Biotop: der Lebensraum
Das Biotop ist der räumlich abgrenzbare Lebensraum einer Lebensgemeinschaft mit seinen unbelebten Bedingungen. Beim Teich gehören dazu beispielsweise Wasser, Gewässergrund, Lichtverhältnisse und Temperatur.
Biologie · Verstehen und üben
Verstehe am Beispiel eines Teichs, wie Lebensraum und Lebensgemeinschaft zusammenwirken. Ordne Umweltfaktoren zu und erkunde, welche Folgen Veränderungen haben können.

Am Teich siehst du Pflanzen, vielleicht einen Frosch und Insekten. Gleichzeitig wirken Licht, Temperatur, Wasser und Untergrund auf das Leben ein. Vieles bleibt unsichtbar: zum Beispiel gelöster Sauerstoff und zahlreiche Mikroorganismen.
Die Ökologie untersucht die Beziehungen der Lebewesen untereinander und zu ihrer Umwelt. Sie fragt etwa: Warum kommt eine Art hier vor? Welche Nahrung findet sie? Was ändert sich, wenn weniger Licht ins Wasser gelangt?
Das Biotop ist der räumlich abgrenzbare Lebensraum einer Lebensgemeinschaft mit seinen unbelebten Bedingungen. Beim Teich gehören dazu beispielsweise Wasser, Gewässergrund, Lichtverhältnisse und Temperatur.
Die Biozönose umfasst alle Lebewesen verschiedener Arten, die diesen Lebensraum besiedeln: auch Algen, Pilze, Bakterien und kleine Bodentiere. Sie besteht nicht nur aus den auffälligen Tieren.
Ein Ökosystem umfasst den Lebensraum, seine Lebensgemeinschaft und die Beziehungen zwischen beiden. Die Formel ist eine Merkhilfe: Erst die Wechselwirkungen machen aus einer Aufzählung ein ökologisches System.
Beispiele sind Lichtstärke, Temperatur, Wasserverfügbarkeit, Salzgehalt und pH-Wert. Für einen Fisch ist auch die Konzentration von gelöstem Sauerstoff ein abiotischer Faktor.
Beispiele sind Fressfeinde, Nahrung aus anderen Lebewesen, Konkurrenz um Ressourcen, Parasiten und Bestäuber. Ein Frosch, der ein Insekt frisst, steht mit ihm in einer biotischen Beziehung.
Die beiden Gruppen wirken zusammen: Pflanzen können einen Bereich beschatten. Die geringere Lichtstärke ist eine abiotische Bedingung, obwohl Lebewesen sie verändert haben. Entscheidend ist, welchen Einfluss du gerade beschreibst.
Abgestorbene Blätter sind keine lebenden Mitglieder der Biozönose. Sie sind organisches Material, das von Lebewesen stammt und anderen Organismen als Nahrung dienen kann. „Unbelebt“ bedeutet deshalb nicht automatisch „ohne biologische Herkunft“.
Beispiel 1 von 6
Die Wassertemperatur beträgt 18 °C.
Ein einzelner Grasfrosch ist ein Individuum.
Die Grasfrösche eines betrachteten Gebietes zur gleichen Zeit bilden eine Population. Sie gehören derselben Art an.
Alle Populationen verschiedener Arten des betrachteten Lebensraums bilden zusammen die Lebensgemeinschaft.
Lebensgemeinschaft, unbelebter Lebensraum und ihre Wechselwirkungen werden gemeinsam betrachtet.
„Alle Tiere im Teich“ ist weder eine einzelne Population noch die vollständige Biozönose: Es sind verschiedene Arten, und die übrigen Lebewesen fehlen.
Die Abgrenzung muss zur Fragestellung passen. Ein Teich, ein Waldabschnitt oder ein Bodenbereich können als Ökosystem untersucht werden. Ihre Grenzen sind oft durchlässig: Wasser fließt zu, Blätter fallen hinein und Tiere wandern ein oder aus.
Wähle eine Situation. Trenne die Änderung von einer möglichen Erklärung und einer geeigneten Untersuchung. Das Modell zeigt begründete Wirkungsketten, keine berechnete Vorhersage für einen bestimmten Teich.
Licht trifft auf das Wasser; Pflanzen und Algen wachsen, Tiere nutzen Nahrung und Sauerstoff.
Fotosynthese, Zellatmung und Abbau laufen nebeneinander. Tagsüber und nachts kann die Sauerstoffbilanz verschieden sein.
Eine einzelne Messung beschreibt einen Zeitpunkt. Temperatur, Licht und Sauerstoff über den Tagesverlauf beobachten.
Licht ermöglicht Fotosynthese. Wasser und Temperatur beeinflussen Wachstum und Aktivität. Der Sauerstoffgehalt begrenzt, welche Tiere im Wasser dauerhaft leben können.
Pflanzen verändern Lichtverhältnisse. Fotosynthetisch aktive Organismen geben Sauerstoff ab; Zellatmung verbraucht ihn. Zersetzer verändern beim Abbau die Zusammensetzung von Boden oder Wasser.
Ein Ökosystem ist nicht immer im perfekten Gleichgewicht. Tageszeiten, Jahreszeiten, Wetter und Störungen verändern es. Dass sich ein Bestand ändert, beweist allein noch nicht, dass das gesamte Ökosystem zusammenbricht.
1. Frage formulieren: Zum Beispiel: Wie unterscheiden sich Licht und Temperatur an einer sonnigen und einer schattigen Uferstelle?
2. Gebiet und Zeitpunkt festlegen: Messe möglichst gleichzeitig, in gleicher Tiefe und mit demselben Verfahren. Dokumentiere Wetter und Standort.
3. Beobachtungen erfassen: Halte Messwerte und sichtbare Organismen getrennt fest. „Nicht gesehen“ bedeutet nicht sicher „nicht vorhanden“.
4. Vorsichtig auswerten: Ein Unterschied kann mehrere Ursachen haben. Wiederholungen helfen; ein bloßer Zusammenhang beweist noch keine Ursache.
Vom sicheren Ufer aus arbeiten, Tiere nicht fangen oder umsetzen und keine Stoffe in das Gewässer geben. Untersuchungen am Wasser gehören unter geeignete Aufsicht.
Löse zuerst selbst. Ein Tipp hilft beim Einstieg; die Lösung zeigt die fachliche Begründung.
Was gehört zu einem Ökosystem?
Wähle eine Antwort.
Einstieg: Im Teichbild Sichtbares sammeln, anschließend unsichtbare Bedingungen und Organismen ergänzen.
Erarbeitung: Biotop und Biozönose unterscheiden; im Faktoren-Check jeweils begründen, was genau betrachtet wird.
Transfer: Eine Situation des Teich-Labors als Wirkungskette erklären und eine passende Untersuchung planen.
Differenzierung: Grundlagen für die Sekundarstufe I; die Wechselwirkungen und Grenzen von Schlussfolgerungen eignen sich auch zur Wiederholung in der Oberstufe.
Kostenlos · PDF mit LösungenWende die Begriffe und Zusammenhänge in passenden Aufgaben an.
Arbeitsblatt ansehen →
Kostenlos · PDF mit LösungenWende die Begriffe und Zusammenhänge in passenden Aufgaben an.
Arbeitsblatt ansehen →
Kostenlos · PDF mit LösungenWende die Begriffe und Zusammenhänge in passenden Aufgaben an.
Arbeitsblatt ansehen →Fachliche Vertiefung: OpenStax · Biology 2e: The Scope of Ecology. Eigene Erklärungen, Schaubilder und vereinfachte Unterrichtsmodelle. Klassenstufen und Vertiefung unterscheiden sich nach Bundesland und Schulart.