Mathe verstehen und üben / Normalverteilung

Mathe · Klasse 11–13 · etwa 40–60 Minuten

Normalverteilung

Du standardisierst Werte, berechnest Flächen, bestimmst Quantile und setzt die Stetigkeitskorrektur bei Normalnäherungen passend ein.

Voraussetzungen ansehen

Erwartungswert, Varianz, Binomialverteilung und eine Normalverteilungsfunktion am Rechner.

01 · Dein Startpunkt · ca. 3 Minuten

Was kannst du schon?

3 kurze Aufgaben

Drei kurze Aufgaben zeigen dir, wo du einsteigen kannst. Löse sie zunächst ohne Hilfe.

Brüche mit /, Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt und Wurzeln als sqrt(2) eingeben. Mehrere Werte mit Semikolon trennen. Wahrscheinlichkeiten zwischen 0 und 1, nicht als Prozentzahl eingeben. Runde nur, wenn es die Aufgabe verlangt.

02 · Verstehen

Was beschreibt eine Normalverteilung?

Die Fläche zählt

−3−2−10123z
Standardnormalverteilung: Zwischen z = −1 und z = 1 liegen etwa 68,27 % der Gesamtfläche.

Die Normalverteilung ist ein Modell für stetige Zufallsvariablen. Stetig bedeutet: Zwischen zwei möglichen Werten liegen weitere mögliche Werte. Im Modell wird also nicht nur mit einzelnen Trefferzahlen gerechnet.

Die Dichtekurve ist glockenförmig und symmetrisch um den Erwartungswert μ. Die Standardabweichung σ ist positiv und beschreibt die Streuung. Wir schreiben auf dieser Seite X ∼ N(μ; σ²): Die zweite Angabe ist die Varianz. Manche Bücher oder Rechner verwenden stattdessen σ – prüfe daher immer die Konvention.

Parameter Bedeutung Auswirkung auf die Kurve
μ Erwartungswert Verschiebt die Mitte nach links oder rechts.
σ > 0 Standardabweichung Größeres σ: breitere und flachere Kurve.
σ² Varianz Quadrat der Standardabweichung.

Nicht jede Messgröße ist normalverteilt. Das Modell muss zur Aufgabe oder zu den Daten passen. Aus einer ungefähr glockenförmigen Stichprobe allein folgt noch keine exakte Normalverteilung.

Wahrscheinlichkeiten sind Flächen unter der Kurve

Die gesamte Fläche unter der Dichtekurve ist 1, also 100 %. Die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall ist die Fläche zwischen dessen Grenzen. Die Höhe der Kurve an einem Punkt ist dagegen eine Dichte und keine Einzelwahrscheinlichkeit.

Für eine stetige normalverteilte Größe gilt P(X = a) = 0. Eine einzelne Stelle hat keine Breite und damit keine Fläche. Deshalb ist P(X < a) = P(X ≤ a). Bei der Binomialverteilung ist das anders: Dort kann ein einzelner ganzzahliger Wert positive Wahrscheinlichkeit haben.

Frage Gesuchte Fläche
P(X ≤ b) Alles links von b.
P(X ≥ a) Alles rechts von a.
P(a ≤ X ≤ b) Der Bereich zwischen a und b.

Wenn ein Messgerät „500“ anzeigt, meint es durch Rundung meist ein kleines Messintervall. Das widerspricht der Wahrscheinlichkeit null für einen exakt festgelegten Einzelwert im stetigen Modell nicht.

Werte auf die Standardnormalverteilung umrechnen

Die Standardnormalverteilung hat Erwartungswert 0 und Standardabweichung 1. Ihre Zufallsvariable heißt häufig Z. Subtrahiere den Erwartungswert und teile durch die Standardabweichung:

Z =

Ein z-Wert gibt den Abstand von μ in Standardabweichungen an. z = 1 bedeutet eine Standardabweichung über dem Mittelwert, z = −2 zwei darunter.

Beispielmodell: Die Füllmenge X eines Produkts sei normalverteilt mit μ = 500 ml und σ = 10 ml. Für 510 ml erhältst du:

Beispiel · Schritt für Schritt

510 ml in einen z-Wert umrechnen

Füllmenge X · μ = 500 ml · σ = 10 ml
Wert: 510 ml

RechnungErklärung zum Schritt
σ² = 10² = 100
X ∼ N(500; 100)
1 Modellschreibweise prüfen

X wird als Zahlenwert der Füllmenge in ml verwendet. Die zweite Angabe ist auf dieser Seite die Varianz; σ = 10 ml.

z = = = 1
2 510 ml standardisieren

Subtrahiere den Erwartungswert und teile durch die positive Standardabweichung. Die Einheit ml kürzt sich heraus.

z = 1
3 Abstand deuten

510 ml liegt eine Standardabweichung über dem Erwartungswert.

Beispiel · Schritt für Schritt

480 ml in einen z-Wert umrechnen

Dasselbe Modell: μ = 500 ml · σ = 10 ml
Wert: 480 ml

RechnungErklärung zum Schritt
z = = = −2
1 480 ml standardisieren

Verwende dasselbe Modell mit μ = 500 ml und σ = 10 ml.

z = −2
2 Vorzeichen deuten

480 ml liegt zwei Standardabweichungen unter dem Erwartungswert.

Beispiel: zwischen 490 und 520 ml

Beispiel · Schritt für Schritt

Die Fläche zwischen zwei Grenzen berechnen

Normalverteilte Füllmenge · μ = 500 ml · σ = 10 ml
Gesucht: zwischen 490 und 520 ml

RechnungErklärung zum Schritt
z₁ = = −1
z₂ = = 2
1 Beide Grenzen standardisieren

Berechne den Abstand jeder Grenze vom Erwartungswert in Standardabweichungen.

P(490 ≤ X ≤ 520) = P(−1 ≤ Z ≤ 2)
2 Intervall übertragen

Da σ positiv ist, bleibt die Reihenfolge der Grenzen erhalten.

P(490 ≤ X ≤ 520) = Φ(2) − Φ(−1)
3 Linke Fläche abziehen

Von der Fläche links der oberen Grenze ziehst du die Fläche links der unteren Grenze ab.

P(490 ≤ X ≤ 520) ≈ 0,97725 − 0,15866 = 0,81859
4 Tabellenwerte einsetzen

Mit diesen gerundeten Tabellenwerten erhältst du ungefähr 81,86 Prozent. Rechne am Rechner möglichst mit ungerundeten Werten weiter.

−3−2−10123z
Grün: Intervall von z = −1 bis z = 2. Im Füllmengenbeispiel entspricht es 490 bis 520 ml.

Das sind etwa 81,86 %. Wegen der Symmetrie gilt außerdem Φ(−z) = 1 − Φ(z). Runde möglichst erst das Endergebnis; gerundete Tabellenwerte können kleine Abweichungen verursachen.

Die Sigma-Regeln sinnvoll nutzen

Intervall Anteil bei Normalverteilung Beispiel μ = 500 ml, σ = 10 ml
μ − σ bis μ + σ ≈ 68,27 % 490 bis 510 ml
μ − 2σ bis μ + 2σ ≈ 95,45 % 480 bis 520 ml
μ − 3σ bis μ + 3σ ≈ 99,73 % 470 bis 530 ml

Diese Regeln gelten für symmetrische Intervalle um μ bei einer Normalverteilung. Für ein unsymmetrisches Intervall wie 490 bis 520 ml musst du beide Grenzen getrennt berechnen.

„Ungefähr 95 %“ und „zwei Sigma“ sind nicht exakt dasselbe. Das zentrale 95-%-Intervall reicht ungefähr von μ − 1,96σ bis μ + 1,96σ. Ein solches Intervall für Einzelwerte ist kein Konfidenzintervall für einen unbekannten Mittelwert.

Umgekehrt rechnen: Welche Grenze umfasst 95 %?

Gesucht ist eine Grenze b, unter der 95 % der Werte liegen. Bestimme zuerst den zugehörigen z-Wert und rechne dann in die ursprüngliche Einheit zurück:

Beispiel · Schritt für Schritt

Die einseitige 95-%-Grenze bestimmen

Normalverteilte Füllmenge · μ = 500 ml · σ = 10 ml
Gesucht: b mit P(X ≤ b) = 0,95

RechnungErklärung zum Schritt
Φ(z) = 0,95
z = Φ⁻¹(0,95) ≈ 1,644854
1 Quantil bestimmen

Die inverse Verteilungsfunktion liefert die Grenze mit 95 Prozent Fläche links davon; häufig wird z auf 1,645 gerundet.

b = μ + z · σ
2 Standardisierung umkehren

Löse z = (b − μ)/σ nach b auf.

b ≈ 500 ml + 1,644854 · 10 ml ≈ 516,45 ml
3 In die Ausgangseinheit zurückrechnen

Mit dem ungerundeten Quantil ergibt sich die Grenze auf zwei Nachkommastellen. Auch der Tabellenwert 1,645 führt hier zu 516,45 ml.

Das ist eine einseitige 95-%-Grenze: Rechts bleiben 5 %. Für ein zentrales 95-%-Intervall bleiben dagegen links und rechts jeweils 2,5 %; dafür brauchst du ungefähr ±1,96. Verwechsle diese beiden Fragestellungen nicht.

Binomialverteilung durch eine Normalverteilung annähern

Eine Binomialverteilung kann unter geeigneten Bedingungen näherungsweise durch eine Normalverteilung beschrieben werden. Die Parameter sind μ = n · p und σ = √(n · p · (1 − p)). Die Näherung wird schlechter, wenn nur wenige Treffer oder Nichttreffer zu erwarten sind; beachte die Bedingung deiner Aufgabe.

Warum eine halbe Einheit? Stelle dir zu jeder ganzen Trefferzahl eine Säule mit Breite 1 vor. Die Säule bei 60 reicht von 59,5 bis 60,5. Soll die 60 noch dazugehören, muss die angenäherte Fläche deshalb bis 60,5 reichen. Soll die 60 der erste enthaltene Wert sein, beginnt die Fläche bei 59,5.

Diese Anpassung heißt Stetigkeitskorrektur. Für eine binomialverteilte Trefferzahl Y und eine passende normalverteilte Näherung X gilt:

P(Y ≤ k) ≈ P(X ≤ k + 0,5)

Für P(Y ≥ k) liegt die Grenze bei k − 0,5; für P(a ≤ Y ≤ b) verwendest du a − 0,5 und b + 0,5. Wenn eine exakte Binomialrechnung möglich und verlangt ist, nutze diese.

Rechenbeispiel: höchstens 60 Köpfe bei 100 Würfen

Bei 100 unabhängigen fairen Münzwürfen zählt Y die Köpfe: Y ∼ B(100; 0,5).

Lösung · Schritt für Schritt

Die Binomialwahrscheinlichkeit normal annähern

100 faire, unabhängige Münzwürfe · Y zählt die Köpfe
Y ∼ B(100; 0,5) · gesucht: höchstens 60 Köpfe

RechnungErklärung zum Schritt
μ = 100 · 0,5 = 50
σ = √(100 · 0,5 · 0,5) = 5
1 Parameter der Näherung berechnen

Erwartete Treffer- und Nichttrefferzahlen sind beide 50. Die symmetrische Verteilung ist hier ausreichend breit für eine gute Normalnäherung.

X ∼ N(50; 25)
P(Y ≤ 60) ≈ P(X ≤ 60,5)
2 Stetigkeitskorrektur anwenden

„Höchstens 60“ enthält die Säule bei 60 vollständig. Diese reicht von 59,5 bis 60,5; die zweite Modellangabe ist σ² = 25.

z = = 2,1
3 Korrigierte Grenze standardisieren

Verwende den Erwartungswert 50 und die Standardabweichung 5.

P(Y ≤ 60) ≈ Φ(2,1) ≈ 0,9821 = 98,21 %
4 Fläche auswerten

Die exakte Binomialrechnung ergibt rund 98,24 Prozent. Die Näherung ist nah dran, aber nicht identisch.

Kontrollfrage: Wie ändert sich die Rechnung bei „weniger als 60“?

Lösung · Schritt für Schritt

Die veränderte Grenze berücksichtigen

Dasselbe Modell: Y ∼ B(100; 0,5)
Jetzt gesucht: weniger als 60 Köpfe

RechnungErklärung zum Schritt
P(Y < 60) = P(Y ≤ 59)
1 Ganzzahlige Grenze beachten

Weniger als 60 Köpfe bedeutet höchstens 59; die Säule bei 60 darf nicht mitgezählt werden.

P(Y ≤ 59) ≈ P(X ≤ 59,5)
2 Grenze korrigieren

Die Säule bei 59 reicht bis 59,5.

z = = 1,9
P(Y < 60) ≈ Φ(1,9) ≈ 0,9713
3 Standardisieren und auswerten

Die veränderte Grenze führt zu einer kleineren Wahrscheinlichkeit von ungefähr 97,13 Prozent.

03 · Selber rechnen · ca. 10–15 Minuten

Übe in deinem Tempo

18 Aufgaben · 3 Stufen

Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst eine Aufgabe nach einem Hinweis noch einmal versuchen. Rechne und begründe zuerst auf Papier. Für Flächen darfst du die Normalverteilungsfunktion am Rechner nutzen. Hier bedeutet N(μ; σ²): Die zweite Angabe ist die Varianz. Vorgegebene Quantil-Näherungswerte genau wie angegeben verwenden.

04 · Ohne Hilfe prüfen · ca. 5–8 Minuten

Wie sicher bist du jetzt?

5 gemischte Aufgaben

Rechne ohne Formelübersicht und Tipps. Danach siehst du, was geklappt hat und welcher Lernschritt als Nächstes sinnvoll ist. Das ist eine kurze Orientierung, keine Klassenarbeitsnote.

Lieber auf Papier? Weitere Aufgaben mit Rechenwegen

Dein Wissen anwenden

Sechs Aufgaben zum Selbstcheck

Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.

1 · Was bedeuten μ und σ?

Lösung und Rechenweg ansehen

μ ist der Erwartungswert, σ die positive Standardabweichung. Größeres σ bedeutet mehr Streuung.

Erklärung wiederholen →

2 · μ = 100, σ = 15, x = 130: Welcher z-Wert?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Den Wert standardisieren

μ = 100 · σ = 15 · x = 130

RechnungErklärung zum Schritt
z =
1 Werte einsetzen

Subtrahiere μ = 100 von x = 130 und teile durch σ = 15.

z = = 2
2 Abstand berechnen

Der Wert liegt zwei Standardabweichungen über μ.

Erklärung wiederholen →

3 · Wie groß ist P(X = 500) im stetigen Füllmengenmodell?

Lösung und Rechenweg ansehen

0. Ein einzelner exakter Wert hat keine Fläche. Messanzeigen stehen dagegen typischerweise für gerundete Intervalle.

Erklärung wiederholen →

4 · Welcher Anteil liegt zwischen μ − 2σ und μ + 2σ?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Die Zwei-Sigma-Regel berechnen

Normalverteilung mit σ > 0
Gesucht: Anteil zwischen μ − 2σ und μ + 2σ

RechnungErklärung zum Schritt
z₁ = = −2
z₂ = = 2
1 Intervall standardisieren

Vorausgesetzt ist eine Normalverteilung mit σ > 0.

P(μ − 2σ ≤ X ≤ μ + 2σ) = Φ(2) − Φ(−2) ≈ 0,9545
2 Zentrale Fläche berechnen

Im Zwei-Sigma-Intervall liegen ungefähr 95,45 Prozent der Werte.

Erklärung wiederholen →

5 · Wie berechnest du P(−1 ≤ Z ≤ 2)?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Ein Intervall der Standardnormalverteilung berechnen

Z ∼ N(0; 1)
Gesucht: P(−1 ≤ Z ≤ 2)

RechnungErklärung zum Schritt
P(−1 ≤ Z ≤ 2) = Φ(2) − Φ(−1)
1 Kumulierte Flächen subtrahieren

Ziehe die Fläche links von −1 von der Fläche links von 2 ab.

P(−1 ≤ Z ≤ 2) ≈ 0,97725 − 0,15866 = 0,81859
2 Werte einsetzen

Mit gerundeten Tabellenwerten ergibt sich ungefähr 81,86 Prozent.

Erklärung wiederholen →

6 · Warum sind 1,645 und 1,96 unterschiedliche 95-%-Grenzen?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Die beiden 95-%-Fragestellungen unterscheiden

Einseitige 95-%-Grenze oder zentrales 95-%-Intervall?
Vergleiche 1,645 und ±1,96

RechnungErklärung zum Schritt
Φ(1,645) ≈ 0,95
1 − Φ(1,645) ≈ 0,05
1 Einseitige Grenze einordnen

Bei ungefähr 1,645 liegen links 95 Prozent und rechts 5 Prozent.

(1 − 0,95) : 2 = 0,025
2 Restfläche zentral verteilen

Für ein zentrales 95-Prozent-Intervall liegen links und rechts jeweils 2,5 Prozent außerhalb.

Φ(1,96) ≈ 0,975
Φ(−1,96) ≈ 0,025
P(−1,96 ≤ Z ≤ 1,96) ≈ 0,95
3 Zentrale Grenzen bestimmen

Die beiden Grenzen −1,96 und 1,96 schließen zusammen ungefähr 95 Prozent der Fläche ein. Sie beantworten eine andere Frage als die einseitige Grenze.

Erklärung wiederholen →

Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.

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Wiederhole die Erklärung zu deinem Fehler. Rechne danach eine ähnliche Aufgabe ohne geöffneten Tipp oder Rechenweg.

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Für Eltern: in zehn Minuten gemeinsam wiederholen

Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.

Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.

Für Lehrkräfte: Vorschlag für eine Übungsstunde

Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.

Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.

Häufige Fragen

Ist die Höhe der Glockenkurve eine Wahrscheinlichkeit?

Nein. Wahrscheinlichkeiten sind Flächen unter der Dichtekurve. Die Höhe beschreibt eine Dichte.

Wann verwende ich die Stetigkeitskorrektur?

Bei der Näherung einer diskreten Verteilung durch eine stetige, etwa einer Binomialverteilung durch eine Normalverteilung. Für eine bereits normalverteilte Messgröße ist sie nicht nötig.

Ist die Standardabweichung dasselbe wie die Varianz?

Nein. Die Varianz ist σ². Die Standardabweichung σ ist ihre positive Wurzel und hat dieselbe Einheit wie die Zufallsvariable.

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