Entdecke die Zusammenarbeit von Barrieren, Fresszellen, B- und T-Zellen – vom ersten Kontakt bis zum immunologischen Gedächtnis.
AbwehrUnsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck
Was kannst du schon?
Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.
Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.
Lösungen mit Erklärungen
Haut und Schleimhäute – Barrieren erschweren das Eindringen und gehören zur angeborenen Abwehr.
Proteine mit passenden Bindungsstellen für bestimmte Antigenstrukturen – Antikörper werden von Plasmazellen hergestellt und können gezielt an Antigenstrukturen binden.
Spezifische Erkennung und Aufbau immunologischen Gedächtnisses – B- und T-Zellen ermöglichen die gezielte adaptive Reaktion und Gedächtnisbildung.
Dein Körper trifft ständig auf Mikroorganismen. Das Immunsystem besteht aus Barrieren, Zellen, Organen und gelösten Stoffen, die den Körper schützen und veränderte oder beschädigte Zellen erkennen können. Es ist kein einzelnes Organ und keine „Armee“ aus lauter gleichen Zellen.
Viele Abwehrzellen gehören zu den Leukozyten, den weißen Blutkörperchen. Sie sind im Blut unterwegs, arbeiten aber auch im Gewebe und in lymphatischen Organen. Angeborene und adaptive Abwehr sind eng miteinander verknüpft.
Begriffe im Schulbuch: Die angeborene Abwehr wird oft unspezifische Abwehr genannt, die adaptive auch erworbene oder spezifische Abwehr. „Unspezifisch“ bedeutet nicht wahllos: Angeborene Mechanismen erkennen typische Muster, die bei vielen Erregern vorkommen.
Abwehr-Labor: Welche Ebene übernimmt welche Aufgabe?
Wechsle zwischen Barrieren, angeborener und adaptiver Abwehr. Verfolge besonders die Zusammenarbeit der beiden zellulären Abwehrbereiche.
Barrieren · Eindringen erschweren
Eine intakte Haut bildet eine mechanische Grenze. Schleim bindet Partikel; Flimmerhärchen transportieren sie aus Atemwegen. Magensäure und antimikrobielle Stoffe ergänzen den Schutz. Diese Barrieren sind Teil der angeborenen Abwehr.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du die Schaubilder bei Bedarf seitlich verschieben.
Wo Abwehrzellen entstehen und sich begegnen
Ort
Aufgabe
Knochenmark
Hier entstehen Blutzellen. B-Lymphozyten reifen beim Menschen im Knochenmark.
Thymus
Hier reifen T-Lymphozyten und werden unter anderem darauf geprüft, körpereigene Strukturen nicht unangemessen anzugreifen.
Lymphknoten
Filtern Lymphe. Antigene, antigenpräsentierende Zellen und passende Lymphozyten können sich hier begegnen.
Milz
Überwacht das Blut und ist an Abwehrreaktionen gegen im Blut befindliche Erreger beteiligt.
Schleimhäute und Gewebe
Barrieren und örtliche Abwehrzellen reagieren direkt dort, wo Erreger häufig Kontakt zum Körper haben.
Die Lymphe entsteht aus Gewebsflüssigkeit und wird über Lymphgefäße zurück in den Blutkreislauf geleitet. Lymphknoten und Milz haben ähnliche Abwehraufgaben, filtern aber nicht dieselbe Flüssigkeit.
Entzündung: Abwehrzellen werden zum Ort des Geschehens geleitet
1 · Erkennen und Signale abgeben
Gewebeschäden oder Erregermuster aktivieren Zellen vor Ort. Botenstoffe koordinieren die örtliche Reaktion.
2 · Durchblutung und Durchlässigkeit ändern
Kleine Blutgefäße erweitern sich und werden durchlässiger. Dadurch gelangen Flüssigkeit, Proteine und Abwehrzellen leichter ins betroffene Gewebe.
Typische örtliche Entzündungszeichen sind Rötung, Wärme, Schwellung und Schmerz. Mehr Durchblutung trägt zu Rötung und Wärme bei; austretende Flüssigkeit zur Schwellung. Botenstoffe und Gewebedruck können Schmerz auslösen. Eine Entzündung unterstützt die Abwehr und Reparatur, kann aber bei unangemessener Stärke oder Dauer auch Gewebe schädigen.
Entzündung ist nicht gleich Infektion: Auch eine Verletzung ohne Erreger kann eine Entzündung auslösen. Umgekehrt wird nicht jede Infektion sofort als deutlich gerötete oder geschwollene Stelle sichtbar.
Fresszellen nehmen Erreger auf
Makrophagen und neutrophile Granulozyten können Erreger aufnehmen und abbauen. Das nennt man Phagozytose. Die Zeichnung zeigt den Ablauf an einem Bakterium.
Erkennen
Eine Fresszelle erkennt geeignete Oberflächenmuster oder Markierungen. Sie nähert sich dem Erreger. Viele Abwehrzellen können chemischen Lockstoffen folgen.
Zur angeborenen Abwehr gehören auch gelöste Stoffe, etwa das Komplementsystem. Seine Proteine können Erreger markieren, Entzündungsreaktionen unterstützen oder bestimmte Erregermembranen schädigen. Natürliche Killerzellen können unter anderem auffällige virusinfizierte Körperzellen beseitigen.
B- und T-Zellen: gezielte Antworten entwickeln
Ein Antigen ist eine Struktur, an die Antikörper oder passende Immunrezeptoren spezifisch binden können. Antigene sind nicht zwangsläufig ganze Erreger. Beim ersten Kontakt müssen seltene passende Lymphozyten aktiviert und vermehrt werden. Das braucht Zeit.
B-Zellen → Plasmazellen
Passende B-Zellen können sich nach Aktivierung vermehren und zu Plasmazellen entwickeln. Plasmazellen geben große Mengen Antikörper ab. Diese wirken in Körperflüssigkeiten: humorale Immunantwort.
T-Helferzellen · koordinieren
Sie erkennen präsentierte Antigenbruchstücke und unterstützen mit Signalen andere Abwehrzellen, darunter B-Zellen. Sie produzieren nicht die Antikörper.
Sie können Körperzellen erkennen, die passende fremde Antigenbruchstücke präsentieren, und deren kontrollierten Zelltod auslösen. Das gehört zur zellvermittelten Immunantwort.
Diese Aufgaben laufen nicht immer in einer einzigen festen Reihenfolge ab. Antigenpräsentation, Zellkontakte und Botenstoffe verbinden angeborene und adaptive Abwehr; das Schaubild ist eine Orientierung, kein vollständiger molekularer Ablauf.
Wie die angeborene Abwehr T-Zellen aktiviert
Dendritische Zellen nehmen im Gewebe Erregermaterial auf und können zu einem Lymphknoten wandern. Dort zeigen sie Antigenbruchstücke mithilfe körpereigener Präsentationsproteine (MHC) an ihrer Oberfläche. Erkennt eine passende T-Zelle diesen Komplex und erhält zusätzliche Aktivierungssignale, kann sie sich vermehren und spezialisieren. Das ist eine wichtige Verbindung zwischen angeborener und adaptiver Abwehr.
Klonale Selektion: Schon vor dem Kontakt gibt es viele Lymphozyten mit unterschiedlichen Rezeptoren. Das Antigen und weitere Signale aktivieren passende Zellen; deren Nachkommen vermehren sich. Der Erreger baut also nicht erst einen passenden Rezeptor. B-Zellen können Antigene direkt binden; T-Zellen erkennen in diesem Grundmodell präsentierte Antigenbruchstücke.
Antikörper: binden, blockieren und markieren
Passende Bindungsstelle
Ein Antikörper erkennt eine bestimmte Struktur, ein Epitop, an einem Antigen. Durch Bindung kann er beispielsweise die Anheftung eines Erregers blockieren oder ihn für Fresszellen markieren. Ein Antikörper ist ein Protein, keine Zelle.
Antikörper können Erreger oder Giftstoffe neutralisieren, indem sie wichtige Bindungsstellen blockieren. Sie können die Aufnahme durch Fresszellen erleichtern und bestimmte Komplementreaktionen auslösen. Sie „fressen“ nicht selbst und wirken nicht alle auf dieselbe Weise.
Antikörper erreichen nicht einfach jedes Virus im Inneren einer infizierten Körperzelle. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit zellvermittelter Abwehr so wichtig.
Immunologisches Gedächtnis: beim zweiten Kontakt vorbereitet
Nach einer adaptiven Immunantwort bleiben unter anderem Gedächtnis-B- und Gedächtnis-T-Zellen erhalten. Beim erneuten Kontakt mit passenden Antigenen können sie schneller reagieren. Auch langlebige Plasmazellen können zur längerfristigen Antikörperproduktion beitragen.
Ein zweiter Kontakt kann deshalb zu einer schnelleren und stärkeren spezifischen Antwort führen. Das bedeutet aber nicht automatisch lebenslangen, vollständigen Schutz: Erreger können sich verändern, und Schutz kann mit der Zeit nachlassen.
Aktive Immunisierung · eigene Antwort
Eine Impfung präsentiert geeignete Antigene oder deren Bauanleitung, damit der Körper eine eigene spezifische Antwort und Gedächtnis aufbaut. Der Schutz entsteht nicht sofort.
Passive Immunisierung · fertige Antikörper
Fertige Antikörper werden bereitgestellt. Sie können rasch wirken, werden aber wieder abgebaut. Allein durch diese Antikörper entsteht kein eigenes immunologisches Gedächtnis.
Abwehr-Check
Wer produziert große Mengen freier Antikörper?
Wähle eine Zellart und ordne ihr eine Aufgabe zu.
Begriff
Was ist anders?
Primäre Immunantwort
Erster Kontakt mit diesem Antigen: Seltene passende Zellen werden aktiviert und vermehrt; die adaptive Antwort baut sich erst auf.
Sekundäre Immunantwort
Erneuter Kontakt: Passende Gedächtniszellen sind vorhanden; die Antwort erfolgt häufig schneller und stärker.
Die Unterscheidung bezieht sich auf das jeweilige Antigen. Eine frühere Infektion macht daher nicht automatisch gegen einen anderen Erreger immun. Mehr zu Schutzimpfungen und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung: Impfungen und immunologisches Gedächtnis.
Wenn Abwehr unangemessen reagiert
Allergie
Das Immunsystem reagiert unangemessen auf normalerweise harmlose Stoffe, etwa bestimmte Pollenbestandteile. Bei vielen Soforttyp-Allergien spielen IgE-Antikörper und die Freisetzung von Histamin aus Mastzellen eine Rolle.
Autoimmunreaktion
Abwehrreaktionen richten sich gegen körpereigene Strukturen. Das ist nicht dasselbe wie eine Pollenallergie und auch nicht einfach eine besonders starke Abwehr.
Eine gute Abwehr muss passend reagieren und sich anschließend wieder begrenzen. „Je stärker, desto besser“ ist deshalb kein sinnvolles Grundprinzip des Immunsystems.
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Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen
1 · Erkennen und zuordnen
1. Was gehört zur angeborenen Abwehr?
Nur Gedächtniszellen nach einer Infektion
Hautbarriere, Schleim und Fresszellen
Ausschließlich individuell gebildete Antikörper
Lösung und Erklärung
Hautbarriere, Schleim und Fresszellen
Die angeborene Abwehr umfasst Barrieren, Zellen und lösliche Faktoren.
2. Welche Zellen entwickeln sich zu antikörperproduzierenden Plasmazellen?
B-Zellen
Rote Blutkörperchen
Blutplättchen
Lösung und Erklärung
B-Zellen
Aktivierte B-Zellen können sich vermehren und zu Plasmazellen differenzieren.
3. Wo reifen T-Zellen?
In der Gallenblase
Im äußeren Gehörgang
Im Thymus
Lösung und Erklärung
Im Thymus
T-Zellen entstehen aus Vorläufern des Knochenmarks und reifen im Thymus.
4. Was ist ein Antigen?
Eine andere Bezeichnung für jede Fresszelle
Eine Struktur, die von Komponenten der spezifischen Abwehr erkannt werden kann
Grundsätzlich ein vollständiges Bakterium und niemals ein Bestandteil
Lösung und Erklärung
Eine Struktur, die von Komponenten der spezifischen Abwehr erkannt werden kann
Ein Antigen muss kein ganzer Erreger sein; auch einzelne Bestandteile können erkannt werden.
5. Welche Aufgabe erfüllen zytotoxische T-Zellen?
Sie können infizierte körpereigene Zellen gezielt abtöten
Sie produzieren als einzige Zellen alle Antikörper
Sie verwandeln jedes Virus direkt in Glucose
Lösung und Erklärung
Sie können infizierte körpereigene Zellen gezielt abtöten
Die zellvermittelte Abwehr kann infizierte Zellen durch kontrollierten Zelltod beseitigen.
6. Welche Funktion haben Lymphknoten?
Sie pumpen als kleine Herzen ausschließlich Blut
Sie bilden die einzige äußere Barriere gegen Erreger
Sie sind Orte der Begegnung von Antigenen und Abwehrzellen in der Lymphe
Lösung und Erklärung
Sie sind Orte der Begegnung von Antigenen und Abwehrzellen in der Lymphe
In Lymphknoten werden Immunreaktionen vorbereitet und aktiviert; die Milz überwacht dagegen insbesondere das Blut.
2 · Anwenden und erklären
1. Warum werden entzündete Stellen häufig rot und warm?
Die Haut produziert grundsätzlich eine Flamme
Die örtliche Durchblutung nimmt durch Gefäßerweiterung zu
Alle roten Blutkörperchen werden dort zu Antikörpern
Lösung und Erklärung
Die örtliche Durchblutung nimmt durch Gefäßerweiterung zu
Gefäßreaktionen gehören zur Entzündung. Erhöhte Durchlässigkeit kann zusätzlich Schwellungen fördern.
2. Welche Reihenfolge beschreibt Phagocytose?
Erkennen und Umschließen → Aufnahme in ein Bläschen → Abbau
Antikörperbildung → Umwandlung in einen Erreger → Zellteilung des Erregers
Abbau außerhalb des Körpers → Entstehung eines Zellkerns → Aufnahme
Lösung und Erklärung
Erkennen und Umschließen → Aufnahme in ein Bläschen → Abbau
Fresszellen nehmen Material auf und zerlegen es mithilfe ihrer Zellbestandteile.
3. Wie können Antikörper die Infektion neuer Zellen vermindern?
Sie fressen Viren wie eigenständige Zellen
Sie ersetzen sämtliche Haut- und Schleimhautbarrieren
Sie können passende Virusstrukturen binden und dadurch das Anheften blockieren
Lösung und Erklärung
Sie können passende Virusstrukturen binden und dadurch das Anheften blockieren
Die Bindung kann neutralisieren. Antikörper sind Proteine und keine fressenden Zellen.
4. Was unterscheidet aktive und passive Immunisierung grundsätzlich?
Beide bestehen ausschließlich aus Antibiotika
Aktiv regt die eigene Immunantwort an; passiv führt fertige Antikörper zu
Aktiv führt ausschließlich fertige Antikörper zu; passiv erzeugt immer Gedächtniszellen
Lösung und Erklärung
Aktiv regt die eigene Immunantwort an; passiv führt fertige Antikörper zu
Eine aktive Immunisierung kann Gedächtnis aufbauen. Zugeführte Antikörper wirken vorübergehend und erzeugen allein kein eigenes Gedächtnis.
5. Welche Rolle haben dendritische Zellen beim Übergang zur adaptiven Abwehr?
Sie können Antigenfragmente präsentieren und zusammen mit weiteren Signalen T-Zellen aktivieren
Sie sind die einzigen Zellen, die Sauerstoff im Blut transportieren
Sie ersetzen sämtliche B- und T-Zellen durch Hautzellen
Lösung und Erklärung
Sie können Antigenfragmente präsentieren und zusammen mit weiteren Signalen T-Zellen aktivieren
Antigenpräsentation verbindet die Aufnahme von Material mit der Aktivierung passender T-Zellen.
6. Was unterscheidet Allergie und Autoimmunreaktion?
Beide richten sich ausschließlich gegen dieselben Bakterien
Autoimmunität bedeutet grundsätzlich eine fehlende Hautbarriere
Allergie richtet sich gegen an sich harmlose fremde Stoffe; Autoimmunität gegen körpereigene Strukturen
Lösung und Erklärung
Allergie richtet sich gegen an sich harmlose fremde Stoffe; Autoimmunität gegen körpereigene Strukturen
Die Fehlreaktionen unterscheiden sich vor allem darin, welche Ziele das Immunsystem angreift.
3 · Prüfen und übertragen
1. Warum bedeutet „unspezifische Abwehr“ nicht „völlig zufällige Abwehr“?
Auch eine Gewebeschädigung ohne Erreger kann eine Entzündung auslösen
Entzündungen entstehen ausschließlich ohne Beteiligung des Immunsystems
Lösung und Erklärung
Auch eine Gewebeschädigung ohne Erreger kann eine Entzündung auslösen
Entzündung ist eine Reaktion auf Schädigung oder Gefahrensignale; eine Infektion ist nur eine mögliche Ursache.
5. Warum ist eine schnellere Zweitreaktion gegen Antigen A kein Beweis für denselben Schutz gegen jedes Antigen B?
Immunologisches Gedächtnis ist auf bestimmte erkannte Strukturen ausgerichtet
Gedächtniszellen erinnern sich ausschließlich an die Uhrzeit der Infektion
Jede Gedächtniszelle produziert automatisch alle denkbaren Antikörper
Lösung und Erklärung
Immunologisches Gedächtnis ist auf bestimmte erkannte Strukturen ausgerichtet
Die Spezifität erklärt die gezielte Wiedererkennung; Gedächtnis bedeutet keinen universellen Schutz gegen sämtliche Erreger.
6. Warum ist „Je stärker die Immunreaktion, desto besser“ unvollständig?
Starke Reaktionen können grundsätzlich keine Entzündung verursachen
Nur die Zahl roter Blutkörperchen entscheidet über jede Immunreaktion
Eine übermäßige oder fehlgerichtete Reaktion kann körpereigenes Gewebe schädigen
Lösung und Erklärung
Eine übermäßige oder fehlgerichtete Reaktion kann körpereigenes Gewebe schädigen
Wirksame Abwehr benötigt auch Regulation und Begrenzung, damit sie den Körper nicht unnötig schädigt.
Wie sicher bist du jetzt?
Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.
Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.
Lösungen mit Erklärungen
Plasmazellen: Antikörper; zytotoxische T-Zellen: Abtöten infizierter Körperzellen – Humorale und zellvermittelte Reaktionen ergänzen einander mit unterschiedlichen Aufgaben.
Passende Gedächtniszellen und gegebenenfalls vorhandene Antikörper erleichtern die erneute Reaktion – Das immunologische Gedächtnis verändert die Voraussetzungen für die erneute spezifische Antwort.
Angeborene Zellen können Antigenmaterial aufnehmen und damit adaptive Antworten anstoßen – Die beiden Abwehrbereiche arbeiten zusammen, etwa über Antigenpräsentation, Botenstoffe und die Markierung von Erregern.
Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.
Weitere Aufgaben zum Selbstcheck
14 Aufgaben: Wissen anwenden und Zusammenhänge erklären
Löse zunächst ohne Hilfe. Die Tipps führen zum Ansatz; die Lösungen zeigen, welche Fachbegriffe und Begründungen dazugehören.
1 · Warum ist das Immunsystem kein einzelnes Organ?
Tipp anzeigen
Nenne verschiedene Bestandteile und Orte.
Lösung anzeigen
Es umfasst Barrieren, Abwehrzellen, gelöste Stoffe und Organe wie Knochenmark, Thymus, Lymphknoten und Milz. Sie arbeiten verteilt zusammen.
2 · Erkläre drei Barrieren gegen Erreger.
Tipp anzeigen
Mechanisch, transportierend oder chemisch.
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Intakte Haut erschwert das Eindringen. Schleim bindet Partikel, Flimmerhärchen befördern sie aus Atemwegen. Magensäure schädigt viele verschluckte Mikroorganismen.
3 · Warum wird entzündetes Gewebe rot und geschwollen?
Tipp anzeigen
Blutfluss und Gefäßdurchlässigkeit.
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Erweiterte Gefäße erhöhen die Durchblutung und damit die Rötung. Erhöhte Durchlässigkeit lässt mehr Flüssigkeit ins Gewebe gelangen und trägt zur Schwellung bei.
4 · Ist eine Entzündung immer durch Krankheitserreger verursacht?
Tipp anzeigen
Denke an eine mechanische Verletzung.
Lösung anzeigen
Nein. Auch Gewebeschäden ohne Erreger können eine Entzündung auslösen. Infektion und Entzündung sind verschiedene Begriffe.
5 · Beschreibe Phagozytose in drei Schritten.
Tipp anzeigen
Erkennen, umschließen, abbauen.
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Die Fresszelle erkennt geeignetes Material, umfließt es mit ihrer Membran und schließt es in einem Vesikel ein. Nach Verbindung mit enzymhaltigen Zellbestandteilen wird es abgebaut.
6 · Vergleiche angeborene und adaptive Abwehr.
Tipp anzeigen
Geschwindigkeit, Erkennung und Gedächtnis.
Lösung anzeigen
Angeborene Mechanismen sind rasch verfügbar und erkennen verbreitete Muster. Adaptive Mechanismen nutzen spezifische B- und T-Zellen; die erste Antwort braucht Aufbauzeit und kann Gedächtniszellen hinterlassen.
7 · Unterscheide Antigen und Antikörper.
Tipp anzeigen
Erkannte Struktur oder bindendes Protein?
Lösung anzeigen
Ein Antigen ist eine spezifisch erkennbare Struktur. Ein Antikörper ist ein Protein, das an passende Stellen eines Antigens bindet.
8 · Welche Aufgaben haben Plasmazellen, T-Helferzellen und zytotoxische T-Zellen?
Tipp anzeigen
Produzieren, koordinieren, beseitigen.
Lösung anzeigen
Plasmazellen produzieren Antikörper. T-Helferzellen unterstützen andere Abwehrzellen durch Signale. Zytotoxische T-Zellen können passend erkannte infizierte Körperzellen zum kontrollierten Zelltod bringen.
9 · Wie können Antikörper helfen, ohne selbst Zellen zu sein?
Tipp anzeigen
Blockieren oder markieren.
Lösung anzeigen
Sie können Erregeranheftung beziehungsweise Giftwirkung blockieren, Erreger für Fresszellen markieren und bestimmte Komplementreaktionen unterstützen.
10 · Warum kann ein zweiter Erregerkontakt anders verlaufen?
Tipp anzeigen
Passende Gedächtniszellen sind schon vorhanden.
Lösung anzeigen
Gedächtniszellen können schneller aktiviert werden und eine stärkere spezifische Antwort ermöglichen. Vollständiger, lebenslanger Schutz folgt daraus nicht zwangsläufig.
11 · Vergleiche aktive und passive Immunisierung.
Tipp anzeigen
Eigene Antwort oder fertige Antikörper?
Lösung anzeigen
Aktiv: Der Körper baut eine eigene Antwort und Gedächtnis auf, was Zeit benötigt. Passiv: Fertige Antikörper wirken rasch, werden abgebaut und erzeugen allein kein eigenes Gedächtnis.
12 · Warum ist eine Allergie nicht einfach ein schwaches Immunsystem?
Tipp anzeigen
Entscheidend ist das Ziel der Reaktion.
Lösung anzeigen
Bei einer Allergie richtet sich eine unangemessene Abwehrreaktion gegen normalerweise harmlose Stoffe. Es geht nicht bloß um zu geringe Abwehrstärke.
13 · Wie verbindet eine dendritische Zelle angeborene und adaptive Abwehr?
Sie nimmt Erregermaterial im Gewebe auf und präsentiert Bruchstücke mit MHC-Proteinen. Im Lymphknoten kann eine passende T-Zelle den Komplex erkennen. Zusätzliche Signale ermöglichen ihre Aktivierung und Vermehrung.
14 · Warum reagiert die adaptive Abwehr auf Erreger A beim zweiten Kontakt oft schneller, auf einen neuen Erreger B aber nicht automatisch?
Tipp anzeigen
Gedächtniszellen sind auf bestimmte Antigene spezialisiert.
Lösung anzeigen
Für Antigene von A können passende Gedächtniszellen vorhanden sein. Bei B fehlen solche passenden Zellen möglicherweise; dann muss sich die adaptive Antwort erst aufbauen. Gedächtnis ist spezifisch und kein allgemeiner Schutz gegen jeden Erreger.