1 · f(4) = 11 und f ist umkehrbar. Was ist f⁻¹(11)?
Lösung und Rechenweg ansehen
4. Die Umkehrfunktion geht zur ursprünglichen Eingabe zurück.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 11–13 · Grundlagen und Wiederholung
Bestimme Umkehrfunktionen, vertausche Definitions- und Wertemenge und erkenne, wann eine Einschränkung nötig ist. Mit Rechenwegen, Spiegelung an y = x und Aufgaben zum Selbstcheck.
Ausgaben wieder zu Eingaben machen
f(3) = 7 → f⁻¹(7) = 3
Die Umkehrfunktion macht eine eindeutige Zuordnung rückgängig. Das Zeichen f⁻¹ bedeutet hier nicht den Kehrwert von f.
Lernschritt 1
Eine Funktion ordnet einer Eingabe x eine Ausgabe y zu. Eine Umkehrfunktion geht den Weg zurück: Aus der Ausgabe wird wieder die ursprüngliche Eingabe.
Beispiel f(x) = 2x + 1: Aus 3 wird 7. Rückwärts subtrahierst du zuerst 1 und teilst dann durch 2. Aus 7 wird so wieder 3.
f⁻¹(x) =
Das hochgestellte −1 kennzeichnet die Umkehrfunktion. Der Kehrwert 1 geteilt durch f(x) wäre dagegen ein anderer Funktionsterm. Bei unserem Beispiel lautet er 1 geteilt durch (2x + 1).
Lernschritt 2
Die Rückrichtung muss eindeutig sein: Verschiedene Eingaben dürfen nicht dieselbe Ausgabe haben. Diese Eigenschaft heißt injektiv. Betrachtet man die tatsächliche Wertemenge als Zielmenge, besitzt eine solche Funktion eine Umkehrfunktion.
Am Graphen kannst du prüfen, ob eine waagerechte Gerade den Graphen höchstens einmal schneidet. Zwei Schnittpunkte mit demselben y-Wert würden beim Rückweg zwei verschiedene Ausgaben liefern.
Strenge Monotonie auf einem Intervall ist eine hilfreiche hinreichende Bedingung: Eine dort streng steigende oder streng fallende Funktion ist auf ihre Wertemenge umkehrbar.
Die Funktion x² auf ganz ℝ ist nicht umkehrbar, denn beispielsweise 2 und −2 ergeben beide 4. Du musst zuerst einen geeigneten Teil des Definitionsbereichs auswählen.
Lernschritt 3
Wir bestimmen die Umkehrfunktion von f(x) = 3x − 6 auf ℝ.
f⁻¹(x) =
Kontrolle: f(5) = 9 und f⁻¹(9) = 5. Die beiden Rechnungen passen zusammen.
Du kannst auch zuerst x und y vertauschen und danach nach y auflösen. Wichtig ist, die Rollen konsequent zu tauschen und den Definitionsbereich nicht zu vergessen.
Lernschritt 4
Die Eingaben der Umkehrfunktion sind die bisherigen Ausgaben. Deshalb gilt:
D(f⁻¹) = W(f); W(f⁻¹) = D(f)
Für f(x) = x² mit x ≥ 0 ist die Wertemenge ebenfalls [0; ∞). Die Umkehrfunktion lautet √x und hat ebenfalls nur nichtnegative Eingaben und Ausgaben.
Für f(x) = x² + 2 mit x ≥ 0 ist dagegen W(f) = [2; ∞). Die Umkehrfunktion √(x − 2) ist deshalb erst für x ≥ 2 definiert.
Die Formel allein ist keine vollständige Antwort, wenn Einschränkungen für die ursprüngliche oder die neue Funktion gelten.
Lernschritt 5
Aus y = x² folgt beim Auflösen formal x = ±√y. Die zwei Vorzeichen zeigen, warum x² auf ganz ℝ keinen eindeutigen Rückweg besitzt.
In beiden Fällen ist die neue Definitionsmenge x ≥ 0. Die Wertemengen unterscheiden sich: Der positive Ast liefert nichtnegative, der negative Ast nichtpositive Werte.
Eine einzelne Umkehrfunktion darf bei einer Eingabe nicht beide Werte ±√x ausgeben. Welche Variante passt, entscheidet der zuvor gewählte Definitionsbereich.
Lernschritt 6
Die Vertauschung von Eingabe und Ausgabe bedeutet geometrisch, dass die Koordinaten jedes Punkts getauscht werden. Aus (1 | 3) wird (3 | 1).
Für eine unverzerrte Spiegelung in der Zeichnung müssen die Achsen gleich skaliert sein. Unterschiedliche Kästchenwerte können den optischen Eindruck verändern.
Lernschritt 7
Ein weiteres wichtiges Paar sind die Exponentialfunktion und der Logarithmus. Für f(x) = 2ˣ auf ℝ gilt W(f) = (0; ∞). Die Umkehrfunktion ist:
f⁻¹(x) = log₂(x), x > 0
Weil 2³ = 8, ist log₂(8) = 3. Der Logarithmus nimmt den positiven Funktionswert entgegen und liefert den zugehörigen Exponenten.
Ebenso gehören eˣ und ln(x) zusammen. Der Logarithmus einer nichtpositiven Zahl ist im reellen Zahlenbereich nicht definiert.
Lernschritt 8
Für passende Werte müssen beide Hintereinanderausführungen die ursprüngliche Eingabe zurückgeben:
f⁻¹(f(x)) = x für x in D(f)
f(f⁻¹(x)) = x für x in W(f)
Bei f(x) = 2x + 1 ergibt das Rückwärtsrechnen ((2x + 1) − 1) geteilt durch 2 = x.
Bei der eingeschränkten Quadratfunktion gilt √(x²) = x nur für x ≥ 0. Auf ganz ℝ wäre √(x²) = |x|. Genau daran erkennst du, dass die Einschränkung unverzichtbar ist.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
4. Die Umkehrfunktion geht zur ursprünglichen Eingabe zurück.
Erklärung wiederholen →f⁻¹(x) = .
Erklärung wiederholen →Verschiedene Eingaben wie 2 und −2 haben denselben Funktionswert 4.
Erklärung wiederholen →−√x mit Definitionsmenge x ≥ 0 und nichtpositiver Wertemenge.
Erklärung wiederholen →Bei (9 | 2), durch Vertauschen der Koordinaten.
Erklärung wiederholen →Die positiven reellen Zahlen: x > 0.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
Kostenlos weiterlernen
Die kleinen Bilder zeigen eine Vorschau. Über Bild oder Link gelangst du zur Produktseite mit den Angaben zum Material und zum PDF-Bezug.

Ergänzende kostenlose Lernkarte für das sichere Vertauschen der beiden Bereiche.
Material ansehen →Gedruckt weiterlernen
Du möchtest beim Üben schnell nachschlagen und wichtige Regeln regelmäßig wiederholen? Die Abitur-Spickzettel enthalten unter anderem Logarithmus und Monotonie als ergänzende Grundlagen zu Umkehrfunktionen und ergänzen die Aufgaben auf dieser Seite.

66 Karten im A6-Format mit Formeln, Regeln und Beispielen aus Algebra, Analysis, Geometrie und Stochastik. Als kompakte Wiederholung neben deinen eigenen Rechnungen.
Spickzettel ansehen – Preis und Details →Nein. f⁻¹ bezeichnet hier die Umkehrfunktion. Der Kehrwert ist eine andere Operation.
Nein. Eine streng fallende Funktion auf einem Intervall ist ebenfalls auf ihre Wertemenge umkehrbar.
Ohne sie wäre der Rückweg mehrdeutig. Die Auswahl des positiven oder negativen Asts legt die eindeutige Umkehrung fest.