1 · In welche Richtung verschiebt f(x − 4) den Graphen?
Lösung und Rechenweg ansehen
Um 4 nach rechts.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 11–13 · Grundlagen und Wiederholung
Verschiebe, strecke und spiegle Funktionsgraphen. Unterscheide Änderungen an x und an f(x), beachte die Reihenfolge und kontrolliere das Ergebnis mit charakteristischen Punkten.
Innen verändert x – außen verändert y
g(x) = a · f(b(x − c)) + d
Diese Form macht Verschiebungen und Streckungen sichtbar. Besonders wichtig: Ein Faktor im Argument wirkt auf die x-Koordinaten mit seinem Kehrwert.
Lernschritt 1
Eine Funktionstransformation verändert einen bekannten Graphen systematisch. Du kannst ihn verschieben, strecken, stauchen oder spiegeln, ohne jeden Funktionswert neu zu berechnen.
Veränderungen außerhalb von f betreffen die y-Koordinaten. Veränderungen im Argument von f betreffen die x-Koordinaten. Die Reihenfolge mehrerer Veränderungen ist wichtig.
Beginne mit wenigen markanten Punkten, etwa einem Scheitelpunkt, einem Achsenschnittpunkt oder einem anderen leicht berechenbaren Punkt. An ihnen kannst du die Transformation kontrollieren.
Lernschritt 2
Bei g(x) = f(x) + d werden alle y-Werte um d verändert. Für d > 0 geht der Graph nach oben, für d < 0 nach unten.
f(x) = x² → g(x) = x² + 3
Der Scheitel verschiebt sich von (0 | 0) nach (0 | 3). Aus dem Punkt (2 | 4) wird (2 | 7). Die x-Koordinaten bleiben gleich.
Eine solche Verschiebung verändert die Steigungen nicht. Deshalb besitzen f und f + d dieselbe Ableitung, wo sie existiert.
Lernschritt 3
Bei g(x) = f(x − c) wird der Graph um c nach rechts verschoben, wenn c positiv ist. Für c < 0 geht er nach links.
g(x) = (x − 2)²
Der Scheitel liegt bei (2 | 0). Warum nach rechts, obwohl ein Minus im Term steht? Der Ausdruck x − 2 ist erst bei x = 2 gleich 0. Dort wird also der ursprüngliche Funktionswert f(0) erreicht.
Bei (x + 3)² liegt der Scheitel entsprechend bei (−3 | 0). Aus einem ursprünglichen Punkt (u | v) wird bei f(x − c) der Punkt (u + c | v).
Lernschritt 4
Bei g(x) = a · f(x) werden die y-Koordinaten mit a multipliziert. Für |a| > 1 wächst der Abstand zur x-Achse, für 0 < |a| < 1 wird er kleiner.
Ein negatives a spiegelt zusätzlich an der x-Achse. Beispielsweise wird aus f(x) = x² durch g(x) = −2x² eine nach unten geöffnete Parabel. Aus (1 | 1) wird (1 | −2).
Bei −f(x) spiegelst du an der x-Achse, bei f(−x) an der y-Achse. Das sind unterschiedliche Vorgänge. Bei der symmetrischen Parabel x² ist die Spiegelung an der y-Achse zwar nicht sichtbar; bei einem unsymmetrischen Graphen im Allgemeinen schon.
Lernschritt 5
Bei g(x) = f(bx), mit b ≠ 0, werden die x-Koordinaten durch b geteilt. Der horizontale Streckfaktor ist daher 1 geteilt durch |b|.
Ein Punkt (4 | 7) von f wird bei f(2x) zu (2 | 7). Kontrolliere: Das neue Argument 2 · 2 ist wieder die ursprüngliche Eingabe 4.
Den Faktor im Argument nicht einfach als horizontalen Streckfaktor übernehmen. Bei f(3x) werden die x-Koordinaten durch 3 geteilt.
Lernschritt 6
Für g(x) = a · f(b(x − c)) + d mit a ≠ 0 und b ≠ 0 kannst du jeden Punkt (u | v) des ursprünglichen Graphen direkt zuordnen:
(u | v) → (c + | av + d)
In x-Richtung teilst du zuerst durch b und addierst dann c. In y-Richtung multiplizierst du zuerst mit a und addierst dann d.
Beispiel g(x) = 2f(x − 1) − 2: Ein Punkt (2 | 4) wird zu (3 | 6). Eine andere Reihenfolge kann ein anderes Ergebnis liefern: Erst 2 nach unten und dann mit 2 multiplizieren ergäbe bei der y-Koordinate 4 statt 6.
Lernschritt 7
Aus f(x) = x² soll g(x) = 2(x − 1)² − 2 entstehen. Die Schritte sind: um 1 nach rechts verschieben, die y-Werte mit 2 multiplizieren und anschließend um 2 nach unten verschieben.
Kontrollpunkte: (0 | 0) wird zu (1 | −2). (1 | 1) wird zu (2 | 0), und (−1 | 1) wird zu (0 | 0). Der neue Graph hat also Nullstellen bei 0 und 2.
Auch die direkte Rechnung bestätigt das: 2(x − 1)² − 2 = 0 führt zu (x − 1)² = 1 und damit zu x = 0 oder x = 2.
Lernschritt 8
Bei f(2x − 4) steht die Verschiebung nicht sofort in der Form b(x − c). Klammere zuerst 2 aus:
f(2x − 4) = f(2(x − 2))
Damit ist b = 2 und c = 2. Die x-Koordinaten werden halbiert und danach um 2 nach rechts verschoben. Die Verschiebung beträgt nicht 4.
Beispiel: Der ursprüngliche Punkt mit x-Koordinate 6 landet bei 6 geteilt durch 2 plus 2 = 5. Einsetzen liefert 2 · 5 − 4 = 6. So kannst du die Zuordnung unabhängig vom Aussehen des Graphen prüfen.
Lernschritt 9
Die Ausgangsfunktion f(x) = √x ist nur für x ≥ 0 definiert. Für g(x) = √(2(x − 3)) + 1 muss das neue Argument erlaubt sein:
2(x − 3) ≥ 0 → x ≥ 3
Der neue Graph beginnt bei (3 | 1). Seine Werte sind mindestens 1. Die Definition des neuen Bereichs folgt aus dem Argument und nicht nur aus einer groben Skizze.
Bei einem negativen inneren Faktor kann sich auch die Richtung einer Bereichsgrenze umkehren. Für √(−x) sind beispielsweise x ≤ 0 erlaubt.
Lernschritt 10
Die allgemeine Punktzuordnung oben betrachtet echte Streckungen mit a und b ungleich 0. Bei einem Faktor 0 entsteht ein Sonderfall, der direkt am Funktionsterm geprüft werden sollte.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
Um 4 nach rechts.
Erklärung wiederholen →Spiegelung an der x-Achse: Jeder y-Wert wechselt das Vorzeichen.
Erklärung wiederholen →Bei (2 | 2). Die x-Koordinate wird durch 3 geteilt.
Erklärung wiederholen →Bei (−2 | −5).
Erklärung wiederholen →f(2(x − 3)): x-Koordinaten halbieren und danach 3 nach rechts verschieben.
Erklärung wiederholen →Für x ≥ 7. Der Radikand darf nicht negativ sein.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Spickzettel ansehen – Preis und Details →Die neue Eingabe x − 2 erreicht einen alten x-Wert erst zwei Einheiten weiter rechts.
−f(x) spiegelt an der x-Achse. f(−x) spiegelt an der y-Achse.
Nein. Strecken und Verschieben in derselben Richtung sind im Allgemeinen nicht vertauschbar. Die Punktzuordnung hilft, die Reihenfolge korrekt einzuhalten.