Kohlenstoffbilanz
1 Glucose (6 C) → 2 Pyruvat (je 3 C). In der Glykolyse wird kein CO₂ abgespalten.
Biologie · Verstehen und üben
Vom C₆-Zucker zu zwei C₃-Verbindungen: Entdecke die Investitions- und Gewinnphase und rechne ATP, NADH und Kohlenstoff richtig zusammen.
Bei der Glykolyse wird eine Glucose mit sechs Kohlenstoffatomen in zwei Moleküle Pyruvat mit je drei Kohlenstoffatomen umgewandelt. Dabei gewinnt die Zelle etwas ATP und überträgt Elektronen auf NAD⁺.
Die Reaktionsfolge findet im Cytosol statt – auch in Zellen mit Mitochondrien. Sie verbraucht selbst keinen molekularen Sauerstoff. Ob sie länger weiterlaufen kann, hängt unter anderem davon ab, ob ausreichend NAD⁺ regeneriert wird.
1 Glucose (6 C) → 2 Pyruvat (je 3 C). In der Glykolyse wird kein CO₂ abgespalten.
2 ATP werden eingesetzt, 4 ATP entstehen. Netto bleiben 2 ATP und zusätzlich 2 NADH pro Glucose.
Glucose wird phosphoryliert und umgelagert. Über Glucose-6-phosphat und Fructose-6-phosphat entsteht Fructose-1,6-bisphosphat. Zwei ATP liefern die beiden übertragenen Phosphatgruppen.
Fructose-1,6-bisphosphat wird in G3P und Dihydroxyacetonphosphat (DHAP) gespalten. DHAP wird zu G3P umgelagert. Ab jetzt laufen die nachfolgenden Reaktionen zweimal pro ursprünglicher Glucose ab.
G3P wird oxidiert und anorganisches Phosphat eingebaut. Dabei entsteht 1,3-Bisphosphoglycerat; NAD⁺ wird zu NADH reduziert. Da zwei G3P reagieren, entstehen insgesamt zwei NADH.
Aus 1,3-Bisphosphoglycerat und später aus Phosphoenolpyruvat werden Phosphatgruppen direkt auf ADP übertragen. Diese Substratkettenphosphorylierung bildet zusammen vier ATP pro Glucose. Am Ende liegen zwei Pyruvat vor.
Verändere die Zahl der vollständig umgesetzten Glucosemoleküle. Die Bilanz bezieht sich ausschließlich auf die Glykolyse, nicht auf die gesamte Zellatmung.
NAD⁺ nimmt bei der Oxidation von G3P Elektronen auf und wird zu NADH. Ohne Rückoxidation wäre der NAD⁺-Vorrat irgendwann aufgebraucht; dieser Schritt und damit die fortlaufende Glykolyse würden stocken.
Die Elektronen des cytosolischen NADH werden bei Eukaryoten über Shuttle-Systeme an die mitochondriale Verarbeitung übergeben. NADH selbst passiert die innere Mitochondrienmembran nicht frei.
Nachgeschaltete Reaktionen übertragen Elektronen von NADH auf organische Akzeptoren und regenerieren NAD⁺. So kann die Glykolyse weiterhin ATP liefern; beispielsweise bei der Lactatgärung.
In der aeroben Zellatmung wird Pyruvat bei Eukaryoten in den Mitochondrien zu Acetyl-CoA umgewandelt. Erst bei diesem folgenden Schritt wird CO₂ abgespalten. Acetyl-CoA kann dann in den Citratzyklus eingehen. Diese Vorgänge gehören nicht mehr zur Glykolyse.
Die Phosphofructokinase katalysiert die Bildung von Fructose-1,6-bisphosphat. Ihre Aktivität kann den Stofffluss an den Zellzustand anpassen. ATP dient dabei als Substrat und kann bei hoher Konzentration auch regulatorisch hemmen; die genaue Regulation hängt vom Organismus und Gewebe ab.
Welche Aussage stimmt für eine Glucose?
Wähle eine Antwort und begründe sie zunächst selbst.
Versuche jede Aufgabe zuerst selbst. Nutze bei Bedarf den Tipp und vergleiche erst danach mit der Lösung.
Nicht jeder Schritt der Zellatmung liegt im Mitochondrium.
Im Cytosol.
Vergleiche sechs C mit zweimal drei C.
Eine Glucose mit sechs C-Atomen wird zu zwei Pyruvat mit je drei C-Atomen umgewandelt. Es geht dabei kein Kohlenstoff als CO₂ verloren.
Zähle die beiden Phosphorylierungen der Investitionsphase.
Zwei ATP pro Glucose.
Ziehe den Einsatz ab.
Vier ATP entstehen brutto. Nach Abzug der zwei eingesetzten ATP bleiben netto zwei ATP.
Was entsteht nach Spaltung und Umlagerung?
Aus dem C₆-Körper entstehen zwei G3P. Jedes durchläuft die Gewinnphase.
Woher kommt die Phosphatgruppe für ADP?
Eine Phosphatgruppe wird direkt von einem energiereichen Substrat auf ADP übertragen; dadurch entsteht ATP.
Oxidation und Reduktion treten gekoppelt auf.
NAD⁺ nimmt bei der Oxidation von G3P Elektronen auf und wird zu NADH reduziert. Pro Glucose entstehen zwei NADH.
Multipliziere alle Größen mit drei.
Sechs ATP eingesetzt, zwölf ATP gebildet, sechs ATP netto, sechs NADH und sechs Pyruvat.
Unterscheide sie von der Atmungskette.
Nein. Sie verbraucht selbst keinen molekularen Sauerstoff. Für längeren Betrieb muss aber NAD⁺ regeneriert werden.
Was wird aus NADH zurückgewonnen?
Gärungsreaktionen regenerieren NAD⁺. Dieses steht erneut als Elektronenakzeptor für die Glykolyse bereit.
Wo endet die Reaktionsfolge?
Pyruvat ist das Endprodukt der Glykolyse. Die Umwandlung zu Acetyl-CoA ist ein nachgeschalteter, eigener Prozess.
Die Energieträger sind verschieden.
Nein. NADH trägt Elektronen. Ob und wie daraus weitere ATP-Bildung unterstützt wird, hängt von nachfolgenden Stoffwechselwegen und Bedingungen ab.

Übe die Zusammenhänge mit Aufgaben und Lösungen.
Arbeitsblatt ansehen →OpenStax Biology 2e: Glycolysis. Die Grafiken und interaktiven Beispiele sind eigens erstellte, vereinfachte Lernmodelle.