1 · Welche Ergebnismenge passt zur Augenzahl eines üblichen sechsseitigen Würfels?
Lösung und Rechenweg ansehen
Ω = {1, 2, 3, 4, 5, 6}.
Erklärung wiederholen →Mathe · etwa 35–50 Minuten
Du beschreibst Ergebnismengen und Ereignisse vollständig, unterscheidest und von oder und dokumentierst mehrstufige Versuche.
Zahlen vergleichen, Mengen aufzählen und einfache Brüche.
01 · Dein Startpunkt · ca. 3 Minuten
Drei kurze Aufgaben zeigen dir, wo du einsteigen kannst. Löse sie zunächst ohne Hilfe.
Ergebnisse mit Semikolon trennen, z. B. 2; 4; 6 oder KZ; ZK. Die Reihenfolge innerhalb einer Menge ist egal; in einer Wurffolge bleibt sie wichtig. Für die leere Menge schreibe ∅. Wahrscheinlichkeiten und relative Häufigkeiten als Bruch mit / oder als Dezimalzahl mit Komma oder Punkt eingeben. Ohne Rundungsauftrag exakt rechnen.
02 · Verstehen
Ein Wurf – mehrere mögliche Ergebnisse
Ergebnis: eine 4.
Ereignis: eine gerade Zahl.
Das Ereignis tritt bei 2, 4 oder 6 ein.
Ein Zufallsexperiment ist ein Versuch, dessen einzelnes Ergebnis du vor der Durchführung nicht sicher kennst. Im mathematischen Modell sind die möglichen Ergebnisse festgelegt, und der Versuch lässt sich unter vergleichbaren Bedingungen wiederholen.
Beispiele sind das Werfen einer Münze, das Werfen eines Würfels oder das verdeckte Ziehen einer Kugel aus einem Beutel. Du legst vorher fest, was beobachtet wird: bei der Münze die obere Seite, beim Würfel die Augenzahl.
Zufällig bedeutet nicht automatisch gleich wahrscheinlich. Ob Ergebnisse dieselbe Chance haben, ist eine zusätzliche Eigenschaft des Versuchs oder eine Annahme im Modell.
Ein Ergebnis ist ein einzelner möglicher Ausgang. Beim Würfeln kann das die Augenzahl 4 sein. Die Ergebnismenge enthält alle Ergebnisse, die wir im Versuch unterscheiden. Häufig wird sie mit Ω bezeichnet, gesprochen „Omega“.
Ω = {1, 2, 3, 4, 5, 6}
Beim einmaligen Münzwurf verwenden wir Ω = {Kopf, Zahl}. Seltene Sonderfälle wie eine auf dem Rand stehen bleibende Münze lassen wir im einfachen Modell weg oder legen fest, dass dann neu geworfen wird.
Beobachtest du beim Würfel nur „gerade“ oder „ungerade“, ist die Ergebnismenge anders als beim Beobachten der genauen Augenzahl. Die Beschreibung des Versuchs muss also zur Ergebnismenge passen.
Ein Ereignis ist eine Teilmenge der Ergebnismenge. Es umfasst genau die Ergebnisse, die zu einer bestimmten Aussage passen. Das Ereignis E = „gerade Zahl“ enthält 2, 4 und 6.
E = {2, 4, 6}
Wird eine 4 gewürfelt, ist das Ergebnis 4 eingetreten und zugleich das Ereignis E. Wird eine 3 gewürfelt, ist E nicht eingetreten.
| Ereignis beim Würfeln | Passende Ergebnisse |
|---|---|
| „größer als 4“ | {5, 6} |
| „mindestens 4“ | {4, 5, 6} |
| „höchstens 2“ | {1, 2} |
| „genau 3“ | {3} |
Ein Ereignis kann auch nur ein einziges Ergebnis enthalten. Die Formulierungen „größer als“ und „mindestens“ unterscheiden sich darin, ob die Grenze dazugehört.
Das Gegenereignis zu E enthält alle Ergebnisse aus Ω, die nicht zu E gehören. Zu „gerade Zahl“ ist das „ungerade Zahl“: {1, 3, 5}.
Ereignis und Gegenereignis schließen sich aus und decken zusammen alle möglichen Ergebnisse ab. Zu „größer als 4“ lautet das Gegenereignis „höchstens 4“, also {1, 2, 3, 4}.
| Art | Beispiel beim üblichen sechsseitigen Würfel | Menge |
|---|---|---|
| Sicheres Ereignis | „Augenzahl von 1 bis 6“ | Ω |
| Unmögliches Ereignis | „Augenzahl 7“ | ∅, die leere Menge |
Lösung · Schritt für Schritt
Würfel mit Augenzahlen 1 bis 6
E: „mindestens 3“
Eᶜ bezeichnet das Gegenereignis. Es lautet „kleiner als 3“. Die 3 gehört zu E und deshalb nicht zum Gegenereignis.
Beispiel · Schritt für Schritt
A = {2, 4, 6}
B = {4, 5, 6}
Sei A = „gerade Zahl“ = {2, 4, 6} und B = „größer als 3“ = {4, 5, 6}.
A umfasst die geraden Augenzahlen, B die Augenzahlen größer als 3.
Für A und B müssen beide Bedingungen gelten. Nur 4 und 6 stehen in beiden Mengen.
Für A oder B genügt mindestens eine Bedingung. Schreibe jedes Ergebnis nur einmal, auch wenn es zu beiden Ereignissen gehört.
Das mathematische „oder“ schließt den Fall ein, dass beide Bedingungen erfüllt sind. Die 4 und die 6 gehören daher auch zu „A oder B“. In einer Ergebnismenge wird jedes Ergebnis nur einmal aufgeschrieben.
Beim zweimaligen Münzwurf notieren wir die Reihenfolge. K steht für Kopf, Z für Zahl:
Ω = {KK, KZ, ZK, ZZ}
Beispiel · Schritt für Schritt
Zweimal eine Münze werfen
K = Kopf; Z = Zahl
Notiere zuerst das Ergebnis des ersten Wurfs, dann das des zweiten.
In beiden Folgen steht genau ein K; KK enthält dagegen zwei Köpfe.
„Mindestens“ schließt auch zweimal Kopf ein.
Nur ZZ enthält kein K und gehört deshalb nicht zu F. Das Gegenereignis lautet „keinmal Kopf“.
KZ und ZK sind verschiedene Ergebnisse, obwohl beide einmal Kopf enthalten. Fasst du nur die Anzahl der Köpfe zusammen, erhältst du die Werte 0, 1 und 2. Diese drei Werte sind nicht automatisch gleich wahrscheinlich.
Warum ist einmal Kopf wahrscheinlicher? Bei zwei unabhängigen Würfen einer fairen Münze sind KK, KZ, ZK und ZZ gleich wahrscheinlich. Unabhängig bedeutet hier: Das erste Wurfergebnis verändert die Chancen beim zweiten Wurf nicht.
Beispiel · Schritt für Schritt
Zwei unabhängige Würfe
mit einer fairen Münze
Nur ZZ erfüllt das Ereignis: eine von vier gleich wahrscheinlichen Wurffolgen.
KZ und ZK erfüllen das Ereignis: zwei von vier gleich wahrscheinlichen Wurffolgen.
Nur KK erfüllt das Ereignis. Die Anzahlen 0, 1 und 2 sind daher nicht gleich wahrscheinlich.
Die drei Fälle schließen einander aus und erfassen alle Wurffolgen.
Beispiel · Schritt für Schritt
20 Würfe; 12 gerade Augenzahlen
Falls bei 20 Würfen zwölf gerade Zahlen auftreten, rechnest du:
Die zwölf geraden Augenzahlen bilden die absolute Häufigkeit des Ereignisses.
Teile die Trefferzahl durch die Anzahl aller Würfe.
60 Prozent beschreibt diese Versuchsreihe. Es beweist nicht, dass die Wahrscheinlichkeit für eine gerade Zahl 60 Prozent beträgt.
03 · Selber rechnen · ca. 10–15 Minuten
Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst eine Aufgabe nach einem Hinweis noch einmal versuchen. Rechne und begründe zuerst auf Papier. Ereignisse sind Mengen von Ergebnissen; die Aufgaben verlangen jeweils alle passenden Ergebnisse.
Freiwillig, ohne Anmeldung. Auf gemeinsam genutzten Geräten besser ausgeschaltet lassen. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
04 · Ohne Hilfe prüfen · ca. 5–8 Minuten
Rechne ohne Formelübersicht und Tipps. Danach siehst du, was geklappt hat und welcher Lernschritt als Nächstes sinnvoll ist. Das ist eine kurze Orientierung, keine Klassenarbeitsnote.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
Ω = {1, 2, 3, 4, 5, 6}.
Erklärung wiederholen →Lösung · Schritt für Schritt
Würfel mit Augenzahlen 1 bis 6
E: „höchstens 3“
Gesucht sind die Ergebnisse eines üblichen sechsseitigen Würfels.
Die Augenzahl darf kleiner oder gleich 3 sein. Die Grenze 3 ist eingeschlossen.
Lösung · Schritt für Schritt
Würfel mit Augenzahlen 1 bis 6
E: „größer als 2“
„Größer als 2“ umfasst die Augenzahlen 3 bis 6.
Übrig bleiben alle Ergebnisse aus Ω, die nicht in E liegen: „höchstens 2“.
Lösung · Schritt für Schritt
Würfel mit Augenzahlen 1 bis 6
„gerade und größer als 3“
A steht für gerade Augenzahlen, B für Augenzahlen größer als 3.
„Und“ verlangt beide Bedingungen gleichzeitig.
Lösung · Schritt für Schritt
Zwei Münzwürfe
„genau einmal Kopf“
Der erste Buchstabe gehört zum ersten Wurf; K bedeutet Kopf, Z bedeutet Zahl.
KZ und ZK enthalten je einen Kopf. KK wäre zweimal Kopf; ZZ enthält keinen Kopf.
Lösung · Schritt für Schritt
7 Treffer bei 20 Versuchen
Das Ereignis tritt siebenmal in zwanzig Versuchen ein.
Die beobachtete relative Häufigkeit beträgt 35 Prozent. Sie beschreibt diese Versuchsreihe.
Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Dranbleiben
Wiederhole die Erklärung zu deinem Fehler. Rechne danach eine ähnliche Aufgabe ohne geöffneten Tipp oder Rechenweg.
Gezielt weiterüben →Wiederhole in zwei bis drei Tagen fünf Aufgaben ohne Hilfe. Danach kannst du das nächste Thema angehen.
Wahrscheinlichkeiten berechnen →Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.
Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.
Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.
Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.
Nein. Ein Ergebnis ist ein einzelner Ausgang. Ein Ereignis ist eine Menge passender Ergebnisse, die auch nur ein Ergebnis enthalten kann.
Sie enthält kein Ergebnis. Im betrachteten Modell beschreibt sie ein unmögliches Ereignis.
Nein. Auch bei ungleichen Chancen kann der einzelne Ausgang ungewiss sein.
„Mindestens 3“ schließt die Grenze 3 ein.