Hypotonisch: außen geringer
Die Außenlösung enthält eine geringere Konzentration osmotisch wirksamer, nicht permeierender Teilchen als das Zellinnere. Wasser gelangt zunächst netto in die Zelle.
Biologie · Verstehen und üben
Sage Wasserbewegungen vorher und erkläre, warum Pflanzenzellen prall werden oder ihren Zellinhalt zusammenziehen.
Erst vermuten, dann am Modell prüfen.
Osmose ist der Netto-Transport von Wasser durch eine selektiv durchlässige Membran. Im einfachen Modell lässt die Membran Wasser durch, den gelösten Stoff aber nicht. Bei zunächst gleichem Druck strömt Wasser netto zur Seite mit der höheren Konzentration dieser gelösten Teilchen.
Die Außenlösung enthält eine geringere Konzentration osmotisch wirksamer, nicht permeierender Teilchen als das Zellinnere. Wasser gelangt zunächst netto in die Zelle.
Innen und außen wirken die Lösungen osmotisch gleich. Ohne zusätzlichen Druckunterschied gibt es keinen Netto-Wasserstrom.
Die Außenlösung enthält eine höhere Konzentration der nicht permeierenden Teilchen. Wasser verlässt die Zelle zunächst netto.
Wähle die Außenlösung. Sage zuerst voraus, wie sich Vakuole und Zellinhalt verändern; öffne dann die Erklärung.
Wie verhält sich Wasser zu Beginn, verglichen mit dem Zellinneren?
Wähle eine Antwort und begründe sie mit dem Konzentrationsvergleich.
Wasseraufnahme vergrößert die Vakuole. Der Zellinhalt drückt gegen die Zellwand. Der steigende Turgor wirkt weiterer Aufnahme entgegen. Im Gleichgewicht muss innen und außen daher nicht dieselbe Teilchenkonzentration vorliegen.
Die Bilder zeigen typische Zellzustände im Verlauf, keine maßstäblichen Konzentrationen. Die Pfeile geben die anfängliche Nettorichtung an. In der Zelle passieren Wasserteilchen sowohl Zellmembran als auch Tonoplast; der Tonoplast ist die Membran um die Vakuole.
In einer ausreichend konzentrierten Außenlösung verliert eine Pflanzenzelle Wasser. Die Vakuole wird kleiner, der Turgor sinkt. Schließlich löst sich der von der Zellmembran begrenzte lebende Zellinhalt – der Protoplast – stellenweise von der Zellwand. Das heißt Plasmolyse.
Vakuole und Protoplast verlieren Volumen. Die feste Zellwand bleibt im Wesentlichen in ihrer Form erhalten. Der Zwischenraum enthält Außenlösung, kein Vakuum.
Wird die Außenlösung wieder ausreichend verdünnt, kann eine noch intakte Zelle Wasser aufnehmen. Der Protoplast legt sich wieder an die Wand; der Turgor kann zurückkehren.
Im Modell enthält der Zellsaft 0,20 mol/L eines nicht permeierenden, nicht dissoziierenden Zuckers. Die Außenlösung enthält 0,50 mol/L desselben Zuckers. Zu Beginn nehmen wir gleichen Druck an.
0,50 mol/L außen ist mehr als 0,20 mol/L innen. Die Außenlösung ist hypertonisch.
Der Zucker passiert die Membran im Modell nicht. Wasser strömt zunächst netto nach außen.
Die Vakuole wird kleiner und der Turgor sinkt. Bei genügend Wasserverlust kann Plasmolyse auftreten.
Eine konzentrierte Salzlösung an der Oberfläche kann Pflanzenzellen Wasser entziehen. Wasser tritt aus dem Gewebe aus; die Scheiben werden weniger knackig. Der Zusammenhang lässt sich mit Wasserverlust und sinkendem Turgor erklären. In einem Lebensmittel wirken zusätzlich verletzte Zellen und weitere Stofftransportprozesse mit.
Was bleibt bei der Plasmolyse weitgehend in Form?
Wähle eine Antwort.
Einstieg: Eine pralle und eine plasmolysierte Zelle vergleichen.
Partnerarbeit: Außenlösung wählen, Wasserstrom vorhersagen und die Erklärung prüfen.
Sicherung: Zellwand, Zellmembran und Vakuole getrennt benennen.
Wiederholung: Die drei Begriffe hypotonisch, isotonisch und hypertonisch ohne Vorlage erklären und auf neue Konzentrationen anwenden.

Direkt passend · Klasse 9–11: Osmose, Zellzustände und Plasmolyse auswerten.
Kostenlos · PDF · mit Lösungen
Material ansehen und herunterladen
Zum Wiederholen · Klasse 9–11: Teilchenbewegung, Konzentrationsgefälle und passiven Transport sichern.
Kostenlos · PDF · mit Lösungen
Material ansehen und herunterladenZum fachlichen Vertiefen: OpenStax · Passiver Transport.