1 · Welche Dimension hat eine Matrix mit drei Zeilen und zwei Spalten?
Lösung und Rechenweg ansehen
3 × 2. Zeilen werden zuerst genannt.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 11–13 · etwa 45–60 Minuten
Du berechnest vollständige Matrizen, achtest auf Dimensionen und Reihenfolge und prüfst Inverse sowie Gleichungssysteme.
Grundrechenarten, Brüche und lineare Gleichungssysteme.
01 · Dein Startpunkt · ca. 3 Minuten
Drei kurze Aufgaben zeigen dir, wo du einsteigen kannst. Löse sie zunächst ohne Hilfe.
Mehrere Komponenten mit Semikolon trennen, z. B. 2; −1; 3. Brüche mit / und Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt eingeben. Matrizen zeilenweise eingeben: 1; 2 | 3; 4 bedeutet erste Zeile 1; 2 und zweite Zeile 3; 4. Prozentanteile als Dezimalzahl oder Bruch schreiben, sofern kein Prozentwert gefragt ist.
02 · Verstehen
Zeilen und Spalten geordnet verknüpfen
A = 1234
A hat zwei Zeilen und zwei Spalten. Der Eintrag a₂₁ ist 3.
Eine m × n-Matrix hat m Zeilen und n Spalten. Beim Eintrag aᵢⱼ steht i für die Zeile und j für die Spalte. Eine 2 × 3-Matrix ist daher etwas anderes als eine 3 × 2-Matrix.
Matrizen können geordnete Daten, Gleichungskoeffizienten oder Zuordnungen beschreiben. Welche Bedeutung die Zahlen haben, muss zum Modell angegeben sein. Eine Matrix ist zunächst keine Gleichung und kein einzelner Zahlenwert.
Die Transponierte Aᵀ vertauscht Zeilen und Spalten. Aus einer 2 × 3-Matrix wird dadurch eine 3 × 2-Matrix.
Nur Matrizen gleicher Dimension werden eintragsweise addiert oder subtrahiert. Eine Multiplikation mit einer Zahl wirkt dagegen auf jeden Eintrag.
Beispiel · Schritt für Schritt
A = B =
Hier bezeichnet B die zweite Matrix der Addition. Addiere jeweils die Einträge an derselben Position.
Die Summe ist wieder eine 2 × 2-Matrix.
Beispiel · Schritt für Schritt
A =
Gesucht: 2A
Die Zahl 2 wirkt auf alle vier Einträge; die Dimension bleibt gleich.
Die Reihenfolge der Einträge bleibt erhalten.
Bei der Addition bleibt die Anordnung erhalten. Einträge an verschiedenen Positionen dürfen nicht miteinander vertauscht werden.
Das Produkt AB ist definiert, wenn die Spaltenzahl von A mit der Zeilenzahl von B übereinstimmt. Aus (m × n) mal (n × p) entsteht eine m × p-Matrix.
Für jedes Ergebnisfeld multiplizierst du die passenden Einträge einer Zeile von A mit einer Spalte von B und addierst die Produkte.
Beispiel · Schritt für Schritt
A = B =
Gesucht: AB
2 × 2 mal 2 × 2 ist definiert und ergibt eine 2 × 2-Matrix.
Multipliziere die erste Zeile von A mit der ersten Spalte von B.
Multipliziere die erste Zeile von A mit der zweiten Spalte von B.
Multipliziere die zweite Zeile von A mit der ersten Spalte von B.
Multipliziere die zweite Zeile von A mit der zweiten Spalte von B.
Trage die vier berechneten Werte an ihren Positionen ein.
Einträge nur paarweise an derselben Position zu multiplizieren wäre eine andere Operation und ist hier nicht gemeint.
Mit denselben Matrizen ergibt sich in umgekehrter Reihenfolge:
Beispiel · Schritt für Schritt
A = B =
Gesucht: BA im Vergleich zu AB
Jetzt stammen die Zeilen aus B und die Spalten aus A.
Berechne wieder alle vier Einträge; beide Reihenfolgen sind hier definiert.
Schon der Eintrag oben links unterscheidet sich: 2 statt 4.
AB und BA sind also verschieden. Bei anderen Dimensionen kann sogar nur eine der beiden Reihenfolgen definiert sein. Matrizenmultiplikation ist im Allgemeinen nicht kommutativ.
Assoziativität und Distributivität gelten bei passenden Dimensionen: (AB)C = A(BC) und A(B + C) = AB + AC. Umgruppieren darfst du, die Reihenfolge der Faktoren dabei aber nicht verändern.
Die Einheitsmatrix I hat Einsen auf der Hauptdiagonalen und sonst Nullen. Für passende Dimensionen gilt AI = IA = A. Für eine quadratische Matrix bedeutet A² das Produkt AA, nicht das Quadrieren aller Einträge.
I = 1001
A⁰ ist die passende Einheitsmatrix. Positive ganze Potenzen entstehen durch wiederholte Matrizenmultiplikation. Eine nichtquadratische Matrix kann nicht ohne Weiteres mit sich selbst multipliziert werden.
Eine inverse Matrix A⁻¹ erfüllt AA⁻¹ = A⁻¹A = I. Sie macht die Wirkung von A rückgängig. Nicht jede quadratische Matrix besitzt eine Inverse.
Für A mit erster Zeile (a, b) und zweiter Zeile (c, d) berechnest du zunächst die Determinante Δ = ad − bc. Wenn Δ ≠ 0 ist, gilt:
A⁻¹ = · d−b−ca
Beispiel · Schritt für Schritt
A =
Die Determinante ist ungleich null; die inverse Matrix existiert.
Vertausche die Diagonaleinträge, ändere die Vorzeichen der anderen beiden Einträge und multipliziere mit 1/Δ.
Multipliziere jeden Eintrag mit −1/2. Die Inverse entsteht nicht durch Kehrwertbildung jedes Eintrags.
Beispiel · Schritt für Schritt
A = A⁻¹ =
Das Produkt muss die Einheitsmatrix liefern.
Jeder Eintrag entsteht aus einer Zeile von A und einer Spalte der inversen Matrix.
Die Diagonaleinträge sind 1, die übrigen Einträge sind 0.
Das System x + 2y = 5 und 3x + 4y = 11 lässt sich schreiben als:
Beispiel · Schritt für Schritt
x + 2y = 5
3x + 4y = 11
Die erste Zeile beschreibt x + 2y = 5, die zweite Zeile 3x + 4y = 11.
Für den Lösungsvektor gilt A⁻¹Ax = A⁻¹b. Wegen A⁻¹A = I bleibt links x.
Berechne beide Komponenten des Lösungsvektors.
Die erste Komponente ist x, die zweite ist y.
Für größere Systeme ist Gauß oft der praktischere Weg. Die Inverse erklärt den Zusammenhang, ist aber kein Pflichtumweg für jedes Gleichungssystem.
Beispiel · Schritt für Schritt
x + 2y = 5
2x + 4y = 10
Die zweite Zeile ist das Doppelte der ersten; A hat keine Inverse.
Subtrahiere das Doppelte der ersten Gleichung von der zweiten. Es entsteht keine zusätzliche Bedingung.
Jede reelle Wahl von t ergibt eine Lösung des Systems mit rechten Seiten 5 und 10.
Beispiel · Schritt für Schritt
x + 2y = 5
2x + 4y = 11
Die Koeffizientenmatrix ist dieselbe; nur rechts steht nun 11 statt 10.
Subtrahiere wieder das Doppelte der ersten Gleichung von der zweiten.
Dieses System hat keine Lösung. Keine Inverse bedeutet daher nicht automatisch keine Lösung; die rechte Seite entscheidet mit.
Kontrolliere immer Dimensionen, Reihenfolge und Ergebnis. Eine Probe durch Einsetzen in das ursprüngliche System bleibt besonders hilfreich.
03 · Selber rechnen · ca. 10–15 Minuten
Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst eine Aufgabe nach einem Hinweis noch einmal versuchen. Rechne und begründe zuerst auf Papier. Gib die vollständige gefragte Antwort ein und prüfe sie in den Ausgangsbedingungen.
Freiwillig, ohne Anmeldung. Auf gemeinsam genutzten Geräten besser ausgeschaltet lassen. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
04 · Ohne Hilfe prüfen · ca. 5–8 Minuten
Rechne ohne Formelübersicht und Tipps. Danach siehst du, was geklappt hat und welcher Lernschritt als Nächstes sinnvoll ist. Das ist eine kurze Orientierung, keine Klassenarbeitsnote.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
3 × 2. Zeilen werden zuerst genannt.
Erklärung wiederholen →Lösung · Schritt für Schritt
A: 2 × 3-Matrix
B: 3 × 4-Matrix
Die Spaltenzahl von A und die Zeilenzahl von B sind beide 3; AB ist definiert.
Das Produkt hat zwei Zeilen wie A und vier Spalten wie B.
Lösung · Schritt für Schritt
A = B =
Multipliziere die erste Zeile (1, 2) mit der ersten Spalte (2, 1).
Multipliziere dieselbe Zeile mit der zweiten Spalte (0, 2).
Die beiden Ergebnisse stehen in der ersten Zeile in dieser Reihenfolge.
Nein. Die Reihenfolge kann das Ergebnis oder sogar die Zulässigkeit des Produkts verändern.
Erklärung wiederholen →Lösung · Schritt für Schritt
A =
Für eine 2 × 2-Matrix gilt Δ = ad − bc.
Die Matrix besitzt keine Inverse; ihre zweite Zeile ist das Doppelte der ersten.
Lösung · Schritt für Schritt
x + 2y = 5
3x + 4y = 11
Zu prüfen: x = 1, y = 2
Setze x = 1 und y = 2 ein. Die linke Seite stimmt mit der rechten Seite 5 überein.
Auch die zweite Gleichung ist erfüllt. Damit ist (1, 2) eine Lösung des gesamten Systems.
Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
Passende Materialien zum Thema „Matrizenrechnung“. Wähle aus, was dir beim Üben und Wiederholen hilft.
Diese Materialien ergänzen die Erklärung und unterstützen dich beim Üben und Nachschlagen.
11. Klasse · 12. Klasse · 13. Klasse
Produkt genauer ansehen →Preise inkl. MwSt. Downloads erhältst du per E-Mail, gedruckte Materialien per Post. Ggf. zzgl. Versandkosten.
Dranbleiben
Wiederhole die Erklärung zu deinem Fehler. Rechne danach eine ähnliche Aufgabe ohne geöffneten Tipp oder Rechenweg.
Gezielt weiterüben →Wiederhole in zwei bis drei Tagen fünf Aufgaben ohne Hilfe. Danach kannst du das nächste Thema angehen.
Matrizen in Zustandsmodellen anwenden →Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.
Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.
Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.
Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.
Nein. Eine gewöhnliche zweiseitige Inverse setzt eine quadratische, invertierbare Matrix voraus. Bei 2 × 2 prüfst du, ob die Determinante ungleich 0 ist.
Nein. A² bedeutet A mal A mit der Zeile-mal-Spalte-Regel.
Die Gewichtung hängt von Bundesland, Schulform und Kurs ab. Verwende die Seite passend zu deinem Unterricht.
Beide Matrizen haben zwei Zeilen und zwei Spalten; die Addition ist definiert.