1 · Welche Dimension hat eine Matrix mit drei Zeilen und zwei Spalten?
Lösung und Rechenweg ansehen
3 × 2. Zeilen werden zuerst genannt.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 11–13 · je nach Lehrplan
Lies Matrizen, rechne mit passenden Dimensionen und multipliziere Zeilen mit Spalten. Verstehe Einheitsmatrix, inverse Matrix und die Verbindung zu linearen Gleichungssystemen.
Zeilen und Spalten geordnet verknüpfen
A = 1234
A hat zwei Zeilen und zwei Spalten. Der Eintrag a₂₁ ist 3.
Lernschritt 1
Eine m × n-Matrix hat m Zeilen und n Spalten. Beim Eintrag aᵢⱼ steht i für die Zeile und j für die Spalte. Eine 2 × 3-Matrix ist daher etwas anderes als eine 3 × 2-Matrix.
Matrizen können geordnete Daten, Gleichungskoeffizienten oder Zuordnungen beschreiben. Welche Bedeutung die Zahlen haben, muss zum Modell angegeben sein. Eine Matrix ist zunächst keine Gleichung und kein einzelner Zahlenwert.
Die Transponierte Aᵀ vertauscht Zeilen und Spalten. Aus einer 2 × 3-Matrix wird dadurch eine 3 × 2-Matrix.
Lernschritt 2
Nur Matrizen gleicher Dimension werden eintragsweise addiert oder subtrahiert. Eine Multiplikation mit einer Zahl wirkt dagegen auf jeden Eintrag.
1234 + 20−15 = 3229
2 · 1234 = 2468
Bei der Addition bleibt die Anordnung erhalten. Einträge an verschiedenen Positionen dürfen nicht miteinander vertauscht werden.
Lernschritt 3
Das Produkt AB ist definiert, wenn die Spaltenzahl von A mit der Zeilenzahl von B übereinstimmt. Aus (m × n) mal (n × p) entsteht eine m × p-Matrix.
Für jedes Ergebnisfeld multiplizierst du die passenden Einträge einer Zeile von A mit einer Spalte von B und addierst die Produkte.
1234 · 2012 = 44108
Oben links: 1·2 + 2·1 = 4. Oben rechts: 1·0 + 2·2 = 4. Unten links: 3·2 + 4·1 = 10. Unten rechts: 3·0 + 4·2 = 8.
Einträge nur paarweise an derselben Position zu multiplizieren wäre eine andere Operation und ist hier nicht gemeint.
Lernschritt 4
Mit denselben Matrizen ergibt sich in umgekehrter Reihenfolge:
2012 · 1234 = 24710
AB und BA sind also verschieden. Bei anderen Dimensionen kann sogar nur eine der beiden Reihenfolgen definiert sein. Matrizenmultiplikation ist im Allgemeinen nicht kommutativ.
Assoziativität und Distributivität gelten bei passenden Dimensionen: (AB)C = A(BC) und A(B + C) = AB + AC. Umgruppieren darfst du, die Reihenfolge der Faktoren dabei aber nicht verändern.
Lernschritt 5
Die Einheitsmatrix I hat Einsen auf der Hauptdiagonalen und sonst Nullen. Für passende Dimensionen gilt AI = IA = A. Für eine quadratische Matrix bedeutet A² das Produkt AA, nicht das Quadrieren aller Einträge.
I = 1001
A⁰ ist die passende Einheitsmatrix. Positive ganze Potenzen entstehen durch wiederholte Matrizenmultiplikation. Eine nichtquadratische Matrix kann nicht ohne Weiteres mit sich selbst multipliziert werden.
Lernschritt 6
Eine inverse Matrix A⁻¹ erfüllt AA⁻¹ = A⁻¹A = I. Sie macht die Wirkung von A rückgängig. Nicht jede quadratische Matrix besitzt eine Inverse.
Für A mit erster Zeile (a, b) und zweiter Zeile (c, d) berechnest du zunächst die Determinante Δ = ad − bc. Wenn Δ ≠ 0 ist, gilt:
A⁻¹ = · d−b−ca
Für A = ((1, 2), (3, 4)) ist Δ = −2. Daraus folgt die inverse Matrix mit den folgenden Einträgen:
A⁻¹ = −211,5−0,5
Zur Probe liefert die erste Zeile von AA⁻¹ die Werte −2 + 3 = 1 und 1 − 1 = 0; die zweite Zeile liefert −6 + 6 = 0 und 3 − 2 = 1. Die Inverse ist nicht durch Kehrwertbildung jedes Eintrags gegeben.
Lernschritt 7
Das System x + 2y = 5 und 3x + 4y = 11 lässt sich schreiben als:
1234xy = 511
Mit der inversen Matrix folgt x als Lösungsvektor aus A⁻¹b. Das ergibt die Komponenten −2·5 + 11 = 1 und 1,5·5 − 0,5·11 = 2. Die Lösung ist also x = 1, y = 2.
Für größere Systeme ist Gauß oft der praktischere Weg. Die Inverse erklärt den Zusammenhang, ist aber kein Pflichtumweg für jedes Gleichungssystem.
Lernschritt 8
Die Matrix mit Zeilen (1, 2) und (2, 4) hat Determinante 4 − 4 = 0 und keine Inverse. Ihre zweite Zeile ist ein Vielfaches der ersten.
Das zugehörige Gleichungssystem kann trotzdem Lösungen haben: Bei rechten Seiten 5 und 10 sind es unendlich viele. Bei rechten Seiten 5 und 11 gibt es keine Lösung. „Keine Inverse“ bedeutet also nicht automatisch „keine Lösung“.
Kontrolliere immer Dimensionen, Reihenfolge und Ergebnis. Eine Probe durch Einsetzen in das ursprüngliche System bleibt besonders hilfreich.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
3 × 2. Zeilen werden zuerst genannt.
Erklärung wiederholen →2 × 4. Die inneren Zahlen 3 stimmen überein.
Erklärung wiederholen →(1, 2) mit den Spalten (2, 1) und (0, 2) ergibt (4, 4).
Erklärung wiederholen →Nein. Die Reihenfolge kann das Ergebnis oder sogar die Zulässigkeit des Produkts verändern.
Erklärung wiederholen →Nein. Die Determinante ist 1·4 − 2·2 = 0.
Erklärung wiederholen →1 + 4 = 5 und 3 + 8 = 11. Beide Gleichungen sind erfüllt.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Die Abitur-Spickzettel enthalten Gleichungssysteme und Vektorrechnung als ergänzende Grundlagen. Eine vollständige Matrizenrechnung wird für das Kartenset nicht behauptet.

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Spickzettel ansehen →Nein. Eine gewöhnliche zweiseitige Inverse setzt eine quadratische, invertierbare Matrix voraus. Bei 2 × 2 prüfst du, ob die Determinante ungleich 0 ist.
Nein. A² bedeutet A mal A mit der Zeile-mal-Spalte-Regel.
Die Gewichtung hängt von Bundesland, Schulform und Kurs ab. Verwende die Seite passend zu deinem Unterricht.