← Alle Biologie-ThemenVerstehen und üben

Energiefluss und Nahrungs­pyramiden

Verstehe, warum bei jedem Nahrungsschritt nur ein Teil der Energie weitergegeben wird. Lies ökologische Pyramiden richtig und erkunde die Wirkung unterschiedlicher Weitergabequoten.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Was kannst du schon?

Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Was unterscheidet Stoffe und Energie im Ökosystem?

Wähle genau eine Antwort.

Antwort auswählen

Aufgabe 2Welche Pyramide beschreibt einen momentanen Bestand in g/m²?

Wähle genau eine Antwort.

Antwort auswählen

Aufgabe 3Erzeugen Pflanzen Energie aus dem Nichts?

Wähle genau eine Antwort.

Antwort auswählen

Lösungen mit Erklärungen
  1. Stoffe können erneut genutzt werden; nutzbare Energie muss laufend zugeführt werden – Stoffkreisläufe und Energiefluss beschreiben unterschiedliche Aspekte.
  2. Biomassepyramide – Masse je Fläche ohne Zeitrate bezeichnet hier den Biomassebestand.
  3. Nein, sie wandeln unter anderem Lichtenergie in chemische Energie um – Produzenten bauen organische Stoffe auf und benötigen dafür eine Energiequelle.

Direkt mit der Erklärung beginnen →

Warum wird die Energie nach oben weniger?

Auf einer Wiese wachsen viele Pflanzen. Von ihnen leben Pflanzenfresser; diese können wiederum Räubern als Nahrung dienen. Doch auf dem Weg zur nächsten Ernährungsstufe steht nur ein Teil der zuvor in neuer Biomasse gespeicherten Energie zur Verfügung. Warum? Lebewesen nutzen Energie für ihren eigenen Stoffwechsel, und längst nicht alles wird gefressen und verdaut.

Der wichtigste Unterschied

Energie fließt durch ein Ökosystem. Sie wird übertragen und umgewandelt und schließlich als Wärme an die Umgebung abgegeben. Stoffe können dagegen in Kreisläufen erneut genutzt werden. Energie verschwindet nicht; ihre Nutzbarkeit für die Lebewesen nimmt ab.

Für den Einstieg solltest du Nahrungsketten und Nahrungsnetze kennen. Die Ernährungsstufen heißen Trophiestufen: Produzenten stehen auf der ersten Stufe, Pflanzenfresser auf der zweiten und deren Fressfeinde auf weiteren Stufen. Ein Allesfresser kann je nach Nahrungsweg verschiedenen Stufen zugeordnet werden.

Vom Sonnenlicht zur Nahrung und zur Wärme

SonnenlichtLichtProduzentenz. B. PflanzenWärmeNahrungKonsumenten 1z. B. RaupenWärmeNahrungKonsumenten 2z. B. KohlmeisenWärmeWärmeabgabe auf jeder Stufe
Vereinfachter Energiefluss. Die Pfeilbreiten stellen keine gemessenen Energiemengen dar. Tote Reste und Zersetzer werden im nächsten Abschnitt ergänzt.

1. Produzenten: Pflanzen und Algen nutzen Lichtenergie, um durch Fotosynthese organische Stoffe aufzubauen. Dabei wird ein Teil der Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt. Sie erzeugen keine Energie aus dem Nichts.

2. Konsumenten: Mit der Nahrung nehmen Tiere organische Stoffe auf. Ein Teil wird verdaut und aufgenommen, ein Teil bleibt unverdaut. Aufgenommene Stoffe dienen dem Aufbau des Körpers oder dem Stoffwechsel.

3. Zellatmung und Wärme: Bei der Zellatmung wird chemische Energie für Zellprozesse nutzbar gemacht, unter anderem über ATP. Bei diesen Umwandlungen und bei der Nutzung der Energie entsteht Wärme.

Auch Pflanzen betreiben Zellatmung

Fotosynthese und Zellatmung sind unterschiedliche Vorgänge. Pflanzen benötigen ebenfalls Energie für ihre Zellen und geben Wärme ab. Fotosynthese braucht Licht; Zellatmung findet grundsätzlich tagsüber und nachts statt.

Die meisten Ökosysteme sind unmittelbar oder über eingetragene Nahrung von Sonnenenergie abhängig. Eine Besonderheit sind Lebensgemeinschaften mit chemosynthetischen Produzenten, etwa an manchen Tiefseequellen: Dort stammt die Energie zunächst aus chemischen Reaktionen.

Wohin geht die Energie einer Mahlzeit?

Betrachte eine stark vereinfachte Energiebilanz eines Tieres über einen festgelegten Zeitraum. Es frisst Nahrung mit 1.000 kJ Energieinhalt. Diese Zahl bedeutet noch nicht, dass 1.000 kJ in neuem Körpergewebe ankommen.

200 kJ: nicht aufgenommen

Unverdaute Bestandteile verlassen den Körper mit dem Kot. Ihre chemische Energie kann anderen Organismen im Abbauweg zur Verfügung stehen.

600 kJ: Stoffwechsel

Von der aufgenommenen Energie wird dieser Modellanteil für Lebensvorgänge genutzt und schließlich als Wärme abgegeben.

200 kJ: neue Biomasse

Dieser Modellanteil steckt in Wachstum und Fortpflanzung, also in neu gebildeter Biomasse. Er kann in weiteren Nahrungsbeziehungen übertragen werden.

Die Bilanz stimmt

1.000 kJ = 200 kJ + 600 kJ + 200 kJ. Das Beispiel fasst weitere kleine Stoff- und Energieflüsse vereinfachend zusammen. Es sind Rechenwerte, keine Messwerte einer Tierart.

„Nicht weitergegeben“ ist nicht sofort gleich „Wärme“

Nicht gefressene Blätter, tote Organismen und Kot enthalten zunächst noch chemische Energie. Detritusfresser, Pilze und Bakterien nutzen solche Reste. Auch in diesem Abbauweg wird bei Stoffwechselprozessen Wärme abgegeben. Zersetzer recyceln Stoffe, aber keine Wärme zu Sonnenlicht.

Drei Pyramiden – drei unterschiedliche Fragen

Eine ökologische Pyramide ordnet eine Größe den Trophiestufen zu. Prüfe zuerst welche Größe, welche Einheit und welchen Zeitraum das Schaubild zeigt. Eine breite Stufe kann viel Energie, viel Biomasse oder viele Individuen bedeuten – das ist nicht dasselbe.

Energiepyramide

Sie vergleicht die Energie in der neu gebildeten Biomasse je Fläche und Zeit, zum Beispiel kJ/(m² · Jahr). Entlang aufeinanderfolgender Stufen einer konsistent abgegrenzten Nahrungskette nimmt diese Produktion ab. Die Pyramide steht aufrecht.

Biomassepyramide

Sie zeigt einen Bestand zu einem Zeitpunkt, häufig als Trockenmasse in g/m². In Gewässern kann die Masse des Phytoplanktons kleiner sein als die des Zooplanktons. Die kleine Produzentenmasse wird durch schnelles Wachstum laufend erneuert.

Zahlenpyramide

Sie zählt Individuen in derselben Bezugsfläche. Eine große Eiche kann vielen Insekten Nahrung bieten. Daher muss es zahlenmäßig nicht mehr Produzenten als Pflanzenfresser geben.

Bestand ist nicht Produktion

Ein Bestand ist wie ein Foto: Wie viel ist gerade vorhanden? Eine Produktionsrate beschreibt einen Zuwachs pro Zeit. Ein kleiner Bestand kann bei schnellem Umsatz über einen Zeitraum viel neue Biomasse liefern.

Pyramiden vergleichen

Wähle eine Darstellung. Die drei Beispiele zeigen unterschiedliche, frei gewählte Modellsituationen. Vergleiche ihre Form, nicht ihre Zahlen miteinander.

Energieproduktion · kJ/(m² · Jahr)

EnergiepyramideModellwerte – keine MessdatenKonsumenten 2: 100Konsumenten 1: 1.000Produzenten: 10.000
Die Balken sind innerhalb dieses Beispiels auf einer gemeinsamen linearen Skala gezeichnet.

Die Energieproduktion nimmt im Modell von Stufe zu Stufe ab. Die kleinen oberen Balken sind bei dieser linearen Skala zu erwarten.

Mit der Weitergabequote rechnen

Die trophische Übertragungseffizienz vergleicht die Produktion einer Stufe mit der Produktion der vorherigen Stufe. Gemeint ist nicht nur, wie gut ein einzelnes Tier seine Mahlzeit verdaut. Auch der Anteil, der überhaupt gefressen wird, spielt eine Rolle.

Weitergabequote = Produktion der nächsten StufeProduktion der vorherigen Stufe × 100 %

Wenn beide Produktionswerte dieselbe Einheit haben, kürzt sich diese im Bruch heraus. Beispiel: 1.000 geteilt durch 10.000 ergibt 0,1; mal 100 % ergibt 10 %.

Die 10-%-Regel ist ein Schulmodell

In der Natur ist die Quote nicht überall gleich. Sie hängt unter anderem von Nahrung, Organismen und Umweltbedingungen ab. Für eine Rechenaufgabe darfst du 10 % annehmen, wenn die Aufgabe diese Annahme vorgibt. Die übrigen 90 % gehen nicht vollständig und sofort als Wärme verloren.

Energie-Rechner: Was verändert eine andere Quote?

Verändere die Produktion der Pflanzen und die gemeinsame Quote für drei aufeinanderfolgende Übergänge. Alle Werte beziehen sich auf dieselbe Fläche und dasselbe Jahr.

Produzenten10.000
Konsumenten 11.000
Konsumenten 2100
Konsumenten 310

Einheit aller Zahlen: kJ/(m² · Jahr). Gemeinsame lineare Skala relativ zu den Produzenten; sehr kleine Balken sind beabsichtigt.

10.000 × 0,1 = 1.0001.000 × 0,1 = 100100 × 0,1 = 10Nach drei Übergängen bleiben 0,1 % der Ausgangsproduktion in der Produktion der dritten Konsumentenstufe.

Modellgrenze: Die Quote ist hier auf allen drei Übergängen gleich. Es gibt keine zusätzlichen Nahrungseinträge. Die Zahlen berechnen weder Tierzahlen noch die Stabilität eines realen Ökosystems.

Vertiefung: Brutto- und Nettoprimärproduktion

Für die Oberstufe wird die Leistung der Produzenten genauer aufgeteilt. Die Bruttoprimärproduktion (BPP) ist die gesamte durch Fotosynthese fixierte Energie beziehungsweise organische Stoffproduktion pro Zeit. Einen Teil nutzen die Produzenten selbst für die Zellatmung. Nach Abzug dieses Atmungsanteils bleibt die Nettoprimärproduktion (NPP).

NPP = BPP − Atmung der Produzenten

Beispiel mit einheitlicher Bezugsfläche und Zeit: BPP = 15.000 kJ/(m² · Jahr), Atmungsanteil = 5.000 kJ/(m² · Jahr). Daraus folgt NPP = 10.000 kJ/(m² · Jahr). Diese Produktion kann in neue Pflanzenbiomasse eingehen und die Grundlage für Weide- und Abbauwege bilden. Sie wird nicht vollständig von Pflanzenfressern aufgenommen.

Die NPP ist auch nicht automatisch der Nettozuwachs des gesamten Ökosystems: Andere Lebewesen betreiben ebenfalls Zellatmung; außerdem können Stoffe ein- oder ausgetragen werden.

Warum Nahrungsketten begrenzt sind

Jeder weitere Übergang verringert die Produktion, die die nächste Stufe tragen kann. Das begrenzt unter sonst gleichen Bedingungen die Länge von Nahrungsketten. Eine feste, überall gültige Höchstzahl an Stufen folgt daraus nicht.

Typische Denkfehler vermeiden

„90 % der Energie sind weg.“

Die Energie bleibt erhalten. Ein Teil wird als Wärme verteilt; ein anderer gelangt zunächst in nicht gefressenes Material oder Ausscheidungen und damit in Abbauwege.

„Weniger Biomasse heißt weniger Produktion.“

Nicht unbedingt. Entscheidend ist auch, wie schnell neue Biomasse gebildet und wieder gefressen wird. Deshalb kann eine Biomassepyramide im Wasser umgekehrt sein.

„Zersetzer stehen ganz oben.“

Sie nutzen Reste aus allen Trophiestufen. Sie bilden einen verzweigten Abbauweg, keine einzelne zusätzliche Stufe hinter dem letzten Räuber.

„Aus 100 kJ kann ich die Zahl der Füchse bestimmen.“

Dafür fehlen unter anderem Energiebedarf, Zeitraum, Körpergröße und die tatsächlichen Nahrungsbeziehungen. Ein Energiefluss ist keine Tierzählung.

Selbst ausprobieren

Üben & prüfen

Mit Erklärungen üben oder dein Wissen testen – du entscheidest.

Übe in deinem Tempo

Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst nach einem Tipp erneut antworten. Wähle die passende Antwort. Begründe deine Entscheidung zunächst selbst und vergleiche sie anschließend mit der Erklärung.

Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen

1 · Erkennen und zuordnen

1. Was geschieht mit Energie im Ökosystem?

  • Sie wird übertragen, umgewandelt und schließlich als Wärme verteilt
  • Sie wird bei jedem Fraßschritt vollständig vernichtet
  • Sie wird von Pflanzen aus dem Nichts erzeugt
Lösung und Erklärung

Sie wird übertragen, umgewandelt und schließlich als Wärme verteilt

Energie bleibt erhalten; ihre Nutzbarkeit für biologische Prozesse verändert sich.

2. Was zeigt eine Biomassepyramide?

  • Immer die Zahl aller Tiere
  • Ausschließlich Energieproduktion pro Jahr
  • Einen Bestand an Biomasse zu einem Zeitpunkt
Lösung und Erklärung

Einen Bestand an Biomasse zu einem Zeitpunkt

Die Bezugsgröße ist häufig Trockenmasse je Fläche.

3. Welche Einheit passt zu einer Energiepyramide der Produktion?

  • Nur g/m² ohne Zeitbezug
  • kJ/(m² · Jahr)
  • Nur die Anzahl Individuen
Lösung und Erklärung

kJ/(m² · Jahr)

Die Energieproduktion wird auf dieselbe Fläche und denselben Zeitraum bezogen.

4. Betreiben Pflanzen Zellatmung?

  • Ja, grundsätzlich tagsüber und nachts
  • Nein, sie betreiben ausschließlich Fotosynthese
  • Nur wenn sie keine grünen Blätter haben
Lösung und Erklärung

Ja, grundsätzlich tagsüber und nachts

Auch Pflanzen benötigen Energie für ihre Zellprozesse.

5. Welche Größe erfasst eine Zahlenpyramide?

  • Den Energieinhalt pro Jahr
  • Die Trockenmasse jedes einzelnen Organs
  • Individuenzahlen pro Bezugsfläche
Lösung und Erklärung

Individuenzahlen pro Bezugsfläche

Eine einzelne große Pflanze kann vielen kleinen Konsumenten Nahrung bieten.

6. Was bedeutet die 10-%-Regel im Unterricht?

  • Die vollständige Vernichtung der restlichen Energie
  • Eine vereinfachte Annahme für bestimmte Rechenaufgaben
  • Eine exakte Konstante für jede reale Nahrungsbeziehung
Lösung und Erklärung

Eine vereinfachte Annahme für bestimmte Rechenaufgaben

Tatsächliche Übertragungsquoten unterscheiden sich zwischen Organismen und Bedingungen.

2 · Anwenden und erklären

1. Produzenten bilden 8.000 kJ/(m² · Jahr). Die nächste Stufe erhält im Modell 10 %. Wie groß ist ihre Produktion?

  • 800 kJ/(m² · Jahr)
  • 80 kJ/(m² · Jahr)
  • 7.200 kJ/(m² · Jahr)
Lösung und Erklärung

800 kJ/(m² · Jahr)

8.000 · 0,1 = 800. Fläche, Zeitraum und Einheit bleiben gleich.

2. Wie viel bleibt von 8.000 bei zwei Übergängen mit jeweils 10 %?

  • 800 in derselben Produktionseinheit
  • 1.600 in derselben Produktionseinheit
  • 80 in derselben Produktionseinheit
Lösung und Erklärung

80 in derselben Produktionseinheit

8.000 · 0,1 · 0,1 = 80; jeder Übergang wird einzeln berücksichtigt.

3. Die Produktion steigt zwischen zwei Beispielen von 5.000 auf 10.000, die Quote bleibt 10 %. Was geschieht mit der nächsten Stufe im Modell?

  • Sie sinkt von 1.000 auf 500
  • Sie steigt von 500 auf 1.000
  • Sie bleibt bei 500
Lösung und Erklärung

Sie steigt von 500 auf 1.000

Bei gleicher Quote ist die nächste Produktion proportional zum Ausgangswert.

4. Vorherige Stufe: 6.000; nächste Stufe: 900, jeweils in derselben Einheit und im gleichen Bezug. Welche Quote gilt?

  • 15 %
  • 6,7 %
  • 85 %
Lösung und Erklärung

15 %

900 / 6.000 · 100 % = 15 %.

5. Ein Tier frisst 1.200 kJ. 300 kJ bleiben unverdaut, 700 kJ werden im Stoffwechsel umgesetzt. Welche Produktion bleibt im vereinfachten Modell?

  • 500 kJ
  • 1.000 kJ
  • 200 kJ
Lösung und Erklärung

200 kJ

1.200 − 300 − 700 = 200 kJ in neuer Biomasse.

6. BPP = 20.000, Atmung der Produzenten = 8.000, jeweils in gleichem Bezug. Wie groß ist die NPP?

  • 8.000
  • 12.000
  • 28.000
Lösung und Erklärung

12.000

NPP = BPP − Atmung der Produzenten = 20.000 − 8.000.

3 · Prüfen und übertragen

1. Warum widerspricht eine umgekehrte Biomassepyramide im Wasser nicht dem Energiefluss?

  • Ein kleiner Produzentenbestand kann sich schnell erneuern
  • Zooplankton erzeugt zusätzliche Energie aus dem Nichts
  • Biomassebestand und jährliche Produktion sind dieselbe Größe
Lösung und Erklärung

Ein kleiner Produzentenbestand kann sich schnell erneuern

Hoher Umsatz kann trotz kleiner Momentaufnahme eine größere Konsumentenbiomasse versorgen.

2. Eine Eiche ernährt viele Insekten. Welche Pyramide kann dadurch an der Basis umgekehrt sein?

  • Zwingend jede Energiepyramide
  • Jede Pyramide unabhängig von ihrer Bezugsgröße
  • Die Zahlenpyramide
Lösung und Erklärung

Die Zahlenpyramide

Ein großer Produzent zählt als ein Individuum; Anzahl und Größe sind verschieden.

3. Welche Aussage über nicht weitergegebene Energie ist richtig?

  • Sie ist vollständig aus dem Universum verschwunden
  • Ein Teil steckt zunächst noch in Resten und Ausscheidungen
  • Alles wird sofort im Moment des Fressens zu Wärme
Lösung und Erklärung

Ein Teil steckt zunächst noch in Resten und Ausscheidungen

Abbauwege können chemische Energie der Reste nutzen; auch dort wird schließlich Wärme verteilt.

4. Warum ist NPP nicht automatisch der Nettozuwachs des gesamten Ökosystems?

  • Atmung anderer Organismen und Stoffein- und -austräge müssen zusätzlich beachtet werden
  • Weil Produzenten niemals eigene Zellatmung betreiben
  • Weil NPP ausschließlich die Tierzahl zählt
Lösung und Erklärung

Atmung anderer Organismen und Stoffein- und -austräge müssen zusätzlich beachtet werden

NPP beschreibt die Produktion nach Abzug der Produzentenatmung, nicht die gesamte Ökosystembilanz.

5. Bei 20 % je Übergang: Welcher Anteil bleibt nach drei Übergängen?

  • 60 %
  • 8 %
  • 0,8 %
Lösung und Erklärung

0,8 %

0,2 · 0,2 · 0,2 = 0,008 = 0,8 % des Ausgangswerts.

6. Warum lässt sich aus 100 kJ Produktion allein keine Anzahl Füchse berechnen?

  • Die Energieeinheit enthält bereits eine Tierzahl
  • Energiebedarf, Zeitraum und weitere Nahrungsbedingungen fehlen
  • Jeder Fuchs benötigt definitionsgemäß genau 1 kJ
Lösung und Erklärung

Energiebedarf, Zeitraum und weitere Nahrungsbedingungen fehlen

Energieproduktion und Individuenzahl sind verschiedene Messgrößen.

Wie sicher bist du jetzt?

Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Aus 12.000 werden bei zwei Übergängen mit jeweils 10 % welche Werte?

Wähle genau eine Antwort.

Antwort auswählen

Aufgabe 2Warum kann wenig Phytoplankton-Biomasse viel Produktion im Jahresverlauf liefern?

Wähle genau eine Antwort.

Antwort auswählen

Aufgabe 3BPP = 9.000 und Produzentenatmung = 3.500 in derselben Einheit. Welche NPP folgt?

Wähle genau eine Antwort.

Antwort auswählen

Lösungen mit Erklärungen
  1. 1.200 und 120 – Jede folgende Stufe wird mit 0,1 berechnet, in derselben Produktions-Einheit.
  2. Der Bestand kann sich rasch erneuern – Momentaner Vorrat und über die Zeit gebildete Menge sind zu unterscheiden.
  3. 5.500 – 9.000 − 3.500 = 5.500; Fläche und Zeitbezug müssen übereinstimmen.

Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.

Weitere Aufgaben zum Selbstcheck

12 Aufgaben: verstehen, anwenden und begründen

Löse zuerst selbst. Ein Tipp hilft beim Einstieg; die Lösung zeigt die fachliche Begründung.

1 · Warum ist eine Pflanze kein Energieerzeuger?

Tipp anzeigen
Denke an die Energiequelle.
Lösung anzeigen
Sie wandelt Lichtenergie teilweise in chemische Energie organischer Stoffe um. Energie wird dabei nicht aus dem Nichts erzeugt.

2 · Nenne zwei Wege für Energie, die nicht in der nächsten Konsumentenstufe ankommt.

Tipp anzeigen
Wärme und tote Reste.
Lösung anzeigen
Ein Teil wird über Stoffwechselvorgänge als Wärme verteilt. Ein anderer verbleibt zunächst in nicht gefressener Biomasse, toten Resten oder Kot und gelangt in den Abbauweg.

3 · Ein Tier frisst 1.000 kJ; 200 kJ bleiben unverdaut und 600 kJ werden im Stoffwechsel umgesetzt. Wie viel ist im Modell Produktion?

Tipp anzeigen
Alle Anteile müssen zusammen 1.000 kJ ergeben.
Lösung anzeigen
1.000 − 200 − 600 = 200 kJ. Die neue Biomasse enthält im vereinfachten Modell 200 kJ.

4 · Warum können Zersetzer den Stoffkreislauf schließen, aber keinen Energiekreislauf?

Tipp anzeigen
Was wird wieder aufgenommen, was wird als Wärme verteilt?
Lösung anzeigen
Beim Abbau werden unter anderem CO₂ und Mineralstoffe freigesetzt, die Produzenten wieder nutzen können. Die als Wärme verteilte Energie wird dabei nicht in Lichtenergie zurückverwandelt.

5 · Berechne bei 10 % Quote die folgenden zwei Stufen aus 20.000 kJ/(m² · Jahr).

Tipp anzeigen
Pro Übergang mit 0,1 multiplizieren.
Lösung anzeigen
20.000 × 0,1 = 2.000; 2.000 × 0,1 = 200 kJ/(m² · Jahr).

6 · Wie viel bleibt bei 20 % nach drei Übergängen aus 10.000?

Tipp anzeigen
Dreimal mit 0,2 multiplizieren.
Lösung anzeigen
10.000 → 2.000 → 400 → 80. Das sind 0,8 % des Ausgangswerts, jeweils in derselben Produktions-Einheit.

7 · Eine Stufe produziert 800, die vorherige 4.000. Wie groß ist die Quote?

Tipp anzeigen
Nächste Stufe durch vorherige Stufe teilen.
Lösung anzeigen
800 / 4.000 = 0,2; 0,2 × 100 % = 20 %. Beide Produktionswerte müssen dieselbe Einheit, Bezugsfläche und Zeit haben.

8 · Warum kann eine Eiche die Basis einer umgekehrten Zahlenpyramide sein?

Tipp anzeigen
Größe eines Organismus und Anzahl unterscheiden.
Lösung anzeigen
Ein einzelner großer Baum kann vielen kleinen Pflanzenfressern Nahrung bieten. Eine kleine Individuenzahl bedeutet hier nicht wenig Biomasse oder geringe Produktion.

9 · Wenig Phytoplankton ernährt mehr Zooplankton-Biomasse. Ist das ein Widerspruch?

Tipp anzeigen
Bestand und laufenden Zuwachs unterscheiden.
Lösung anzeigen
Nein. Ein kleiner Phytoplanktonbestand kann sich schnell erneuern. Die Momentaufnahme der Biomasse zeigt nicht, wie viel über den gesamten Zeitraum produziert wird.

10 · BPP = 18.000, Atmungsanteil der Pflanzen = 7.000. Berechne die NPP.

Tipp anzeigen
Brutto minus Atmungsanteil.
Lösung anzeigen
NPP = 18.000 − 7.000 = 11.000; die Einheit der Ausgangswerte, etwa kJ/(m² · Jahr), bleibt erhalten.

11 · Darfst du die 10-%-Regel auf jedes reale Nahrungsnetz anwenden?

Tipp anzeigen
Modellannahme und Messung unterscheiden.
Lösung anzeigen
Nein. Die tatsächlichen Quoten können sich zwischen Organismen, Übergängen und Umweltbedingungen unterscheiden. 10 % ist eine häufig genutzte vereinfachte Rechenannahme.

12 · Welche drei Angaben brauchst du zum Vergleichen von Pyramiden?

Tipp anzeigen
Größe, Einheit und Bezug.
Lösung anzeigen
Ich prüfe die dargestellte Größe (Energieproduktion, Biomasse oder Zahl), die Einheit mit Bezugsfläche sowie Zeitpunkt beziehungsweise Zeitraum. Auch die Zuordnung der Trophiestufen muss vergleichbar sein.

Kurzer Begriffscheck

Welche Aussage gilt für eine Biomassepyramide?

Wähle eine Antwort.

Fachliche Vertiefung: OpenStax · Energy Flow through Ecosystems. Eigene Erklärungen, Schaubilder und ausdrücklich vereinfachte Rechenmodelle. Klassenstufen und Vertiefung unterscheiden sich nach Bundesland und Schulart.

Dein nächster Lernschritt

Wie möchtest du weiterlernen?

Passende Materialien zum Thema „Energiefluss und Nahrungspyramiden“. Wähle aus, was dir beim Üben und Wiederholen hilft.

Kostenlos · Materialien & Erklärung

Kostenlos weiterüben

Diese Materialien ergänzen die Erklärung und unterstützen dich beim Üben und Nachschlagen.

Optional ergänzen

Bei Bedarf vertiefen

Der Themenbereich gehört zum Biologie-Grundwissen der Klassen 5–10. Im Nachschlagewerk kannst du Zusammenhänge mit weiteren Biologiethemen vertiefen.

Wähle aus, was dir hilft0,00 € EUR

Preise inkl. MwSt. Downloads erhältst du per E-Mail, gedruckte Materialien per Post. Ggf. zzgl. Versandkosten.

Footer image

© 2026 Lernmarktplatz, Die ganze Bildungswelt an einem Ort

    • American Express
    • Apple Pay
    • Google Pay
    • Klarna
    • Maestro
    • Mastercard
    • MobilePay
    • PayPal
    • Satispay
    • Visa