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Englisch · Zukunft · etwa Klasse 6–7

Will oder going to? Zukunftsformen vergleichen

Spontane Entscheidung oder bestehender Plan? Vergleiche will und going to anhand klarer Situationen und begründe deine Wahl.

Verstehen · ausprobieren · selbst anwenden
Etwa 20–30 Minuten mit Übungen · je nach Lernstand

I’ll help.
I’m going to help.

Gleiche Handlung · anderer Zusammenhang

Die Situation hilft dir bei der Wahl

Will und be going to können beide über die Zukunft sprechen. Der Unterschied liegt häufig darin, wie du deine Aussage meinst: Reagierst du gerade spontan, berichtest du von einem Plan oder deutest du aktuelle Anzeichen?

Wenn du die Formen noch nicht sicher bildest, beginne mit Going-to-Future und Will-Future.

Dein Lernziel: Du begründest eine typische Wahl aus dem Zusammenhang. Die Übersicht ist eine Lernhilfe, keine ausnahmslose Regel für jedes Gespräch.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Situation und typische Wahl
Was möchtest du ausdrücken? Typische Form Beispiel
Ich entscheide mich beim Sprechen. will I’ll open the window.
Ich habe die Absicht schon vorher gefasst. be going to I’m going to tidy my room.
Ich biete etwas an oder verspreche etwas. will I’ll help you.
Ich leite eine Vorhersage aus aktuellen Anzeichen ab. be going to That glass is going to fall.
Ich äußere eine Erwartung oder Einschätzung. oft will I think the journey will be fun.

Bei Vorhersagen sind oft beide Formen möglich. Going to hebt häufig die gegenwärtige Grundlage hervor; will kann eine Erwartung ausdrücken. Die Grenze ist nicht in jeder Situation scharf.

Auch die Form ist verschieden

Shewillplay.
Sheis going toplay.

Nach beiden steht die Grundform play. Nur bei going to brauchst du davor zusätzlich am, is oder are.

Gleiche Handlung, anderer Zusammenhang

Gerade erst entschieden

I’llmakesome tea.

Ich mache Tee.

Du hörst gerade: „Mir ist kalt.“ Daraufhin entscheidest du dich spontan, Tee zu machen.

Schon vorher geplant

I’m going tomakesome tea.

Ich habe vor, Tee zu machen.

Du hast den Tee bereits bereitgestellt und berichtest von deinem vorher gefassten Plan.

Die Handlung ist gleich. Der Unterschied liegt darin, ob du gerade entscheidest oder von einer bestehenden Absicht erzählst.

Schritt für Schritt entscheiden

  1. Lies die ganze Situation, nicht nur die Lücke.
  2. Suche die Aussageabsicht: spontane Reaktion, Plan, Angebot oder Vorhersage?
  3. Wähle das dazu geübte typische Muster.
  4. Bilde die Form vollständig: will + Grundform oder am/is/are going to + Grundform.
  5. Erkläre deine Wahl mit einem Hinweis aus der Situation.

Was dir nicht automatisch die Lösung verrät

Tomorrow ist kein eindeutiges Signalwort

I’ll help you tomorrow. kann ein spontanes Angebot sein. I’m going to help you tomorrow. kann eine vorher gefasste Absicht beschreiben. Tomorrow nennt in beiden Fällen den Zeitpunkt.

Will heißt nicht „unsicher“, going to nicht „sicher“

Mit beiden Formen kannst du mehr oder weniger überzeugt klingen. Auch ein Plan kann scheitern. Die Wahl hängt nicht einfach von einer Prozentzahl für Sicherheit ab.

Es gibt weitere Möglichkeiten

Für verabredete Termine passt häufig das Present Progressive: I’m meeting Mia at four. – Ich treffe Mia um vier. Für Fahrpläne verwendest du oft Simple Present: The train leaves at six. – Der Zug fährt um sechs ab. Hier übst du gezielt will und going to.

So funktionieren die Übungen: Bei Situationsaufgaben nennst du das hier geübte typische Muster. Eine andere Form kann in einem anders gemeinten Gespräch ebenfalls möglich sein. Die Rückmeldung erklärt die gewählte Sichtweise.

Situations-Explorer: Warum diese Form?

Lies zuerst die Situation. Öffne dann einen passenden Beispielsatz.

Du entscheidest dich gerade spontan, das Fenster zu öffnen.

Überlege: Welche Aussageabsicht steht hier im Vordergrund?

Wähle zuerst selbst eine Form und begründe sie.

Die Situation ist auf Deutsch, das Beispiel auf Englisch.

Typische Denkfehler vermeiden

„Da steht tomorrow, also muss will hin.“
Tomorrow passt zu mehreren Zukunftsformen. Lies die Situation dazu.
„Ein Plan ist garantiert, eine Vorhersage nicht.“
Beide Aussagen können sich später ändern. Entscheidend ist die aktuelle Sichtweise.
Falsch: She will going to play.
Richtig: She is going to play. → Für das hier geübte going-to-Muster brauchst du is. Mit will lautet die Alternative: She will play.
Falsch: I going to help.
Richtig: I am going to help. → Going to braucht in diesem Muster die passende Form von be.

Wahl und Bildung getrennt üben

1 · Die Aussageabsicht erkennen

Schreibe nur will oder going to als Namen des Musters, noch keinen vollständigen Satz.

Nenne das hier geübte Muster: will oder going to.Antwort: ________________________

Nenne das hier geübte Muster: will oder going to.Antwort: ________________________

Nenne das hier geübte Muster: will oder going to.Antwort: ________________________

Nenne das hier geübte Muster: will oder going to.Antwort: ________________________

Nenne das hier geübte Muster: will oder going to.Antwort: ________________________

Nenne das hier geübte Muster: will oder going to.Antwort: ________________________

Bearbeite die Aufgaben zuerst selbst.

Lösungen mit Erklärungen öffnen
  1. will
    Will ist hier die typische Wahl.
  2. going to
    Going to hebt die vorher gefasste Absicht hervor.
  3. will
    Will passt zum spontanen Angebot.
  4. will
    Will ist ein typisches Muster für Versprechen.
  5. going to
    Going to hebt diese erkennbare Entwicklung hervor.
  6. going to
    Going to ist das hier geübte Muster für die bestehende Absicht.

2 · Die gewählte Form richtig bilden

Jetzt ist das Zukunftsmuster schon vorgegeben. Ergänze den fehlenden Teil.

Ergänze die passende Form von be.Antwort: ________________________

Ergänze help oder helping.Antwort: ________________________

Ergänze am, is oder are.Antwort: ________________________

Ergänze be oder is.Antwort: ________________________

Bearbeite die Aufgaben zuerst selbst.

Lösungen mit Erklärungen öffnen
  1. is
    She is going to read tomorrow.
  2. help
    I will help you tomorrow.
  3. are
    We are going to play.
  4. be
    He will be ready.

3 · Zwei kleine Dialoge schreiben

Nutze in beiden Dialogen die Handlung help. Einmal soll eine spontane Hilfe angeboten werden, einmal eine vorher gefasste Absicht erklärt werden.

Mögliche Beispiele ansehen

“This box is heavy.” – “I’ll help you.”
“What is your plan for tomorrow?” – “I’m going to help my aunt.”

„Diese Schachtel ist schwer.“ – „Ich helfe dir.“
„Was hast du morgen vor?“ – „Ich habe vor, meiner Tante zu helfen.“

Für den Unterricht: Nicht nur wählen, auch begründen

Einstieg: Dieselbe Handlung in zwei Situationen zeigen: spontane Entscheidung und bestehender Plan.

Partnerphase: Eine Person wählt die Form, die andere fragt nach dem Hinweis im Kontext.

Abschluss: Einen Satz mit tomorrow betrachten. Gemeinsam erklären, warum der Zeitpunkt allein nicht genügt.

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