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Auge und Sehen

Verstehe, wie aus Licht ein Seheindruck wird: Augenbau, Scharfstellung, Netzhaut, Sehfehler und Wahrnehmung im Zusammenhang.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Was kannst du schon?

Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Welche Strukturen bündeln das einfallende Licht wesentlich?

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Aufgabe 2Wodurch unterscheidet sich die Pupillenreaktion von Akkommodation?

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Aufgabe 3Welche Sinneszellen sind besonders wichtig für das Farbsehen?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Hornhaut und Linse – Die Hornhaut übernimmt einen großen festen Anteil der Brechkraft; die Linse ermöglicht zusätzliche Anpassung.
  2. Pupillenweite beeinflusst Lichteinfall; Akkommodation passt die Scharfstellung an – Lichtmenge und Scharfstellung auf Entfernung sind unterschiedliche Einstellungen.
  3. Zapfen – Farbsehen beruht auf dem Vergleich der Signale verschiedener Zapfentypen.

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Sehen beginnt mit Licht und endet mit Wahrnehmung

Damit du einen Gegenstand siehst, muss Licht von ihm in dein Auge gelangen. Hornhaut und Linse bündeln es zu einem Bild auf der Netzhaut. Dort wandeln Lichtsinneszellen Licht in elektrische Signale um. Das Gehirn verarbeitet die weitergeleiteten Informationen zu einem Seheindruck.

Das Auge ist damit mehr als eine „Kamera“: Es stellt scharf und passt den Lichteinfall an. Netzhaut und Gehirn verarbeiten die Information schon während des Sehens.

Das Auge im Schnitt · vereinfachtes FunktionsbildHornhautIrisPupilleLinseZiliarmuskelLederhautAderhautNetzhautGlaskörperSehnerv

Schematischer Schnitt: Schichtdicken und Größenverhältnisse sind zur Erklärung vereinfacht. Die Pupille ist die Öffnung in der Iris, kein eigenes schwarzes Gewebe.

Welche Struktur übernimmt welche Aufgabe?

Struktur Aufgabe und Zusammenhang
Hornhaut Durchsichtige Vorderfläche; schützt das Auge und übernimmt einen großen Teil der Lichtbrechung.
Iris und Pupille Die Iris ist die farbige Blende. Ihre Muskeln verändern die Weite der Pupille und damit den Lichteinfall.
Linse, Ziliarmuskel und Zonulafasern Die elastische Linse verändert ihre Wölbung. Ziliarmuskel und Aufhängefasern ermöglichen die Einstellung auf verschiedene Entfernungen.
Glaskörper Durchsichtige, gelartige Füllung des Augeninneren. Trägt zur Formstabilität bei und lässt Licht zur Netzhaut passieren.
Lederhaut und Aderhaut Die feste Lederhaut schützt und stabilisiert. Die gefäßreiche Aderhaut versorgt äußere Netzhautschichten; Pigmente vermindern störende Lichtstreuung.
Netzhaut und Sehnerv Die Netzhaut enthält Sinnes- und Nervenzellen. Axone von Ganglienzellen bündeln sich zum Sehnerv und leiten Signale Richtung Gehirn.

Lider, Wimpern und Tränenflüssigkeit schützen zusätzlich die empfindliche Oberfläche. Die Hornhaut selbst ist transparent und enthält normalerweise keine Blutgefäße.

Kammerwasser ist eine klare Flüssigkeit vor der Linse, unter anderem zwischen Hornhaut und Iris. Es versorgt die gefäßlose Hornhaut und die Linse mit Nährstoffen. Es ist vom gelartigen Glaskörper hinter der Linse zu unterscheiden.

Warum das Netzhautbild auf dem Kopf steht

Licht → Hornhaut → Pupille → Linse → Glaskörper → Netzhaut

Licht von einem oberen Gegenstandspunkt wird auf einen unteren Netzhautbereich gelenkt und umgekehrt. So entsteht ein reelles, verkleinertes und umgekehrtes Bild. Die Netzhaut enthält kein aufrecht stehendes Miniaturbild der Welt.

Das Gehirn liest die räumlichen Beziehungen der eingehenden Signale aus und verknüpft sie mit Erfahrung und anderen Sinnesinformationen. Man sollte sich das nicht als eine zweite Leinwand vorstellen, auf der jemand das Bild mechanisch umdreht.

Seh-Labor: Wie stellt das Auge scharf?

Vergleiche zuerst Fern- und Nahblick. Beobachte die Linsenform und lies, wie Muskel und Aufhängefasern zusammenarbeiten.

Nah und fern scharf stellenFernblickNetzhaut: scharfes BildStrahlenmodell eines Objektpunkts · nicht maßstabsgetreu

Fernblick · flachere Linse

Der Ziliarmuskel ist entspannt. Die Zonulafasern sind gespannt und ziehen die elastische Linse flacher. Ihre Brechkraft ist geringer; Licht von fernen Gegenständen wird auf der Netzhaut gebündelt.

Pupillenreaktion: eine andere Einstellung

Die Entfernung bestimmt die Akkommodation; die Helligkeit beeinflusst vor allem die Pupillenweite. Ändere hier nur das Licht.

Bei hellem Licht verengt sich die Pupille. So gelangt weniger Licht in das Auge.

Auf schmalen Bildschirmen kannst du Schaubilder seitlich verschieben. Die Großansicht vergrößert die Modelle in diesem Labor.

Stäbchen und Zapfen: zwei Arten von Lichtsinneszellen

Stäbchen Zapfen
Lichtempfindlichkeit Sehr empfindlich; Sehen bei schwachem Licht. Benötigen mehr Licht; besonders wichtig am Tag.
Information Helligkeitsunterschiede, kein Farbsehen. Farbsehen durch Vergleich dreier Zapfentypen mit verschiedenen Empfindlichkeitsbereichen.
Verteilung und Schärfe Viele außerhalb der Netzhautmitte; Verschaltung erhöht Empfindlichkeit, begrenzt aber Detailauflösung. Besonders dicht in der Sehgrube; Grundlage des schärfsten Sehens.

Licht verändert den Zustand lichtempfindlicher Moleküle in den Sinneszellen. Dadurch ändern sich deren elektrische Spannung und Botenstofffreisetzung. Über weitere Netzhautzellen gelangt die Information zu Ganglienzellen, deren Axone Aktionspotenziale zum Gehirn leiten.

Der gelbe Fleck enthält die zentrale Sehgrube: Beim genauen Betrachten richtest du ihr Bild auf diese Stelle. Am blinden Fleck tritt der Sehnerv aus; dort fehlen Lichtsinneszellen. Diese beiden Stellen darfst du nicht verwechseln.

Bei Dämmerung werden Farben schwerer unterscheidbar, weil die Zapfen weniger wirksam sind und Stäbchensignale überwiegen. Dunkelanpassung dauert länger als die bloße Pupillenerweiterung: Auch die Empfindlichkeit der Netzhaut ändert sich.

Kurzsichtig oder weitsichtig: Wo liegt der Brennpunkt?

Das folgende Modell zeigt paralleles Licht von einem fernen Punkt bei entspannter Akkommodation. Wechsle anschließend zur passenden Korrektur.

Kurzsichtigkeit · ohne KorrekturNetzhautFernobjekt · entspanntes Auge · vereinfachtes StrahlenmodellFokus

Kurzsichtigkeit · Brennpunkt vor der Netzhaut

Der Augapfel ist relativ zur Brechkraft häufig zu lang, oder die Brechkraft zu groß. Ferne Gegenstände werden unscharf abgebildet. Ein Minusglas lässt das Licht zunächst auseinanderlaufen und verschiebt den Brennpunkt nach hinten auf die Netzhaut.

Alterssichtigkeit ist etwas anderes: Mit zunehmendem Alter lässt sich die Linse weniger stark wölben. Die Nahakkommodation reicht nicht mehr wie früher aus. Eine Pluslinse für den Nahbereich kann unterstützen. Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit können zusammen auftreten, haben aber nicht dieselbe Ursache.

So liest du das Strahlenmodell: Orange Linien zeigen Lichtwege von links nach rechts. Bei Kurzsichtigkeit laufen die Strahlen nach dem Brennpunkt wieder auseinander und treffen getrennt auf die Netzhaut. Bei Weitsichtigkeit zeigen gestrichelte Verlängerungen, wo sie sich erst hinter der Netzhaut schneiden würden. Hornhaut und Linse sind hier zu einem vereinfachten brechenden System zusammengefasst; die Zeichnung ist nicht maßstabsgetreu.

Wahrnehmung: Das Gehirn ergänzt und gewichtet

Du nimmst nicht einfach alle Lichtinformationen gleich stark wahr. Das Gehirn betont Kontraste, nutzt Zusammenhänge und lenkt Aufmerksamkeit auf bestimmte Merkmale. Beide Augen liefern leicht unterschiedliche Ansichten; deren Vergleich unterstützt das räumliche Sehen. Auch mit einem Auge geben Perspektive und Überdeckung Hinweise auf Tiefe.

Optische Täuschungen zeigen, dass der Kontext die Wahrnehmung beeinflussen kann. Im Beispiel sind die mittleren waagerechten Strecken gleich lang. Prüfe, ob die Pfeilenden deinen Eindruck verändern.

Schätze die Länge beider Mittelstrecken. Blende danach die Pfeilenden aus und vergleiche.

Selbst ausprobieren

Üben & prüfen

Mit Erklärungen üben oder dein Wissen testen – du entscheidest.

Übe in deinem Tempo

Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst nach einem Tipp erneut antworten. Wähle die passende Antwort. Begründe deine Entscheidung zunächst selbst und vergleiche sie anschließend mit der Erklärung.

Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen

1 · Erkennen und zuordnen

1. Was ist die Pupille?

  • Ein eigenes schwarzes Sinnesgewebe
  • Der Austritt des Sehnervs aus der Netzhaut
  • Eine Öffnung in der Iris
Lösung und Erklärung

Eine Öffnung in der Iris

Die Pupille lässt Licht ins Auge. Ihre Weite wird durch Muskeln der Iris beeinflusst.

2. Wo wird Licht durch Sinneszellen in elektrische Signaländerungen übersetzt?

  • Erst im Knochen der Augenhöhle
  • In der Netzhaut
  • Im Glaskörper als reiner Füllsubstanz
Lösung und Erklärung

In der Netzhaut

Die Netzhaut enthält Lichtsinneszellen und weitere Nervenzellen für die Signalverarbeitung.

3. Welche Struktur verändert zur Akkommodation gezielt ihre Wölbung?

  • Die Linse
  • Die Lederhaut
  • Der Sehnerv
Lösung und Erklärung

Die Linse

Die elastische Linse wird über Ziliarmuskel und Zonulafasern auf verschiedene Entfernungen eingestellt.

4. Welche Sinneszellen unterstützen besonders das Sehen bei schwachem Licht?

  • Zapfen als einzige lichtempfindliche Zellen
  • Zellen des Glaskörpers
  • Stäbchen
Lösung und Erklärung

Stäbchen

Stäbchen sind sehr lichtempfindlich, liefern aber keine Farbinformation.

5. Wo fehlen Lichtsinneszellen?

  • Auf der gesamten Netzhaut
  • Am blinden Fleck
  • In der zentralen Sehgrube grundsätzlich überall
Lösung und Erklärung

Am blinden Fleck

Am blinden Fleck tritt der Sehnerv aus der Netzhaut aus.

6. Welche Aufgabe hat der Sehnerv?

  • Elektrische Signale in Richtung Gehirn weiterleiten
  • Licht als Strahlenbündel bis ins Gehirn transportieren
  • Die Pupille mit Kammerwasser füllen
Lösung und Erklärung

Elektrische Signale in Richtung Gehirn weiterleiten

Axone von Ganglienzellen bilden den Sehnerv. Er leitet Nervensignale, kein Licht.

2 · Anwenden und erklären

1. Welche Reihenfolge entspricht dem Lichtweg?

  • Pupille → Sehnerv → Hornhaut → Linse
  • Netzhaut → Iris → Gehirn als durchgehender Lichtstrahl
  • Hornhaut → Pupille → Linse → Glaskörper → Netzhaut
Lösung und Erklärung

Hornhaut → Pupille → Linse → Glaskörper → Netzhaut

Licht passiert die brechenden und durchsichtigen Strukturen bis zur Netzhaut; anschließend werden Signale weitergeleitet.

2. Du wechselst vom fernen Haus zum nahen Buch. Welche Einstellung hilft beim Scharfstellen?

  • Die Netzhaut wandert in den Glaskörper
  • Ziliarmuskel kontrahiert, Zonulafasern entlastet, Linse stärker gewölbt
  • Ziliarmuskel entspannt, Zonulafasern gespannt, Linse flacher
Lösung und Erklärung

Ziliarmuskel kontrahiert, Zonulafasern entlastet, Linse stärker gewölbt

Für nahe Gegenstände steigt die Brechkraft durch eine stärkere Linsenwölbung.

3. Beim Fernblick ist der Ziliarmuskel entspannt. Was folgt im Modell?

  • Gespannte Zonulafasern ziehen die Linse flacher
  • Die Linse wird durch entlastete Fasern maximal kugelig
  • Die Pupille wird zum Sehnerv
Lösung und Erklärung

Gespannte Zonulafasern ziehen die Linse flacher

Eine flachere Linse hat geringere Brechkraft und passt zum Scharfstellen auf weit entfernte Gegenstände.

4. Bei hellem Licht wird die Pupille kleiner. Welche Größe wird damit vor allem beeinflusst?

  • Die Länge des Sehnervs
  • Die Anzahl der Augen
  • Die ins Auge gelangende Lichtmenge
Lösung und Erklärung

Die ins Auge gelangende Lichtmenge

Die Pupillenreaktion reguliert den Lichteinfall. Sie ist nicht dasselbe wie die Akkommodation.

5. Ein oberer Gegenstandspunkt wird wohin auf der Netzhaut abgebildet?

  • Ausschließlich auf den blinden Fleck
  • Auf einen unteren Netzhautbereich
  • Immer ebenfalls ganz nach oben
Lösung und Erklärung

Auf einen unteren Netzhautbereich

Die Bündelung durch das optische System erzeugt ein umgekehrtes Netzhautbild.

6. Paralleles Licht wird bei entspannter Akkommodation vor der Netzhaut gebündelt. Welches Sehfehlermodell passt?

  • Kurzsichtigkeit
  • Weitsichtigkeit
  • Ein vollständig scharfes Fernbild auf der Netzhaut
Lösung und Erklärung

Kurzsichtigkeit

Bei Kurzsichtigkeit liegt der Fokus für ein Fernobjekt vor der Netzhaut.

3 · Prüfen und übertragen

1. Warum kann ein Minusglas Kurzsichtigkeit im Modell korrigieren?

  • Es verkürzt den Augapfel mechanisch
  • Es ersetzt fehlende Lichtsinneszellen
  • Es lässt Licht zunächst auseinanderlaufen und verlagert den Fokus nach hinten
Lösung und Erklärung

Es lässt Licht zunächst auseinanderlaufen und verlagert den Fokus nach hinten

Die Zerstreuung vor dem Auge verändert die Bündelung so, dass sie auf der Netzhaut erfolgen kann.

2. Warum sind Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit nicht identisch?

  • Beide bedeuten immer eine zu große Pupille
  • Weitsichtigkeit betrifft Brechkraft im Verhältnis zur Augenlänge; Alterssichtigkeit die nachlassende Nahakkommodation
  • Beide beruhen ausschließlich auf fehlenden Stäbchen
Lösung und Erklärung

Weitsichtigkeit betrifft Brechkraft im Verhältnis zur Augenlänge; Alterssichtigkeit die nachlassende Nahakkommodation

Ähnliche Schwierigkeiten beim Nahsehen können unterschiedliche optische Ursachen haben.

3. Warum ist Dunkelanpassung mehr als eine Erweiterung der Pupille?

  • Auch die Empfindlichkeit der Netzhaut verändert sich
  • Der Sehnerv beginnt in der Dunkelheit Licht zu erzeugen
  • Der Glaskörper wird vollständig durch Luft ersetzt
Lösung und Erklärung

Auch die Empfindlichkeit der Netzhaut verändert sich

Neben der Blendenreaktion passen sich lichtempfindliche Prozesse der Netzhaut an.

4. Zwei gleich lange Strecken wirken mit verschiedenen Pfeilenden unterschiedlich lang. Was zeigt dies?

  • Die tatsächliche Länge muss sich beim Hinsehen verändern
  • Messung und Eindruck müssen immer übereinstimmen
  • Der Kontext kann den wahrgenommenen Längeneindruck beeinflussen
Lösung und Erklärung

Der Kontext kann den wahrgenommenen Längeneindruck beeinflussen

Optische Täuschungen verdeutlichen die Verarbeitung der Information. Die objektive Länge bleibt im Modell gleich.

5. Warum reicht „das Gehirn dreht ein Miniaturbild auf einer zweiten Leinwand um“ als Erklärung nicht aus?

  • Die Netzhaut erzeugt immer schon ein aufrechtes Bild
  • Das Gehirn verarbeitet räumliche Signalbeziehungen und weiteren Kontext
  • Im Sehnerv befindet sich tatsächlich ein kleines drehbares Foto
Lösung und Erklärung

Das Gehirn verarbeitet räumliche Signalbeziehungen und weiteren Kontext

Wahrnehmung entsteht durch Verarbeitung von Signalen, nicht durch einen inneren Beobachter vor einer Leinwand.

6. Was unterstützt räumliches Sehen mit zwei Augen?

  • Der Vergleich leicht unterschiedlicher Ansichten
  • Zwei völlig identische Lichtstrahlen ohne Verarbeitung
  • Die Verdopplung der Pupillenweite als einzige Tiefeninformation
Lösung und Erklärung

Der Vergleich leicht unterschiedlicher Ansichten

Das Gehirn kann Unterschiede beider Ansichten nutzen. Perspektive und Überdeckung liefern zusätzliche Tiefenhinweise.

Wie sicher bist du jetzt?

Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Welche Änderung passt zum Nahblick?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Warum ist ein Fernobjekt bei Kurzsichtigkeit unscharf, obwohl die Strahlen bereits gebündelt wurden?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 3Welche Zuordnung stimmt?

Wähle genau eine Antwort.

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Stärker gewölbte Linse und höhere Brechkraft – Bei Nahakkommodation wird die elastische Linse durch die Entlastung der Fasern stärker gewölbt.
  2. Der Fokus liegt vor der Netzhaut; danach laufen die Strahlen wieder auseinander – Für ein scharfes Bild muss die Bündelung auf der Netzhaut erfolgen, nicht davor.
  3. Sehgrube: besonders scharfes Sehen; blinder Fleck: keine Lichtsinneszellen – Die zentrale Sehgrube im gelben Fleck und die Austrittsstelle des Sehnervs haben unterschiedliche Eigenschaften.

Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.

Weitere Aufgaben zum Selbstcheck

14 Aufgaben: Wissen anwenden und Zusammenhänge erklären

Löse zunächst ohne Hilfe. Die Tipps führen zum Ansatz; die Lösungen zeigen, welche Fachbegriffe und Begründungen dazugehören.

1 · Ordne den Lichtweg bis zur Netzhaut.

Tipp anzeigen
Die Pupille liegt vor der Linse.
Lösung anzeigen
Hornhaut → Pupille → Linse → Glaskörper → Netzhaut. Der Sehnerv leitet anschließend elektrische Signale, kein Licht.

2 · Warum ist die Pupille kein schwarzes Gewebe?

Tipp anzeigen
Sie ist Teil der Blendenöffnung.
Lösung anzeigen
Die Pupille ist eine Öffnung in der Iris. Durch sie fällt Licht ins Auge; sie erscheint von außen meist dunkel.

3 · Welche Aufgaben haben Hornhaut und Linse?

Tipp anzeigen
Beide brechen Licht, aber nur eine verändert gezielt ihre Wölbung.
Lösung anzeigen
Die Hornhaut liefert einen großen festen Anteil der Brechkraft. Die Linse bündelt zusätzlich und verändert ihre Wölbung zur Akkommodation.

4 · Beschreibe Nahakkommodation in drei Schritten.

Tipp anzeigen
Muskel → Fasern → Linse.
Lösung anzeigen
Der Ziliarmuskel kontrahiert. Die Zonulafasern werden entlastet. Die elastische Linse wölbt sich stärker und ihre Brechkraft steigt.

5 · Du blickst auf ein fernes Haus. Was ändert sich beim Fernblick?

Tipp anzeigen
Vergleiche mit Nahakkommodation.
Lösung anzeigen
Der Ziliarmuskel entspannt; die Zonulafasern spannen sich und ziehen die Linse flacher. Die Brechkraft nimmt ab.

6 · Warum ist das Netzhautbild umgekehrt?

Tipp anzeigen
Verfolge Licht von einem oberen Objektpunkt.
Lösung anzeigen
Durch die Bündelung gelangt Licht von oberen Punkten nach unten auf die Netzhaut und umgekehrt. So entsteht ein reelles, verkleinertes, umgekehrtes Bild.

7 · Warum sind Farben in der Dämmerung schwer zu unterscheiden?

Tipp anzeigen
Welche Sinneszellen brauchen weniger Licht?
Lösung anzeigen
Stäbchen sind lichtempfindlicher und liefern Helligkeitsinformation, aber keine Farbinformation. Bei wenig Licht tragen Zapfen weniger zum Seheindruck bei.

8 · Unterscheide gelben und blinden Fleck.

Tipp anzeigen
Schärfstes Sehen oder Austrittsstelle?
Lösung anzeigen
Die zentrale Sehgrube im gelben Fleck hat besonders dicht angeordnete Zapfen und ermöglicht schärfstes Sehen. Am blinden Fleck tritt der Sehnerv aus; dort fehlen Lichtsinneszellen.

9 · Begründe die Korrektur von Kurzsichtigkeit.

Tipp anzeigen
Der Brennpunkt liegt zunächst vor der Netzhaut.
Lösung anzeigen
Ein Minusglas zerstreut das Licht vor dem Auge. Die Bündelung erfolgt dadurch weiter hinten, auf der Netzhaut. Die Augapfellänge selbst wird nicht verändert.

10 · Ist Weitsichtigkeit dasselbe wie Alterssichtigkeit?

Tipp anzeigen
Vergleiche Verhältnis von Brechkraft zu Länge und Veränderbarkeit der Linse.
Lösung anzeigen
Nein. Bei Weitsichtigkeit ist die Brechkraft relativ zur Augenlänge zu gering. Bei Alterssichtigkeit ist vor allem die Nahakkommodation durch abnehmende Verformbarkeit der Linse eingeschränkt.

11 · Unterscheide Pupillenreaktion und Akkommodation.

Tipp anzeigen
Lichtmenge oder Schärfe?
Lösung anzeigen
Die Pupillenweite reguliert den Lichteinfall. Akkommodation verändert die Linsenwölbung zur Scharfstellung auf unterschiedliche Entfernungen. Beide Prozesse sind nicht identisch.

12 · Was lässt sich aus der Pfeiltäuschung folgern?

Tipp anzeigen
Gleiche Messwerte, möglicherweise anderer Eindruck.
Lösung anzeigen
Die Mittelstrecken sind objektiv gleich lang. Pfeilenden können den wahrgenommenen Längeneindruck verändern: Wahrnehmung hängt auch von Kontext und Verarbeitung ab.

13 · Warum ist das Bild bei Kurzsichtigkeit unscharf, obwohl sich die Strahlen im Auge bereits getroffen haben?

Tipp anzeigen
Wo liegt der Treffpunkt relativ zur Netzhaut?
Lösung anzeigen
Der Treffpunkt liegt vor der Netzhaut. Danach laufen die Strahlen wieder auseinander und treffen an verschiedenen Stellen auf die Netzhaut. Ein Objektpunkt ergibt deshalb dort keinen scharfen Bildpunkt.

14 · Bei konstantem Licht wechselst du den Blick vom fernen Fenster auf ein nahes Buch. Welche Einstellung muss sich ändern?

Tipp anzeigen
Die Aufgabe fragt nach Scharfstellung, nicht nach dem Wechsel zu Dunkelheit.
Lösung anzeigen
Die Akkommodation muss sich anpassen: Ziliarmuskel kontrahiert, Zonulafasern werden entlastet, die Linse wölbt sich stärker. Die Pupille kann sich bei der Nahreaktion zusätzlich verengen; Pupillenweite und Akkommodation sind dennoch verschiedene Vorgänge.
Zusätzlicher Begriffscheck

Kurzer Begriffscheck

Was passiert beim Blick auf einen nahen Gegenstand?

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Fachliche Orientierung: LehrplanPLUS · Biologie 8, Informationsaufnahme und Reaktion. Der Umfang kann nach Schulart und Bundesland variieren. Zum Vertiefen: OpenStax · Biology 2e. Eigene schematische Zeichnungen.

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