1 · Wo liegt die Mitte der langen Geodreieck-Kante beim Messen?
Lösung und Rechenweg ansehen
Genau auf dem Scheitelpunkt. Die lange Kante wird zugleich am Ausgangsschenkel ausgerichtet.
Erklärung wiederholen →Mathe · Grundlagen und Wiederholung
Winkel richtig messen, zeichnen und aus bekannten Angaben berechnen. Lerne die passende Geodreieck-Skala zu wählen und dein Ergebnis zu prüfen.
Erst schätzen, dann bestimmen
Scheitelpunkt treffen.
Nullmarkierung ausrichten.
Richtige Skala ablesen.
Prüfe danach: Passt der Wert zu einem spitzen, rechten oder stumpfen Winkel?
Lernschritt 1
Beim Messen bestimmst du die Größe eines gezeichneten Winkels. Du brauchst den Scheitelpunkt, beide Schenkel und ein Geodreieck mit Gradskala. Schätze zuerst, ob der markierte Winkel spitz, recht oder stumpf ist.
Verwechsle die Nullmarkierung zum Anlegen nicht mit irgendeiner 0° am Rand der Winkelskala: Die Mitte der langen Kante liegt auf dem Scheitelpunkt. Welche Gradskala du liest, hängt von der Richtung des Ausgangsschenkels ab.
Lernschritt 2
Viele Geodreiecke haben zwei entgegengesetzt laufende Gradskalen. An derselben Ablesestelle können deshalb zum Beispiel 60° und 120° stehen. Du darfst nicht einfach die kleinere Zahl wählen.
Ausgangsschenkel nach rechts: Lies die Skala, deren 0° rechts liegt. In der Zeichnung oben ergibt sich 60°.
Ausgangsschenkel nach links: Bei demselben schrägen zweiten Schenkel ist der Winkel zur linken Richtung 120°. Jetzt beginnt deine Skala links bei 0°.
Probier es selbst: Du schätzt einen Winkel als spitz ein, liest aber 130° ab. Was prüfst du zuerst?
Prüfe, ob du die Skala mit 0° am Ausgangsschenkel verwendet hast. An derselben Stelle kann die andere Skala 50° anzeigen. Kontrolliere zusätzlich das Anlegen und den gemeinten Winkelbogen.
Lernschritt 3
Der Winkel muss spitz sein, denn 65° ist kleiner als 90°. Die Länge deiner gezeichneten Schenkel darfst du passend wählen; sie verändert den Winkel nicht.
Lernschritt 4
Wenn Winkelgrößen gegeben sind, kannst du einen fehlenden Winkel häufig genau ausrechnen. Wähle zuerst die passende Beziehung. Eine Skizze allein beweist dabei noch keine rechte oder gestreckte Lage.
| Situation | Regel | Beispiel |
|---|---|---|
| Nebenwinkel an einer Geraden | zusammen 180° | 180° − 65° = 115° |
| Winkel lückenlos um einen Punkt | zusammen 360° | 360° − 110° − 95° = 155° |
| Innenwinkel eines Dreiecks | zusammen 180° | 180° − 50° − 60° = 70° |
| Scheitelwinkel zweier sich schneidender Geraden | gleich groß | Gegenüber von 72° liegen ebenfalls 72°. |
Nebenwinkel teilen einen Schenkel und den Scheitelpunkt; die beiden anderen Schenkel bilden eine Gerade. Beliebige nebeneinander gezeichnete Winkel ergeben nicht automatisch 180°.
Scheitelwinkel liegen sich beim Schnitt zweier Geraden gegenüber. Verwechsle sie nicht mit den direkt benachbarten Winkeln.
Probier es selbst: Ein Nebenwinkel beträgt 128°. Wie groß ist der andere?
180° − 128° = 52°. Probe: 128° + 52° = 180°.
Lernschritt 5
Eine übliche Geodreieck-Skala reicht bis 180°. Einen überstumpfen Winkel kannst du über den übrigen kleineren Winkel bestimmen: Miss die kleinere Öffnung zwischen denselben Schenkeln und ziehe sie von 360° ab.
Großer Winkel = 360° − kleiner Winkel
Ist der kleine Winkel 135° groß, beträgt der zugehörige große Winkel 360° − 135° = 225°. Markiere ausdrücklich den großen Bereich, sonst könnte die Zeichnung als 135°-Winkel verstanden werden.
Probier es selbst: Der kleinere Winkel zwischen zwei Schenkeln ist 80°. Gesucht ist der größere.
360° − 80° = 280°. Der gesuchte Winkel ist überstumpf.
Lernschritt 6
Wenn die Aufgabe exakte Winkelangaben und eine passende Regel liefert, rechne damit. Miss eine nicht maßstabsgetreue Skizze nicht als Ersatz für diese Rechnung. Beim Zeichnen und Messen hilft die Winkelart als abschließende Kontrolle.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
Genau auf dem Scheitelpunkt. Die lange Kante wird zugleich am Ausgangsschenkel ausgerichtet.
Erklärung wiederholen →Lies die Skala, die am Ausgangsschenkel mit 0° beginnt. Prüfe danach, ob der Wert zur markierten Öffnung passt.
Erklärung wiederholen →180° − 65° = 115°. Der gesuchte Winkel ist stumpf.
Erklärung wiederholen →α = 72°, weil gegenüberliegende Scheitelwinkel gleich groß sind.
Erklärung wiederholen →360° − 110° − 95° = 155°. Die drei Bereiche müssen die volle Drehung ohne Lücken oder Überlappungen ausfüllen.
Erklärung wiederholen →360° − 125° = 235°. Dieser Winkel ist überstumpf.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Produkt und aktuellen Preis ansehen →Nein. Richtig ist die Skala mit 0° am Ausgangsschenkel. Bei einem stumpfen Winkel ist der Wert größer als 90°.
Verlängere ihn mit dem Lineal in derselben Richtung. Dadurch ändert sich die Winkelgröße nicht.
180° gilt zum Beispiel für Nebenwinkel an einer Geraden und für die Innenwinkelsumme eines Dreiecks. 360° gilt für eine volle Drehung beziehungsweise lückenlos aneinanderliegende Winkel um einen Punkt.