1 · Wie viele vierstellige Codes gibt es aus drei Zeichen mit Wiederholung?
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3⁴ = 81. Die Reihenfolge zählt, jede Stelle hat drei Möglichkeiten.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 11–13 · Grundlagen und Wiederholung
Zähle Anordnungen und Auswahlen, ohne jede Möglichkeit einzeln aufzuschreiben. Entscheide sicher, ob die Reihenfolge zählt und ob Wiederholungen erlaubt sind – mit Codes, Teams und Sitzplätzen als Beispiele.
Zwei Fragen vor der Formel
Zählt die Reihenfolge?
Sind Wiederholungen erlaubt?
Ein Zahlencode und ein Team aus Personen werden unterschiedlich gezählt. Diese beiden Fragen helfen dir, das passende Modell auszuwählen.
Lernschritt 1
Kombinatorik untersucht, wie viele Möglichkeiten eine Auswahl oder Anordnung hat. Kleine Beispiele kannst du vollständig auflisten. Bei großen Aufgaben ersetzen Zählregeln die lange Liste.
Aus A, B und C sollen zwei verschiedene Buchstaben ausgewählt werden. Wenn die Reihenfolge zählt, gibt es sechs Möglichkeiten:
Wenn nur die ausgewählten Buchstaben zählen, sind AB und BA dieselbe Auswahl. Dann bleiben nur drei:
„Mit Zurücklegen“ bedeutet im Urnenmodell: Ein Objekt kann erneut gewählt werden. Außerhalb von Urnenaufgaben fragst du entsprechend, ob sich ein Zeichen, eine Sorte oder ein Objekt wiederholen darf.
Lernschritt 2
Für ein Outfit stehen drei unterschiedliche Oberteile und zwei unterschiedliche Hosen zur Auswahl. Jedes Oberteil lässt sich mit jeder Hose kombinieren:
3 · 2 = 6 Outfits
Die Produktregel gilt, wenn auf jede Möglichkeit eines Schritts dieselbe Anzahl von Fortsetzungen folgt. Die Anzahlen dürfen von Schritt zu Schritt verschieden sein. Bei drei Plätzen ohne Wiederholung können es zum Beispiel zuerst fünf, dann vier und zuletzt drei Optionen sein.
Bei getrennten Fällen, die sich nicht überschneiden, addierst du dagegen. Gibt es wahlweise drei verschiedene Kuchen oder zwei verschiedene Eisbecher und du nimmst genau eine Nachspeise, sind das 3 + 2 = 5 Möglichkeiten.
Lernschritt 3
Ein vierstelliger Code verwendet die Ziffern 0 bis 9. Jede Ziffer darf mehrfach vorkommen, auch 0 am Anfang ist erlaubt. Für jede der vier Stellen gibt es zehn Möglichkeiten:
10⁴ = 10 000 Codes
Allgemein gibt es bei n Möglichkeiten pro Stelle und k Stellen:
nk
Der Code 0123 ist etwas anderes als 3210. Erlaubt die Aufgabe keine führende Null, hat die erste Stelle nur neun Möglichkeiten. Dann sind es 9 · 10³ = 9 000 vierstellige Zahlen.
Probier es selbst: Wie viele dreistellige Codes lassen sich aus A, B, C und D bilden, wenn Wiederholungen erlaubt sind?
4³ = 64. Jede Stelle hat unabhängig von den vorherigen Zeichen vier Möglichkeiten.
Lernschritt 4
Fünf Personen bewerben sich für drei verschiedene Ämter: Vorsitz, Stellvertretung und Kasse. Eine Person darf nur ein Amt übernehmen. Für das erste Amt gibt es fünf, für das zweite vier und für das dritte drei Möglichkeiten:
5 · 4 · 3 = 60 Besetzungen
Wer welches Amt bekommt, zählt. Aus n verschiedenen Objekten werden k ohne Wiederholung in eine Reihenfolge gebracht:
n · (n − 1) · … · (n − k + 1) =
Dabei gilt 0 ≤ k ≤ n. Die Fakultät n! multipliziert alle ganzen Zahlen von 1 bis n. Zum Beispiel ist 5! = 120; per Definition gilt 0! = 1.
Lernschritt 5
Wenn alle n verschiedenen Objekte angeordnet werden, ist k = n. Für fünf unterschiedliche Bücher in einer Reihe gibt es:
5! = 5 · 4 · 3 · 2 · 1 = 120
Das heißt Permutation. Die Plätze sind hier unterscheidbar und bilden eine Reihe. Kreisförmige Sitzordnungen können anders gezählt werden, wenn Drehungen als dieselbe Anordnung gelten.
Gleiche Zeichen: Bei den Buchstaben A, A, B sind die beiden A nicht unterscheidbar. Die sechs Anordnungen mit gedanklich nummerierten A würden jede sichtbare Anordnung doppelt zählen:
= 3
Bei mehreren Gruppen gleicher Zeichen teilst du n! durch die Fakultäten ihrer jeweiligen Häufigkeiten. Zum Beispiel hat AABB insgesamt = 6 verschiedene Anordnungen.
Lernschritt 6
Aus fünf Personen wird ein Team aus drei Personen gewählt. Alle drei Teammitglieder haben dieselbe Rolle. Das Team aus Anna, Ben und Cem bleibt dasselbe, egal in welcher Reihenfolge die Namen genannt werden.
Beim geordneten Zählen erhältst du zunächst 5 · 4 · 3 = 60 Möglichkeiten. Jedes Team wird dabei 3! = 6-mal gezählt. Daher:
C(5, 3) = = 10 Teams
Allgemein lautet der Binomialkoeffizient, gesprochen „n über k“:
C(n, k) =
Am Rechner findest du ihn oft als nCr. C(5, 3) = C(5, 2): Drei Personen auszuwählen ist gleichbedeutend damit, die zwei nicht gewählten festzulegen.
Lernschritt 7
Du wählst drei Kugeln Eis aus vier Sorten. Sorten dürfen mehrfach vorkommen, und die Reihenfolge der Kugeln wird nicht unterschieden. Drei Kugeln Schokolade zählen als eine Auswahl; zweimal Schokolade und einmal Vanille ebenfalls.
Für k Auswahlen aus n Sorten lautet die Anzahl:
C(n + k − 1, k)
C(4 + 3 − 1, 3) = C(6, 3) = 20
Die Idee dahinter: Drei Markierungen stehen für die Kugeln, drei Trennzeichen teilen sie auf die vier Sorten auf. Unter insgesamt sechs Positionen wählst du die drei Positionen der Kugel-Markierungen. So wird jede Sortenverteilung genau einmal gezählt.
Diese Formel passt nur, wenn genügend Vorrat jeder Sorte vorhanden ist und die Reihenfolge wirklich egal ist. Bei begrenztem Vorrat oder zusätzlichen Bedingungen musst du die Fälle gesondert untersuchen.
Lernschritt 8
| Reihenfolge | Wiederholung | Anzahl |
|---|---|---|
| Wichtig | Erlaubt | nk |
| Wichtig | Verboten | |
| Unwichtig | Verboten | C(n, k) |
| Unwichtig | Erlaubt | C(n + k − 1, k) |
n ist die Anzahl verfügbarer unterschiedlicher Objekte oder Sorten, k die Anzahl der ausgewählten Plätze oder Objekte. Prüfe zusätzlich besondere Bedingungen, etwa eine verbotene Null am Anfang oder eine vorgeschriebene Person.
Lernschritt 9
Eine Urne enthält fünf rote und drei blaue, einzeln unterscheidbare Kugeln. Es werden zwei Kugeln zufällig ohne Zurücklegen gezogen. Wir betrachten ungeordnete Kugelpaare. Alle C(8, 2) = 28 Paare sind gleich wahrscheinlich.
Für zwei rote Kugeln gibt es C(5, 2) = 10 günstige Paare. Damit gilt:
P(zwei rote) = = = ≈ 35,71 %
Das Verhältnis „günstige durch mögliche Fälle“ darfst du nur bei gleich wahrscheinlichen Fällen verwenden. Zähle im Zähler und Nenner nach demselben Modell: hier beide Male ungeordnet.
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
3⁴ = 81. Die Reihenfolge zählt, jede Stelle hat drei Möglichkeiten.
Erklärung wiederholen →5 · 4 · 3 = 60. Die Ämter sind verschieden.
Erklärung wiederholen →C(5, 3) = 10. Die Reihenfolge spielt keine Rolle.
Erklärung wiederholen →4! = 24. Alle Bücher werden angeordnet.
Erklärung wiederholen →4! geteilt durch (2! · 2!) ergibt 6. Gleiche Buchstaben sind nicht unterscheidbar.
Erklärung wiederholen →C(6, 3) = 20 Sortenauswahlen. Voraussetzung: ausreichender Vorrat jeder Sorte.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Die kleinen Bilder zeigen eine Vorschau. Über Bild oder Link gelangst du zur Produktseite mit den Angaben zum Material und zum PDF-Bezug.

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Material ansehen →Bei einer Kombination zählt die Auswahl ohne Reihenfolge. Eine Permutation ordnet alle betrachteten Objekte an.
Weil dasselbe Team bei geordnetem Zählen in k! verschiedenen Reihenfolgen auftaucht. Diese Mehrfachzählung entfernst du.
Nein. Zurücklegen betrifft Wiederholungen. Ob die Reihenfolge zählt, ist eine zweite, unabhängige Frage.