Einsatzbereiche im Unterricht
PrepClass ist eine webbasierte Plattform, die mehrere Bereiche des Lehreralltags miteinander verbindet: digitales Klassenbuch, Unterrichtsplanung, KI-gestützte Materialerstellung, Whiteboard, Live-Abfragen und einen Lernbereich für Schüler:innen. Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte an Grundschulen, weiterführenden Schulen, Förderschulen und beruflichen Schulen. Bei der Einrichtung wählst du Schulform, Bundesland, Fächer und Klassenstufen aus, damit die KI ihre Vorschläge daran ausrichten kann.
In der Unterrichtsvorbereitung kannst du Arbeitsblätter, Quizze, Lückentexte, Stundenentwürfe, Elternbriefe und differenzierte Aufgaben erstellen. Vorhandene PDF- oder Word-Dokumente lassen sich hochladen und als Grundlage für neue oder angepasste Materialien verwenden.
Während des Unterrichts kannst du das Whiteboard, Quiz-Battles, Wortwolken, Umfragen, Zielscheiben und weitere Beamer-Spiele einsetzen. Deine Schüler:innen treten über einen QR-Code oder einen kurzen Klassen-Code bei. Für die meisten Live-Funktionen benötigen sie weder ein Konto noch eine App. Das erleichtert spontane Einsätze, sofern ausreichend Endgeräte und eine stabile Internetverbindung vorhanden sind.
Für die Nachbereitung bietet PrepClass unter anderem die Dokumentation von Noten, Anwesenheit, Hausaufgaben und Bemerkungen. Im Pro-Tarif können außerdem Lernangebote, Abgaben und KI-Tutoren für Schüler:innen bereitgestellt werden. PrepClass eignet sich damit besonders für Lehrkräfte, die Verwaltung, Vorbereitung und interaktiven Unterricht möglichst in einer Anwendung bündeln möchten.
Die Plattform läuft im Browser auf Laptop, Tablet und Smartphone und kann als Progressive Web App auf dem Startbildschirm abgelegt werden. Für die vollständige Lehreransicht sind Laptop und Tablet derzeit am besten geeignet; die Smartphone-Ansicht wird nach Angaben des Anbieters schrittweise ausgebaut. Eine umfassende Offline-Nutzung wird nicht angeboten.
Funktionen & Anwendung
PrepClass besteht aus mehreren miteinander verknüpften Arbeitsbereichen. Die wichtigsten Funktionen:
Digitales Klassenbuch: Du kannst Klassen und Halbjahre anlegen sowie Noten, Anwesenheit, Verspätungen, Hausaufgaben und Bemerkungen dokumentieren. Gewichtungen lassen sich je Fach individuell festlegen. Neben klassischen Ziffernnoten mit Plus- und Minus-Tendenzen werden Punktwerte für die Oberstufe und Smileys für die Grundschule unterstützt. Durchschnitte, Verteilungen und Entwicklungen berechnet das System automatisch.
Sitzplan und Schnellbewertung: Über den Sitzplan kannst du Schüler:innen auswählen und beispielsweise die mündliche Mitarbeit unmittelbar während der Stunde festhalten. Statistiken zeigen Notenverteilungen, Fehlzeiten und weitere Entwicklungen innerhalb einer Klasse.
Tages- und Stundenplaner: Der Tagesplaner führt vom Stundenplan direkt zur jeweiligen Klasse. Dort kannst du ohne längere Navigation Noten, Anwesenheit, Hausaufgaben oder Bemerkungen eintragen. Halbjahre werden getrennt verwaltet, ältere Einträge bleiben aber abrufbar.
Material-KI: PrepClass erstellt Arbeitsblätter, Quizze, Lückentexte, Stundenentwürfe und weitere Materialien aus einer kurzen Beschreibung. Thema, Schulform, Bundesland, Klassenstufe und Lernziel können vorgegeben werden. Auch ein eigener Lehrplan oder vorhandenes Material lässt sich hochladen. Die Ergebnisse können bearbeitet, gespeichert und als PDF ausgegeben werden.
Differenzierung: Arbeitsblätter lassen sich in zwei oder drei Anforderungsstufen erzeugen. Möglich sind beispielsweise sprachlich vereinfachte Aufgaben, zusätzliche Hilfen, offene Aufgaben oder anspruchsvollere Transferfragen. Lösungen können automatisch ergänzt werden. Das ist besonders für heterogene Lerngruppen, DaZ-Unterricht und inklusive Lernsettings hilfreich.
Kleo als KI-Assistent: Kleo unterstützt bei Stundenplanung, Erklärungen, Elternbriefen, Zeugnisbemerkungen und der Vorbereitung von Gesprächen oder Konferenzen. Der Zugriff auf Klassendaten ist standardmäßig deaktiviert und muss von dir ausdrücklich freigegeben werden. Auch dann werden hinterlegte Schülernamen vor der Übertragung an die KI durch Pseudonyme ersetzt. Die Ergebnisse werden nicht automatisch übernommen oder verschickt, sondern bleiben bearbeitbare Vorschläge.
Whiteboard: Das digitale Whiteboard bietet Zeichenwerkzeuge und zahlreiche Vorlagen, beispielsweise für Diagramme, Zeitstrahlen, Koordinatensysteme oder kooperative Methoden. Ein Board kann aus mehreren Seiten bestehen, sodass sich beispielsweise für einzelne Gruppen eigene Seiten vorbereiten lassen. Bilder können eingebettet und direkt annotiert werden. Für den Einsatz am Beamer gibt es einen Fokus- beziehungsweise Präsentationsmodus; die Lehrkraft steuert den Arbeitsmodus und kann das Board bei Bedarf einfrieren. Ergebnisse lassen sich als PDF oder PNG exportieren. Mithilfe der Whiteboard-KI können aus einem Thema bearbeitbare Tafelbilder erstellt werden. Nicht angeboten werden derzeit der Import und die Annotation vollständiger PDF-Dokumente sowie eine Aufnahme- oder Screencast-Funktion. Das normale Whiteboard ist kostenlos; die gleichzeitige Live-Mitarbeit der Klasse gehört zum Pro-Tarif.
Live-Tools und Spiele: Im kostenlosen Tarif stehen unter anderem Wortwolken, Umfragen, Zielscheiben, Gruppen-Tafeln, Schätzduelle und der Klassenpuls zur Verfügung. Hinzu kommen 19 fertige Klassenspiele für den Einsatz am Beamer, darunter Hangman, Tabu, Jeopardy, Kreuzworträtsel, Wordle, Memory, Quiz-Battle und Fakt oder Fake. Spiele kannst du selbst erstellen oder ab Plus von der KI generieren lassen. Im kostenlosen Tarif können bis zu 35 Personen an einer Live-Session teilnehmen. In Plus und Pro entfällt dieses 35-Personen-Limit nach Angaben des Anbieters; die Live-Sessions können dort auch mit größeren Gruppen beziehungsweise ganzen Jahrgängen eingesetzt werden.
Lern-Studio und Schüler-Lernbereich: Mit einem Baustein-Editor lassen sich interaktive Lernseiten aus Texten, Bildern, Quizfragen, Lückentexten, Zuordnungsaufgaben und weiteren Elementen zusammenstellen. Die fertigen Stunden können per Klick an den Lern-Feed der Schüler:innen übergeben werden. Inhalte werden dort zusätzlich in Anki-ähnliche Swipe-Karten für wiederholtes Lernen nach dem Spaced-Repetition-Prinzip übertragen. Schüler:innen öffnen die Angebote über einen Code. Im Pro-Tarif stehen außerdem Abgabefunktionen und verschiedene KI-Tutoren zur Verfügung, beispielsweise für sokratische Gespräche, Schreibfeedback, Debatten, Vokabeltraining oder die Besprechung fotografierter MINT-Aufgaben.
Interaktive Web-Inhalte: PrepClass stellt fertige Mini-Web-Apps für kreative Aufgaben und Medienbildung bereit, beispielsweise einen Instagram-Post-Creator oder ein Comic-Strip-Werkzeug. Lehrkräfte können außerdem eigene interaktive HTML-Stunden hosten und anschließend per Link oder QR-Code an ihre Klasse weitergeben.
Die Verbindung der Bereiche ist eine der größten Stärken: Ein mit der KI erstelltes Quiz kann direkt als Live-Aktivität eingesetzt werden, Unterrichtsinhalte können in den Lernbereich übernommen werden und Klassendaten stehen – nach ausdrücklicher Freigabe – für Gesprächsvorbereitungen oder Zeugnisentwürfe zur Verfügung. Der Funktionsüberblick des Anbieters beschreibt diese Verknüpfung ausführlicher.
Didaktischer Mehrwert
PrepClass kann vor allem dort Zeit sparen, wo Lehrkräfte bislang mehrere getrennte Anwendungen verwenden. Statt Noten in einer Tabelle zu verwalten, Arbeitsblätter in einem KI-Tool zu erstellen und für Rückmeldungen eine weitere Plattform zu öffnen, befinden sich diese Funktionen in einem gemeinsamen System.
Didaktisch interessant ist insbesondere die Verbindung von Materialerstellung und Aktivierung. Ein Thema kann zunächst in unterschiedlich anspruchsvolle Arbeitsblätter übertragen, anschließend als Live-Quiz wiederholt und später als Lernkartenstapel bereitgestellt werden. Dadurch lassen sich Erarbeitung, Übung, Diagnose und Wiederholung enger miteinander verbinden.
Die Differenzierungsfunktionen unterstützen heterogene Klassen. Aufgaben können sprachlich vereinfacht, mit Hilfen versehen oder um anspruchsvollere Transferaufgaben ergänzt werden. Das ersetzt keine individuelle Förderplanung, bietet aber eine brauchbare Grundlage, die du weiter an deine Lerngruppe anpassen kannst.
Wortwolken, Umfragen, Zielscheiben und Exit-Tickets ermöglichen schnelle Rückmeldungen während oder am Ende einer Stunde. Da Schüler:innen ohne Konto teilnehmen können, ist die technische Einstiegshürde niedrig. Anonyme Antworten können außerdem dazu beitragen, dass sich auch zurückhaltende Lernende beteiligen.
Der Lern-Feed mit Spaced Repetition unterstützt regelmäßige Wiederholungen anstelle kurzfristigen Lernens vor einer Klassenarbeit. Die Schüler-KI-Tutoren können ergänzende Erklärungen und individuelle Übungsimpulse liefern. Ihr Nutzen hängt jedoch stark von deinen Vorgaben und der fachlichen Qualität der KI-Antworten ab.
Alle KI-Ergebnisse bleiben Entwürfe. Aufgabenstellungen, Lösungen, fachliche Erklärungen und Zeugnisformulierungen müssen deshalb vor dem Einsatz sorgfältig kontrolliert werden. Besonders bei benotungsrelevanten oder sensiblen Inhalten darf PrepClass nicht als automatisches Entscheidungssystem verstanden werden. Auch der Anbieter bezeichnet das Tool ausdrücklich als Unterstützung der Lehrkraft und verlangt eine eigenständige fachliche, pädagogische und rechtliche Prüfung.
Datenschutz & Hosting
PrepClass verfügt für ein vergleichsweise junges Lehrertool über eine ausführliche Datenschutzdokumentation. Anwendung, Authentifizierung und Datenbank werden auf eigener Infrastruktur bei Hetzner in Nürnberg betrieben. Nach Anbieterangaben sind Datenübertragungen mit TLS 1.3 geschützt und gespeicherte Daten verschlüsselt. Eine optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöht den Schutz des Lehrerkontos.
Schülernamen werden vor regulären KI-Anfragen serverseitig durch stabile Pseudonyme ersetzt. Die Zuordnung zwischen Name und Pseudonym verbleibt in deinem Konto. Diese automatische Erkennung erfasst allerdings nur Schüler:innen, die im eigenen Konto hinterlegt sind. Namen von Eltern, Kolleg:innen oder anderen Personen in Freitextfeldern können nicht zuverlässig erkannt werden und sollten deshalb nicht in KI-Eingaben erscheinen.
Für Textgenerierung, Dokumentenanalyse, Bilderkennung und Spracheingabe verwendet PrepClass Mistral AI aus Frankreich. Die Verarbeitung soll innerhalb der EU erfolgen; die Eingaben werden laut Anbieter nicht für das Modelltraining genutzt. Beim freiwilligen Foto-Import einer Klassenliste werden die sichtbaren Namen jedoch zur Texterkennung an Mistral übermittelt. Gleiches gilt für Namen, die über die optionale Spracheingabe diktiert werden. Vor der Nutzung musst du daher prüfen, ob diese Funktionen durch deine Schule oder deinen Schulträger erlaubt sind.
Die sensiblen Bereiche wie Klassenbuch, Noten, Nutzerkonten und die reguläre Text-KI werden nach Angaben des Anbieters vollständig in Deutschland beziehungsweise innerhalb der EU verarbeitet. Für die Text-KI wird Mistral eingesetzt. Zwei eng begrenzte Berührungspunkte mit US-Dienstleistern nennt PrepClass: OpenAI wird ausschließlich für eine optionale Funktion verwendet, mit der Lehrkräfte selbst verfasste Höraufgaben oder Diktate vertonen können. Diese Funktion steht nicht im Free-Tarif zur Verfügung, wird nicht von Schüler:innen bedient und soll keine Schülerdaten verarbeiten. Stripe wird ausschließlich für die Zahlungsabwicklung eingesetzt. Damit betrifft die US-Verarbeitung nach Anbieterangaben weder das Klassenbuch noch Noten, Schülerkonten oder die reguläre Text-KI. In zu vertonende Texte sollten dennoch keine personenbezogenen Daten aufgenommen werden.
Für die Verarbeitung von Schülerdaten stellt PrepClass einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit. Dieser gilt laut Anbieter bereits mit der Registrierung als abgeschlossen; ein unterschriebenes Exemplar kann angefordert werden. Trotzdem bleibt die Lehrkraft beziehungsweise Schule für die Rechtmäßigkeit der eingegebenen Daten verantwortlich. Vor der Nutzung des Klassenbuchs, der Klassenlisten-Erkennung oder der Schüler-KI sollte daher immer die Freigabe der Schulleitung oder des Schulträgers eingeholt werden.
Kleo-Verläufe werden nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Nach einer Kontolöschung sollen personenbezogene Daten innerhalb von 30 Tagen entfernt werden; Sicherungskopien können noch bis zu 14 Tage bestehen bleiben. PrepClass verwendet nach eigener Aussage keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Die vollständigen Angaben stehen in der Datenschutzerklärung von PrepClass.
Kosten & Lizenzmodelle
Der Free-Tarif ist ungewöhnlich umfangreich. Er umfasst bis zu fünf Klassen, das komplette digitale Klassenbuch, den Tagesplaner, das normale Whiteboard und die Live-Tools ohne KI. Die Live-Sessions sind auf 35 Teilnehmer:innen begrenzt, was eine übliche Schulklasse abdeckt. In Plus und Pro entfällt dieses 35-Personen-Limit nach Angaben des Anbieters. Zusätzlich gibt es jeden Monat ein kleines Kontingent, mit dem du KI-Funktionen ausprobieren kannst. Eine Kreditkarte ist für den Free-Tarif nicht erforderlich.
Plus kostet 7,99 € bei monatlicher Zahlung. Bei jährlicher Abrechnung sinkt der rechnerische Monatspreis auf 6,49 €, entsprechend 77,88 € pro Jahr. Plus schaltet die KI-Funktionen für Unterrichtsmaterialien, Differenzierung, Dokument-Uploads, Zeugnisbemerkungen, Elternbriefe, Kleo und die Auswertung der Live-Tools frei. Der Tarif unterstützt bis zu 30 Klassen.
Pro kostet 14,99 € monatlich oder 12,49 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung, entsprechend 149,88 € pro Jahr. Hinzu kommen insbesondere Schüler-KI-Tutoren, der Lern-Feed, Live-Zusammenarbeit am Whiteboard, umfangreichere Abgabefunktionen, eine Premium-Vorlesestimme und das Teilen von Inhalten ohne PrepClass-Branding. Als „unbegrenzt“ beworbene Funktionen unterliegen laut AGB großzügigen Fair-Use-Grenzen zum Schutz vor automatisierter Massennutzung.
Pro kann einmalig sieben Tage kostenlos getestet werden. Dafür ist ein Zahlungsmittel notwendig. Wird nicht vor Ende der Testphase gekündigt, beginnt automatisch das kostenpflichtige Abonnement.
Referendar:innen und Lehramtsstudierende erhalten nach Einsendung eines Nachweises 40 % Rabatt auf Plus oder Pro. Als Beispiel nennt PrepClass für Pro 8,99 € bei monatlicher Zahlung beziehungsweise 7,49 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung.
Monatsabonnements können zum Ende des bezahlten Zeitraums gekündigt werden. Ein Jahresabonnement hat nach den AGB von PrepClass zunächst eine Laufzeit von zwölf Monaten. Danach verlängert es sich auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden. Nach Ablauf des bezahlten Tarifs wird das Konto auf Free zurückgestuft; die gespeicherten Inhalte bleiben grundsätzlich erhalten.
Öffentlich ausgewiesene Preise für Kollegien, Schulen oder Schulträger gibt es derzeit nicht. Interessierte Einrichtungen müssen ein individuelles Angebot anfragen. Damit ist PrepClass aktuell vor allem transparent für Einzellizenzen, während sich die Kosten einer schulweiten Einführung nicht unmittelbar vergleichen lassen.
Erfahrungen & Bewertungen
Zum Recherchezeitpunkt im Juli 2026 waren noch kaum belastbare unabhängige Testberichte oder öffentlich einsehbare Bewertungen deutscher Lehrkräfte verfügbar. Auf etablierten Software-Bewertungsplattformen ist noch kein aussagekräftiges Meinungsbild erkennbar. Aussagen zu Bedienkomfort, Stabilität bei regelmäßiger Nutzung und Qualität des Supports stammen deshalb bislang überwiegend vom Anbieter selbst.
Auf Grundlage des dokumentierten Funktionsumfangs fällt vor allem die große Bandbreite positiv auf. Kaum ein anderes noch junges Lehrertool verbindet ein kostenloses Klassenbuch, KI-Materialerstellung, interaktive Live-Abfragen, Whiteboard und Schüler-Lernbereich in dieser Form. Auch der Verzicht auf verpflichtende Schülerkonten und die weitreichenden kostenlosen Funktionen sind klare Vorteile.
Noch nicht ausreichend durch unabhängige Praxiserfahrungen belegt sind die fachliche Qualität der KI-Ergebnisse über verschiedene Fächer und Schulformen hinweg, die Zuverlässigkeit bei einer großen Zahl paralleler Klassen sowie die langfristige Weiterentwicklung. PrepClass wird als Einzelunternehmen betrieben. Das ermöglicht zwar einen direkten Kontakt zum Entwickler, bietet aber weniger organisatorische Absicherung als bei etablierten Bildungsplattformen mit größeren Entwicklungs- und Supportteams.
Hinzu kommt, dass öffentlich keine umfassenden Schnittstellen zu verbreiteten Schulverwaltungssystemen, Lernmanagementsystemen oder digitalen Klassenbüchern dokumentiert sind. Klassenlisten aus anderer Schulsoftware lassen sich nicht direkt importieren; vorgesehen sind die manuelle Eingabe oder ein Foto-Scan. Je nach bestehender schulischer Infrastruktur können dadurch doppelte Datenpflege und zusätzlicher Verwaltungsaufwand entstehen.
Insgesamt wirkt PrepClass funktional vielversprechend und für einen kostenlosen Einstieg ungewöhnlich umfangreich. Für eine schulweite Einführung fehlen momentan jedoch noch ein breiteres unabhängiges Erfahrungsbild, transparente Kollegiumspreise und nachweisbare Integrationen in bestehende Schulsysteme.