1 · f(4) = 11 und f ist umkehrbar. Was ist f⁻¹(11)?
Lösung und Rechenweg ansehen
4. Die Umkehrfunktion geht zur ursprünglichen Eingabe zurück.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 11–13 · etwa 35–50 Minuten
Du prüfst die Umkehrbarkeit, berechnest Umkehrfunktionen und ihre Werte und beachtest die passenden Definitions- und Wertemengen.
Funktionen, Gleichungen, Wurzeln und Grundlagen zu Logarithmen.
01 · Dein Startpunkt · ca. 3 Minuten
Verfolge einen Funktionswert zurück, bestimme eine Umkehrfunktion und prüfe die Eindeutigkeit.
Zahlen mit Komma oder Punkt, Brüche mit /. Punkte: x | y. Für Umkehrfunktionen nur den Term eingeben, etwa (x − 1)/2. Bereiche: x >= 2 oder y <= 0. Entscheidungen: ja oder nein.
02 · Verstehen
Ausgaben wieder zu Eingaben machen
f(3) = 7 → f⁻¹(7) = 3
Die Umkehrfunktion macht eine eindeutige Zuordnung rückgängig. Das Zeichen f⁻¹ bedeutet hier nicht den Kehrwert von f.
Eine Funktion ordnet einer Eingabe x eine Ausgabe y zu. Eine Umkehrfunktion geht den Weg zurück: Aus der Ausgabe wird wieder die ursprüngliche Eingabe.
Beispiel: f(x) = 2x + 1.
Beispiel · Schritt für Schritt
f(x) = 2x + 1 · ursprüngliche Eingabe: 3
Subtrahiere zuerst 1 und teile danach durch 2. Die Reihenfolge wird umgekehrt.
Aus der ursprünglichen Ausgabe 7 wird wieder die ursprüngliche Eingabe 3.
f⁻¹(x) =
Das hochgestellte −1 kennzeichnet die Umkehrfunktion. Der Kehrwert 1 geteilt durch f(x) wäre dagegen ein anderer Funktionsterm. Bei unserem Beispiel lautet er 1 geteilt durch (2x + 1).
Die Rückrichtung muss eindeutig sein: Verschiedene Eingaben dürfen nicht dieselbe Ausgabe haben. Diese Eigenschaft heißt injektiv. Betrachtet man die tatsächliche Wertemenge als Zielmenge, besitzt eine solche Funktion eine Umkehrfunktion.
Am Graphen kannst du prüfen, ob eine waagerechte Gerade den Graphen höchstens einmal schneidet. Zwei Schnittpunkte mit demselben y-Wert würden beim Rückweg zwei verschiedene Ausgaben liefern.
Strenge Monotonie auf einem Intervall ist eine hilfreiche hinreichende Bedingung: Eine dort streng steigende oder streng fallende Funktion ist auf ihre Wertemenge umkehrbar.
Die Funktion x² auf ganz ℝ ist nicht umkehrbar, denn beispielsweise 2 und −2 ergeben beide 4. Du musst zuerst einen geeigneten Teil des Definitionsbereichs auswählen.
Wir bestimmen die Umkehrfunktion von f(x) = 3x − 6 auf ℝ.
Beispiel · Schritt für Schritt
f(x) = 3x − 6 auf ℝ
Die ursprüngliche Eingabe ist x. Die Funktion ist auf ℝ streng steigend und ihre Wertemenge ist ℝ; die Umkehrung ist daher eindeutig.
Mache die Subtraktion von 6 rückgängig.
Jetzt steht die ursprüngliche Eingabe x als Ausdruck der Ausgabe y da.
Die neue Eingabe wird wieder x genannt. Definitions- und Wertemenge der Umkehrfunktion sind beide ℝ.
Kontrolle: f(5) = 9 und f⁻¹(9) = 5. Die beiden Rechnungen passen zusammen.
Du kannst auch zuerst x und y vertauschen und danach nach y auflösen. Wichtig ist, die Rollen konsequent zu tauschen und den Definitionsbereich nicht zu vergessen.
Die Eingaben der Umkehrfunktion sind die bisherigen Ausgaben. Deshalb gilt:
D(f⁻¹) = W(f); W(f⁻¹) = D(f)
Für f(x) = x² mit x ≥ 0 ist die Wertemenge ebenfalls [0; ∞). Die Umkehrfunktion lautet √x und hat ebenfalls nur nichtnegative Eingaben und Ausgaben.
Beispiel mit verschobener Wertemenge: f(x) = x² + 2 für x ≥ 0.
Beispiel · Schritt für Schritt
f(x) = x² + 2 für x ≥ 0
Auf dem nichtnegativen Ast ist x² + 2 streng steigend. Der kleinste Funktionswert ist 2.
Subtrahiere 2. Da x ≥ 0 vorgegeben ist, wählst du anschließend nur die nichtnegative Wurzel.
Der gewählte Ast macht die Rückrichtung eindeutig.
Die Umkehrfunktion darf erst bei x = 2 beginnen. Ihre Ausgaben sind nichtnegativ.
Die Formel allein ist keine vollständige Antwort, wenn Einschränkungen für die ursprüngliche oder die neue Funktion gelten.
Aus y = x² folgt beim Auflösen formal x = ±√y. Die zwei Vorzeichen zeigen, warum x² auf ganz ℝ keinen eindeutigen Rückweg besitzt.
In beiden Fällen ist die neue Definitionsmenge x ≥ 0. Die Wertemengen unterscheiden sich: Der positive Ast liefert nichtnegative, der negative Ast nichtpositive Werte.
Eine einzelne Umkehrfunktion darf bei einer Eingabe nicht beide Werte ±√x ausgeben. Welche Variante passt, entscheidet der zuvor gewählte Definitionsbereich.
Die Vertauschung von Eingabe und Ausgabe bedeutet geometrisch, dass die Koordinaten jedes Punkts getauscht werden. Aus (1 | 3) wird (3 | 1).
Für eine unverzerrte Spiegelung in der Zeichnung müssen die Achsen gleich skaliert sein. Unterschiedliche Kästchenwerte können den optischen Eindruck verändern.
Ein weiteres wichtiges Paar sind die Exponentialfunktion und der Logarithmus. Für f(x) = 2ˣ auf ℝ gilt W(f) = (0; ∞). Die Umkehrfunktion ist:
f⁻¹(x) = log₂(x), x > 0
Weil 2³ = 8, ist log₂(8) = 3. Der Logarithmus nimmt den positiven Funktionswert entgegen und liefert den zugehörigen Exponenten.
Ebenso gehören eˣ und ln(x) zusammen. Der Logarithmus einer nichtpositiven Zahl ist im reellen Zahlenbereich nicht definiert.
Für passende Werte müssen beide Hintereinanderausführungen die ursprüngliche Eingabe zurückgeben:
f⁻¹(f(x)) = x für x in D(f)
f(f⁻¹(x)) = x für x in W(f)
Beispiel: f(x) = 2x + 1 und f⁻¹(x) = , jeweils auf ℝ.
Beispiel · Schritt für Schritt
f(x) = 2x + 1
f⁻¹(x) = · jeweils auf ℝ
Setze die Ausgabe von f in die Umkehrfunktion ein.
Die +1 und −1 heben sich auf; anschließend kürzt sich der Faktor 2.
Setze nun den Umkehrterm in die Ausgangsfunktion ein.
Beide Hintereinanderausführungen liefern für jedes reelle x die ursprüngliche Eingabe.
Bei der eingeschränkten Quadratfunktion gilt √(x²) = x nur für x ≥ 0. Auf ganz ℝ wäre √(x²) = |x|. Genau daran erkennst du, dass die Einschränkung unverzichtbar ist.
03 · Selber rechnen · ca. 10–15 Minuten
Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst eine Aufgabe nach einem Hinweis noch einmal versuchen. f⁻¹ bezeichnet die Umkehrfunktion. Der gewählte ursprüngliche Definitionsbereich entscheidet, welcher Rückweg erlaubt ist.
Freiwillig, ohne Anmeldung. Auf gemeinsam genutzten Geräten besser ausgeschaltet lassen. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
04 · Ohne Hilfe prüfen · ca. 5–8 Minuten
Rechne ohne Formelübersicht und Tipps. Danach siehst du, was geklappt hat und welcher Lernschritt als Nächstes sinnvoll ist. Das ist eine kurze Orientierung, keine Klassenarbeitsnote.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
4. Die Umkehrfunktion geht zur ursprünglichen Eingabe zurück.
Erklärung wiederholen →Lösung · Schritt für Schritt
f(x) = 5x + 2 auf ℝ
Subtrahiere 2. Die streng steigende lineare Funktion ist auf ℝ eindeutig umkehrbar.
Teile beide Seiten durch 5.
Definitionsmenge und Wertemenge der Umkehrfunktion sind beide ℝ.
Verschiedene Eingaben wie 2 und −2 haben denselben Funktionswert 4.
Erklärung wiederholen →Lösung · Schritt für Schritt
f(x) = x² für x ≤ 0
Die Ausgangsfunktion hat Definitionsmenge (−∞; 0] und Wertemenge [0; ∞).
Nur die negative Wurzel liefert die ursprünglichen nichtpositiven Eingaben zurück.
Vertausche die Variablennamen sowie Definitions- und Wertemenge. Die neue Eingabe x muss nichtnegativ sein.
Bei (9 | 2), durch Vertauschen der Koordinaten.
Erklärung wiederholen →Die positiven reellen Zahlen: x > 0.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Diese Materialien ergänzen die Erklärung und unterstützen dich beim Üben und Nachschlagen.
8. Klasse · 10. Klasse · 9. Klasse
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Dranbleiben
Wiederhole die Erklärung zu deinem Fehler. Rechne danach eine ähnliche Aufgabe ohne geöffneten Tipp oder Rechenweg.
Gezielt weiterüben →Wiederhole in zwei bis drei Tagen fünf Aufgaben ohne Hilfe. Danach kannst du das nächste Thema angehen.
Funktionstransformationen →Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.
Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.
Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.
Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.
Nein. f⁻¹ bezeichnet hier die Umkehrfunktion. Der Kehrwert ist eine andere Operation.
Nein. Eine streng fallende Funktion auf einem Intervall ist ebenfalls auf ihre Wertemenge umkehrbar.
Ohne sie wäre der Rückweg mehrdeutig. Die Auswahl des positiven oder negativen Asts legt die eindeutige Umkehrung fest.
Die Eingabe 3 wird erst verdoppelt, dann um 1 erhöht.