1 · Was bedeutet c = 900 Joule pro Kilogramm und Kelvin?
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Für 1 kg des Stoffes und 1 K Temperaturerhöhung werden im betrachteten Modell 900 J benötigt.
Erklärung wiederholen →Physik · Wärmelehre · Mittelstufe
Wie viel Energie braucht Wasser zum Erwärmen? Verstehe die Bedeutung von c, rechne mit Q = m · c · ΔT und erkenne, wie Stoff, Masse und Temperaturänderung den Energiebedarf bestimmen.
Ein Kilogramm – ein Kelvin
Q = m · c · ΔT
Für 1 kg Wasser und 1 K Erwärmung benötigt man ungefähr 4.200 J.
Für andere Massen und Temperaturänderungen wächst der Bedarf entsprechend mit.
Lernschritt 1
Die spezifische Wärmekapazität c gibt an, wie viel Energie benötigt wird, um 1 kg eines Stoffes um 1 K zu erwärmen – unter den jeweils betrachteten Bedingungen und ohne Zustandswechsel.
c =
Die Einheit lautet Joule pro Kilogramm und Kelvin, kurz . Ein großer Wert bedeutet: Bei gleicher Masse ist für dieselbe Temperaturerhöhung mehr Energie erforderlich.
Wir verwenden auf dieser Seite für flüssiges Wasser den gerundeten Schulwert c = 4.200 Joule pro Kilogramm und Kelvin. Genauere Stoffwerte hängen unter anderem von Temperatur und Zustand ab. Verwende in Aufgaben immer den vorgegebenen Wert.
Lernschritt 2
Q = m · c · ΔT
Masse in Kilogramm. 250 g entsprechen 0,25 kg.
Der Stoffwert beschreibt den Energiebedarf pro Kilogramm und Kelvin.
Endtemperatur minus Anfangstemperatur. Von 20 °C auf 60 °C sind es 40 K.
Q ist die übertragene Energie in Joule. Die Formel gilt hier für einen Vorgang ohne Phasenwechsel, bei annähernd konstantem c und ohne weitere relevante Energieanteile. Bei Festkörpern und Flüssigkeiten ist das ein übliches Schulmodell.
Eine Temperaturänderung von 1 K ist genauso groß wie eine Änderung um 1 °C. Du addierst bei einer Differenz nicht 273,15. Mit Joule und Kilojoule musst du dagegen umrechnen: 1 kJ = 1.000 J.
Lernschritt 3
Aufgabe: 0,50 kg Wasser werden von 20 °C auf 60 °C erwärmt. Wie viel Energie nimmt das Wasser im Modell auf?
1. Temperaturänderung bestimmen: ΔT = 60 − 20 = 40 K.
2. Größen einsetzen:
Q = 0,50 · 4.200 · 40 J
3. Ausrechnen und umrechnen:
Q = 84.000 J = 84 kJ
4. Ergebnis prüfen: Ein halbes Kilogramm braucht für 1 K ungefähr 2.100 J. Für 40 K ergibt das 84.000 J. Das Ergebnis beschreibt die vom Wasser aufgenommene Energie. Ein realer Wasserkocher benötigt zusätzlich Energie für Gefäß und Verluste.
Die Endtemperatur 60 °C darf nicht anstelle von ΔT = 40 K eingesetzt werden. Entscheidend ist die Änderung gegenüber dem Anfangszustand.
Lernschritt 4
Vergleiche Wasser und Aluminium mit gleicher Masse von 0,10 kg. Für Aluminium setzen wir c = 900 Joule pro Kilogramm und Kelvin an. Beide Stoffe sollen um 20 K erwärmt werden.
Wasser braucht Q = 0,10 · 4.200 · 20 J = 8.400 J. Aluminium braucht Q = 0,10 · 900 · 20 J = 1.800 J. Die steilere Gerade gehört bei gleicher Masse zum größeren c.
Wird beiden stattdessen dieselbe Energie von 900 J zugeführt, erhöht sich die Temperatur des Aluminiums um 10 K und die des Wassers nur um ungefähr 2,14 K. Das setzt voraus, dass die Energie jeweils vollständig beim betrachteten Stoff ankommt.
Ob ein Material Wärme schnell leitet, ist eine andere Eigenschaft. Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit sind nicht dasselbe.
Lernschritt 5
ΔT = m =
Beispiel für ΔT: 0,20 kg Wasser nehmen 16.800 J auf.
ΔT = K = 20 K
Bei einer Anfangstemperatur von 15 °C ist die Endtemperatur damit 35 °C. Eine Temperaturänderung allein ist noch keine Endtemperatur.
Beispiel für m: 42.000 J erwärmen Wasser um 20 K. Dann gilt m = 42.000 geteilt durch (4.200 · 20) kg = 0,50 kg.
Lernschritt 6
Die Wärmekapazität C bezieht sich auf einen ganzen Körper. Sie gibt an, wie viel Energie dieser Körper für 1 K Temperaturänderung benötigt. Ihre Einheit ist Joule pro Kelvin.
C = m · c und Q = C · ΔT
Für 0,50 kg Wasser ist C = 2.100 Joule pro Kelvin. Für 1 kg desselben Wassers ist C doppelt so groß, obwohl die spezifische Wärmekapazität c gleich bleibt.
Für denselben Stoff im betrachteten Bereich gilt: doppelte Masse bei gleichem ΔT → doppeltes Q; doppelte Temperaturänderung bei gleicher Masse → doppeltes Q. Bei festem Q und c führt die doppelte Masse dagegen zur halben Temperaturänderung.
Lernschritt 7
Für die Abkühlung eines Körpers ist ΔT = TEnde − TAnfang negativ. In der Vorzeichenkonvention „aufgenommene Wärme positiv“ ist Q dann ebenfalls negativ. Fragt die Aufgabe nach der abgegebenen Energiemenge, wird meist ihr positiver Betrag angegeben.
Kühlt beispielsweise 0,50 kg Wasser von 60 °C auf 20 °C ab, ist Q = −84 kJ. Das Wasser gibt also 84 kJ ab.
Beim Schmelzen oder Sieden reicht Q = m · c · ΔT nicht aus: Energie kann bei gleichbleibender Temperatur für den Zustandswechsel benötigt werden. Auch ein Gefäß kann Energie aufnehmen. Für solche Aufgaben müssen die einzelnen Energieanteile getrennt betrachtet werden.
Lass zunächst ohne Rechnung vorhersagen: Welcher Stoff im Diagramm erwärmt sich bei gleicher zugeführter Energie stärker? Danach begründen Lernende die Antwort mit der Formel. Als Fehlerdetektiv eignen sich drei Ansätze mit Gramm statt Kilogramm, Endtemperatur statt Temperaturänderung und verwechseltem c beziehungsweise C.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
Für 1 kg des Stoffes und 1 K Temperaturerhöhung werden im betrachteten Modell 900 J benötigt.
Erklärung wiederholen →ΔT = 20 K.
Erklärung wiederholen →Q = 0,25 · 4.200 · 10 J = 10.500 J = 10,5 kJ.
Erklärung wiederholen →ΔT = 8.400 geteilt durch (0,10 · 4.200) K = 20 K.
Erklärung wiederholen →Nein. c bleibt im selben Modell gleich; die Wärmekapazität C = m · c verdoppelt sich.
Erklärung wiederholen →Nein. Für den Phasenwechsel wird Energie benötigt. Die reine Erwärmungsformel beschreibt diesen Energieanteil nicht.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Buch, Preis und Details ansehen →c beschreibt den Stoff pro Kilogramm, C den gesamten Körper. Im betrachteten Modell gilt C = m · c.
Für ΔT darfst du die Differenz der Celsiuswerte verwenden: Ihr Zahlenwert entspricht der Differenz in Kelvin. Eine Endtemperatur allein ist keine Temperaturänderung.
Nein. Die spezifische Wärmekapazität hängt auch vom Aggregatzustand ab. Verwende den passenden angegebenen Stoffwert.