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Nervensystem und Reflexe

Von der Aufnahme eines Reizes bis zur gezielten Reaktion: Entdecke Nervenzellen, chemische Synapsen und Reflexbögen.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Was kannst du schon?

Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Was ist ein Reiz im Beispiel des Sehens?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Welche Bahn führt motorische Befehle vom ZNS zum Muskel?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 3Welche Aussage zur chemischen Synapse stimmt?

Wähle genau eine Antwort.

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Licht, das auf Sinneszellen trifft – Der Reiz ist die aufgenommene Einwirkung; die nachfolgenden Signale und die Antwort sind davon zu trennen.
  2. Eine efferente Bahn – Efferent bedeutet vom ZNS weg. Die Richtung bezieht sich auf die jeweilige Bahn.
  3. Transmitter binden an Rezeptoren der Zielzelle – Chemische Synapsen übertragen mithilfe von Botenstoffen auf unterschiedliche Zielzellen.

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Vom Reiz zur Reaktion

Du siehst einen Ball auf dich zufliegen und hebst die Hände. Zwischen Lichtreiz und Bewegung vermittelt dein Nervensystem: Es nimmt Informationen auf, verarbeitet sie und steuert die Antwort.

Ein Reiz ist eine Einwirkung, etwa Licht, Druck oder Wärme. Rezeptoren nehmen passende Reize auf und wandeln sie in elektrische Signale um. Diese Erregung kann im Nervensystem weitergeleitet werden. Die Reaktion ist die Antwort, zum Beispiel eine Muskelbewegung.

Reiz → Rezeptor → sensorische Bahn → ZNS → motorische Bahn → Muskel
Nicht der Ball oder das Licht „läuft durch den Nerv“. Weitergegeben wird Information in Form elektrischer und chemischer Signale.

Wie das Nervensystem gegliedert ist

ZNS · zentrale Verarbeitung

Gehirn und Rückenmark bilden das zentrale Nervensystem. Sie verknüpfen eingehende Informationen und koordinieren Antworten.

PNS · Verbindung mit dem Körper

Das periphere Nervensystem umfasst Nerven und Nervenknoten außerhalb des ZNS. Sensorische Bahnen führen Informationen hinein, motorische Bahnen führen Befehle hinaus.

Bereich des Gehirns Wichtige Aufgaben
Großhirn Bewusste Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis und Planung willkürlicher Bewegungen; viele Funktionen beruhen auf zusammenarbeitenden Netzwerken.
Kleinhirn Koordination und Feinabstimmung von Bewegungen, Gleichgewicht und motorisches Lernen.
Hirnstamm Verbindungswege und wichtige automatische Funktionen, darunter Regulation von Atmung und Kreislauf.

Das Rückenmark ist mehr als eine Leitung: Es enthält auch Schaltungen für Reflexe. Gehirn und Rückenmark sind durch Knochen, Hirn- beziehungsweise Rückenmarkshäute und Flüssigkeit geschützt.

Richtungen merken: Afferent heißt zum ZNS hin, efferent vom ZNS weg. Ein peripherer Nerv kann beide Arten von Fasern enthalten. Die Richtung bezieht sich auf die einzelne Bahn, nicht zwingend auf den gesamten Nerv.

Nervenzell-Labor: Bau und Funktion verbinden

Wähle eine Struktur. Verfolge danach den üblichen Signalweg von den Dendriten bis zu den Endknöpfchen.

Nervenzelle: Aufnahme → Weiterleitung → ÜbertragungDendritenZellkörperMyelinscheidenAxonEndknöpfchenErregungsleitung am Axon

Dendriten · Signale aufnehmen

Die verzweigten Fortsätze nehmen Signale anderer Zellen auf. Viele Eingänge können gleichzeitig auf eine Nervenzelle wirken.

Auf schmalen Bildschirmen kannst du Schaubilder seitlich verschieben. Die Großansicht vergrößert die Modelle in diesem Labor.

Wie eine Nervenzelle Information weiterleitet

Zwischen Zellinnerem und Umgebung besteht eine elektrische Spannung. Beim Aktionspotenzial ändert sie sich kurzzeitig, weil sich Ionenkanäle öffnen und schließen. Diese Änderung löst am nächsten Axonabschnitt eine neue Änderung aus.

Wird die nötige Schwelle erreicht, entsteht ein vollständiges Aktionspotenzial: Alles-oder-nichts-Prinzip. Ein stärkerer Reiz führt bei vielen Sinnesbahnen zu häufigeren Impulsen und zur Aktivierung weiterer Fasern, nicht zu beliebig höheren einzelnen Aktionspotenzialen.

Vertiefung: Bei myelinisierten Axonen wird die Erregung zwischen den Schnürringen passiv ausgebreitet; Aktionspotenziale entstehen an den Schnürringen neu. Es springen keine Teilchen über die Zwischenräume.

An der Synapse wechselt die Art der Übertragung

Eine Synapse ist eine Kontaktstelle zwischen einer Nervenzelle und einer Zielzelle. Bei einer chemischen Synapse berühren sich deren Zellinneres nicht. Ein schmaler Spalt trennt die Membranen; Neurotransmitter überbrücken ihn als Botenstoffe.

Chemische Synapse · Ausschnitt, stark vergrößert1 · Elektrisches Signal trifft einOben: Endknöpfchen · Mitte: Spalt · Unten: Zielzelle

1 · Ankunft am Endknöpfchen

Ein Aktionspotenzial erreicht die präsynaptische Membran. Spannungsabhängige Calciumkanäle öffnen sich; Calcium strömt in das Endknöpfchen.

Kreise im Endknöpfchen: Vesikel mit Transmitter · orange Punkte: Transmitter · grüne Bindungsstellen: Rezeptoren.

Elektrisch am Axon → chemisch durch den Spalt → elektrische Änderung an der Zielzelle. Erregende und hemmende Einflüsse werden zusammen verrechnet. Eine einzelne Synapse löst deshalb nicht immer sofort ein Aktionspotenzial aus.

Präsynaptisch bedeutet auf der sendenden Seite, postsynaptisch auf der empfangenden Seite. Vesikel sind kleine membranumhüllte Bläschen. Bei der Freisetzung verschmilzt ihre Membran mit der präsynaptischen Membran; die Botenstoffe gelangen nach außen. Im Modell sind Ionenkanäle und Calcium nicht eingezeichnet.

Reflexe: schnelle, unwillkürliche Antworten

Ein Reflex ist eine durch einen Reiz ausgelöste, weitgehend gleichartige und unwillkürliche Reaktion. Beim Rückziehreflex wird eine gefährdete Hand schnell zurückgezogen. Die folgenden Stationen erklären den Weg; sie sind keine Aufforderung, Schmerzreize auszuprobieren.

Rückziehreflex: Der kurze Weg schützt1Rezeptor in der Haut2Sensorische Nervenfaser3Verschaltung im Rückenmark4Motorische Nervenfaser5Muskel zieht Hand zurückParallel werden Informationen auch zum Gehirn geleitet.

1 · Reiz wird aufgenommen

Ein schädigender Reiz erregt freie Nervenendigungen in der Haut. Reizaufnahme und Weiterleitung starten den Reflex; der Reiz selbst wandert nicht durch den Nerv.

Reflex Bewusste Handlung
Verschaltung ermöglicht eine schnelle Antwort ohne bewussten Entschluss. Information wird bewusst beurteilt; die gewählte Antwort kann je nach Situation verschieden sein.
Beispiel: Hand bei schädigendem Reiz zurückziehen. Beispiel: einen Ball gezielt werfen oder sich gegen das Fangen entscheiden.

Kniesehnenreflex: Dehnung des Oberschenkelmuskels aktiviert Muskelspindeln. Im einfachsten erregenden Weg schaltet eine sensorische Nervenzelle direkt auf eine motorische um: monosynaptischer Eigenreflex. Beim Rückziehreflex liegen Schaltneurone dazwischen: polysynaptischer Fremdreflex. „Eigen“ bedeutet, dass Rezeptor und reagierender Muskel im selben Organ liegen.

Nicht jeder Reflex wird im Rückenmark verschaltet. Beim Pupillenlichtreflex liegen wichtige Schaltstellen im Hirnstamm. Ein Reflex ist daher nicht allgemein eine Reaktion „ohne Gehirn“, sondern eine Antwort ohne notwendigen bewussten Entschluss.

Willkürliche Bewegung und automatische Regulation

Somatisches Nervensystem

Erfasst unter anderem Körper- und Umweltreize und steuert Skelettmuskeln. Auch unwillkürliche Skelettmuskelreflexe gehören dazu.

Vegetatives Nervensystem

Reguliert unter anderem Herz, Drüsen und glatte Muskulatur. Viele Vorgänge laufen ohne bewusste Steuerung ab.

Sympathikus und Parasympathikus sind Teile des vegetativen Nervensystems. Bei körperlicher Aktivität kann der Sympathikus den Herzschlag beschleunigen und Verdauungsaktivität dämpfen. In Ruhe unterstützt der Parasympathikus unter anderem Verdauung und eine niedrigere Herzfrequenz. Beide wirken organspezifisch und sind keine einfachen Gesamtschalter für „an“ und „aus“.

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Mit Erklärungen üben oder dein Wissen testen – du entscheidest.

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Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst nach einem Tipp erneut antworten. Wähle die passende Antwort. Begründe deine Entscheidung zunächst selbst und vergleiche sie anschließend mit der Erklärung.

Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen

1 · Erkennen und zuordnen

1. Welche Strukturen bilden das zentrale Nervensystem?

  • Gehirn und Rückenmark
  • Alle Muskeln und Sehnen
  • Nur Nerven außerhalb des Gehirns und Rückenmarks
Lösung und Erklärung

Gehirn und Rückenmark

Das ZNS umfasst Gehirn und Rückenmark. Nerven außerhalb davon gehören zum PNS.

2. Was bedeutet afferent?

  • Vom ZNS wegführend
  • Ausschließlich innerhalb eines Muskels liegend
  • Zum ZNS hinführend
Lösung und Erklärung

Zum ZNS hinführend

Afferente Bahnen bringen etwa sensorische Information zum zentralen Nervensystem.

3. Welche Aufgabe haben Dendriten im typischen Nervenzellmodell?

  • Den Muskel direkt mechanisch ziehen
  • Signale anderer Zellen aufnehmen
  • Alle Transmitter im Blut herstellen
Lösung und Erklärung

Signale anderer Zellen aufnehmen

Dendriten sind verzweigte Fortsätze, an denen viele Signale eintreffen können.

4. Welche Struktur leitet Aktionspotenziale zu den Endknöpfchen?

  • Das Axon
  • Die Gelenkkapsel
  • Der synaptische Spalt als durchgehendes Kabel
Lösung und Erklärung

Das Axon

Das Axon führt die Erregung weiter. An den Endknöpfchen kann eine Übertragung auf Zielzellen folgen.

5. Was überbrückt den Spalt einer chemischen Synapse als Botenstoff?

  • Der ursprüngliche Lichtstrahl
  • Ein vollständiges Axon, das durch den Spalt wandert
  • Neurotransmitter
Lösung und Erklärung

Neurotransmitter

Transmitter werden freigesetzt und binden an passende Rezeptoren der Zielzelle.

6. Welche Eigenschaft kennzeichnet einen Reflex?

  • Eine Antwort, bei der grundsätzlich keine Nervenzelle beteiligt ist
  • Eine weitgehend gleichartige Reaktion ohne notwendigen bewussten Entschluss
  • Eine immer frei gewählte Handlung nach langem Nachdenken
Lösung und Erklärung

Eine weitgehend gleichartige Reaktion ohne notwendigen bewussten Entschluss

Reflexschaltungen ermöglichen eine schnelle, unwillkürliche Antwort auf einen Reiz.

2 · Anwenden und erklären

1. Du siehst einen Ball und hebst die Hände. Was ist hier die Reaktion?

  • Das Heben der Hände
  • Das Licht vom Ball
  • Die elektrische Erregung in einer sensorischen Bahn
Lösung und Erklärung

Das Heben der Hände

Reizaufnahme, Erregungsleitung und sichtbare Antwort sind unterschiedliche Schritte.

2. Welche Reihenfolge passt zur chemischen Synapse?

  • Rezeptorwirkung → Licht im Spalt → Knochenbewegung → Calciumeinstrom
  • Transmitterabbau → Muskelteilung → Aktionspotenzial ohne Zielzelle
  • Aktionspotenzial → Calciumeinstrom → Transmitterfreisetzung → Rezeptorwirkung
Lösung und Erklärung

Aktionspotenzial → Calciumeinstrom → Transmitterfreisetzung → Rezeptorwirkung

Das eintreffende Signal öffnet Calciumkanäle. Der Einstrom ermöglicht die Freisetzung von Transmitter aus Vesikeln.

3. Im Gedankenmodell verschmelzen Vesikel nicht mit der präsynaptischen Membran. Was fehlt trotz ankommendem Aktionspotenzial?

  • Jede elektrische Spannung in allen Nervenzellen
  • Die Freisetzung des vesikulären Transmitters
  • Das Vorhandensein jeglicher Rezeptoren im Körper
Lösung und Erklärung

Die Freisetzung des vesikulären Transmitters

Ohne Vesikelfusion gelangen die gespeicherten Botenstoffe nicht in den synaptischen Spalt.

4. Ein stärkerer Reiz wird in einer Sinnesbahn durch häufigere Impulse angezeigt. Was bleibt beim Alles-oder-nichts-Prinzip erhalten?

  • Einzelne Aktionspotenziale werden nicht beliebig größer
  • Jedes Aktionspotenzial wird zum doppelten Lichtstrahl
  • Bei stärkerem Reiz verschwinden alle Ionenkanäle
Lösung und Erklärung

Einzelne Aktionspotenziale werden nicht beliebig größer

Reizstärke kann über Impulsfrequenz und zusätzliche aktive Fasern codiert werden, nicht über beliebig hohe Einzelimpulse.

5. Welche Kette beschreibt den Rückziehreflex?

  • Muskel → Leber → Haut → Auge
  • Hautrezeptor → motorische Bahn → Magen → Muskel
  • Hautrezeptor → sensorische Bahn → Rückenmarksschaltung → motorische Bahn → Muskel
Lösung und Erklärung

Hautrezeptor → sensorische Bahn → Rückenmarksschaltung → motorische Bahn → Muskel

Sensorische und motorische Abschnitte sind über Schaltneurone im Rückenmark verbunden.

6. Beim Laufen wird der Herzschlag unter anderem durch sympathische Aktivität beschleunigt. Welchem Bereich gehört dies an?

  • Nur das knöcherne Skelett
  • Vegetatives Nervensystem
  • Ausschließlich willkürliche Steuerung der Handmuskeln
Lösung und Erklärung

Vegetatives Nervensystem

Das vegetative Nervensystem reguliert unter anderem Herz, Drüsen und glatte Muskulatur.

3 · Prüfen und übertragen

1. Warum ist ein Nerv nicht mit einer einzelnen Nervenzelle gleichzusetzen?

  • Ein Nerv enthält viele Nervenfasern mit Hüllen und weiteres Gewebe
  • Ein Nerv besteht aus genau einem Zellkern ohne Fortsätze
  • Nerven enthalten grundsätzlich keine Axone
Lösung und Erklärung

Ein Nerv enthält viele Nervenfasern mit Hüllen und weiteres Gewebe

Ein peripherer Nerv bündelt viele Fasern und enthält unter anderem Bindegewebe und Blutgefäße.

2. Warum bedeutet „Reflex ohne bewussten Entschluss“ nicht „das Gehirn erfährt nichts“?

  • Bei Reflexen wird jede Verbindung zum Gehirn dauerhaft getrennt
  • Nur bewusste Vorgänge können Signale weiterleiten
  • Information kann parallel zum Gehirn gelangen; manche Reflexe werden im Hirnstamm verschaltet
Lösung und Erklärung

Information kann parallel zum Gehirn gelangen; manche Reflexe werden im Hirnstamm verschaltet

Auslösung und bewusste Wahrnehmung sind zu unterscheiden. Ein kurzer Reflexweg schließt Gehirnbeteiligung nicht aus.

3. Was beschreibt die schnelle Leitung an einem myelinisierten Axon angemessen?

  • Myelin wandelt alle Signale in sichtbares Licht um
  • Aktionspotenziale entstehen an Schnürringen neu; dazwischen breitet sich die Änderung passiv aus
  • Ganze Teilchen springen über leere Zwischenräume
Lösung und Erklärung

Aktionspotenziale entstehen an Schnürringen neu; dazwischen breitet sich die Änderung passiv aus

Die saltatorische Leitung ist kein räumlicher Sprung von Teilchen. Myelin und Schnürringe ermöglichen die schnelle Weiterleitung.

4. Warum löst eine einzelne erregende Synapse nicht zwingend sofort ein Aktionspotenzial aus?

  • Erregende und hemmende Einflüsse werden gemeinsam verrechnet
  • Jede Zielzelle besitzt grundsätzlich keine Ionenkanäle
  • Nur die Größe des ganzen Gehirns entscheidet
Lösung und Erklärung

Erregende und hemmende Einflüsse werden gemeinsam verrechnet

Die Summe der Einflüsse muss die nötige Schwelle erreichen. Eine einzelne Übertragung kann dafür zu schwach sein.

5. Warum muss freigesetzter Transmitter entfernt oder abgebaut werden?

  • Damit das ganze Axon nach jedem Signal verschwindet
  • Damit die Rezeptoren niemals wieder reagieren
  • Damit seine Wirkung endet und neue Signale getrennt wirksam werden können
Lösung und Erklärung

Damit seine Wirkung endet und neue Signale getrennt wirksam werden können

Die Beendigung der Botenstoffwirkung verhindert eine durch diesen Transmitter anhaltende Aktivierung.

6. Welche Gegenüberstellung der Reflexe stimmt?

  • Rückziehreflex: Rezeptor und Effektor immer dieselbe Hautzelle
  • Kniesehnenreflex: einfachster erregender Weg monosynaptisch; Rückziehreflex: polysynaptisch
  • Beide benötigen grundsätzlich einen bewussten Entschluss
Lösung und Erklärung

Kniesehnenreflex: einfachster erregender Weg monosynaptisch; Rückziehreflex: polysynaptisch

Beim Rückziehreflex vermitteln Schaltneurone zwischen sensorischen und motorischen Nervenzellen.

Wie sicher bist du jetzt?

Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Ein Reflex wird im Rückenmark ausgelöst. Welcher Schluss ist zulässig?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Ein Reiz wird stärker, die Einzelimpulse bleiben gleich hoch. Wie kann die Bahn mehr Information über die Reizstärke vermitteln?

Wähle genau eine Antwort.

Antwort auswählen

Aufgabe 3Welche Aussage über das vegetative Nervensystem ist richtig?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Die Antwort braucht keinen vorherigen bewussten Entschluss – Beim Rückziehreflex wird Information auch zum Gehirn geleitet. Andere Reflexe haben Schaltstellen im Hirnstamm.
  2. Durch eine höhere Impulsfrequenz und gegebenenfalls weitere aktive Fasern – Das Alles-oder-nichts-Prinzip schließt eine Codierung über Häufigkeit und aktive Faserzahl nicht aus.
  3. Sympathikus und Parasympathikus wirken organspezifisch an der Regulation mit – Das Zusammenspiel hängt von Organ und Situation ab. Eine einfache An-Aus-Regel bildet es nicht ausreichend ab.

Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.

Weitere Aufgaben zum Selbstcheck

14 Aufgaben: Wissen anwenden und Zusammenhänge erklären

Löse zunächst ohne Hilfe. Die Tipps führen zum Ansatz; die Lösungen zeigen, welche Fachbegriffe und Begründungen dazugehören.

1 · Unterscheide Reiz, Erregung und Reaktion am fliegenden Ball.

Tipp anzeigen
Licht, Information und Bewegung sind verschiedene Schritte.
Lösung anzeigen
Licht vom Ball ist der Reiz. Die Netzhaut wandelt ihn in elektrische Signale um; Nervenbahnen leiten Information zum Gehirn. Die Hände heben ist die Reaktion.

2 · Ordne Gehirn, Rückenmark und Armnerv zu.

Tipp anzeigen
ZNS bedeutet zentral.
Lösung anzeigen
Gehirn und Rückenmark gehören zum ZNS. Ein Armnerv außerhalb des ZNS gehört zum PNS.

3 · Was bedeuten afferent und efferent?

Tipp anzeigen
Beziehe die Richtung immer auf das ZNS.
Lösung anzeigen
Afferent: zum ZNS hin, beispielsweise sensorische Information. Efferent: vom ZNS weg, beispielsweise motorische Befehle.

4 · Beschreibe den Bau einer typischen Nervenzelle.

Tipp anzeigen
Beginne bei den kurzen Verzweigungen.
Lösung anzeigen
Dendriten nehmen Signale auf; der Zellkörper verarbeitet sie. Das Axon leitet Erregung weiter, häufig mit isolierenden Myelinscheiden. Endknöpfchen übertragen Signale auf Zielzellen.

5 · Warum ist ein Nerv nicht dasselbe wie eine Nervenzelle?

Tipp anzeigen
Denke an ein Bündel.
Lösung anzeigen
Ein Nerv enthält viele Nervenfasern, also Axone mit zugehörigen Hüllen, sowie Bindegewebe und Blutgefäße. Eine Nervenzelle ist eine einzelne Zelle mit Zellkörper und Fortsätzen.

6 · Wie unterstützt Myelin die schnelle Leitung?

Tipp anzeigen
Wo entstehen neue Aktionspotenziale?
Lösung anzeigen
Myelin isoliert Axonabschnitte. Zwischen den Scheiden liegen Schnürringe, an denen Aktionspotenziale neu entstehen. So ist die Weiterleitung schneller als bei vergleichbaren unmyelinisierten Fasern.

7 · Ordne die vier Vorgänge der chemischen Synapse.

Tipp anzeigen
Ankunft → Freisetzung → Bindung → Beendigung.
Lösung anzeigen
Aktionspotenzial und Calciumeinstrom; Vesikelfusion und Transmitterfreisetzung; Bindung an Rezeptoren und elektrische Wirkung; Entfernung beziehungsweise Abbau der Transmitter.

8 · Warum muss der Transmitter wieder entfernt werden?

Tipp anzeigen
Was wäre ohne Beendigung möglich?
Lösung anzeigen
Die Rezeptoren sollen nicht dauerhaft vom freigesetzten Transmitter aktiviert werden. Entfernung beziehungsweise Abbau beendet die Wirkung und ermöglicht getrennte neue Signale.

9 · Zeichne den Rückziehreflex als Pfeilkette.

Tipp anzeigen
Nenne auch beide Nervenrichtungen.
Lösung anzeigen
Hautrezeptor → sensorische/afferente Bahn → Schaltneurone im Rückenmark → motorische/efferente Bahn → Muskel. Zusätzlich erreicht Information das Gehirn.

10 · „Bei einem Reflex erfährt das Gehirn nichts.“ Korrigiere.

Tipp anzeigen
Kurzer Auslöseweg ist nicht völlige Abkopplung.
Lösung anzeigen
Beim Rückziehreflex kann die Antwort über das Rückenmark ausgelöst werden. Gleichzeitig wird Information zum Gehirn geleitet, sodass der Reiz bewusst wahrgenommen werden kann.

11 · Vergleiche Kniesehnen- und Rückziehreflex.

Tipp anzeigen
Zahl der Synapsen und Lage von Rezeptor und Effektor.
Lösung anzeigen
Der einfachste erregende Weg des Kniesehnenreflexes ist monosynaptisch; Rezeptor und Effektor liegen im selben Muskel. Der Rückziehreflex ist polysynaptisch und verbindet Hautrezeptoren mit Muskeln.

12 · Beim Laufen steigt die Herzfrequenz. Ordne die Regulation ein.

Tipp anzeigen
Herz ist keine willkürlich bewegte Skelettmuskulatur.
Lösung anzeigen
Die Anpassung wird unter anderem vegetativ gesteuert. Sympathische Aktivität kann die Herzfrequenz steigern; parasympathische Aktivität kann sie senken. Das Zusammenspiel hängt von der Situation ab.

13 · In einem Gedankenexperiment können Vesikel nicht mit der Membran verschmelzen. Was fällt an dieser chemischen Synapse aus?

Tipp anzeigen
Ein ankommendes Aktionspotenzial allein überquert den Spalt nicht.
Lösung anzeigen
Die Freisetzung des in den Vesikeln gespeicherten Transmitters bleibt aus. Deshalb fehlt seine Wirkung auf die Rezeptoren der Zielzelle, auch wenn am Endknöpfchen ein Aktionspotenzial ankommt.

14 · Darf man aus einer schnellen Reaktion schließen, dass das Gehirn nicht beteiligt ist?

Tipp anzeigen
Vergleiche Auslösung und Wahrnehmung beim Rückziehreflex.
Lösung anzeigen
Nein. Der Rückziehreflex kann im Rückenmark ausgelöst werden; gleichzeitig gelangt Information zum Gehirn. Außerdem werden manche Reflexe im Hirnstamm verschaltet. Geschwindigkeit allein bestimmt den Signalweg nicht.
Zusätzlicher Begriffscheck

Kurzer Begriffscheck

Welche Aussage zur Synapse ist richtig?

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Fachliche Orientierung: LehrplanPLUS · Biologie 8, Informationsaufnahme und Reaktion. Der Umfang kann nach Schulart und Bundesland variieren. Zum Vertiefen: OpenStax · Biology 2e. Eigene schematische Zeichnungen.

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