1 · Berechne log₂(32).
Lösung und Rechenweg ansehen
5, denn 2⁵ = 32.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 8–10 · etwa 35–50 Minuten
Du deutest Logarithmen als Exponenten, prüfst ihre Bedingungen und löst passende Rechenaufgaben und Gleichungen.
Potenzgesetze und lineare Gleichungen; für die letzte Übungsaufgabe quadratische Gleichungen.
01 · Dein Startpunkt · ca. 3 Minuten
Berechne einen Logarithmus, prüfe ein Argument und löse eine einfache Logarithmusgleichung.
Zahlen mit Komma oder Punkt, Brüche mit /. Exakte Ausdrücke sind möglich: ln(7)/ln(3). log(...) bedeutet Basis 10. Mehrere Lösungen mit Semikolon trennen; keine Lösung: keine. Definitionsbereiche etwa x > 3. Entscheidungen: ja oder nein.
02 · Verstehen
Gesucht ist der Exponent
2³ = 8
log2(8) = 3
„Mit welchem Exponenten muss ich 2 potenzieren, damit 8 herauskommt?“ Die Antwort lautet 3.
Beim Potenzieren kennst du Basis und Exponent und berechnest den Wert. Beim Logarithmieren kennst du Basis und Wert und suchst den Exponenten.
Die Regel
bx = a ⇔ logb(a) = x
Die kleine Zahl b am Logarithmus ist die Basis. a heißt Argument: die Zahl, von der du den Logarithmus bildest. Das Ergebnis x ist ein Exponent.
| Potenzschreibweise | Logarithmusschreibweise | Bedeutung |
|---|---|---|
| 2³ = 8 | log2(8) = 3 | 2 hoch 3 ergibt 8 |
| 10² = 100 | log10(100) = 2 | 10 hoch 2 ergibt 100 |
| 3⁴ = 81 | log3(81) = 4 | 3 hoch 4 ergibt 81 |
Sprich zum Beispiel „Logarithmus von 8 zur Basis 2“. Der Logarithmus ist keine Division durch die Basis.
Für reelle Logarithmen gelten drei Bedingungen:
Warum? Für eine positive Basis ist bˣ immer positiv. Deshalb kannst du durch Potenzieren dieser Basis weder 0 noch eine negative Zahl erreichen. Bei der Basis 1 wäre das Ergebnis immer 1; ein eindeutiger gesuchter Exponent wäre nicht bestimmbar.
Ein Logarithmus darf ein negatives Ergebnis haben. Nur sein Argument muss positiv sein. Beispiel: log2(0,5) = −1, denn 2⁻¹ = 0,5.
Übersetze den Ausdruck zuerst in eine Potenzfrage. Für log5(25) fragst du: 5 hoch welche Zahl ergibt 25? Weil 5² = 25, ist das Ergebnis 2.
| Ausdruck | Ergebnis | Probe |
|---|---|---|
| logb(1) | 0 | b⁰ = 1 |
| logb(b) | 1 | b¹ = b |
| log10(0,01) | −2 | 10⁻² = 0,01 |
| log4(2) | 4 hoch ist √4 = 2 |
Auch eine Basis zwischen 0 und 1 ist erlaubt. Zum Beispiel ist log0,5(0,25) = 2, weil 0,5² = 0,25. Die Basis darf also klein sein, solange sie positiv und nicht 1 ist.
Die Ergebnisse sind 0 und 3, denn 3⁰ = 1 und 3³ = 27.
Für y = log₂(x) gilt: Verdoppelst du x, steigt y um 1. Die Funktion wächst, aber ihr Graph wird dabei zunehmend flacher. Er verläuft durch (1 | 0).
Alle Logarithmusfunktionen y = logb(x) haben den Definitionsbereich x > 0 und den Punkt (1 | 0). Für b > 1 sind sie streng steigend. Für 0 < b < 1 sind sie streng fallend. Die senkrechte Achse x = 0 ist eine Asymptote: Der Graph nähert sich ihr an, ohne sie zu schneiden.
Die folgenden Regeln gelten für dieselbe zulässige Basis b. Dabei müssen u und v positiv sein; r darf eine reelle Zahl sein.
| Regel | Formel |
|---|---|
| Produkt wird Summe | logb(u · v) = logb(u) + logb(v) |
| Quotient wird Differenz | logb() = logb(u) − logb(v) |
| Exponent wird Faktor | logb(ur) = r · logb(u) |
Beispiel · Schritt für Schritt
log₂(8 · 4)
Produktbeispiel: log₂(8 · 4).
2³ = 8 und 2² = 4. Die Logarithmen sind also 3 und 2.
Addiere die beiden Exponenten.
Probe: 8 · 4 = 32 = 2⁵.
Beispiel · Schritt für Schritt
log₁₀(1000 : 10)
Quotientenbeispiel: log₁₀().
Zähler und Nenner sind positiv; die Basis 10 ist zulässig.
10³ = 1000 und 10¹ = 10.
Der Quotient ist 100, und 10² = 100.
Potenzbeispiel: ln(x³) = 3 · ln(x) für x > 0. Diese Regel hilft später, eine Unbekannte aus dem Exponenten zu holen.
Für Summen gibt es keine entsprechende Zerlegung: log₂(8 + 8) = log₂(16) = 4. Dagegen wäre log₂(8) + log₂(8) = 6. Die beiden Ausdrücke sind nicht gleich.
Auf vielen Taschenrechnern steht log für den Zehnerlogarithmus, also die Basis 10. ln steht für den natürlichen Logarithmus zur Basis e. Die Zahl e ist ungefähr 2,71828. Prüfe bei einer unklaren Beschriftung, welche Basis dein Rechner verwendet.
Eine andere Basis kannst du mit dem Basiswechsel berechnen:
Die Regel
logb(a) =
Alternativ kannst du im Zähler und Nenner jeweils den Zehnerlogarithmus verwenden. Wichtig ist, auf beiden Seiten des Bruchs dieselbe Logarithmusart zu benutzen.
Beispiel · Schritt für Schritt
log₂(10)
Argument 10 und Basis 2 sind positiv; 2 ist ungleich 1. Nutze im Zähler und Nenner denselben Logarithmus.
Der Bruch ist exakt. Runde erst nach der Division.
Weil die Basis 2 größer als 1 ist, muss das Ergebnis zwischen 3 und 4 liegen. Die Abschätzung hilft, Eingabefehler zu erkennen.
Beispiel · Schritt für Schritt
log₂(x − 1) = 3
Beispiel: log₂(x − 1) = 3.
Das ursprüngliche Argument muss positiv sein. Die Basis 2 ist zulässig.
log₂(x − 1) = 3 bedeutet: 2 hoch 3 ergibt x − 1.
2³ = 8.
Addiere auf beiden Seiten 1.
9 liegt im erlaubten Bereich. Die Lösung ist x = 9.
Probe: log₂(9 − 1) = log₂(8) = 3.
Behalte solche Bedingungen auch bei längeren Rechnungen im Blick. Ein rechnerisch gefundener Wert kann ausscheiden, wenn ein ursprüngliches Logarithmusargument nicht positiv ist.
Eine schnelle Probe ist immer möglich: Potenziere die Basis mit deinem Ergebnis. Dann solltest du das ursprüngliche Argument erhalten, bei gerundeten Ergebnissen näherungsweise.
03 · Selber rechnen · ca. 10–15 Minuten
Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst eine Aufgabe nach einem Hinweis noch einmal versuchen. log_b(a) bezeichnet den Logarithmus von a zur Basis b. Bei jeder Gleichung bleiben die Bedingungen der ursprünglichen Argumente verbindlich.
Freiwillig, ohne Anmeldung. Auf gemeinsam genutzten Geräten besser ausgeschaltet lassen. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
04 · Ohne Hilfe prüfen · ca. 5–8 Minuten
Rechne ohne Formelübersicht und Tipps. Danach siehst du, was geklappt hat und welcher Lernschritt als Nächstes sinnvoll ist. Das ist eine kurze Orientierung, keine Klassenarbeitsnote.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
5, denn 2⁵ = 32.
Erklärung wiederholen →−3, denn 10⁻³ = 0,001.
Erklärung wiederholen →Nein. Das Argument −9 ist negativ.
Erklärung wiederholen →Lösung · Schritt für Schritt
log₂(4) + log₂(8)
Beide Argumente sind positiv; beide Logarithmen haben dieselbe zulässige Basis.
Eine Summe von Logarithmen wird zum Logarithmus des Produkts.
4 · 8 = 32.
2⁵ = 32. Direkt geht es ebenfalls: log₂(4) + log₂(8) = 2 + 3 = 5.
Lösung · Schritt für Schritt
log₂(8 + 8)
Das Argument ist eine Summe. Dafür darfst du die Produktregel nicht anwenden.
Berechne die Summe innerhalb der Klammer.
2⁴ = 16. Die Summe im Argument darf nicht in zwei Logarithmen zerlegt werden.
Lösung · Schritt für Schritt
log₃(x − 2) = 2
Das ursprüngliche Argument muss positiv sein.
log₃(x − 2) = 2 bedeutet: 3² ist gleich x − 2.
3² = 9.
Addiere auf beiden Seiten 2.
Die Bedingung ist erfüllt. Die Lösung ist x = 11.
Probe: log₃(11 − 2) = log₃(9) = 2.
Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Dranbleiben
Wiederhole die Erklärung zu deinem Fehler. Rechne danach eine ähnliche Aufgabe ohne geöffneten Tipp oder Rechenweg.
Gezielt weiterüben →Wiederhole in zwei bis drei Tagen fünf Aufgaben ohne Hilfe. Danach kannst du das nächste Thema angehen.
Exponentialgleichungen →Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.
Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.
Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.
Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.
ln ist der Logarithmus zur Basis e. log bezeichnet auf vielen Taschenrechnern den Logarithmus zur Basis 10; bei anderer Verwendung muss die Basis aus dem Kontext klar sein.
Ja. Beispielsweise ist log₂(0,5) = −1. Das Argument 0,5 bleibt dabei positiv.
Weil 1 hoch jeden Exponenten wieder 1 ergibt. Daraus lässt sich kein eindeutiger Exponent bestimmen.
Beide Faktoren sind positiv und die Basis 2 ist zulässig.