Konzentration
Wie viel eines Stoffes befindet sich in einem bestimmten Volumen? Bei gleichem Volumen bedeuten mehr Teilchen eine höhere Konzentration.
Biologie · Verstehen und üben
Verstehe Teilchenbewegung und Konzentrationsgefälle – und unterscheide einzelne Bewegungen vom Netto-Transport.
Erst vermuten, dann am Modell prüfen.
Gib einen Farbstoff vorsichtig in ruhiges Wasser: Seine Teilchen verteilen sich nach und nach. Dahinter steckt ihre ständige, ungeordnete Wärmebewegung. Diffusion ist der dadurch entstehende Stofftransport. Gibt es einen Konzentrationsunterschied, wandern insgesamt mehr Teilchen von der stärker zur schwächer konzentrierten Seite als umgekehrt.
Wie viel eines Stoffes befindet sich in einem bestimmten Volumen? Bei gleichem Volumen bedeuten mehr Teilchen eine höhere Konzentration.
Ein räumlicher Unterschied der Konzentration. Man sagt auch Konzentrationsgradient. Er bestimmt die Richtung des Netto-Transports ungeladener Teilchen.
Das Modell enthält 40 Farbstoffteilchen in zwei gleich großen Bereichen. Es zeigt ausgewählte Verteilungen, keine gemessene Zeitkurve.
In welche Richtung erfolgt der Netto-Transport?
Wähle zuerst eine Vermutung. Vergleiche danach die Modellschritte.
36 gegenüber 4: Netto gelangen Teilchen von A nach B. Auch einzelne Bewegungen von B nach A kommen vor.
Die Wassermoleküle sind ausgeblendet. Die Zahlen im ausgeglichenen Zustand sind idealisiert; reale kleine Teilchenzahlen schwanken. Auch am Ende bewegen sich die Teilchen weiter.
Betrachte die Konzentration genau des Stoffes, dessen Transport du erklären willst – etwa Sauerstoff.
Auf welcher Seite ist seine Konzentration höher? Teilchenzahlen allein reichen nur bei gleichen Volumina.
Gibt es eine Membran, muss der Stoff sie passieren können. Für ein ungeladenes Teilchen ergibt sich dann ein Netto-Transport zur niedrigeren Konzentration.
Das Beispiel zählt Durchtritte in einem bestimmten Zeitabschnitt. Es behauptet nicht, dass alle Teilchen nur in eine Richtung laufen.
Sind die Konzentrationen ausgeglichen, wechseln weiterhin Teilchen in beide Richtungen. Im zeitlichen Mittel sind die Mengen gleich groß: kein Netto-Transport. Deshalb heißt der Zustand dynamisches Gleichgewicht.
Kleine ungeladene, unpolare Moleküle wie O₂ und CO₂ können die Lipiddoppelschicht passieren. Ein Transportprotein ist dafür nicht nötig.
Kanäle oder Carrier ermöglichen passenden Teilchen den Durchtritt. Ein Carrier bindet seinen Stoff und ändert seine Form; ein Kanal bietet einen Durchgang. Auch dieser Transport kann passiv sein.
Passiv bedeutet: Für diesen Transport wird keine zusätzliche Stoffwechselenergie bereitgestellt. Die Teilchen besitzen trotzdem Bewegungsenergie. Bei Ionen zählt neben dem Konzentrationsunterschied auch die elektrische Spannung: das elektrochemische Gefälle.
Diffusion ist über kleine Strecken wirksam. Für große Transportstrecken braucht ein Vielzeller zusätzliche Systeme, etwa Blutgefäße.
Bei sonst gleichen Bedingungen bewegen sich Teilchen im Allgemeinen schneller. Biologische Systeme vertragen allerdings nur begrenzte Temperaturbereiche.
Ein stärkeres Konzentrationsgefälle und eine größere durchlässige Fläche erhöhen unter vergleichbaren Bedingungen den Netto-Stofftransport.
Was stimmt im dynamischen Gleichgewicht?
Wähle eine Antwort.
Einstieg: Eine Verteilung vorhersagen und begründen.
Partnerarbeit: Im Labor die Gesamtteilchenzahl prüfen und „Bewegung“ von „Netto-Transport“ unterscheiden.
Transfer: Aufgabe 5 zu unterschiedlichen Volumina bearbeiten.
Wiederholung: Nach einem Tag ohne Vorlage erklären, weshalb Gleichgewicht kein Stillstand ist.

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