Mathe verstehen und üben / Spiegelungen im Raum

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Spiegelungen im Raum

Spiegle einen Punkt an einem Zentrum, einer Ebene oder einer Geraden. Finde zuerst die Mitte, gehe gleich weit weiter und prüfe deinen Bildpunkt.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Hilfreiches Vorwissen: Vektoren, Skalarprodukt, Geraden, Ebenen und Lotfußpunkte.

Finde heraus, was du schon kannst

Drei kurze Aufgaben zeigen dir, wo du einsteigen kannst. Löse sie zunächst ohne Hilfe.

Koordinaten und mehrere Werte mit Semikolon trennen, z. B. 2; −1; 3. Brüche mit /, Wurzeln als sqrt(…), z. B. sqrt(7), Quadrate als ^2 eingeben. Achte darauf, ob Lotfuß L oder Spiegelpunkt P′ gefragt ist. Gib alle drei Koordinaten exakt an.

Verstehen

Spiegelung und Projektion unterscheiden

Vom Lotfuß gleich weit weiter

p′ = 2l − p

Bei einer Ebenenspiegelung ist L der Lotfußpunkt und zugleich die Mitte zwischen P und seinem Bildpunkt P′.

Bei einer orthogonalen Projektion auf eine Ebene gehst du von P senkrecht bis zum Lotfußpunkt L. Bei der Spiegelung gehst du auf derselben Geraden noch einmal genau so weit weiter. So entsteht P′ auf der anderen Seite.

PLP′EgleicherAbstand
Senkrechtes Schnittbild: Die Ebene E erscheint als Linie. P, L und P′ liegen auf der Lotgeraden. L halbiert die Strecke PP′. Ohne Koordinatenmaßstab.

P und P′ sind gleich weit von der Ebene entfernt. Die Verbindung steht senkrecht zur Ebene und ihr Mittelpunkt liegt auf ihr. Diese Eigenschaften beschreiben die Spiegelung eindeutig.

Die gemeinsame Mittelpunktformel

Ist M der Mittelpunkt der Strecke zwischen P und P′, gilt für die Ortsvektoren:

Beispiel – Schritt für Schritt

Leite die Formel für den Bildpunkt her

M ist die Mitte zwischen P und P′

RechnungErklärung zum Schritt
m =
1 Mittelpunktformel aufstellen

Der Mittelpunkt ist der Mittelwert der beiden Ortsvektoren.

2m = p + p′
2 Mit 2 multiplizieren

Multipliziere beide Seiten mit 2.

p′ = 2m − p
3 Nach dem Bildpunkt auflösen

Subtrahiere den ursprünglichen Ortsvektor. So erhältst du den Bildpunkt.

Du kannst die Formel koordinatenweise anwenden. Bei der Spiegelung an einem Zentrum ist M dieses Zentrum. Bei einer Ebene oder Geraden verwendest du den passenden Lotfußpunkt L als Mittelpunkt.

Übungsaufgabe

P(4 | 2 | −1) und L(1 | 0 | 2) sind gegeben. Welcher Spiegelpunkt entsteht, wenn L die Mitte ist?

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. P′ = 2L − P = (−2; −2; 5)

    Verdopple jede Koordinate von L und ziehe die entsprechende Koordinate von P ab.

Spiegelung an einem Punkt

Beispiel – Schritt für Schritt

Spiegle P am Zentrum Z

P(3 | −1 | 4)
Zentrum: Z(1 | 2 | 0)

Spiegle P(3 | −1 | 4) am Zentrum Z(1 | 2 | 0). Verdopple die Zentrumskoordinaten und ziehe die Punktkoordinaten ab:

RechnungErklärung zum Schritt
2z =
1 Zentrum verdoppeln

Verdopple die Koordinaten des Zentrums Z(1 | 2 | 0).

p′ =
2 Punktkoordinaten abziehen

Ziehe die Koordinaten von P(3 | −1 | 4) ab.

p′ =
3 Bildpunkt berechnen

Rechne komponentenweise. Der Bildpunkt ist P′(−1 | 5 | −4).

Also ist P′(−1 | 5 | −4). Die Mittelpunkte der drei Koordinatenpaare ergeben wieder Z(1 | 2 | 0).

Beim Ursprung als Zentrum wechseln alle drei Koordinaten ihr Vorzeichen: (x₁; x₂; x₃) wird zu (−x₁; −x₂; −x₃).

Unterschied zur ebenen Geometrie: In einer Ebene entspricht die Punktspiegelung einer Drehung um 180°. Im dreidimensionalen Raum ist die Punktspiegelung dagegen keine Drehung um eine feste Achse: Bei einer solchen Drehung bleiben alle Achsenpunkte fest, bei der Punktspiegelung nur das Zentrum.

Übungsaufgabe

Spiegle P(3 | −1 | 4) am Ursprung.

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. P′(−3 | 1 | −4)

    Beim Ursprung als Zentrum wechseln alle drei Koordinaten das Vorzeichen.

Spiegelung an einer Koordinatenebene

Bei der Spiegelung an der x₁-x₂-Ebene bleibt die erste und zweite Koordinate gleich. Nur die dritte wechselt das Vorzeichen:

(x₁; x₂; x₃) → (x₁; x₂; −x₃)

Für P(3 | −1 | 4) ist der Bildpunkt daher (3 | −1 | −4). An der x₁-x₃-Ebene wechselt nur x₂, an der x₂-x₃-Ebene nur x₁ das Vorzeichen.

Beispiel – Schritt für Schritt

Spiegle P an der verschobenen Ebene

P(1 | −3 | 5)
E: x₃ = 2

RechnungErklärung zum Schritt
L(1 | −3 | 2)
1 Lotfuß bestimmen

Bei E: x₃ = 2 liegt der Lotfuß von P(1 | −3 | 5) senkrecht unter P auf der Ebene.

x₃′ = 2 · 2 − 5 = −1
2 Dritte Koordinate spiegeln

Spiegle die dritte Koordinate an 2. Allgemein gilt x₃′ = 4 − x₃.

P′(1 | −3 | −1)
3 Bildpunkt angeben

Die ersten beiden Koordinaten bleiben gleich. L liegt genau zwischen P und P′.

Bloßes Vorzeichenwechseln funktioniert bei Koordinatenebenen durch den Ursprung. Bei verschobenen oder schiefen Ebenen brauchst du die passende Mittelpunkt- beziehungsweise Lotrechnung.

Übungsaufgabe

Spiegle P(1 | −3 | 5) an E: x₃ = 2.

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. L(1 | −3 | 2)

    Die ersten beiden Koordinaten bleiben gleich.

  2. P′(1 | −3 | −1)

    Die dritte Koordinate ist 2·2 − 5 = −1.

Spiegelung an einer schiefen Ebene

Gegeben seien P(3 | 0 | 0) und E: 2x₁ − x₂ + 2x₃ = 3. Der Normalenvektor ist n = (2; −1; 2). Stelle die Lotgerade durch P auf:

h: x = + t ·

Beispiel – Schritt für Schritt

Berechne zuerst den Lotfuß und dann den Bildpunkt

P(3 | 0 | 0)
E: 2x₁ − x₂ + 2x₃ = 3

RechnungErklärung zum Schritt
2(3 + 2t) − (−t) + 2(2t) = 3
1 Lotgerade einsetzen

Setze die Lotgerade in E ein.

6 + 9t = 3
2 Zusammenfassen

Löse die Klammern auf und fasse die t-Terme zusammen.

t = −
3 Parameter berechnen

Subtrahiere 6 und teile durch 9.

L( | | −)
4 Lotfuß bestimmen

Setze t in die Lotgerade ein. Das ist der Lotfuß, noch nicht der Bildpunkt.

p′ = 2l − p
5 Spiegelungsformel anwenden

Verdopple L und ziehe P ab.

P′( | | −)
6 Bildpunkt berechnen

Berechne 2 · 7/3 − 3, 2 · 1/3 − 0 und 2 · (−2/3) − 0.

Wichtig: Der Lotfuß ist noch nicht der Bildpunkt. Erst der zweite Schritt liefert die Spiegelung.

Übungsaufgabe

Für P(3 | 0 | 0) ist L(7/3 | 1/3 | −2/3) der Lotfuß. Ist L schon der Spiegelpunkt?

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. Nein. L ist erst die Mitte.

    Die Projektion endet am Lotfuß; die Spiegelung geht gleich weit weiter.

  2. P′ = 2L − P = (5/3; 2/3; −4/3)

    Der Bildpunkt liegt auf der anderen Seite der Ebene.

Den Bildpunkt kontrollieren

Der Mittelpunkt aus P und P′ muss L ergeben. Außerdem muss L auf der Ebene liegen. Für unser Beispiel lautet die Ebenenprobe:

Beispiel – Schritt für Schritt

Prüfe den Mittelpunkt und seine Ebenenzugehörigkeit

P(3 | 0 | 0)
E: 2x₁ − x₂ + 2x₃ = 3
P′(5/3 | 2/3 | −4/3)

RechnungErklärung zum Schritt
=
1 Erste Mittelpunktkoordinate

Mittelpunktkontrolle in der ersten Koordinate.

=
2 Zweite Mittelpunktkoordinate

Mittelpunktkontrolle in der zweiten Koordinate.

= −
3 Dritte Mittelpunktkoordinate

Die dritte Mittelpunktkoordinate stimmt ebenfalls mit L überein.

2 · − − = 3
4 Ebenenprobe machen

Setze L in die Ebene ein. 14/3 − 1/3 − 4/3 = 9/3 = 3. Der Mittelpunkt liegt auf E.

Der Verbindungsvektor P nach P′ ist (−vier Drittel; zwei Drittel; −vier Drittel), also −zwei Drittel mal n. Er steht daher senkrecht auf E.

Beide Punkte haben Abstand 1 von E. Das allein wäre noch kein vollständiger Spiegelungsnachweis: Viele andere Punkte haben ebenfalls diesen Abstand. Mittelpunktlage und senkrechte Verbindung gehören dazu.

Übungsaufgabe

Spiegle P(3 | 2 | 1) an der Ebene E: x₁ + x₂ + x₃ = 3. Berechne zuerst den Lotfuß L und dann P′. Kontrolliere anschließend Mittelpunkt und Verbindungsrichtung.

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen

Lösung – Schritt für Schritt

Spiegle P und kontrolliere das Ergebnis

P(3 | 2 | 1)
E: x₁ + x₂ + x₃ = 3

RechnungErklärung zum Schritt
n =
1 Normale bestimmen

Ein Normalenvektor von x₁ + x₂ + x₃ = 3 ist (1; 1; 1).

x =
2 Lotgerade aufstellen

Stelle die Lotgerade durch P(3 | 2 | 1) auf.

(3 + t) + (2 + t) + (1 + t) = 3
3 In die Ebene einsetzen

Setze die Lotgerade in E ein.

6 + 3t = 3 ⇒ t = −1
4 Parameter berechnen

Fasse zusammen und löse nach t.

L(2 | 1 | 0)
5 Lotfuß bestimmen

Setze den Parameter in die Lotgerade ein.

P′(1 | 0 | −1)
6 Bildpunkt berechnen

Verdopple L und ziehe P ab: (4 − 3 | 2 − 2 | 0 − 1).

M(2 | 1 | 0) = L
7 Mittelpunkt kontrollieren

Kontrolliere den Mittelpunkt von P und P′. Die Ebenenprobe 2 + 1 + 0 = 3 stimmt.

p′ − p = −2n
8 Verbindungsrichtung prüfen

Der Verbindungsvektor (−2; −2; −2) ist parallel zur Normalenrichtung und damit senkrecht auf E.

Eine direkte Formel für Ebenenspiegelungen

Ist die Ebene als n · x = d gegeben, lässt sich der Lotparameter direkt einsetzen. Für den Bildpunkt gilt:

p′ = p − 2 · · n

Der Normalenvektor darf nicht null sein. Sein Skalarprodukt mit sich selbst ist seine quadrierte Länge. Hier steht kein Betrag im Zähler: Das Vorzeichen bestimmt, in welche Richtung der Punkt verschoben werden muss.

Beispiel – Schritt für Schritt

Wende die direkte Spiegelungsformel an

P(3 | 0 | 0)
E: 2x₁ − x₂ + 2x₃ = 3
n = (2; −1; 2)

RechnungErklärung zum Schritt
n · p − d = 6 − 3 = 3
1 Zähler berechnen

Berechne den Zähler mit seinem Vorzeichen.

n · n = 4 + 1 + 4 = 9
2 Nenner berechnen

Berechne die quadrierte Normalenlänge.

Quotient = =
3 Quotienten bestimmen

Teile die beiden Werte.

p′ = p − n
4 Bildpunkt berechnen

Setze den Quotienten in die direkte Formel ein. Das ergibt denselben Bildpunkt wie zuvor.

Übungsaufgabe

Bei der Ebenenspiegelung ist n·P − d negativ. Darfst du vor der Spiegelungsrechnung den Betrag bilden?

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. Nein. Das Vorzeichen bestimmt die Richtung zum Lotfuß.

    Der Betrag gehört in die Abstandsformel, nicht an diese Stelle der Spiegelungsformel.

Spiegelung an einer Geraden im Raum

Bei der Geradenspiegelung bleibt die Achse fest. Jeder Punkt wird in der zu ihr senkrechten Ebene um 180° gedreht. Berechne zunächst den Lotfuß L auf der Geraden und verwende wieder p′ = 2l − p.

Für g: x = t(1; 1; 0) und P(2 | 0 | 1) liefert die Senkrechtbedingung:

Beispiel – Schritt für Schritt

Spiegle P an der Geraden g

P(2 | 0 | 1)
g: x = t · (1; 1; 0)

RechnungErklärung zum Schritt
p − l =
1 Verbindung zum Punkt bilden

Ein Punkt der Achse ist L(t | t | 0). Bilde den Vektor von L nach P.

(2 − t) − t = 0
2 Senkrechtbedingung aufstellen

Fordere das Skalarprodukt mit der Richtung (1; 1; 0) gleich 0.

2 − 2t = 0 ⇒ t = 1
3 Parameter berechnen

Löse die Senkrechtbedingung nach t.

L(1 | 1 | 0)
4 Lotfuß bestimmen

Setze den Parameter in die Achse ein.

P′(0 | 2 | −1)
5 Bildpunkt berechnen

Berechne 2L − P. L liegt auf g, halbiert PP′ und die Verbindung zu P ist senkrecht zur Achsenrichtung.

Diese Geradenspiegelung im Raum ist eine halbe Drehung um die Achse. Sie ist nicht dieselbe Abbildung wie eine Spiegelung an einer Ebene.

Übungsaufgabe

Spiegle P(2 | 0 | 1) an g: x = t·(1; 1; 0).

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. t₀ = 2/2 = 1; L(1 | 1 | 0)

    Projiziere den Punkt zuerst auf die Achse.

  2. P′ = 2L − P = (0; 2; −1)

    Im Raum entspricht dies einer Drehung um 180° um g.

Weitere Eigenschaften und Anwendungen

Punkte auf der Spiegelebene bleiben bei einer Ebenenspiegelung unverändert. Bei einer Geradenspiegelung bleiben die Punkte auf der Achse fest. Beim Spiegeln am Zentrum bleibt nur das Zentrum selbst fest.

Spiegelungen erhalten Abstände und Winkel. Zweimal an derselben Ebene, Geraden oder demselben Zentrum spiegeln führt zum Ausgangspunkt zurück. Das ist eine hilfreiche zusätzliche Kontrolle.

Um eine Strecke oder ein Dreieck zu spiegeln, spiegelst du die End- beziehungsweise Eckpunkte und verbindest die Bildpunkte. Eine Gerade kannst du durch zwei verschiedene Punkte beschreiben, beide spiegeln und aus ihren Bildern eine neue Geradengleichung bilden.

Selbst ausprobieren

Üben & prüfen

Mit Tipps lernen oder ohne Hilfe testen – du entscheidest.

Wähle deine Stufe. Pro Runde löst du sechs Aufgaben mit direkter Rückmeldung.

Eigene Aufgabe lösenMit dem Mathehelfer

Mathehelfer

Deinen Spiegelpunkt bestimmen

Wähle Zentrum, Ebene oder Gerade und trage die Koordinaten ein. Der Helfer trennt Lotfuß und Bildpunkt, zeigt den Rechenweg und kontrolliert Mittelpunkt und Richtung.

Eigene Aufgabe lösen →

Ein Rücklink führt dich wieder hierher. Dein Übungsstand bleibt in diesem Tab erhalten.

Lieber auf Papier? 6 Aufgaben mit aufklappbaren Lösungen

Auf Papier üben

Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.

1 · Welche Formel verbindet P, Mittelpunkt M und Bildpunkt P′?

Lösung und Rechenweg ansehen

p′ = 2m − p.

Erklärung wiederholen →

2 · Spiegle P(3 | −1 | 4) am Ursprung.

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung – Schritt für Schritt

Spiegle P am Ursprung

P(3 | −1 | 4)
Zentrum: O(0 | 0 | 0)

RechnungErklärung zum Schritt
p′ = −p
1 Formel vereinfachen

Beim Ursprung als Zentrum ist 2z der Nullvektor.

P′(−3 | 1 | −4)
2 Vorzeichen wechseln

Wechsle alle drei Vorzeichen von P(3 | −1 | 4).

Erklärung wiederholen →

3 · Spiegle denselben Punkt an der x₁-x₂-Ebene.

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung – Schritt für Schritt

Spiegle P an der x₁-x₂-Ebene

P(3 | −1 | 4)
Spiegelebene: x₃ = 0

RechnungErklärung zum Schritt
L(3 | −1 | 0)
1 Lotfuß bestimmen

Projiziere P senkrecht auf die x₁-x₂-Ebene.

P′(3 | −1 | −4)
2 Bildpunkt berechnen

Gehe vom Lotfuß gleich weit weiter. Nur die dritte Koordinate wechselt das Vorzeichen.

Erklärung wiederholen →

4 · Ist der Lotfuß schon der gespiegelte Punkt?

Lösung und Rechenweg ansehen

Im Allgemeinen nein. Der Lotfuß ist die Projektion und liegt in der Mitte zwischen P und P′. Nur bei einem Punkt auf der Spiegelebene fallen alle zusammen.

Erklärung wiederholen →

5 · Spiegle P(1 | −3 | 5) an x₃ = 2.

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung – Schritt für Schritt

Berechne den Bildpunkt

P(1 | −3 | 5)
E: x₃ = 2

RechnungErklärung zum Schritt
L(1 | −3 | 2)
1 Lotfuß bestimmen

Bestimme den Lotfuß auf x₃ = 2.

x₃′ = 4 − 5 = −1
2 Dritte Koordinate spiegeln

Verdopple die dritte Lotfußkoordinate und ziehe die ursprüngliche dritte Koordinate ab.

P′(1 | −3 | −1)
3 Bildpunkt angeben

Die ersten beiden Koordinaten bleiben unverändert.

Erklärung wiederholen →

6 · Was ergibt zweimaliges Spiegeln an derselben Ebene?

Lösung und Rechenweg ansehen

Den ursprünglichen Punkt.

Erklärung wiederholen →

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Für Eltern: in zehn Minuten gemeinsam wiederholen

Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.

Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.

Für Lehrkräfte: Vorschlag für eine Übungsstunde

Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.

Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.

Häufige Fragen

Warum fehlt in der direkten Spiegelungsformel der Betrag?

Das Vorzeichen bestimmt die notwendige Verschiebungsrichtung. Ein Betrag würde diese Information verlieren.

Was unterscheidet Projektion und Spiegelung?

Die Projektion liefert den Lotfuß auf der Ebene oder Geraden. Die Spiegelung führt von dort im gleichen Abstand weiter zum Bildpunkt.

Genügt gleicher Abstand zur Spiegelebene?

Nein. Die Verbindung zwischen Original und Bild muss zusätzlich senkrecht zur Ebene stehen und ihr Mittelpunkt muss auf der Ebene liegen.

Dein nächster Lernschritt

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