chromosom und verdoppeltes Chromosom mit zwei Schwesterchromatiden
Ein X bedeutet ein Chromosom. Nach der Verdopplung bestehen zwei Schwesterchromatiden. Sie sind zunächst weitgehend gleiche Kopien und am Centromerbereich miteinander verbunden. Die Kreise dienen hier nur als Bildhintergrund; gezeigt wird jeweils ein einzelnes Chromosom.
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Vor der Verdopplung

1 Chromosom · 1 Chromatide
Die Chromatide enthält einen DNA-Doppelstrang.

↓ DNA wird kopiert

Nach der Verdopplung

123

Weiterhin 1 Chromosom · jetzt 2 Chromatiden
1 und 2: Schwesterchromatiden, jeweils mit einem DNA-Doppelstrang.
3: Centromer – hier sind sie verbunden.

Die X-Form zählt als ein Chromosom. Die farbigen Hintergründe dienen nur der Gegenüberstellung und zeigen keine Zellen.

Ein-Chromatid-Chromosom

Enthält einen langen DNA-Doppelstrang mit zugehörigen Proteinen. „Ein Chromatid“ bedeutet nicht, dass die DNA nur aus einem einzelnen DNA-Strang besteht.

Zwei-Chromatid-Chromosom

Enthält zwei Schwesterchromatiden, also zwei DNA-Doppelstränge mit Proteinen. Solange die Schwesterchromatiden verbunden sind, zählt das Gebilde als ein Chromosom.

Der Zellzyklus verbindet Wachstum, Kopieren und Teilen

Phase Was geschieht? Wichtige Unterscheidung
G₁-Phase Die Zelle wächst, erfüllt ihre Aufgaben und bildet Zellbestandteile. Chromosomen besitzen zunächst je eine Chromatide.
S-Phase Die DNA wird verdoppelt: Replikation. DNA-Menge steigt, Chromosomenzahl bleibt zunächst gleich.
G₂-Phase Weitere Vorbereitung auf die Teilung; unter anderem Prüfung der kopierten DNA. Chromosomen besitzen je zwei Schwesterchromatiden.
M-Phase Mitose und meist begleitende Cytokinese. Schwesterchromatiden werden auf zwei Zellkerne verteilt.

G₁, S und G₂ bilden die Interphase. Sie ist keine Ruhephase: Hier laufen viele Stoffwechsel- und Aufbauprozesse ab. Manche Zellen verlassen den Teilungszyklus vorübergehend oder längerfristig in einen G₀-Zustand. Nicht jede ausgereifte Körperzelle teilt sich regelmäßig.

Mitose-Labor: Verfolge die Chromosomen

Wähle eine Phase und zähle die dargestellten Chromosomen. Das Tierzellmodell verwendet nur zwei homologe Paare: ein langes und ein kurzes Paar, insgesamt 2n = 4.

Prophase · Modell mit 2n = 4

Chromatin verdichtet sich; die Kernhülle wird später abgebaut.

Blau/Rosa: homologe Chromosomen · Längen: zwei verschiedene Paare

Prophase · Chromosomen werden sichtbar

Das Chromatin verdichtet sich zu transportfähigen Chromosomen. Jedes besteht nach der DNA-Verdopplung aus zwei Schwesterchromatiden. Der Spindelapparat entsteht. Beim Übergang zur nächsten Phase wird die Kernhülle abgebaut; Spindelfasern können an die Chromosomen anheften.

In manchen Darstellungen wird die Prometaphase extra benannt: Kernhüllenabbau und Anheften der Spindelfasern liegen zwischen Pro- und Metaphase. Das Modell fasst diesen Übergang in der Erklärung zusammen.

DNA-Menge und Chromosomenzahl nicht verwechseln

Ein diploider Satz enthält zwei Vertreter jedes Chromosomentyps. Sie heißen homologe Chromosomen: eines stammt ursprünglich von der Mutter, eines vom Vater. Im Modell haben sie gleiche Länge, aber verschiedene Farben. Schwesterchromatiden sind dagegen die Kopien eines Chromosoms.

G₁-Phase

Vor der DNA-Verdopplung: 4 Chromosomen mit insgesamt 4 Chromatiden. Die Zelle ist diploid: 2n = 4.

Mensch: typische diploide Körperzelle Chromosomen Chromatiden
G₁-Phase 46 46
Nach S-Phase und in der Metaphase 46 92
Nach Zellteilung: je Tochterzelle 46 46
Sonderfall Anaphase: In der noch ungeteilten menschlichen Zelle zählt man nach der Trennung kurzzeitig 92 Ein-Chromatid-Chromosomen. Je zukünftiger Tochterkern erhält 46. Gib beim Zählen immer an, ob du die ganze Zelle, einen Pol oder eine Tochterzelle meinst.

Was erhalten bleibt – und wo das Modell vereinfacht

Bei fehlerfreiem Ablauf und ohne neue Mutationen erhalten beide Tochterkerne dieselbe genetische Information wie die Ausgangszelle. Die Mitose erhält den Chromosomensatz. Sie kann grundsätzlich sowohl in haploiden als auch in diploiden Zellen ablaufen; das gezeigte Beispiel ist diploid.

Bei vielzelligen Lebewesen ermöglicht mitotische Zellteilung Wachstum, Zellerneuerung und Reparatur. Bei manchen einzelligen Eukaryoten dient sie der ungeschlechtlichen Vermehrung. Bakterien besitzen keinen Zellkern und vermehren sich durch Zweiteilung, nicht durch Mitose.

Warum der Zellzyklus kontrolliert wird

Kontrollmechanismen prüfen unter anderem, ob die DNA vollständig kopiert ist, Schäden vorliegen und die Chromosomen richtig mit dem Spindelapparat verbunden sind. Bei Problemen kann der Ablauf angehalten werden. Das verringert das Risiko, fehlerhafte Erbinformation weiterzugeben.

Werden zentrale Kontrollmechanismen gestört, können Zellen sich unangemessen vermehren. Das spielt bei der Entstehung von Tumoren eine Rolle. Nicht jede einzelne fehlerhafte Teilung führt automatisch zu Krebs.

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Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen

1 · Erkennen und zuordnen

1. Was teilt sich bei der Mitose unmittelbar?

  • Der Zellkern
  • Das gesamte Gewebe
  • Die DNA in einzelne Basen
Lösung und Erklärung

Der Zellkern

Mitose verteilt Chromosomen auf zwei Tochterkerne. Die Teilung des Zellplasmas heißt Cytokinese.

2. Was enthält eine einzelne Chromatide normalerweise?

  • Nur einen DNA-Einzelstrang
  • Immer zwei homologe Chromosomen
  • Ein DNA-Doppelstrangmolekül mit Proteinen
Lösung und Erklärung

Ein DNA-Doppelstrangmolekül mit Proteinen

Chromatid und DNA-Einzelstrang bezeichnen verschiedene Ebenen. Eine Chromatide enthält doppelsträngige DNA.

3. In welcher Phase wird die DNA kopiert?

  • In jeder Mitosephase erneut
  • In der S-Phase
  • Erst nach der Cytokinese
Lösung und Erklärung

In der S-Phase

Die Replikation findet vor der Mitose während der S-Phase statt.

4. Welche Reihenfolge beschreibt den regulären Zellzyklus?

  • G₁ → S → G₂ → M
  • S → M → G₁ → G₂
  • M → S → G₂ → G₁
Lösung und Erklärung

G₁ → S → G₂ → M

Auf Wachstum folgen DNA-Kopie, weitere Vorbereitung und schließlich die Teilungsphase.

5. Was kennzeichnet die Metaphase der Mitose?

  • Homologe Chromosomen verschmelzen zu einem Gen
  • Die DNA wird erstmals verdoppelt
  • Chromosomen liegen einzeln in der Äquatorialebene
Lösung und Erklärung

Chromosomen liegen einzeln in der Äquatorialebene

Die verdoppelten Chromosomen werden für die folgende Trennung ihrer Schwesterchromatiden ausgerichtet.

6. Welche Strukturen werden in der mitotischen Anaphase getrennt?

  • Alle Gene von ihren Chromosomen
  • Schwesterchromatiden
  • Die Basenpaare jedes DNA-Moleküls
Lösung und Erklärung

Schwesterchromatiden

Nach der Trennung zählt jede Schwesterchromatide als eigenes Ein-Chromatid-Chromosom.

2 · Anwenden und erklären

1. Eine Zelle hat vor der S-Phase 8 Chromosomen. Was gilt danach?

  • 8 Chromosomen mit insgesamt 16 Chromatiden
  • 16 Chromosomen mit insgesamt 16 Chromatiden
  • 4 Chromosomen mit insgesamt 8 Chromatiden
Lösung und Erklärung

8 Chromosomen mit insgesamt 16 Chromatiden

Die DNA-Menge wird verdoppelt. Solange die Schwesterchromatiden verbunden bleiben, ändert sich die Chromosomenzahl nicht.

2. Eine Ausgangszelle hat 2n = 6. Wie viele Chromosomen hat jede Tochterzelle nach regulärer mitotischer Zellteilung?

  • 3
  • 12
  • 6
Lösung und Erklärung

6

Mitose erhält den Chromosomensatz. Jede Tochterzelle bekommt einen vollständigen Satz aus sechs Ein-Chromatid-Chromosomen.

3. Im Modell mit 2n = 4 sind die Schwesterchromatiden getrennt, die Zelle aber noch ungeteilt. Wie viele Chromosomen zählt die gesamte Zelle jetzt?

  • 2
  • 8
  • 4
Lösung und Erklärung

8

In der Anaphase werden die getrennten Chromatiden eigenständig gezählt: acht insgesamt, vier an jedem zukünftigen Tochterkern.

4. Warum ist die Interphase keine Ruhephase?

  • Wachstum, Stoffwechsel und DNA-Replikation laufen ab
  • Es gibt währenddessen keinerlei Enzymaktivität
  • Sie besteht ausschließlich aus Chromatidtrennung
Lösung und Erklärung

Wachstum, Stoffwechsel und DNA-Replikation laufen ab

G₁, S und G₂ umfassen aktive Zellprozesse und bereiten die Teilung vor.

5. Was unterscheidet homologe Chromosomen von Schwesterchromatiden?

  • Homologe entstehen immer erst durch die S-Phase
  • Schwesterchromatiden sind die mütterliche und väterliche Variante eines Chromosomenpaares
  • Homologe sind entsprechende elterliche Vertreter; Schwestern entstehen durch Kopieren eines Chromosoms
Lösung und Erklärung

Homologe sind entsprechende elterliche Vertreter; Schwestern entstehen durch Kopieren eines Chromosoms

Homologe können verschiedene Allele tragen. Schwesterchromatiden sind zunächst weitgehend gleiche Kopien.

6. Welche Funktion erfüllt die mitotische Zellteilung bei der Gewebereparatur?

  • Sie erzeugt aus jeder Wundzelle vier Keimzellen
  • Sie liefert neue Zellen mit erhaltenem Chromosomensatz
  • Sie halbiert grundsätzlich den Chromosomensatz
Lösung und Erklärung

Sie liefert neue Zellen mit erhaltenem Chromosomensatz

Zellerneuerung benötigt neue Körperzellen; die Halbierung des Satzes gehört zur Meiose.

3 · Prüfen und übertragen

1. Warum sollte eine fehlerhafte Spindelanheftung die Teilung anhalten?

  • Sonst könnten Chromosomen ungleich verteilt werden
  • Damit die Zelle ihre DNA vollständig verliert
  • Weil Kontrollpunkte grundsätzlich die DNA verdoppeln
Lösung und Erklärung

Sonst könnten Chromosomen ungleich verteilt werden

Eine korrekte Verbindung mit dem Spindelapparat ermöglicht die zuverlässige Verteilung auf beide Tochterkerne.

2. Kann eine haploide Zelle Mitose durchführen?

  • Nein, jede Mitose benötigt zwei homologe Sätze
  • Ja, aber jede Tochterzelle wird dabei zwingend diploid
  • Ja, Mitose kann auch einen haploiden Satz erhalten
Lösung und Erklärung

Ja, Mitose kann auch einen haploiden Satz erhalten

Das diploide Modell ist ein Beispiel. Mitose ist nicht grundsätzlich auf diploide Zellen beschränkt.

3. Warum zeigt ein X-förmiges Chromosom keine zwei homologen Chromosomen?

  • Weil homologe Chromosomen keine DNA besitzen
  • Das X besteht aus verbundenen Schwesterchromatiden eines Chromosoms
  • Weil ein X immer nur einen DNA-Einzelstrang enthält
Lösung und Erklärung

Das X besteht aus verbundenen Schwesterchromatiden eines Chromosoms

Zwei homologe verdoppelte Chromosomen wären im vereinfachten Bild zwei X, nicht ein einziges X.

4. Ein Diagramm zeigt nach der S-Phase doppelt so viel DNA. Welche Schlussfolgerung ist zulässig?

  • Die DNA-Menge stieg; daraus folgt noch keine Verdopplung der Chromosomenzahl
  • Die Zelle ist automatisch von diploid zu tetraploid geworden
  • Die Mitose ist bereits vollständig abgeschlossen
Lösung und Erklärung

Die DNA-Menge stieg; daraus folgt noch keine Verdopplung der Chromosomenzahl

DNA-Menge und Zahl der Chromosomensätze sind getrennte Größen. Ein diploider Satz bleibt nach der S-Phase diploid.

5. Warum ist die Aussage „Bakterien wachsen durch Mitose“ fachlich falsch?

  • Bakterien enthalten grundsätzlich keine Erbinformation
  • Nur vielzellige Organismen können ihre DNA kopieren
  • Bakterien haben keinen Zellkern und teilen sich durch Zweiteilung
Lösung und Erklärung

Bakterien haben keinen Zellkern und teilen sich durch Zweiteilung

Mitose ist eine Kernteilung bei Eukaryoten. Bakterielle Vermehrung läuft ohne Zellkern ab.

6. Zwei Tochterzellen unterscheiden sich nach einer Teilung genetisch. Widerlegt das die Erhaltung durch reguläre Mitose?

  • Nein, weil Tochterzellen grundsätzlich keine Chromosomen erhalten
  • Nein, neue Mutationen oder Teilungsfehler müssen berücksichtigt werden
  • Ja, bei Mitose muss jede DNA absichtlich neu kombiniert werden
Lösung und Erklärung

Nein, neue Mutationen oder Teilungsfehler müssen berücksichtigt werden

Die Aussage gleicher Information setzt einen fehlerfreien Ablauf ohne neue Mutationen voraus.

Wie sicher bist du jetzt?

Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Eine typische menschliche Körperzelle befindet sich in der Metaphase. Welche Angabe passt?

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Aufgabe 2In der Anaphase einer Modellzelle werden insgesamt 12 Ein-Chromatid-Chromosomen gezählt. Wie viele erhält jeder Tochterkern bei gleichmäßiger Verteilung?

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Aufgabe 3Welche Aussage verbindet Kontrollen und Teilung richtig?

Wähle genau eine Antwort.

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Lösungen mit Erklärungen
  1. 46 Chromosomen und 92 Chromatiden – Nach der S-Phase besitzt jedes der 46 Chromosomen zwei Schwesterchromatiden.
  2. 6 – Die Gesamtzahl der noch ungeteilten Zelle wird auf zwei Pole verteilt. Jeder erhält sechs Chromosomen.
  3. Kontrollen können bei Problemen anhalten und so Fehlverteilungen begrenzen – Kontrollmechanismen senken Risiken; ein einzelner Fehler ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer Tumorerkrankung.

Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.

Weitere Aufgaben zum Selbstcheck

12 Aufgaben: Wissen anwenden und Zusammenhänge erklären

Löse zunächst ohne Hilfe. Die Tipps führen zum Ansatz; die Lösungen zeigen, welche Fachbegriffe und Begründungen dazugehören.

1 · Unterscheide Mitose und Cytokinese.

Tipp anzeigen
Kern oder Zellplasma?
Lösung anzeigen
Mitose verteilt die Chromosomen auf zwei Zellkerne. Cytokinese teilt das Zellplasma und bildet meist zwei getrennte Tochterzellen.

2 · Warum wird die DNA vor der Mitose verdoppelt?

Tipp anzeigen
Jeder Tochterkern braucht einen vollständigen Satz.
Lösung anzeigen
Die Kopien ermöglichen, dass beide Tochterkerne die vollständige Erbinformation erhalten. Ohne vorheriges Kopieren könnte sie nicht gleichwertig verteilt werden.

3 · Wie viele Chromosomen zeigt ein einzelnes X?

Tipp anzeigen
Die Schwesterchromatiden sind noch verbunden.
Lösung anzeigen
Ein Zwei-Chromatid-Chromosom. Das X enthält zwei Schwesterchromatiden, aber zählt bis zu deren Trennung als ein Chromosom.

4 · Besteht ein Ein-Chromatid-Chromosom nur aus einem DNA-Einzelstrang?

Tipp anzeigen
Chromatid und DNA-Strang sind verschiedene Ebenen.
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Nein. Es enthält normalerweise einen langen DNA-Doppelstrang mit Proteinen. Eine Chromatide ist nicht gleichbedeutend mit einem einzelnen DNA-Strang.

5 · Ordne G₁, S, G₂ und M und nenne ihre Aufgaben.

Tipp anzeigen
Wachsen, kopieren, vorbereiten, verteilen.
Lösung anzeigen
G₁: Wachstum und Zellaufgaben. S: DNA-Replikation. G₂: Vorbereitung und Kontrolle. M: Mitose und meist Cytokinese.

6 · Woran erkennst du die Metaphase?

Tipp anzeigen
Die Lage der Chromosomen ist entscheidend.
Lösung anzeigen
Die Chromosomen liegen einzeln in der Äquatorialebene und sind über den Spindelapparat mit beiden Polen verbunden.

7 · Was wird in der Anaphase getrennt?

Tipp anzeigen
Homologe Partner oder Schwesterkopien?
Lösung anzeigen
Schwesterchromatiden eines Chromosoms. Nach der Trennung gelten sie als eigene Ein-Chromatid-Chromosomen.

8 · Eine Modellzelle hat in G₁ sechs Chromosomen. Wie viele nach der S-Phase?

Tipp anzeigen
DNA-Menge und Chromosomenzahl auseinanderhalten.
Lösung anzeigen
Weiterhin sechs Chromosomen, jetzt mit insgesamt zwölf Chromatiden. Die DNA-Menge hat sich verdoppelt, die Chromosomenzahl nicht.

9 · Wie viele Chromosomen erhält jede Tochterzelle dieser Modellzelle?

Tipp anzeigen
Mitose erhält den Satz.
Lösung anzeigen
Bei regulärem Ablauf erhält jede Tochterzelle sechs Ein-Chromatid-Chromosomen.

10 · Vergleiche Cytokinese bei Tier- und Pflanzenzellen.

Tipp anzeigen
Einschnürung oder Zellplatte?
Lösung anzeigen
Tierzellen bilden typischerweise eine Einschnürung. Pflanzenzellen bilden eine Zellplatte, aus der die neue Trennwand entsteht.

11 · Warum ist Interphase keine Ruhephase?

Tipp anzeigen
Nenne aktive Prozesse.
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Die Zelle erfüllt Aufgaben, wächst, bildet Bestandteile und kopiert in der S-Phase die DNA. Sie ist dabei stoffwechselaktiv.

12 · Welche Bedeutung haben Kontrollen vor der Chromatidtrennung?

Tipp anzeigen
Fehlerhafte Anheftung könnte ungleich verteilen.
Lösung anzeigen
Sie helfen sicherzustellen, dass die Chromosomen korrekt mit dem Spindelapparat verbunden sind, bevor Schwesterchromatiden getrennt werden. Dadurch sinkt das Risiko ungleicher Verteilung.
Zusätzlicher Begriffscheck

Kurzer Begriffscheck

Was verändert sich in der S-Phase?

Wähle eine Antwort.

Fachliche Orientierung: LehrplanPLUS · Biologie 9, Genetik. Umfang je nach Schulart und Bundesland unterschiedlich. Vertiefung: OpenStax · Biology 2e. Eigene beschriftete Lehrabbildungen; vereinfachte Zell- und Chromosomenmodelle.

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