ATP
Überträgt freie Energie auf gekoppelte Vorgänge. Es wird aus ADP und Phosphat gebildet.
Biologie · Verstehen und üben
Vom Licht zum ATP: Verfolge Elektronen und Protonen getrennt und entdecke, wie die Thylakoidmembran ATP und NADPH bereitstellt.
Im Chloroplasten liegen flache Membransäckchen: die Thylakoide. Ihr Innenraum heißt Lumen; die umgebende Grundsubstanz heißt Stroma. Die Fotosysteme, Teile der Elektronentransportkette und die ATP-Synthase sitzen in der Thylakoidmembran.
Die Lichtreaktion wandelt Lichtenergie in chemisch nutzbare Formen um. Sie liefert ATP und NADPH für den Calvin-Zyklus. Beim Entzug von Elektronen aus Wasser entsteht außerdem Sauerstoff.
Überträgt freie Energie auf gekoppelte Vorgänge. Es wird aus ADP und Phosphat gebildet.
Liefert Reduktionskraft: Es kann energiereiche Elektronen für nachfolgende Reduktionsreaktionen bereitstellen.
Antennenpigmente nehmen Licht auf und übertragen Anregungsenergie zum Reaktionszentrum. Dort wird ein Elektron auf einen Akzeptor übertragen. Die Nummer II bedeutet nicht, dass dieses Fotosystem im linearen Weg als zweites arbeitet.
Am wasseroxidierenden Komplex des Fotosystems II werden Elektronen aus Wasser gewonnen. Dabei entstehen Protonen im Lumen und Sauerstoff: 2 H₂O → O₂ + 4 H⁺ + 4 e⁻.
Elektronen gelangen unter anderem über Plastochinon, den Cytochrom-b₆f-Komplex und Plastocyanin weiter. Dieser Transport trägt dazu bei, Protonen vom Stroma ins Lumen zu verlagern.
Eine zweite Lichtanregung ermöglicht erneut die Elektronenabgabe an einen Akzeptor. Die Elektronen werden über Ferredoxin weitergeleitet.
Die Ferredoxin-NADP⁺-Reduktase ermöglicht die Bildung von NADPH auf der Stromaseite: NADP⁺ + 2 e⁻ + H⁺ → NADPH.
Der elektrochemische Protonengradient über der Membran liefert den Antrieb. H⁺ strömen durch die ATP-Synthase vom Lumen ins Stroma zurück. Dabei wird ATP aus ADP und Phosphat gebildet.
Wähle eine Bedingung und überlege zuerst selbst: Was geschieht mit Elektronentransport, Gradient und ATP-Bildung? Das Modell beschreibt qualitative Folgen bei sonst geeigneten Bedingungen.
Elektronen gelangen von Wasser über Fotosystem II und I zu NADP⁺. Dabei entstehen NADPH und Sauerstoff; der aufgebaute Gradient ermöglicht ATP-Bildung.
Elektronen aus dem Umfeld des Fotosystems I kehren über einen Transportweg zur Kette zurück. Das unterstützt den Protonengradienten und zusätzliche ATP-Bildung. In diesem Weg entstehen netto weder NADPH noch Sauerstoff.
Der zyklische Weg hilft, die Versorgung mit ATP an den Bedarf anzupassen. Er ersetzt nicht dauerhaft die gesamte Funktion des linearen Wegs.
Im Stroma werden ATP und NADPH beim Aufbau organischer Stoffe aus CO₂ genutzt. ADP, Phosphat und NADP⁺ können anschließend wieder für die Lichtreaktion bereitstehen. Die Lichtreaktion selbst fixiert kein CO₂ zu Zucker.
Elektronen durchlaufen Redoxreaktionen. Protonen tragen zum Gradienten bei und strömen durch die ATP-Synthase zurück. Beides ist gekoppelt, darf in einer Erklärung aber nicht verwechselt werden.
Woher stammt der bei der Fotosynthese freigesetzte Sauerstoff?
Wähle eine Antwort und begründe sie zunächst selbst.
Versuche jede Aufgabe zuerst selbst. Nutze bei Bedarf den Tipp und vergleiche erst danach mit der Lösung.
Unterscheide Membran und Grundsubstanz.
Die zentralen Proteinkomplexe sitzen in der Thylakoidmembran des Chloroplasten. ATP und NADPH werden auf der Stromaseite bereitgestellt.
Innenraum des Säckchens oder Umgebung?
Das Lumen ist der Innenraum eines Thylakoids. Das Stroma ist die Grundsubstanz des Chloroplasten außerhalb der Thylakoide.
Denke an Energie und Reduktionskraft.
ATP liefert Energie für gekoppelte Vorgänge, NADPH liefert Reduktionskraft.
Welcher Stoff wird oxidiert?
Aus Wasser. Die Wasseroxidation ersetzt die vom Fotosystem II abgegebenen Elektronen.
Zähle Wasserstoffatome und Ladungen.
2 H₂O → O₂ + 4 H⁺ + 4 e⁻. Auf beiden Seiten stehen vier H- und zwei O-Atome; die Gesamtladung ist null.
Die Zahlen geben nicht die Reihenfolge an.
Fotosystem II, anschließend Fotosystem I.
Nach dem Transport muss erneut ein energiereicher Elektronentransfer möglich werden.
Beide Fotosysteme treiben jeweils eine lichtabhängige Ladungstrennung an. Zusammen ermöglichen sie den Elektronentransfer von Wasser bis zur Reduktion von NADP⁺.
Der Rückstrom folgt dem Gradienten.
Vom Lumen ins Stroma. Die Kopplung im Enzym ermöglicht dabei ATP-Bildung.
Kann der Rückstrom dann noch ATP-Bildung antreiben?
Es schwächt den Gradienten und umgeht die ATP-Synthase. Die ATP-Ausbeute sinkt, obwohl Elektronentransport zunächst weiterlaufen kann.
Achte auf Start, Ende und Produkte.
Linear: Wasser bis NADP⁺, mit NADPH und Sauerstoff. Zyklisch: Rückführung von Elektronen des Fotosystems I zur Kette; unterstützt ATP-Bildung ohne netto NADPH oder Sauerstoff in diesem Weg.
Welcher Teilprozess fixiert CO₂?
Der Calvin-Zyklus nutzt ATP und NADPH zur Kohlenstofffixierung und zum Aufbau organischer Stoffe. Die Lichtreaktion stellt die benötigten Energieträger bereit.
Ein Gradient verschwindet nicht sofort.
Neue photochemische Anregung fällt aus. Vorhandene Zwischenzustände und der Gradient können kurz nachwirken; ohne neuen Antrieb kommen die lichtgetriebenen Prozesse nach Übergängen zum Erliegen.

Übe die Zusammenhänge mit Aufgaben und Lösungen.
Arbeitsblatt ansehen →OpenStax Biology 2e: Light-Dependent Reactions. Die Grafiken und interaktiven Beispiele sind eigens erstellte, vereinfachte Lernmodelle.