1 · Welche Steigung und welchen Achsenabschnitt hat f(x) = −3x + 4?
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m = −3 und b = 4. Die Gerade fällt pro x-Schritt um 3 und schneidet die y-Achse bei (0 | 4).
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 8–10 · Grundlagen und Wiederholung
Bestimme Geradengleichungen aus Punkten, berechne Nullstellen und Schnittpunkte und vergleiche lineare Modelle im Alltag. Mit Steigungsdreieck, Rechenwegen und Aufgaben zum Üben.
Steigung und Startwert erkennen
f(x) = mx + b
m beschreibt die Änderung von y pro x-Schritt. b ist der Funktionswert bei x = 0.
f(x) = 0,5x + 1 → m = 0,5; b = 1
Lernschritt 1
Der Graph einer linearen Funktion f(x) = mx + b ist eine Gerade. In Schulbüchern wird diese Form häufig „linear“ genannt; für b ≠ 0 ist mathematisch auch die Bezeichnung „affin-linear“ üblich.
m ist die Steigung: Erhöhst du x um 1, verändert sich y um m. Bei m > 0 steigt die Gerade, bei m < 0 fällt sie. Bei m = 0 ist sie waagerecht.
b ist der y-Achsenabschnitt: Setze x = 0 ein. Dann ist f(0) = b, also liegt B(0 | b) auf dem Graphen. Nur bei b = 0 verläuft die Gerade durch den Ursprung; dann ist die Zuordnung proportional.
Beispiel f(x) = −2x + 5: Die Gerade startet an der y-Achse bei 5. Pro Schritt nach rechts fällt sie um 2. Verwechsle eine negative Steigung nicht mit einem negativen Achsenabschnitt.
Lernschritt 2
Markiere zuerst B(0 | 1). Die Steigung 0,5 lässt sich als ein Halb schreiben: Ein Schritt nach oben gehört zu zwei Schritten nach rechts. Alternativ gehst du vier nach rechts und zwei nach oben.
Markiere einen zweiten Punkt und zeichne die Gerade durch beide Punkte. Kontrolliere einen weiteren Funktionswert, etwa f(2) = 2. Auch (2 | 2) muss auf der Geraden liegen.
Lies die Achsenskalierung ab. Ein Kästchen muss nicht einer Einheit entsprechen. Die Steigung berechnest du aus den Zahlenwerten der Änderungen, nicht allein aus dem optischen Winkel.
Lernschritt 3
Gegeben sind P(1 | 3) und Q(5 | 11). Berechne zuerst die Änderung der y-Werte und teile durch die Änderung der x-Werte:
m = = = 2
Verwende bei beiden Differenzen dieselbe Punktreihenfolge. Setze anschließend einen Punkt in y = mx + b ein:
3 = 2 · 1 + b → b = 1
f(x) = 2x + 1
Kontrolle mit dem zweiten Punkt: f(5) = 10 + 1 = 11. Beide Punkte passen.
Haben zwei verschiedene Punkte denselben x-Wert, ergibt sich eine senkrechte Gerade. Sie lässt sich nicht als Funktion y = mx + b schreiben, weil zu diesem x mehrere y-Werte gehören.
Lernschritt 4
An einer Nullstelle ist der Funktionswert 0. Setze daher mx + b = 0 und löse nach x auf. Für m ≠ 0 gilt:
x₀ =
Beispiel f(x) = −2x + 6:
0 = −2x + 6 → x = 3
Der Schnittpunkt mit der x-Achse ist N(3 | 0), nicht (0 | 3). Für eine Punktprobe setzt du die x-Koordinate in die Funktion ein und vergleichst das Ergebnis mit der y-Koordinate. P(2 | 2) liegt hier auf dem Graphen, denn −2 · 2 + 6 = 2.
Sonderfall m = 0: Bei b ≠ 0 gibt es keine Nullstelle. Bei f(x) = 0 ist jedes erlaubte x eine Nullstelle.
Lernschritt 5
Am Schnittpunkt haben beide Funktionen für denselben x-Wert denselben y-Wert. Setze ihre Terme gleich.
f(x) = 2x + 1; g(x) = −x + 7
2x + 1 = −x + 7 → 3x = 6 → x = 2
Setze x = 2 in eine Funktion ein: f(2) = 5. Die zweite Funktion liefert ebenfalls g(2) = 5. Der Schnittpunkt ist S(2 | 5).
Nur x = 2 anzugeben wäre unvollständig, wenn der Schnittpunkt gefragt ist. Zu einem Punkt gehören beide Koordinaten.
Lernschritt 6
Zwei Geraden mit gleicher Steigung und verschiedenen Achsenabschnitten sind parallel und schneiden sich nicht. Stimmen Steigung und Achsenabschnitt überein, sind es dieselben Geraden mit unendlich vielen gemeinsamen Punkten.
Für zwei Geraden, die sich jeweils in der Form y = mx + b darstellen lassen, gilt im üblichen rechtwinkligen Koordinatensystem: Sie stehen genau dann senkrecht aufeinander, wenn das Produkt ihrer Steigungen −1 ist.
m₁ · m₂ = −1
Beispiel: Die Steigungen 2 und −0,5 gehören zu senkrechten Geraden. Eine waagerechte Gerade hat dagegen eine senkrechte Gerade x = c als Lot; diese lässt sich nicht in der Form y = mx + b darstellen.
Lernschritt 7
Ein Fahrradverleih bietet Tarif A mit 6 € Grundgebühr und 2 € je Stunde an. Tarif B kostet 3 € je Stunde ohne Grundgebühr. Für x Stunden modellieren wir die Kosten in Euro:
A(x) = 2x + 6; B(x) = 3x
Wann sind beide gleich teuer?
2x + 6 = 3x → x = 6
Nach 6 Stunden kosten beide 18 €. Bei weniger als 6 Stunden ist B günstiger, bei mehr als 6 Stunden A. Prüfe etwa x = 2: A kostet 10 €, B nur 6 €.
Das Modell gilt hier für x ≥ 0 und eine zeitanteilige Abrechnung. Wenn jede angefangene Stunde voll bezahlt werden muss, entstehen Stufen statt einer durchgehenden Geraden. Die Bedingungen des Sachtexts entscheiden, ob das lineare Modell passt.
Lernschritt 8
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
m = −3 und b = 4. Die Gerade fällt pro x-Schritt um 3 und schneidet die y-Achse bei (0 | 4).
Erklärung wiederholen →m = (5 − (−1)) geteilt durch (3 − 0) = 2. Weil x = 0 im ersten Punkt gilt, ist b = −1. Also f(x) = 2x − 1.
Erklärung wiederholen →0 = 0,5x − 3 ergibt x = 6. Der Achsenschnittpunkt lautet N(6 | 0).
Erklärung wiederholen →Nein. Gleiche Steigung und verschiedene Achsenabschnitte bedeuten parallele Geraden.
Erklärung wiederholen →x + 2 = −2x + 8 ergibt 3x = 6, also x = 2. Dann y = 4. S(2 | 4).
Erklärung wiederholen →A: 2 · 8 + 6 = 22 €. B: 3 · 8 = 24 €. A ist um 2 € günstiger.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Spickzettel ansehen – Preis und Details →Nein. Proportional ist sie nur für b = 0, wenn ihr Graph durch den Ursprung geht.
Sind die Punkte verschieden, liegt eine senkrechte Gerade vor. Eine Funktion y = mx + b kann sie nicht beschreiben.
Ja: Eine konstante Funktion f(x) = b mit b ≠ 0 hat keine Nullstelle. Für m ≠ 0 gibt es über ℝ genau eine.