1 · Lies M und r aus (x₁ + 4)² + (x₂ − 1)² + x₃² = 9 ab.
Lösung und Rechenweg ansehen
M(−4 | 1 | 0), r = 3.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 11–13 · Grundlagen und Wiederholung
Stelle Kugelgleichungen auf, lies Mittelpunkt und Radius ab und prüfe die Lage von Punkten. Wandle ausmultiplizierte Gleichungen durch quadratische Ergänzung in die Mittelpunktform um.
Alle Oberflächenpunkte gleich weit vom Mittelpunkt
(x₁ − 1)² + (x₂ + 2)² + (x₃ − 3)² = 25
Diese Kugeloberfläche hat Mittelpunkt M(1 | −2 | 3) und Radius 5.
Lernschritt 1
Eine Kugeloberfläche besteht aus allen Punkten, die vom Mittelpunkt M denselben Abstand r haben. Für einen positiven Radius entsteht eine räumliche Oberfläche. Im Folgenden meinen wir mit der Kugelgleichung diese Oberfläche.
Der gefüllte Kugelkörper enthält zusätzlich die inneren Punkte. Seine Beschreibung verwendet eine Ungleichung: Der Abstand zu M ist kleiner oder gleich r. Diese Unterscheidung ist besonders bei Schnittaufgaben wichtig.
Lernschritt 2
Hat M die Koordinaten m₁, m₂, m₃, gilt:
(x₁ − m₁)² + (x₂ − m₂)² + (x₃ − m₃)² = r²
Das ist die quadrierte Abstandsformel zwischen einem Oberflächenpunkt X und M. In Vektorschreibweise lautet sie |x − m|² = r².
Beispiel: M(1 | −2 | 3), r = 5. Setze die Koordinaten ein und quadriere den Radius:
(x₁ − 1)² + (x₂ + 2)² + (x₃ − 3)² = 25
Das Pluszeichen in der zweiten Klammer entsteht durch x₂ − (−2). Der Mittelpunkt hat dort die Koordinate −2, nicht +2.
Lernschritt 3
Bei (x₁ + 4)² + (x₂ − 1)² + x₃² = 9 ist M(−4 | 1 | 0) und r = 3. Eine fehlende Verschiebung bedeutet Mittelpunktkoordinate 0.
Rechts steht das Radiusquadrat. Bei rechter Seite 12 ist der Radius √12 = 2√3, nicht 12. Ziehe die nicht negative Wurzel.
Die Vorzeichen in den Klammern sind gegenüber den Mittelpunktkoordinaten umgekehrt. Rechts liest du zunächst r² ab und berechnest daraus r.
Lernschritt 4
Für unsere Kugel mit M(1 | −2 | 3) und r = 5 berechnest du die Summe der quadrierten Koordinatendifferenzen.
P(4 | 2 | 3): Die Differenzen sind (3; 4; 0). Die Summe 9 + 16 = 25 stimmt mit r² überein. P liegt auf der Kugeloberfläche.
Q(1 | −2 | 4): Die Summe ist 1. Q liegt im Inneren.
R(7 | −2 | 3): Die Summe ist 36. R liegt außerhalb.
Vergleiche entweder Abstand mit Radius oder Abstandsquadrat mit Radiusquadrat. Für die Lageentscheidung ist das Wurzelziehen nicht nötig.
Lernschritt 5
Gegeben sind M(1 | −2 | 3) und P(4 | 2 | 3) auf der Oberfläche. Berechne den Radius als Abstand:
r = √((4 − 1)² + (2 + 2)² + (3 − 3)²) = 5
Danach setzt du M und r in die Mittelpunktform ein. Ein einzelner Oberflächenpunkt ohne weitere Angaben legt dagegen keine eindeutige Kugel fest.
Ein anderer häufiger Fall sind zwei Endpunkte eines Durchmessers. Für A(−1 | 2 | 0) und B(5 | 2 | 0) ist der Mittelpunkt M(2 | 2 | 0). Der Durchmesser beträgt 6, also r = 3.
(x₁ − 2)² + (x₂ − 2)² + x₃² = 9
Das Halbieren des Punktabstands gilt hier, weil ausdrücklich ein Durchmesser gegeben ist. Zwei beliebige Oberflächenpunkte reichen dafür nicht.
Lernschritt 6
Gegeben sei die ausmultiplizierte Gleichung:
x₁² + x₂² + x₃² − 2x₁ + 4x₂ − 6x₃ − 11 = 0
Gruppiere nach Koordinaten und ergänze jedes Quadrat:
x₁² − 2x₁ = (x₁ − 1)² − 1
x₂² + 4x₂ = (x₂ + 2)² − 4
x₃² − 6x₃ = (x₃ − 3)² − 9
Setze alle drei Ergebnisse in die Ausgangsgleichung ein. Die Konstanten ergeben −1 − 4 − 9 − 11 = −25. Damit:
(x₁ − 1)² + (x₂ + 2)² + (x₃ − 3)² = 25
Jetzt sind Mittelpunkt und Radius erkennbar. Kontrolliere durch erneutes Ausmultiplizieren, ob du die Ausgangsgleichung zurückerhältst.
Lernschritt 7
Für die normalisierte Form x₁² + x₂² + x₃² + ax₁ + bx₂ + cx₃ + d = 0 gilt:
M(− | − | −)
r² = − d
Diese Abkürzung folgt direkt aus der quadratischen Ergänzung. Vor den drei quadratischen Termen muss jeweils 1 stehen. Ein gemeinsamer anderer Faktor lässt sich durch Division der gesamten Gleichung entfernen.
Unterschiedliche Koeffizienten vor den Quadraten oder gemischte Terme wie x₁x₂ passen nicht unmittelbar zu dieser Kugelform. Wende die Abkürzung darauf nicht ungeprüft an.
Lernschritt 8
Nach quadratischer Ergänzung ist die linke Seite eine Summe von Quadraten. Sie kann nicht negativ sein.
Beispiel: x₁² + x₂² + x₃² + 1 = 0 hat keine reelle Lösung. Es gibt keinen reellen Radius √(−1).
Lernschritt 9
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
M(−4 | 1 | 0), r = 3.
Erklärung wiederholen →5. Rechts steht das Radiusquadrat.
Erklärung wiederholen →Ja. Das Abstandsquadrat ist 3² + 4² + 0² = 25.
Erklärung wiederholen →(x₂ + 2)² − 4.
Erklärung wiederholen →M(2 | 2 | 0), r = 3. Die Gleichung lautet (x₁ − 2)² + (x₂ − 2)² + x₃² = 9.
Erklärung wiederholen →Es gibt keine reellen Punkte, die die Gleichung erfüllen.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
Kostenlos weiterlernen
Die kleinen Bilder zeigen eine Vorschau. Über Bild oder Link gelangst du zur Produktseite mit den Angaben zum Material und zum PDF-Bezug.

Passendes kostenloses Arbeitsblatt mit Lösungen zu Kugeln in der analytischen Geometrie.
Material ansehen →Gedruckt weiterlernen
Du möchtest beim Üben schnell nachschlagen und wichtige Regeln regelmäßig wiederholen? Die Abitur-Spickzettel enthalten unter anderem Vektorrechnung, Ebenengleichungen und Abstände als Grundlagen für die analytische Geometrie und ergänzen die Aufgaben auf dieser Seite.

66 Karten im A6-Format mit Formeln, Regeln und Beispielen aus Algebra, Analysis, Geometrie und Stochastik. Als kompakte Wiederholung neben deinen eigenen Rechnungen.
Spickzettel ansehen – Preis und Details →Mit dem Gleichheitszeichen beschreibt sie die Oberfläche. Für den Kugelkörper verwendest du kleiner oder gleich r².
Weil die Form x₂ − m₂ lautet: x₂ − (−2) = x₂ + 2.
Ja. Ihr Abstand legt den Radius fest. Für eine Kugel mit positivem Radius müssen die beiden Punkte verschieden sein.