1 · y₁ = −4 mm und y₂ = +7 mm. Welche Gesamtauslenkung folgt?
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y = −4 mm + 7 mm = +3 mm. Beide Werte gehören zum selben Ort und Zeitpunkt.
Erklärung wiederholen →Physik · Schwingungen und Wellen
Was passiert, wenn zwei Wellen am selben Ort zusammentreffen? Addiere ihre Auslenkungen, erkenne Verstärkung und Auslöschung und verbinde Gangunterschied mit Phasenunterschied.
Am selben Ort und zur selben Zeit addieren
y = y₁ + y₂
Wellen können sich verstärken oder abschwächen. Entscheidend sind ihre momentanen Auslenkungen beziehungsweise Feldgrößen – nicht einfach die Summe zweier Amplituden.
Lernschritt 1
Treffen Wellen in einem linearen System zusammen, addieren sich ihre momentanen Auslenkungen. Das nennt man Superposition. Bei einer Seilwelle betrachten wir die seitliche Auslenkung, bei Schall beispielsweise den Schalldruck und bei Licht die elektrischen Feldvektoren.
Wichtig sind gleicher Ort und gleicher Zeitpunkt. Du darfst nicht den Wellenberg an einer Stelle mit einem Wellental an einer ganz anderen Stelle verrechnen. Für das einfache skalare Modell dieser Seite liegen beide Schwingungen in derselben Richtung.
Beispiel: y₁ = +3 cm und y₂ = −1 cm ergeben y = +2 cm. Zwei Auslenkungen von jeweils +3 cm ergeben +6 cm. Eine positive und eine gleich große negative Auslenkung ergeben in diesem Moment null.
Das lineare Modell ist eine Näherung für geeignete Wellen und Amplituden. Sehr starke nichtlineare Wellen können sich anders verhalten.
Lernschritt 2
Im ersten Zustand liegen Berge über Bergen und Täler über Tälern. Beide Wellen sind gleichphasig. Die resultierende Amplitude beträgt 2A.
Im zweiten Zustand liegt jeder Berg über einem gleich großen Tal. Die Phasen unterscheiden sich um eine halbe Periode, also π beziehungsweise 180°. Bei den dargestellten gleichen Amplituden ist die Summe überall null.
Der Vergleich zeigt idealisierte gleichgerichtete Wellen gleicher Frequenz und Wellenlänge. Er ist keine Simulation zweier unabhängig eingeschalteter Lampen. Für eine dauerhafte Auslöschung müssen die passenden Bedingungen über die Zeit erhalten bleiben.
Lernschritt 3
Die Auslenkung y ist der momentane Wert. Die Amplitude A beschreibt dagegen die größte Auslenkung einer Schwingung. Eine Schwingung kann gerade y = 0 haben und trotzdem eine große Amplitude besitzen.
Für zwei gleichfrequente, gleichgerichtete Schwingungen mit den Amplituden A₁ und A₂ reicht die resultierende Amplitude von |A₁ − A₂| bis A₁ + A₂, abhängig von der Phasenlage.
Bei A₁ = 4 mm und A₂ = 2 mm ergeben sich gleichphasig 6 mm und gegenphasig 2 mm. Vollständige Auslöschung gelingt hier nicht, weil die Amplituden unterschiedlich sind.
Ein einzelner Nulldurchgang beweist keine dauerhafte destruktive Interferenz. Prüfe den gesamten zeitlichen Verlauf und die Phasenbeziehung.
Lernschritt 4
Die Phase beschreibt, an welcher Stelle ihres Schwingungsablaufs sich eine Welle befindet. Nach einer vollen Periode ist derselbe Zustand wieder erreicht. Ein Viertel der Periode entspricht 90°, eine halbe 180°.
Ein Unterschied kann schon an den Quellen bestehen. Er kann auch entstehen, weil die Wellen unterschiedlich lange Wege bis zum Beobachtungspunkt zurücklegen. Diese Wegdifferenz heißt Gangunterschied Δs.
Bei gleicher Wellenlänge im selben Medium entspricht eine zusätzliche ganze Wellenlänge wieder einer vollen Schwingung. Ein zusätzlicher Weg von einer halben Wellenlänge entspricht einer halben Schwingung.
ΔφWeg = 2π ·
Ein möglicher anfänglicher Phasenunterschied oder ein Phasensprung bei Reflexion muss zusätzlich berücksichtigt werden. Die nächste einfache Regel setzt gleichphasige Quellen ohne weitere Phasensprünge voraus.
Lernschritt 5
Für zwei gleichfrequente, anfangs gleichphasige Wellen im selben Medium gilt unter den genannten Voraussetzungen:
Verstärkung: Δs = k · λ
Maximale Abschwächung: Δs = (k + ) · λ
k steht hier für 0, 1, 2 und so weiter, wenn wir den Betrag des Gangunterschieds betrachten. Bei gleichen Amplituden kann die maximale Abschwächung zur vollständigen Auslöschung werden.
Beispiel: λ = 4 cm. Bei Δs = 8 cm beträgt die Wegdifferenz zwei Wellenlängen: konstruktive Interferenz. Bei Δs = 6 cm sind es anderthalb Wellenlängen: destruktive Interferenz.
Bei Δs = 5 cm ist weder die eine noch die andere Extrembedingung erfüllt. Nicht jeder Gangunterschied liefert ein Maximum oder ein Minimum.
Lernschritt 6
Damit helle und dunkle Stellen eines Interferenzmusters nicht ständig unkontrolliert wechseln, muss die relative Phase ausreichend stabil sein. Diesen Zusammenhang beschreibt der Begriff Kohärenz.
Zwei beliebige unabhängige Lampen liefern im Alltag normalerweise kein dauerhaft klar erkennbares Streifenmuster. Ihre relativen Phasen verändern sich sehr schnell. Ein gemeinsamer Lichtstrahl, der in zwei Wege aufgeteilt wird, kann geeignete Bedingungen schaffen.
Für gut sichtbare Lichtinterferenz müssen auch Polarisation und Überlappung passen. Senkrecht zueinander polarisierte ideale Teilwellen erzeugen bei gewöhnlicher Intensitätsmessung ohne zusätzlichen Analysator nicht denselben Interferenzkontrast wie parallel polarisierte.
Kohärenz ist daher nicht bloß ein anderes Wort für „gleich hell“. Gleiche Intensität allein stellt keine feste Phasenbeziehung her.
Lernschritt 7
Nein. Ein dunkler Bereich in einem Interferenzmuster bedeutet nicht, dass Energie insgesamt vernichtet wurde. Die räumliche Verteilung des Energieflusses verändert sich; andere Bereiche können heller sein.
Für gleichartige Wellen ist die Intensität unter passenden Bedingungen proportional zum Quadrat der Amplitude. Zwei gleich starke, kohärente und gleichphasige Beiträge mit jeweils der Intensität I₀ können an einem Maximum zusammen 4I₀ liefern, weil sich die Amplitude verdoppelt.
Das heißt nicht, dass zwei Quellen überall viermal so viel Leistung erzeugen. Die Aussage betrifft den betrachteten Ort und die passende Phasenlage. Für eine Gesamtbilanz müssen das räumliche Muster und die Quelle mit betrachtet werden.
Auch zwei gegenläufige Pulse auf einem idealen linearen Seil können sich kurzzeitig in der Auslenkung aufheben und anschließend weiterlaufen. Die momentane Seilform allein beschreibt nicht die gesamte Energie; auch die Bewegung des Seils zählt.
Lernschritt 8
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
y = −4 mm + 7 mm = +3 mm. Beide Werte gehören zum selben Ort und Zeitpunkt.
Erklärung wiederholen →6 mm. Die momentanen Auslenkungen addieren sich gleichphasig.
Erklärung wiederholen →Ja. Die resultierende Amplitude beträgt 3 mm. Ungleiche Amplituden löschen sich nicht vollständig aus.
Erklärung wiederholen →Δs = 1,5λ. Es liegt maximale Abschwächung vor, bei gleichen Amplituden vollständige Auslöschung. Weitere Phasensprünge werden hier ausgeschlossen.
Erklärung wiederholen →Nein. Gleiche Helligkeit bedeutet keine stabile relative Phase.
Erklärung wiederholen →Sie vervierfacht sich. Diese Aussage gilt am betrachteten Ort und ersetzt keine räumliche Gesamtenergiebilanz.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Buch, Preis und Details ansehen →Nein. Dazwischen gibt es viele Phasenlagen und resultierende Amplituden.
Der Gangunterschied ist eine Wegdifferenz. Der Phasenunterschied beschreibt den Unterschied im Schwingungszustand und kann zusätzlich durch Quellen oder Reflexion entstehen.
Im idealen linearen System überlagern sie sich vorübergehend und laufen danach weiter. Eine kurzzeitig verschwindende Auslenkung bedeutet nicht, dass der gesamte Bewegungszustand verschwindet.