Ein politischer Einschnitt
Ein westlicher Kaiser wird in Italien abgesetzt.
Geschichte · Römische Antike · Klasse 5–6
Endete die römische Welt wirklich im Jahr 476? Untersuche neue Herrschaften, Wanderungsbewegungen und das Fortleben von Alltag, Handwerk und Kultur.

Das kannst du danach: Du erklärst die Bedeutung und die Grenzen der Jahreszahl 476, vergleichst Entwicklungen im Westen und Osten und unterscheidest Wandel von Kontinuität.
Lernschritt 1
Stell dir eine Stadt vor, in der Menschen weiterhin römische Straßen benutzen, auf einem Markt einkaufen und lateinische Texte lesen. Gleichzeitig regiert dort kein weströmischer Kaiser mehr, und eine alte Halle wird anders genutzt. Ist das noch Antike oder schon Mittelalter? Solche Fragen zeigen: Historische Veränderungen halten sich nicht an eine einzige Jahreszahl.
Als Spätantike bezeichnet die Forschung eine längere Übergangszeit. Häufig reicht sie vom 3. Jahrhundert bis in das 6. oder 7. Jahrhundert; die Grenzen unterscheiden sich nach Region und Fragestellung. In diesem Beitrag betrachten wir vor allem das 4. bis 6. Jahrhundert. Es geht um politische Umbrüche, neue Herrschaften und das Fortleben römischer Lebensweisen.
Zwei Begriffe helfen: Wandel bezeichnet Veränderungen. Kontinuität bedeutet, dass etwas über einen Einschnitt hinweg fortbesteht. Beides kann gleichzeitig vorkommen. Ein neuer Herrscher kann beispielsweise andere Truppen einsetzen und trotzdem vorhandene Verwaltungskenntnisse nutzen.
Eine Epoche ist eine nachträgliche Ordnungshilfe. Die Menschen damals standen nicht morgens auf und wussten: Heute beginnt für alle das Mittelalter. Sie erlebten konkrete Ereignisse, die je nach Wohnort und Lebenssituation sehr unterschiedlich wirkten.
Unsere Leitfrage: Was veränderte sich – und was bestand weiter? Prüfe beide Fragen für Herrschaft, Wirtschaft, Alltag und Kultur.
Lernschritt 2
Schon vor dem Ende des 4. Jahrhunderts hatten mehrere Kaiser gleichzeitig Teile der römischen Welt regiert. Große Entfernungen, militärische Aufgaben und Nachfolgefragen machten eine Aufteilung der Regierung sinnvoll. Dabei konnten die Herrscher zusammenarbeiten, aber auch gegeneinander kämpfen.
Als Theodosius I. 395 starb, regierten seine Söhne in unterschiedlichen Reichsteilen: Honorius im Westen und Arcadius im Osten. Dies war nicht die erste Aufteilung von Herrschaftsaufgaben. Auch danach bestanden gemeinsame römische Traditionen und Beziehungen zwischen den Höfen.
Die Bezeichnungen Westrom und Ostrom helfen uns beim Unterscheiden. Sie sollten jedoch nicht die Vorstellung zweier plötzlich entstandener moderner Nationalstaaten hervorrufen. Die politischen Wege entwickelten sich auseinander, während Menschen, Waren, Gesetze und religiöse Vorstellungen weiterhin Verbindungen schufen.
Für den westlichen Hof wurde Ravenna in Italien ab 402 zu einer wichtigen Residenz. Im Osten war Konstantinopel das zentrale Machtzentrum. Die Stadt Rom blieb bedeutend, war aber längst nicht mehr der einzige Ort, an dem römische Herrschaft organisiert wurde.
Lösung: Nein. Rom ist eine Stadt; das Reich umfasste viele Regionen und mehrere Regierungszentren. Ein Ereignis in Rom hatte große Bedeutung, beschreibt aber nicht automatisch die Lage in jeder Provinz.
Lernschritt 3
Menschen hatten die Grenzen des Reiches schon lange überschritten: als Händler, Soldaten, Gesandte, Arbeitskräfte oder Flüchtende. Im 4. und 5. Jahrhundert gewannen größere Wanderungsbewegungen und bewaffnete Verbände besondere Bedeutung. Manche Gruppen suchten Schutz, andere Land, Versorgung oder politischen Einfluss.
Der geläufige Begriff „Völkerwanderung“ kann dabei in die Irre führen. Er klingt, als seien unveränderliche Völker wie geschlossene Blöcke über eine Karte gezogen. Tatsächlich konnten sich Verbände neu zusammensetzen, aufteilen und mit anderen Menschen verbinden. Namen wie „Goten“ bezeichnen keine modernen Nationen mit unverändertem Mitgliederbestand.
Römische Herrscher konnten Gruppen aufnehmen, Verträge schließen und Kämpfer in ihren Dienst stellen. Solche Vereinbarungen waren ein Mittel der Politik. Über Versorgung, Ansiedlung und Pflichten konnte es anschließend Streit geben. Zusammenarbeit und militärischer Konflikt schlossen sich über längere Zeit nicht aus.
Eine einzige Ursache reicht deshalb nicht aus. Flucht vor Gewalt, die Suche nach Lebensgrundlagen, Machtkämpfe und römische Entscheidungen wirkten zusammen. Pfeile auf einer Karte zeigen allenfalls Bewegungsrichtungen; sie erklären weder sämtliche Motive noch das Schicksal jeder beteiligten Person.
Bewegungen erklären: Welche zusätzliche Frage hilft?
Wähle einen Hinweis.
Eine Grenze wird geöffnet: Wer erlaubte die Aufnahme, welche Bedingungen wurden vereinbart und wie sollte die Versorgung funktionieren?
Ein Verband kämpft für Rom: Welche Interessen hatten der Kaiser, die Anführer und die einzelnen Kämpfer? Ihre Ziele mussten nicht identisch sein.
Eine Karte zeigt Wanderungspfeile: Welche Zeiten und Gruppen fasst die Karte zusammen? Welche Rückwege, Zwischenaufenthalte oder Verbindungen lässt sie weg?
Lernschritt 4
Der römische Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus berichtet über gotische Gruppen, die 376 die Donau überschritten. Er schrieb aus der Perspektive eines gebildeten Angehörigen der römischen Welt.
Nach Ammianus baten Menschen auf der Flucht vor den Hunnen um Aufnahme. Kaiser Valens gestattete den Übergang und hoffte auch auf zusätzliche Soldaten. Der Bericht beschreibt anschließend Hunger und den Missbrauch der Notlage durch römische Amtsträger.
Eigene stark gekürzte Wiedergabe nach Ammianus Marcellinus, Buch 31, Kapitel 4–5. Kein wörtliches Zitat.
Ammianus kritisiert römische Verantwortliche, benutzt gegenüber fremden Gruppen aber auch abwertende Vorstellungen seiner Zeit. Sein Text macht Probleme der Aufnahme sichtbar; er gibt nicht allen Betroffenen eine eigene Stimme. Die Bezeichnungen des Autors müssen wir deshalb prüfen und dürfen sie nicht unkritisch übernehmen.
Aus der Situation entwickelten sich bewaffnete Auseinandersetzungen. 378 erlitt das römische Heer bei Adrianopel eine schwere Niederlage; Valens kam ums Leben. Trotzdem bestand das Reich weiter. Auch eine bedeutende Niederlage war nicht gleichbedeutend mit seinem sofortigen Ende.
Welche Entscheidung wird beschrieben, und welche Probleme traten bei der Umsetzung auf?
Lösung: Der Kaiser erlaubte die Aufnahme. Versorgung und Behandlung der Ankommenden führten anschließend zu schweren Konflikten. Entscheidung, Durchführung und Perspektive des Berichterstatters sind zu unterscheiden.
Lernschritt 5
Im 5. Jahrhundert verstärkten sich im Westen mehrere Probleme. Kaiser, einflussreiche Heerführer und rivalisierende Gruppen kämpften um Macht. Bürgerkriege banden Truppen und Mittel. Gleichzeitig versuchten verschiedene bewaffnete Verbände, dauerhafte Herrschaften in römischen Gebieten aufzubauen.
Der Verlust von Gebieten verringerte die Einnahmen, über die der westliche Hof verfügen konnte. Das erschwerte wiederum die Finanzierung und Versorgung des Heeres. Es entstand keine überall gleiche Entwicklung, aber ein wichtiger Zusammenhang: Weniger Kontrolle konnte weniger Einnahmen bedeuten, und geringere Mittel konnten weitere Kontrolle kosten.
410 plünderten Truppen unter Alarich die Stadt Rom. Das erschütterte viele Zeitgenossen, beendete jedoch nicht sofort die westliche Kaiserherrschaft. 439 eroberten die Vandalen Karthago in Nordafrika. Der Verlust wichtiger afrikanischer Gebiete schwächte die wirtschaftliche Grundlage des westlichen Hofes.
Solche Ereignisse betreffen unterschiedliche Dinge: die symbolische Bedeutung einer Stadt, die Verfügung über Einnahmen und die militärische Macht. Wer alles nur mit „Rom wurde erobert“ zusammenfasst, übersieht diese Unterschiede. Auch der Verlust römischer Herrschaft bedeutete nicht automatisch, dass sämtlicher Handel einer Region aufhörte.
Verbinde Gebietsverlust, Einnahmen und Heer. Ergänze einen Hinweis auf die Grenzen deiner Erklärung.
Mögliche Lösung: Wenn die Regierung ein Gebiet nicht mehr kontrollierte, verlor sie dort Zugriff auf Abgaben. Dadurch konnte sie weniger Mittel für Truppen einsetzen. Das war ein wichtiger Zusammenhang; politische Bündnisse und örtliche Bedingungen spielten ebenfalls eine Rolle.
Lernschritt 6
476 setzte der Heerführer Odoaker den in Italien herrschenden Kaiser Romulus Augustulus ab. Das Jahr gilt traditionell als Einschnitt für das Ende des weströmischen Kaisertums. Odoaker übte anschließend die Herrschaft in Italien aus, ohne dort selbst einen neuen westlichen Augustus einzusetzen.
Die Jahreszahl ist hilfreich, wenn wir nach dem Kaiseramt in Italien fragen. Sie erklärt aber nicht allein den Wandel aller ehemaligen westlichen Provinzen. Manche Gebiete hatten sich schon vorher der Kontrolle des Hofes entzogen. Andere Veränderungen vollzogen sich erst später.
Die Bevölkerung verschwand nicht, Straßen wurden nicht überall gleichzeitig verlassen und Handwerkskenntnisse gingen nicht über Nacht verloren. Ebenso wenig bestand alles unverändert weiter. Kriege, neue Abgabenforderungen und wechselnde Herrschaften konnten das Leben einschneidend verändern.
Deshalb ist die Aussage „476 endete das gesamte Römische Reich“ falsch. Im Osten regierte weiterhin ein römischer Kaiser. Die Jahreszahl markiert einen politischen Einschnitt im Westen; sie ist kein weltweiter Schalter zwischen zwei vollständig getrennten Lebenswelten.
Ein westlicher Kaiser wird in Italien abgesetzt.
Herrschaft und Lebensbedingungen verändern sich je nach Ort zu verschiedenen Zeiten.
Konstantinopel bleibt Zentrum eines römischen Kaiserreiches.
Lernschritt 7
Das Oströmische Reich verfügte weiter über einen Kaiser, Verwaltung, Steuereinnahmen und ein Heer. Konstantinopel verband Herrschaft mit Handel und Handwerk. Auch dieses Reich kannte Kriege und Krisen; sein Fortbestehen bedeutete keine ununterbrochene Sicherheit.
Die Menschen, die wir heute häufig „Byzantiner“ nennen, verstanden sich selbst als Römer. Byzantinisches Reich ist eine spätere Bezeichnung. Griechische Sprache und Bildung spielten dort eine wichtige Rolle; römische Rechtstraditionen und das Christentum prägten die Herrschaft.
Unter Justinian, der von 527 bis 565 regierte, wurden Teile der früheren westlichen Gebiete zurückerobert, darunter Gebiete in Nordafrika und Italien. Diese Kriege waren aufwendig und belasteten die Bevölkerung. Sie stellten die alte römische Welt nicht einfach dauerhaft wieder her.
Das Hafenbild am Seitenanfang veranschaulicht Arbeit, Transport und städtisches Leben um 450. Es zeigt eine erfundene Szene, keine genaue Ansicht des damaligen Konstantinopel. Aus ihm lassen sich Fragen entwickeln: Wer brachte Waren heran? Wer lud sie ab? Wer organisierte die Versorgung? Antworten brauchen historische Quellen.
Lernschritt 8

Im Bild werden Gefäße verkauft, ein Rad bearbeitet und Steine zugerichtet. Menschen brauchten weiterhin Nahrung, Kleidung, Transportmittel und Gebäude. Solche Bedürfnisse helfen zu verstehen, weshalb viele Tätigkeiten auch unter einer neuen Herrschaft fortbestanden.
Weiterbestehen heißt jedoch nicht, dass Umfang und Organisation unverändert blieben. Eine Werkstatt konnte neue Abnehmer finden oder Kunden verlieren. Ein Fernhandelsweg konnte unsicherer werden, während ein örtlicher Markt weiter funktionierte. Für genaue Aussagen müssten wir Funde und Schriftquellen einer bestimmten Region vergleichen.
Alte Bauteile wurden manchmal erneut verwendet. Ein bearbeiteter Stein konnte in einem anderen Gebäude einen neuen Platz finden. Diese Wiederverwendung nennt man Spolienverwendung. Sie konnte praktische, wirtschaftliche oder symbolische Gründe haben; ein einzelner wiederverwendeter Stein beweist nicht den völligen Niedergang einer Stadt.
Auch gesellschaftliche Unterschiede blieben bestehen. Herrschende, Grundbesitzer, Handwerker und abhängige Landarbeiter hatten verschiedene Möglichkeiten. Viele Menschen lebten außerhalb großer Städte. Das Marktbild ist deshalb nur ein Ausschnitt und keine Darstellung der gesamten spätantiken Gesellschaft.
Nenne zwei sichtbare Tätigkeiten und anschließend eine Frage, die das Bild nicht beantworten kann.
Beispiel: Sichtbar sind der Verkauf von Gefäßen und Arbeiten an einem Rad. Ungeklärt bleibt, wie viel die Beteiligten verdienten oder welchen rechtlichen Status sie hatten. Die Illustration ist keine antike Quelle.
Lernschritt 9

Ravenna zeigt besonders anschaulich, wie unterschiedliche Herrschaften eine Stadt prägten. Nach der Zeit als westliche Kaiserresidenz wurde sie ein Zentrum der ostgotischen Herrschaft unter Theoderich. Später gelangte die Stadt unter die Herrschaft des Kaisers in Konstantinopel.
Erhaltene Bauten und Mosaiken des 5. und 6. Jahrhunderts gehören heute zum UNESCO-Welterbe. An ihnen werden christliche Vorstellungen, herrschaftliche Ansprüche und handwerkliche Traditionen sichtbar. Ein Wechsel an der Spitze konnte neue Auftraggeber bringen, während Künstler auf erprobte Techniken zurückgriffen.
Ein Mosaik besteht aus vielen kleinen Stein-, Glas- oder anderen Materialstücken. Ihre Anordnung bildet Muster und Figuren. Das Herstellen erforderte Planung, Materialkenntnis und geübte Hände. Das Bild verdeutlicht das Prinzip, ohne eine konkrete historische Werkstatt zu dokumentieren.
Bei einem echten Mosaik fragen wir: Wann entstand es? Wer gab es in Auftrag? Welcher Raum sollte damit gestaltet werden? Wurden später Teile verändert? Ein prachtvolles Bild ist nicht einfach ein Foto des Alltags. Es kann vor allem zeigen, welche religiöse oder politische Botschaft ein Auftraggeber vermitteln wollte.
Lernschritt 10
Diese Übersicht bündelt Unterschiede um 500. Sie ist eine vereinfachte Orientierung; innerhalb beider Räume gab es große regionale Unterschiede.
| Frage | Ehemaliger römischer Westen | Römischer Osten |
|---|---|---|
| Wer herrschte? | Mehrere neue Herrschaften, etwa das ostgotische Königtum in Italien. | Ein Kaiser in Konstantinopel mit fortbestehender Reichsverwaltung. |
| Was geschah mit römischen Traditionen? | Recht, Schriftgebrauch, Verwaltungserfahrung und christliche Einrichtungen wirkten vielerorts weiter. | Römische Herrschaft und Rechtstraditionen verbanden sich mit griechischer Sprache und christlicher Kultur. |
| Wie lebten Menschen? | Landwirtschaft, Handwerk und Handel bestanden in veränderten, regional unterschiedlichen Formen fort. | Städtische und ländliche Lebensweisen bestanden weiter; auch hier gab es Ungleichheit und Krisen. |
Honorius regiert im Westen, Arcadius im Osten.
Plünderung Roms und Eroberung Karthagos: verschiedene Belastungen des Westens.
Romulus Augustulus wird in Italien abgesetzt; Ostrom besteht fort.
Neue Herrschaften und fortgeführte römische Traditionen prägen unterschiedliche Regionen.
Ordne jede Aussage zu. Prüfe danach die Begründungen.
Das Fortbestehen einer Praxis ist ein Beispiel für Kontinuität.
Die politische Ordnung verändert sich.
Sein Text ist eine Quelle, deren Perspektive geprüft werden muss.
Die moderne Darstellung veranschaulicht eine mögliche Situation und ist keine antike Quelle.
Wähle je Frage eine Antwort. Prüfe anschließend deine Begründung. Du kannst beliebig oft neu starten.
Dieses kostenlose Arbeitsblatt wiederholt die vorherige Entwicklung der römischen Herrschaft. Es hilft beim Einstieg in die Spätantike; die Aufgaben zum Wandel im 5. und 6. Jahrhundert findest du direkt auf dieser Lernseite.
Vertiefe das Thema mit den passenden kostenlosen Arbeitsblättern für Klasse 5–6. Die PDFs enthalten Lösungen.

Probleme der Kaiserzeit verknüpfen und die Ziele und Grenzen von Reformen erklären.
Arbeitsblatt ansehen →Verbessere: „Nach 476 gab es nichts Römisches mehr.“ Nutze ein politisches und ein alltägliches Beispiel.
Mögliche Lösung: Im Osten bestand das römische Kaisertum weiter. Im Westen konnten beispielsweise Handwerkstechniken oder römische Rechtstraditionen fortwirken, obwohl neue Herrscher regierten.
Warum darf man aus einem zerstörten Gebäude nicht schließen, dass zur selben Zeit überall das Stadtleben endete?
Lösung: Ein Befund betrifft zunächst einen bestimmten Ort und Zusammenhang. Andere Gebäude und Städte können eine andere Entwicklung zeigen. Erst der Vergleich mehrerer Quellen erlaubt ein weitergehendes Urteil.
Dein Merksatz: Die Spätantike verbindet Umbrüche mit Kontinuität. Westliche und östliche Regionen gingen unterschiedliche Wege; das Jahr 476 erklärt nicht alles.
Lehrplanbezug: historisches Einordnen, Quellen und Darstellungen unterscheiden, Lebensweisen vergleichen und Urteile begründen. Die Klassenangabe 5–6 ist eine Orientierung; die Einordnung variiert nach Schulform und Bundesland.
Die erzählenden Bilder sind KI-generierte Illustrationen bzw. Rekonstruktionen von Lernmarktplatz. Sie veranschaulichen mögliche Situationen und zeigen keine konkreten historischen Ereignisse. Kleidung, Gesichter und die dargestellte Aufgabenverteilung sind nicht im Einzelnen belegt.