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Die schwache Säure allein bestimmt den pH. Ihre Anfangskonzentration darf nicht einfach mit c(H₃O⁺) gleichgesetzt werden.
Chemie · Verstehen und üben
Erkläre Pufferbereich, Halbäquivalenzpunkt und Äquivalenzpunkt mit den reagierenden Teilchen – und lies pKₛ aus der Kurve ab.
Kurven lesen · Teilchen erklären · pH berechnen
Eine schwache Säure wie Ethansäure gibt in Wasser nur einen Teil ihrer Protonen ab. Zugegebene Hydroxid-Ionen reagieren dennoch weitgehend mit ihr: Aus der Säure entsteht ihre konjugierte Base, das Acetat-Ion.
Solange beide Partner in ausreichender Menge vorliegen, bildet sich ein Puffer. Am Äquivalenzpunkt ist die Säure stöchiometrisch umgesetzt; das entstandene Acetat reagiert selbst mit Wasser. Deshalb ist die Lösung dort basisch.
Die schwache Säure allein bestimmt den pH. Ihre Anfangskonzentration darf nicht einfach mit c(H₃O⁺) gleichgesetzt werden.
Die Zugabe erzeugt immer mehr konjugierte Base. Im Pufferbereich bestimmt vor allem das Verhältnis Base : Säure den pH.
Die gebildete konjugierte Base nimmt Protonen von Wasser auf. Es entstehen OH⁻-Ionen; pH ist hier größer als 7.
Überschüssige starke Base bestimmt den pH näherungsweise. Ihr Überschuss wird durch das gesamte Mischungsvolumen geteilt.
Modell: 25,0 mL Probe mit 0,100 mol/L werden mit 0,100 mol/L Maßlösung titriert. Wähle das System und untersuche die markanten Stellen.
25 °C; pKₛ(Ethansäure) = 4,76, pKₛ(NH₄⁺) = 9,25. Konzentrationsmodell mit additiven Volumina, Stoff- und Ladungsbilanz sowie Eigenionisation des Wassers; keine Aktivitätskorrektur. Die Kurve ist stetig.
Bei halbem Äquivalenzvolumen ist etwa die Hälfte der ursprünglichen Säure in ihre konjugierte Base überführt. Im üblichen Puffer-Näherungsmodell sind die Konzentrationen gleich. Damit wird der Logarithmus null:
Für Ethansäure liegt der Punkt im Beispiel bei 12,5 mL und pH ≈ 4,76. Er ist nicht neutral. Die Näherung setzt ein geeignetes schwaches Säure-Base-Paar voraus; sie gilt nicht entsprechend für die Halbtitration einer starken Säure.
Das ist eine Näherung für kleine Protolyse gegenüber c₀ und vernachlässigbaren Beitrag des Wassers. Das genauere Modell im Labor ergibt hier ebenfalls gerundet 2,88.
Für die Konzentration am Äquivalenzpunkt zählt das Gesamtvolumen von 50,0 mL. Die Lösung ist basisch, weil Acetat mit Wasser reagiert – nicht weil schon überschüssiges NaOH vorhanden wäre.
Ammoniak nimmt ein Proton auf und wird zu Ammonium. Die Kurve fällt. Vor dem Äquivalenzpunkt liegt ein NH₃/NH₄⁺-Puffer vor; am Äquivalenzpunkt reagiert NH₄⁺ als schwache Säure.
Am Halbäquivalenzpunkt gilt näherungsweise pH = pKₛ(NH₄⁺) = 9,25. Alternativ: pOH = pKᵦ(NH₃) = 4,75. Am Äquivalenzpunkt des Modells beträgt der pH etwa 5,28.
Phenolphthalein mit einem Umschlagsbereich von ungefähr pH 8,2–10 liegt im gezeigten Modell im steilen Bereich nahe dem basischen Äquivalenzpunkt.
Methylrot mit einem Umschlagsbereich von ungefähr pH 4,4–6,2 passt im Modell zum sauren Äquivalenzbereich.
Entscheidend ist der Verlauf der konkreten Kurve. Bei stark verdünnten Lösungen oder sehr schwachen Säuren und Basen kann der pH-Sprung zu klein sein. Der beobachtete Endpunkt soll dem stöchiometrischen Äquivalenzpunkt möglichst nahekommen.
Am Halbäquivalenzpunkt einer geeigneten schwachen Säure gilt näherungsweise …
Wähle eine Antwort.
Einstieg: Vorhersagen, ob der Äquivalenzpunkt über oder unter pH 7 liegt.
Partnerarbeit: Start, Halbäquivalenzpunkt und Äquivalenzpunkt begründen.
Sicherung: pKₛ ablesen, einen Indikator auswählen und die Volumina in der Rechnung unterscheiden.

Direkt passend: charakteristische Punkte, Kurvenverlauf und Auswertung.
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Vertiefung: Pufferbereich und Verhältnis von Säure zu konjugierter Base.
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Grundlagen: pKₛ und Säurestärke für die Start- und Halbäquivalenzpunkte.
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