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Meiose und Befruchtung

Verfolge, wie aus einer diploiden Zelle haploide Produkte entstehen und warum sexuelle Fortpflanzung neue genetische Kombinationen ermöglicht.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Was kannst du schon?

Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Wie viele Chromosomensätze enthält eine normale menschliche Keimzelle?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Was trennt sich zuerst während der Meiose?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 3Wird zwischen Meiose I und II regulär erneut DNA kopiert?

Wähle genau eine Antwort.

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Einen – Keimzellen sind haploid; beim Menschen entspricht das normalerweise 23 Chromosomen.
  2. Homologe Chromosomen – Meiose I trennt die homologen Partner, Meiose II die Schwesterchromatiden.
  3. Nein – Die einmalige Replikation liegt vor Meiose I; es folgen zwei Teilungen.

Direkt mit der Erklärung beginnen →

Warum Keimzellen einen einfachen Chromosomensatz brauchen

Bei der Befruchtung vereinigen sich die Chromosomensätze von Ei- und Samenzelle. Hätten beide bereits einen doppelten Satz, würde sich die Chromosomenzahl in jeder Generation erneut verdoppeln. Die Meiose reduziert deshalb den Chromosomensatz bei der Bildung der Keimzellen.

Diploid (2n) bedeutet zwei Sätze, haploid (n) einen Satz. Beim Menschen enthalten typische Körperzellen 46 Chromosomen, reife Keimzellen normalerweise 23. Bei der Befruchtung entsteht wieder eine diploide Zygote.

Ei: n = 23 + Spermium: n = 23 → Zygote: 2n = 46

Homologe Chromosomen sind keine Schwesterchromatiden

Homologe Chromosomen

Zwei entsprechende Chromosomen eines diploiden Satzes. Sie tragen im Allgemeinen dieselben Gene an entsprechenden Orten, können aber unterschiedliche Varianten, die Allele, besitzen. Ein Vertreter stammt von jedem Elternteil.

Schwesterchromatiden

Die durch DNA-Verdopplung entstandenen Kopien eines Chromosoms. Sie sind zunächst weitgehend gleich. Nach Crossing-over können sie sich in bestimmten Abschnitten unterscheiden.

Die Geschlechtschromosomen X und Y sind ein Sonderfall: Sie stimmen nur in begrenzten Bereichen überein. Unser übersichtliches Modell verwendet deshalb zwei Paare gleichartiger homologer Chromosomen und keine X/Y-Sonderdarstellung.

Die zwei Teilungen im Überblick

Meioseübersicht: vier Zwei-Chromatid-Chromosomen werden durch zwei Teilungen auf vier haploide Zellen verteilt
Lies das Bild von oben nach unten. Zuerst werden homologe Chromosomen getrennt, dann ihre Schwesterchromatiden. Eine Farbe kennzeichnet hier die ursprüngliche elterliche Herkunft. Diese mögliche Verteilung zeigt noch kein Crossing-over.
Abbildung in voller Größe ansehen ↗

1 · Ausgangszelle

2n = 4: zwei homologe Paare. Die DNA ist bereits verdoppelt; jedes Chromosom hat zwei Schwesterchromatiden.

↓ Meiose I: homologe Partner trennen

2 · Zwei haploide Zellen

Je n = 2: ein langes und ein kurzes Chromosom. Die Schwesterchromatiden sind noch verbunden.

↓ Meiose II: Schwesterchromatiden trennen

3 · Vier haploide Zellen

Je n = 2: zwei Ein-Chromatid-Chromosomen. Zwischen den Teilungen wird die DNA nicht erneut kopiert.

Blau und Rosa zeigen die elterliche Herkunft. Vereinfachtes Tierzellmodell ohne Crossing-over.

Meiose-Labor: Was wird gerade getrennt?

Wähle die Station. Zähle jeweils lange und kurze Chromosomen und unterscheide homologe Partner von Schwesterchromatiden.

Ausgangszelle nach der S-Phase

2n = 4 · vier Zwei-Chromatid-Chromosomen

Reduziertes Tierzellmodell; Crossing-over hier nicht eingezeichnet.

Vor dem Start · DNA wurde einmal kopiert

Die diploide Ausgangszelle besitzt im Modell zwei homologe Paare. Jedes Chromosom besteht aus zwei Schwesterchromatiden. Es gibt vier Chromosomen und acht Chromatiden. Die S-Phase liegt vor der Meiose I.

Meiose I: paaren, mischen und den Satz halbieren

Prophase I · homologe Chromosomen paaren sich

Je zwei homologe Chromosomen lagern sich eng zusammen. Weil jedes verdoppelt ist, enthält ein solches Paar vier Chromatiden. Zwischen Nichtschwesterchromatiden kann Crossing-over stattfinden.

Metaphase I · Paare ordnen sich an

Homologe Paare liegen in der Äquatorialebene. Die Ausrichtung eines Paares gegenüber den Polen ist weitgehend unabhängig von der Ausrichtung anderer Paare.

Anaphase I · homologe Partner wandern auseinander

Je ein homologes Chromosom gelangt zu jedem Pol. Die Schwesterchromatiden bleiben am Centromerbereich verbunden.

Abschluss der ersten Teilung

Die entstehenden Zellen enthalten einen haploiden Satz. Die Chromosomen bestehen aber weiterhin aus zwei Chromatiden. Haploid bedeutet nicht automatisch Ein-Chromatid-Chromosomen.

Woher genetische Vielfalt kommt

Crossing-over: In der Prophase I tauschen Nichtschwesterchromatiden homologer Chromosomen entsprechende DNA-Abschnitte aus. Dadurch können neue Kombinationen elterlicher Allele innerhalb eines Chromosoms entstehen. Es werden nicht wahllos Stücke zwischen beliebigen Chromosomen ausgetauscht.

Zufällige Verteilung: Schon ohne Crossing-over lassen sich die homologen Chromosomen unterschiedlich kombinieren. Bei zwei Paaren ergeben sich über viele Meiosen 2² = 4 mögliche Kombinationen elterlicher Chromosomen in den Keimzellen. Bei 23 Paaren wären es 2²³ = 8 388 608 – Crossing-over und zufällige Befruchtung vergrößern die Vielfalt zusätzlich.

Verteilungs-Werkstatt

Wechsle die Orientierung des kurzen Paares. Das Modell zeigt zwei mögliche Verteilungen ohne Crossing-over. Es entstehen nicht bei jeder einzelnen Meiose automatisch alle vier möglichen Kombinationen.

Ergebnis: vier haploide Zellen

Je Zelle: n = 2 · zwei Ein-Chromatid-Chromosomen

Reduziertes Tierzellmodell; Crossing-over hier nicht eingezeichnet.

Die Produkte enthalten entweder zwei blaue oder zwei rosa Chromosomen. Jeweils zwei Produkte sind in diesem vereinfachten Modell gleich.

Meiose II: die verbliebenen Kopien verteilen

Zwischen Meiose I und II findet keine erneute S-Phase statt. In der zweiten Teilung ordnen sich die Chromosomen einzeln an; anschließend werden Schwesterchromatiden getrennt. Neue Kerne und die Teilung des Zellplasmas führen schließlich zu haploiden Produkten.

Bei der Spermienbildung entstehen aus einer geeigneten Ausgangszelle vier haploide Zellen, die weiter zu Spermien reifen. Bei der menschlichen Eizellbildung verläuft die Verteilung des Zellplasmas ungleich: Eine große Eizelle erhält den größten Anteil, kleinere Polkörperchen entstehen. Die zweite meiotische Teilung der menschlichen Eizelle wird normalerweise erst durch Befruchtung abgeschlossen.

Die Zahlen am menschlichen Beispiel

Zeitpunkt Chromosomen je Zelle Chromatiden je Zelle Satz
Vor S-Phase 46 46 diploid
Nach S-Phase, vor Meiose I 46 92 diploid
Nach Meiose I 23 46 haploid
Nach Meiose II 23 23 haploid
Die Tabelle beschreibt abgeschlossene Stationen, nicht die kurzzeitige Zählweise während der Anaphase. Entscheidend sind Chromosomensatz und Chromatidanzahl getrennt voneinander.

Mitose und Meiose im direkten Vergleich

Mitose Meiose
Aufgabe Chromosomensatz erhalten, etwa für Wachstum und Zellerneuerung. Chromosomensatz halbieren und Erbinformation neu kombinieren.
Kernteilungen nach einer DNA-Verdopplung Eine Zwei
Was trennt sich zuerst? Schwesterchromatiden Homologe Chromosomen
Ergebnis im einfachen Modell Zwei genetisch weitgehend gleiche Kerne/Zellen. Vier haploide Produkte; Verteilung des Zellplasmas kann ungleich sein.
Paarung homologer Chromosomen und Crossing-over Kein regulärer Bestandteil der Mitose. Typisch für die Prophase I.

Bei der Befruchtung werden zwei haploide Sätze zusammengeführt. Die Zygote entwickelt sich durch weitere mitotische Teilungen. Meiose und Befruchtung ergänzen sich: Die Chromosomenzahl bleibt über Generationen erhalten, die Kombination der Erbinformation variiert.

Wenn Chromosomen nicht richtig getrennt werden

Bleiben homologe Chromosomen in Meiose I oder Schwesterchromatiden in Meiose II zusammen, können Keimzellen zu viele oder zu wenige Chromosomen enthalten. Diese Fehlverteilung heißt Nondisjunction. Nach Befruchtung können daraus Zellen mit abweichender Chromosomenzahl entstehen. Das ist ein anderer Vorgang als das reguläre Crossing-over.

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Mit Erklärungen üben oder dein Wissen testen – du entscheidest.

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Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen

1 · Erkennen und zuordnen

1. Was bedeutet haploid?

  • Immer nur ein einziges Chromosom
  • Immer zwei Schwesterchromatiden pro Zelle
  • Ein einfacher Chromosomensatz
Lösung und Erklärung

Ein einfacher Chromosomensatz

Haploid beschreibt die Zahl der Sätze, nicht die absolute Chromosomenzahl und nicht die Zahl der Chromatiden.

2. Welche Strukturen werden in Meiose I getrennt?

  • Zuerst alle Schwesterchromatiden
  • Homologe Chromosomen
  • Die beiden DNA-Stränge jeder Chromatide
Lösung und Erklärung

Homologe Chromosomen

Die homologen Partner gelangen zu verschiedenen Polen; Schwesterchromatiden bleiben zunächst verbunden.

3. Was wird in Meiose II getrennt?

  • Schwesterchromatiden
  • Erst jetzt die homologen Paare
  • Zellkerne von ihren Genen
Lösung und Erklärung

Schwesterchromatiden

Die zweite meiotische Teilung verteilt die Schwesterchromatiden auf die entstehenden Produkte.

4. Wie oft wird die DNA vor den zwei meiotischen Teilungen kopiert?

  • Je einmal unmittelbar vor jeder Teilung
  • Gar nicht
  • Einmal vor Meiose I
Lösung und Erklärung

Einmal vor Meiose I

Zwischen Meiose I und Meiose II liegt keine erneute S-Phase.

5. Zwischen welchen Strukturen findet reguläres Crossing-over statt?

  • RNA und Ribosomen
  • Nichtschwesterchromatiden homologer Chromosomen
  • Beliebigen Chromosomen unterschiedlicher Typen
Lösung und Erklärung

Nichtschwesterchromatiden homologer Chromosomen

In der Prophase I können entsprechende DNA-Abschnitte homologer Partner ausgetauscht werden.

6. Was stellt die Befruchtung im menschlichen Grundmodell wieder her?

  • Einen diploiden Chromosomensatz
  • Einen dreifachen Chromosomensatz
  • Vier haploide Zellen
Lösung und Erklärung

Einen diploiden Chromosomensatz

Ei- und Samenzelle bringen jeweils einen haploiden Satz ein; daraus entsteht die diploide Zygote.

2 · Anwenden und erklären

1. Eine Ausgangszelle hat 2n = 6. Was enthält jede Zelle nach Meiose I?

  • 6 Chromosomen mit insgesamt 12 Chromatiden
  • 3 Chromosomen mit insgesamt 3 Chromatiden
  • 3 Chromosomen mit insgesamt 6 Chromatiden
Lösung und Erklärung

3 Chromosomen mit insgesamt 6 Chromatiden

Der Satz ist bereits halbiert, die Chromosomen bestehen aber noch aus je zwei Schwesterchromatiden.

2. Was enthält jedes reguläre Produkt nach Meiose II bei einer Art mit 2n = 6?

  • 1 Ein-Chromatid-Chromosom
  • 3 Ein-Chromatid-Chromosomen
  • 6 Zwei-Chromatid-Chromosomen
Lösung und Erklärung

3 Ein-Chromatid-Chromosomen

Nach beiden Teilungen liegt ein haploider Satz aus drei Chromosomen mit jeweils einer Chromatide vor.

3. Warum sind Zellen nach Meiose I haploid, obwohl ihre Chromosomen zwei Chromatiden besitzen?

  • Jeder Chromosomentyp ist nur noch einmal vertreten
  • Zwei Chromatiden zählen grundsätzlich als zwei Sätze
  • Haploid bedeutet, dass die DNA verschwunden ist
Lösung und Erklärung

Jeder Chromosomentyp ist nur noch einmal vertreten

Der Chromosomensatz richtet sich nach homologen Vertretern, nicht nach dem Kopierzustand jedes Chromosoms.

4. Welche Bilanz gilt beim Menschen nach abgeschlossener Meiose I?

  • 46 Chromosomen und 46 Chromatiden je Zelle
  • 23 Chromosomen und 23 Chromatiden je Zelle
  • 23 Chromosomen und 46 Chromatiden je Zelle
Lösung und Erklärung

23 Chromosomen und 46 Chromatiden je Zelle

Die erste Teilung trennt die homologen Partner. Die Schwesterchromatiden werden erst in Meiose II getrennt.

5. Wie viele Kombinationen elterlicher Chromosomen sind bei n = 3 ohne Crossing-over über viele Meiosen möglich?

  • 6
  • 8
  • 3
Lösung und Erklärung

8

Jedes der drei Paare kann einen von zwei Vertretern beitragen: 2³ = 8 Kombinationen.

6. Welche Teilung ermöglicht nach der Befruchtung das Wachstum der Zygote?

  • Mitotische Zellteilungen
  • Ausschließlich weitere Meiosen
  • Fortgesetzte Halbierung des Chromosomensatzes
Lösung und Erklärung

Mitotische Zellteilungen

Das Wachstum benötigt Zellen mit erhaltenem Chromosomensatz. Meiose dient im menschlichen Lebenszyklus der Keimzellbildung.

3 · Prüfen und übertragen

1. Entstehen bei jeder einzelnen Meiose ohne Crossing-over automatisch alle 2ⁿ Kombinationen?

  • Ja, auch bei n = 23 entstehen Millionen Produkte pro Ausgangszelle
  • Ja, jede Kombination muss gleich oft in derselben Teilung vorkommen
  • Nein, die Zahl beschreibt mögliche Kombinationen über viele Meiosen
Lösung und Erklärung

Nein, die Zahl beschreibt mögliche Kombinationen über viele Meiosen

Eine einzelne Meiose liefert im Grundmodell vier Produkte. Die Kombinationszahl beschreibt den Raum möglicher Verteilungen.

2. Weshalb können Schwesterchromatiden nach Crossing-over unterschiedliche Abschnitte tragen?

  • Crossing-over entfernt grundsätzlich alle Gene
  • Nichtschwesterchromatiden haben entsprechende DNA-Abschnitte ausgetauscht
  • Vor Meiose II wurde jede DNA nochmals zufällig kopiert
Lösung und Erklärung

Nichtschwesterchromatiden haben entsprechende DNA-Abschnitte ausgetauscht

Die Rekombination kann einzelne Schwesterchromatiden verändern und neue Allelkombinationen erzeugen.

3. Welche Aussage zur menschlichen Eizellbildung stimmt?

  • Das Zellplasma wird ungleich verteilt; eine große Eizelle und Polkörperchen entstehen
  • Es entstehen immer vier gleich große funktionsfähige Eizellen
  • Jede Teilung erzeugt vier diploide Eizellen
Lösung und Erklärung

Das Zellplasma wird ungleich verteilt; eine große Eizelle und Polkörperchen entstehen

Die chromosomale Reduktion ist mit ungleicher Cytokinese verbunden. Das symmetrische Vier-Zellen-Modell ist hierfür vereinfacht.

4. Was kann passieren, wenn sich ein homologes Paar in Meiose I nicht trennt?

  • Alle Produkte bleiben zwingend normal
  • Es entsteht automatisch ein korrektes Crossing-over
  • Produkte können zu viele oder zu wenige Chromosomen enthalten
Lösung und Erklärung

Produkte können zu viele oder zu wenige Chromosomen enthalten

Diese Fehlverteilung heißt Nondisjunction und ist von regulärer Rekombination zu unterscheiden.

5. Warum müssten sich ohne Reduktion der Keimzellen die Chromosomensätze bei Befruchtung vermehren?

  • Jedes Ei würde den väterlichen Satz vollständig abbauen
  • Zwei diploide Sätze würden zu einem vierfachen Satz vereinigt
  • Befruchtung halbiert grundsätzlich jede eingebrachte DNA
Lösung und Erklärung

Zwei diploide Sätze würden zu einem vierfachen Satz vereinigt

Die Kombination von Meiose und Befruchtung hält die Zahl der Sätze über Generationen stabil.

6. Welche Aussage unterscheidet die erste meiotische Teilung von der Mitose?

  • Meiose I trennt homologe Partner; Mitose trennt Schwesterchromatiden
  • Beide trennen zuerst immer homologe Paare
  • Nur Meiose I besitzt Chromosomen
Lösung und Erklärung

Meiose I trennt homologe Partner; Mitose trennt Schwesterchromatiden

Die unterschiedliche Verteilung erklärt die Halbierung des Satzes bei Meiose I und seine Erhaltung bei Mitose.

Wie sicher bist du jetzt?

Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Eine Art besitzt 2n = 8. Wie viele Chromosomen hat ihre normale Zygote nach Befruchtung zweier Keimzellen?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Eine Zelle besitzt nach Meiose I vier Zwei-Chromatid-Chromosomen. Was erhält jedes normale Produkt ihrer Meiose II?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 3Welche Vorgänge fördern genetische Vielfalt bei sexueller Fortpflanzung?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. 8 – Jede Keimzelle trägt n = 4 bei. Zusammen ergeben sich wieder zwei Sätze mit insgesamt acht Chromosomen.
  2. Vier Ein-Chromatid-Chromosomen – Meiose II trennt die Schwesterchromatiden, halbiert aber nicht nochmals die Zahl der Chromosomentypen.
  3. Crossing-over, zufällige Chromosomenverteilung und zufällige Befruchtung – Rekombination und unterschiedliche Zusammenführung elterlicher Information erzeugen vielfältige Kombinationen.

Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.

Weitere Aufgaben zum Selbstcheck

12 Aufgaben: Wissen anwenden und Zusammenhänge erklären

Löse zunächst ohne Hilfe. Die Tipps führen zum Ansatz; die Lösungen zeigen, welche Fachbegriffe und Begründungen dazugehören.

1 · Warum halbiert Meiose den Chromosomensatz?

Tipp anzeigen
Bedenke die anschließende Befruchtung.
Lösung anzeigen
Bei der Befruchtung werden zwei Sätze vereinigt. Haploide Keimzellen ermöglichen, dass die Zygote wieder diploid ist, statt die Chromosomenzahl jede Generation zu verdoppeln.

2 · Unterscheide homologe Chromosomen und Schwesterchromatiden.

Tipp anzeigen
Elterliche Partner oder Kopien eines Chromosoms?
Lösung anzeigen
Homologe Chromosomen sind entsprechende mütterliche und väterliche Vertreter. Schwesterchromatiden entstehen durch Kopieren eines Chromosoms.

3 · Wie oft wird die DNA vor den beiden meiotischen Teilungen verdoppelt?

Tipp anzeigen
Keine S-Phase zwischen Meiose I und II.
Lösung anzeigen
Einmal, vor Meiose I. Danach folgen zwei Teilungen ohne erneute DNA-Replikation dazwischen.

4 · Was trennt sich in Anaphase I?

Tipp anzeigen
Die Schwesterchromatiden bleiben zusammen.
Lösung anzeigen
Homologe Chromosomen werden auf entgegengesetzte Pole verteilt. Jedes besitzt weiterhin zwei Schwesterchromatiden.

5 · Warum ist eine Zelle nach Meiose I haploid, obwohl ihre Chromosomen X-förmig sind?

Tipp anzeigen
Satzanzahl und Kopienzahl sind verschieden.
Lösung anzeigen
Es ist nur noch ein Vertreter jedes homologen Paares vorhanden: ein Satz. Die X-Form zeigt zwei Chromatiden eines Chromosoms, nicht zwei homologe Chromosomen.

6 · Was trennt sich in Meiose II?

Tipp anzeigen
Hier ähnelt die Teilung der Mitose.
Lösung anzeigen
Schwesterchromatiden. Nach der Trennung ist jede ein eigenes Ein-Chromatid-Chromosom.

7 · Zwischen welchen Strukturen findet Crossing-over statt?

Tipp anzeigen
Homologe Partner, aber nicht die beiden identischen Schwesterkopien als Regelmodell.
Lösung anzeigen
Zwischen Nichtschwesterchromatiden homologer Chromosomen in der Prophase I. Entsprechende Abschnitte werden ausgetauscht.

8 · Wie viele elterliche Kombinationen sind bei drei homologen Paaren ohne Crossing-over möglich?

Tipp anzeigen
2 hoch Anzahl der Paare.
Lösung anzeigen
2³ = 8 Kombinationen über viele Meiosen. Eine einzelne Meiose liefert nicht zwangsläufig acht oder alle verschiedenen Kombinationen.

9 · Eine Ausgangszelle hat 2n = 8. Wie viele Chromosomen nach Meiose I und II?

Tipp anzeigen
Halbieren in I, Chromatiden trennen in II.
Lösung anzeigen
Nach I: vier Zwei-Chromatid-Chromosomen pro Zelle. Nach II: vier Ein-Chromatid-Chromosomen pro Produkt.

10 · Warum zeigt das Vier-Zellen-Modell die menschliche Eizellbildung nur eingeschränkt?

Tipp anzeigen
Die Cytoplasmamengen sind nicht gleich verteilt.
Lösung anzeigen
Bei der Eizellbildung entstehen eine große Eizelle und kleine Polkörperchen. Nicht alle vier Produkte werden gleich große, funktionsfähige Eizellen.

11 · Welche Rolle spielt die Befruchtung für die Chromosomenzahl?

Tipp anzeigen
Einfacher Satz plus einfacher Satz.
Lösung anzeigen
Die haploiden Sätze von Ei und Spermium vereinigen sich. Beim Menschen entsteht so normalerweise eine Zygote mit 46 Chromosomen.

12 · Unterscheide Crossing-over und Nondisjunction.

Tipp anzeigen
Neue Kombination oder falsche Anzahl?
Lösung anzeigen
Crossing-over tauscht entsprechende Abschnitte aus und erzeugt neue Kombinationen. Nondisjunction ist eine fehlerhafte Trennung, die zu abweichenden Chromosomenzahlen führen kann.
Zusätzlicher Begriffscheck

Kurzer Begriffscheck

Welche Aussage beschreibt Meiose I?

Wähle eine Antwort.

Fachliche Orientierung: LehrplanPLUS · Biologie 9, Genetik. Umfang je nach Schulart und Bundesland unterschiedlich. Vertiefung: OpenStax · Biology 2e. Eigene beschriftete Lehrabbildungen; vereinfachte Zell- und Chromosomenmodelle.

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