Biologische Vielfalt hat viele Seiten. Vergleiche Artenverteilungen, entdecke die Bedeutung vernetzter Lebensräume und lerne, Naturschutzmaßnahmen an klaren Zielen zu beurteilen.
Das kannst du danach
Drei Ebenen biologischer Vielfalt erklärenArtenzahl und Häufigkeitsverteilung unterscheidenSchutzmaßnahmen begründet bewerten
1 · Biodiversität: drei Ebenen der biologischen Vielfalt
Biodiversität bedeutet biologische Vielfalt. Dazu gehören Unterschiede innerhalb von Arten, die Vielfalt der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme. Wer nur verschiedene Tierarten zählt, betrachtet deshalb einen wichtigen, aber begrenzten Ausschnitt.
Genetische Vielfalt
Individuen einer Art besitzen unterschiedliche genetische Varianten. Diese können zu Unterschieden etwa in der Widerstandsfähigkeit gegen bestimmte Krankheiten beitragen. Sichtbare Unterschiede allein beweisen jedoch keinen genetischen Unterschied: Auch Umweltbedingungen beeinflussen Merkmale.
Artenvielfalt
In einer Wiese leben unterschiedliche Pflanzen-, Tier-, Pilz- und Mikroorganismenarten. Die Artenzahl sagt, wie viele Arten erfasst wurden. Für viele Fragestellungen ist zusätzlich wichtig, wie häufig die einzelnen Arten sind.
Vielfalt der Ökosysteme
Wälder, Wiesen, Moore, Fließgewässer und andere Ökosysteme bieten unterschiedliche Bedingungen und Lebensgemeinschaften. Ein Ökosystem umfasst die Gemeinschaft der Organismen, die unbelebte Umwelt und ihre Wechselwirkungen.
Die Ebenen hängen zusammen
Der Verlust eines Lebensraums kann viele Arten und ihre genetischen Varianten betreffen. Umgekehrt kann die Vielfalt innerhalb von Arten ihre Möglichkeiten beeinflussen, auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Einzelne Kennzahlen erfassen nie die gesamte Biodiversität.
2 · Artenzahl und Häufigkeit: das Verteilungs-Labor
Vier gedachte Arten werden mit derselben Methode und gleichem Aufwand auf gleich großen Probeflächen erfasst. Jede Modellstichprobe enthält 40 Individuen. Wechsle zwischen den Verteilungen und achte darauf, welche Aussagen die Artenzahl allein erlaubt.
Stichprobe auswählen
↔ Diagramm bei Bedarf seitlich verschieben.
Frei gewählte Unterrichtsdaten. Die Balkenhöhen zeigen Individuenzahlen, keine gemessenen Bestände aus der Natur.
Vier Arten, gleich verteilt
Art A: 10 · Art B: 10 · Art C: 10 · Art D: 10
Artenzahl:4 · Gesamtzahl: 40 Individuen
Anteil der häufigsten Art:25 %
Alle vier Arten kommen gleich häufig vor. In dieser Stichprobe sind Artenzahl und Gleichverteilung hoch im Vergleich zu den anderen drei Modellbeispielen.
Vertiefung: zwei zufällig gezogene Individuen
Wie wahrscheinlich ist es, dass zwei zufällig und ohne Zurücklegen gezogene Individuen verschiedenen Arten angehören? Jedes geordnete Paar aus zwei verschiedenen Individuen soll gleich wahrscheinlich sein.
76,9 % in der aktuellen Modellstichprobe.
Bei 40 Individuen gibt es 40 × 39 = 1560 mögliche geordnete Paare. Eine Art mit n Individuen liefert n × (n − 1) Paare derselben Art. Addiere diese Werte über alle Arten, teile durch 1560 und ziehe das Ergebnis von 1 ab. Der Wert verbindet Artenzahl und Häufigkeitsverteilung; er ist kein vollständiges Gütesiegel für einen Lebensraum.
Ablesen und deuten: 10/10/10/10 und 34/2/2/2 haben dieselbe Artenzahl. Im zweiten Fall dominiert eine Art deutlich stärker. In 20/20/0/0 sind die vorhandenen Arten gleich häufig, aber es sind nur zwei Arten. Deshalb sollte eine Auswertung Artenzahl, Häufigkeiten und Untersuchungsmethode gemeinsam betrachten.
Was das Labor nicht zeigt
Eine Stichprobe ist kein vollständiges Arteninventar. Manche Arten werden übersehen oder treten nur zu anderen Zeiten auf. Die vier Modellarten stehen außerdem nicht für ökologische Ansprüche, Gefährdung oder Herkunft. Eine natürliche Spezialistengemeinschaft kann schützenswert sein, auch wenn ihre Artenzahl gering ist.
3 · Warum ist biologische Vielfalt wichtig?
Ökologische Funktionen
Organismen tragen unter anderem zur Bestäubung, Zersetzung und Bodenbildung bei. Ihre Beziehungen bilden Nahrungsnetze. Unterschiedliche Arten können ähnliche Funktionen unter verschiedenen Bedingungen erfüllen und so zur Aufrechterhaltung von Prozessen beitragen.
Reaktion auf Veränderungen
Genetische Unterschiede schaffen Voraussetzungen dafür, dass Selektion an erblicher Variation ansetzen kann. Verschiedene Arten reagieren zudem unterschiedlich auf Störungen. Vielfalt kann die Erholung und Funktionsfähigkeit von Ökosystemen unterstützen; „mehr Arten = immer stabiler“ ist aber zu pauschal.
Bedeutung für Menschen
Nahrung, Rohstoffe und viele Forschungsansätze hängen mit Organismen und Ökosystemen zusammen. Natur ist außerdem ein Ort für Erholung, Lernen und kulturelle Erfahrungen. Diese Leistungen beruhen auf ganzen Systemen und ihrem Zustand.
Eigenwert und Verantwortung
Arten und Lebensgemeinschaften werden auch unabhängig von unmittelbarem Nutzen für Menschen als schützenswert angesehen. Naturschutz berührt deshalb neben biologischen Befunden auch Werte und gesellschaftliche Entscheidungen.
4 · Wodurch kann Biodiversität verloren gehen?
Verlust und Zerschneidung von Lebensräumen
Werden geeignete Flächen beseitigt oder verändert, fehlen Nahrung, Schutz und Fortpflanzungsorte. Werden verbleibende Flächen voneinander getrennt, kann der Austausch zwischen Populationen abnehmen.
Übernutzung und Belastungen
Werden Organismen schneller entnommen, als sich Bestände erholen können, gehen Populationen zurück. Schadstoffe oder übermäßige Nährstoffeinträge verändern Bedingungen und können empfindliche Arten verdrängen.
Klimaveränderungen
Veränderte Temperaturen, Niederschläge und Extremereignisse beeinflussen Lebensbedingungen. Arten können unterschiedlich reagieren; Lebensräume und zeitliche Beziehungen, etwa zwischen Blüte und Bestäubern, können sich verändern.
Invasive gebietsfremde Arten
Manche durch Menschen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets eingeführte Arten breiten sich aus und beeinträchtigen andere Arten oder Ökosysteme. Nicht jede gebietsfremde Art ist invasiv. Herkunft allein beschreibt noch keine ökologische Wirkung.
Diese Einflüsse können sich verstärken. Ein kleiner, isolierter Bestand kann zum Beispiel besonders empfindlich auf eine zusätzliche Dürre reagieren. Welche Faktoren an einem Ort entscheidend sind, muss untersucht werden.
Rückgang ist nicht gleich Aussterben
Sinkt die Individuenzahl, geht zunächst ein Bestand zurück. Verschwindet eine Art aus einem Gebiet, ist sie dort lokal verschwunden. Global ausgestorben ist sie erst, wenn weltweit kein lebendes Individuum mehr existiert. Eine selten beobachtete Art ist nicht allein deshalb nachweislich gefährdet.
5 · Biotopverbund: Lebensräume erreichbar machen
Geeignete Lebensräume können wie Inseln in einer für bestimmte Arten wenig geeigneten Umgebung liegen. Ein Biotopverbund soll Flächen so erhalten und verbinden, dass unter anderem Ausbreitung und Austausch möglich bleiben. Dabei zählt die Sicht der jeweiligen Art: Was für die eine gut überwindbar ist, kann für eine andere eine starke Barriere sein.
Drei Varianten vergleichen
↔ Schaubild bei Bedarf seitlich verschieben.
Schematische Landschaft: Grün zeigt geeignete Flächen für eine gedachte Zielart. A und B sind zwei Habitatflächen; die graue Linie ist eine Straße.
Getrennte Flächen
Die Flächen A und B können für eine bestimmte Art geeignete Lebensräume sein. Dazwischen liegen Flächen, die sie schlecht durchqueren kann. Eine Straße kann zusätzliche Barrieren schaffen. Für einen flugfähigen Vogel und einen kleinen bodenlebenden Käfer wirkt dieselbe Landschaft unterschiedlich.
Erreichen Individuen andere Populationen und pflanzen sich dort fort, kann Genfluss stattfinden: Genetische Varianten werden zwischen Populationen ausgetauscht. Eine Verbindung allein garantiert jedoch weder erfolgreiche Fortpflanzung noch einen gesicherten Bestand. Ausreichend große und hochwertige Lebensräume bleiben wesentlich. Planungen berücksichtigen auch mögliche unerwünschte Wirkungen, etwa die Ausbreitung bestimmter Krankheitserreger oder invasiver Arten. Deshalb werden Vernetzung, Habitatqualität und konkrete Artenansprüche gemeinsam betrachtet.
6 · Naturschutz: Ziel, Maßnahme und Erfolg unterscheiden
In situ: am natürlichen Ort schützen
Lebensräume und Populationen werden in ihrer natürlichen Umgebung erhalten. Dazu können Schutzgebiete, angepasste Nutzung und die Verringerung schädlicher Einflüsse beitragen. Die Bezeichnung eines Schutzgebiets allein beweist noch keinen guten Zustand.
Renaturierung: Bedingungen wiederherstellen
Geschädigte Lebensräume werden so entwickelt, dass typische Strukturen und Prozesse wieder möglich werden. Entscheidend ist ein fachlich begründetes Ziel, etwa ein geeigneter Wasserhaushalt. Die genaue frühere Gemeinschaft kehrt nicht automatisch zurück.
Pflege oder freie Entwicklung
Für manche Wiesen ist passende Pflege nötig, damit lichtbedürftige Arten erhalten bleiben. In anderen Gebieten sollen natürliche Prozesse möglichst frei ablaufen. Der Unterschied wird mit ökologischer Sukzession verständlich.
Ex situ: außerhalb erhalten
Saatgutbanken, botanische Gärten oder fachlich geführte Erhaltungszucht können genetisches Material und Organismen außerhalb ihrer natürlichen Lebensräume sichern. Das kann ergänzen, ersetzt aber kein funktionsfähiges Ökosystem am natürlichen Ort.
Beispiel einer prüfbaren Planung: Ziel ist, dass eine bestimmte Wiesenart auf einer Fläche wieder dauerhaft vorkommt. Eine mögliche Maßnahme ist eine an den Lebensraum angepasste Pflege. Der Erfolg wird über mehrere Jahre anhand ihres Bestands, der Vegetationsstruktur und weiterer geeigneter Merkmale erfasst. Eine größere Gesamtartenzahl allein würde dieses konkrete Ziel nicht belegen.
Kurzer Begriffscheck
Zwei Probeflächen enthalten jeweils vier Arten. Was lässt sich daraus sicher folgern?
Wähle eine Antwort.
7 · Biodiversität untersuchen: fair vergleichen
Wähle eine klare Frage: Unterscheidet sich zum Beispiel die Vegetation zweier Schulrasenflächen? Lege vergleichbare Probeflächen fest und dokumentiere Größe, Datum, Wetter, Methode und Suchdauer. Bestimme Arten so zuverlässig wie möglich und halte Unsicherheiten fest, statt unbekannte Funde einfach zu erfinden. Wiederhole die Erhebung zu passenden, vergleichbaren Zeiten. Einmaliges Nichtfinden beweist nicht, dass eine Art fehlt. Werden Maßnahmen verglichen, helfen Aufnahmen vor und nach der Änderung sowie geeignete Vergleichsflächen ohne die Änderung. Auch dann müssen andere Einflüsse bei der Deutung bedacht werden.
Mehrere Messgrößen ergeben ein klareres Bild
Artenzahl, Häufigkeiten, Vorkommen bestimmter Zielarten und Zustand des Lebensraums beantworten unterschiedliche Fragen. Notiere immer, welcher Ausschnitt untersucht wurde. Aus wenigen beobachteten Pflanzenarten folgt noch keine Aussage über sämtliche Tiere, Pilze und Mikroorganismen.
12 Aufgaben: verstehen, anwenden und begründen
Löse zuerst selbst. Ein Tipp hilft beim Einstieg; die Lösung zeigt die fachliche Begründung.
1 · Nenne die drei Ebenen der Biodiversität.
Tipp anzeigen
Denke kleiner und größer als eine Art.
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Genetische Vielfalt innerhalb von Arten, Vielfalt der Arten und Vielfalt der Ökosysteme.
2 · Zwei Pflanzen derselben Art sind verschieden groß. Beweist das genetische Vielfalt?
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Welche Rolle kann die Umwelt spielen?
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Nein. Unterschiede können genetische Ursachen haben, aber auch durch Licht, Wasser, Nährstoffe oder Alter entstehen. Ein sichtbarer Unterschied allein belegt seine genetische Ursache nicht.
3 · Vergleiche 10/10/10/10 mit 34/2/2/2. Was bleibt gleich, was ändert sich?
Tipp anzeigen
Zähle Arten mit mindestens einem Individuum und addiere die Individuen.
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Beide Stichproben enthalten 40 Individuen und vier Arten. Die Verteilung ändert sich: Im ersten Fall sind die Arten gleich häufig, im zweiten dominiert Art A mit 34 Individuen.
4 · Berechne den Anteil von Art A bei 34/2/2/2.
Tipp anzeigen
Teile 34 durch die Gesamtzahl.
Lösung anzeigen
34 ÷ 40 = 0,85 = 85 %. Dieser Anteil beschreibt die Dominanz von Art A in der Stichprobe, nicht 85 % aller Arten des Lebensraums.
5 · Warum hat 20/20/0/0 trotz Gleichverteilung weniger Arten als 10/10/10/10?
Tipp anzeigen
Zähle nur tatsächlich erfasste Arten.
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Bei 20/20/0/0 wurden zwei Arten erfasst; die beiden übrigen haben jeweils null Individuen. Die vorhandenen Arten sind gleich häufig, aber die Artenzahl beträgt nur zwei.
6 · Vertiefung: Berechne die Chance für zwei verschiedene Arten bei 20/20/0/0.
Tipp anzeigen
Nach dem ersten Individuum bleiben 39 übrig. Wie viele gehören zur anderen Art?
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Unabhängig davon, welche Art zuerst gezogen wird, gehören 20 der übrigen 39 Individuen zur anderen Art. Die Wahrscheinlichkeit beträgt 20/39 ≈ 51,3 %. Es wird ohne Zurücklegen gezogen.
7 · Ein Bestand sinkt von 1000 auf 100 Individuen. Ist die Art global ausgestorben?
Tipp anzeigen
Unterscheide Bestandsrückgang und weltweites Verschwinden.
Lösung anzeigen
Nein. Ein starker Rückgang liegt vor, aber es leben noch Individuen. Ob weitere Populationen existieren und wie die Gefährdung einzuschätzen ist, erfordert zusätzliche Informationen.
8 · Erkläre, weshalb eine Straße für zwei Arten verschieden wirken kann.
Tipp anzeigen
Vergleiche Fortbewegung und Lebensraumansprüche.
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Eine Art kann die Straße relativ gut überwinden, während eine andere sie meidet oder beim Überqueren häufig stirbt. Flugfähigkeit, Bewegungsradius, Verhalten und Empfindlichkeit gegenüber der Umgebung beeinflussen die Barrierewirkung.
9 · Wann kann eine Verbindung zwischen Populationen zu Genfluss führen?
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Ankommen und Fortpflanzung sind zwei verschiedene Schritte.
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Wenn Individuen oder Fortpflanzungseinheiten die andere Population erreichen und dort genetisches Material durch erfolgreiche Fortpflanzung beitragen. Eine bloße Bewegung oder grüne Verbindung allein reicht als Nachweis nicht.
10 · Ordne Saatgutbank und Schutz eines natürlichen Moores den Schutzformen zu.
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Bedeutet der Ort innerhalb oder außerhalb des natürlichen Lebensraums?
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Eine Saatgutbank ist ein Beispiel für Ex-situ-Erhaltung. Der Schutz des Moores mit seiner Gemeinschaft ist In-situ-Schutz. Beide können sich ergänzen, erfüllen aber nicht dieselbe Aufgabe.
11 · Bewerte: „Naturschutz bedeutet immer, nichts zu tun.“
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Denke an verschiedene Lebensräume und Schutzziele.
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Die Aussage ist falsch. Prozessschutz kann freie Entwicklung vorsehen. Ein durch Nutzung entstandener artenreicher Lebensraum kann dagegen geeignete Pflege benötigen. Ziel, Bedingungen und beobachtete Wirkung entscheiden.
12 · Auf einer Fläche wurden heute mehr Arten gefunden als letzte Woche. Ist eine Schutzmaßnahme damit erfolgreich?
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Prüfe Methode, Zeitraum und Ziel.
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Noch nicht belegt. Suchaufwand, Wetter, Jahreszeit oder Bestimmungsunterschiede können das Ergebnis erklären. Erforderlich sind vergleichbare, wiederholte Erhebungen und Messgrößen, die zum Schutzziel passen; geeignete Vergleichsflächen stärken die Aussage.
Für den Unterricht: zählen, vergleichen, begründen
Einstieg: Lege zweimal 40 farbige Plättchen aus: einmal 10/10/10/10, einmal 34/2/2/2. Die Lernenden beschreiben zuerst, was gleich und was verschieden ist. Erarbeitung: Nutzt das Verteilungs-Labor und formuliert jeweils eine sichere Aussage sowie eine offene Frage. Anschließend plant ihr am Landschaftsmodell einen Verbund für eine selbst gewählte gedachte Zielart. Transfer: Vergleicht „artenreiche Wiese erhalten“ und „natürliche Waldentwicklung ermöglichen“ als unterschiedliche Schutzziele. Differenzierung: Grundniveau: drei Ebenen und Artenzahl. Vertiefung: Wahrscheinlichkeitsrechnung, Genfluss und die Aussagekraft von Vorher-nachher-Vergleichen.
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