Geschichte · Kaiserreich & Imperialismus · Klasse 7–9
Kolonialherrschaft und Widerstand
Kolonialherrschaft veränderte Landbesitz, Arbeit und Rechte der Menschen. Viele wehrten sich dagegen – mit Verhandlungen, Briefen, Verweigerung oder bewaffnetem Widerstand. Am Beispiel der deutschen Kolonien lernst du, wie Fremdherrschaft durchgesetzt wurde und warum der Krieg gegen Herero und Nama als Völkermord bezeichnet wird.
Weideland, Vieh und Wasser waren wichtige Lebensgrundlagen. Die erfundene Alltagsszene steht für Menschen mit eigener Geschichte und zeigt keine namentlich bekannte Familie. KI-generierte Veranschaulichung, keine historische Bildquelle.
Das kannst du danach: Du beschreibst Grundzüge deutscher Kolonialherrschaft, erklärst Ursachen und Formen von Widerstand und ordnest den Völkermord an Herero und Nama ein. Du vergleichst Quellenperspektiven und unterscheidest die damalige Rechtfertigung von einem heutigen historischen Urteil.
Wo herrschte das Deutsche Reich als Kolonialmacht?
Ab 1884 beanspruchte das Deutsche Reich Kolonien in Afrika und im Pazifik. In Afrika gehörten dazu Togo, Kamerun, Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika. Hinzu kamen Besitzungen im Pazifik und später das chinesische Pachtgebiet Kiautschou. Die Gebiete wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Mitteln unter Kontrolle gebracht.
Diese Räume waren weder leer noch geschichtslos. Dort lebten Gesellschaften mit eigenen politischen Ordnungen, Handelsbeziehungen, religiösen Bindungen und Konflikten. Ein europäischer Anspruch auf ein Gebiet bedeutete zudem nicht, dass die gesamte Bevölkerung ihn akzeptierte oder die Kolonialverwaltung überall tatsächlich dieselbe Macht besaß.
Die folgenden Zuordnungen helfen bei der Orientierung. Sie ersetzen keine Grenzkarte: Kolonialgebiete und heutige Staaten sind nicht immer deckungsgleich.
Kolonialnamen und heutige Orientierung
Deutsch-Südwestafrika
Das Gebiet liegt überwiegend im heutigen Namibia.
Zusammenhang erklären
Hier siedelten vergleichsweise viele Deutsche. Konflikte um Land, Vieh und Wasser wurden besonders einschneidend. Die Grenzen und Rechtsverhältnisse sind nicht einfach mit dem heutigen Staat gleichzusetzen.
Deutsch-Ostafrika
Große Teile liegen heute in Tansania, außerdem in Ruanda und Burundi.
Zusammenhang erklären
Der größte Teil des heutigen Festland-Tansanias gehörte dazu; Sansibar war keine deutsche Kolonie. Die hier behandelten Maji-Maji-Kampfgebiete lagen im Süden der Kolonie.
Kamerun und Togo
Die damaligen Gebiete entsprechen nicht genau den heutigen gleichnamigen Staaten.
Zusammenhang erklären
Ihre Grenzen änderten sich. Teile der früheren Kolonie Togo liegen heute etwa in Ghana. Beim Kartenvergleich sind Datum und Grenzverlauf deshalb unverzichtbar.
Pazifik und China
Dazu gehörten unter anderem Teile Neuguineas, Inselgruppen und Samoa; Kiautschou lag in China.
Zusammenhang erklären
Deutsche Kolonialgeschichte beschränkt sich nicht auf Afrika. Besitzungen im Pazifik und ein Pachtgebiet in China hatten andere räumliche und rechtliche Voraussetzungen.
Die Beispiele zeigen deutsche Herrschaftsgebiete, keine gemeinsame Kultur der dort lebenden Menschen.
Wie griff die Herrschaft in den Alltag ein?
Koloniale Verwaltungen und Unternehmen benötigten Land, Arbeitskräfte und Einnahmen. Sie nutzten Verträge, Steuern, rechtliche Benachteiligung und Gewalt, um ihre Ziele durchzusetzen. Manche Vereinbarungen wurden unter Druck geschlossen oder von den Beteiligten unterschiedlich verstanden. Die koloniale Bezeichnung „Schutzvertrag“ beweist deshalb nicht, dass ein gleichberechtigtes Verhältnis entstand.
In Deutsch-Südwestafrika verloren viele Herero Land und Vieh an Siedler und Händler. Schulden, betrügerische Geschäfte und die Bevorzugung europäischer Ansprüche verschärften Konflikte. Die Rinderpest von 1897 zerstörte zusätzlich große Teile der Herden. Der Verlust eines Rindes betraf nicht nur Vermögen, sondern Ernährung, Tauschmöglichkeiten und gesellschaftliche Beziehungen.
Eine Grenze konnte den Zugang zu einer Wasserstelle versperren. Ein Haushalt, der zuvor von der Viehhaltung gelebt hatte, konnte dadurch in Abhängigkeit von Lohnarbeit geraten. Diese Zusammenhänge erklären, warum Landfragen nicht nur Streit um eine Fläche auf einer Karte waren.
Die erfundene Szene veranschaulicht den Konflikt um Zugang zu Land und Wasser. Sie dokumentiert weder einen bestimmten Vertrag noch einen konkreten Fall von Enteignung. KI-generierte Veranschaulichung, keine historische Bildquelle.Erkläre die Folgen einer abgesperrten Wasserstelle in drei Schritten.
Erstens: Die Tiere können einen bisher genutzten Ort nicht mehr erreichen. Zweitens: Ihre Versorgung und damit die Lebensgrundlage des Haushalts werden gefährdet. Drittens: Die Familie muss ausweichen, verhandeln, Besitz abgeben oder andere Arbeit suchen. Das ist ein vereinfachtes Erklärungsmodell. Der tatsächliche Verlauf muss für einen konkreten Ort mit Quellen geprüft werden.
Menschen entschieden und handelten selbst
Kolonialisierte Menschen waren nicht nur passive Opfer. Politische Führungen verhandelten, schlossen Bündnisse, schrieben Briefe und organisierten Widerstand. Familien konnten ausweichen, Arbeit verweigern oder Angehörige unterstützen. Dabei waren Ziele und Möglichkeiten keineswegs überall gleich.
Auch Herero und Nama waren keine einheitliche politische Gruppe. Zwischen verschiedenen Gemeinschaften bestanden eigene Interessen und Konflikte. Hendrik Witbooi, ein wichtiger Führer der Nama, widersetzte sich zunächst deutscher Unterwerfung, war zeitweilig zur Zusammenarbeit gezwungen und wandte sich 1904 erneut bewaffnet gegen die deutsche Herrschaft. Eine solche Entwicklung lässt sich nicht mit einem festen Etikett wie „immer Verbündeter“ erklären.
Der Begriff „Aufstand“ kann ausdrücken, dass sich Menschen gegen eine bestehende Herrschaft erhoben. Er übernimmt aber leicht die Sicht der Herrschenden, deren Ordnung als selbstverständlich erscheint. Deshalb ist es sinnvoll, auch von antikolonialem Widerstand und Kolonialkrieg zu sprechen und die jeweilige Perspektive zu erläutern.
Briefe und Verhandlungen gehörten ebenfalls zum politischen Handeln. Die Szene ist frei erfunden; sie zeigt weder Hendrik Witbooi noch Samuel Maharero bei einem belegten Treffen. KI-generierte Veranschaulichung, keine historische Bildquelle.Denkaufgabe: Bedeutet Zusammenarbeit automatisch freie Zustimmung?
Nein. Menschen konnten unter starkem Druck oder zur Abwehr einer anderen Bedrohung zusammenarbeiten. Sie konnten aber auch eigene Vorteile erwarten. Prüfe deshalb die konkrete Situation, verfügbare Alternativen und die Machtverhältnisse. Pauschale Urteile über ganze Bevölkerungsgruppen erklären wenig.
1904: Der Widerstand der Herero und die deutsche Kriegführung
Im Januar 1904 begann unter Führung Samuel Mahareros der bewaffnete Widerstand der Herero. Angriffe richteten sich gegen deutsche Herrschaft und Siedlungen; dabei wurden auch deutsche Zivilisten getötet. Diese Gewalt gehört zur Geschichte des Krieges. Sie rechtfertigt jedoch keinen Vernichtungskrieg gegen eine gesamte Bevölkerungsgruppe.
Die deutsche Regierung entsandte zusätzliche Truppen. General Lothar von Trotha übernahm den Oberbefehl. Nach den Kämpfen am Waterberg im August 1904 flohen viele Herero, darunter Familien mit Kindern, in Richtung der wasserarmen Omaheke. Deutsche Truppen verfolgten sie und versperrten wichtige Rückwege und Zugänge zu Wasser. Sehr viele Menschen starben an Durst und Entkräftung.
Am 2. Oktober 1904 erließ Trotha seinen Vernichtungsbefehl. Er zielte auf die Vertreibung der Herero und drohte ihnen unabhängig von einer individuellen Beteiligung am Kampf mit Erschießung. Der Befehl wurde später aufgehoben. Damit war das Sterben jedoch nicht beendet: Gefangene wurden in Lager gebracht und zur Arbeit gezwungen.
Wichtig: Eine Erklärung von Ursachen ist keine Rechtfertigung von Gewalt. Unterscheide Angriffe einzelner Kämpfer von einer Politik, die eine ganze Bevölkerungsgruppe bedroht.
Herero und Nama: Warum sprechen wir von Völkermord?
Ab Oktober 1904 kämpften auch Nama-Gruppen gegen die deutsche Herrschaft. Sie nutzten häufig kleinere, bewegliche Einheiten. Nach dem Tod Hendrik Witboois 1905 setzten andere Führer den Widerstand fort. Die deutsche Kriegführung zielte auch hier auf die Kontrolle von Wasserstellen, Verfolgung und Zerschlagung der Lebensgrundlagen.
In den Jahren 1904 bis 1908 starben Zehntausende Herero und Nama durch Kämpfe, Vertreibung, Hunger, Durst, Krankheiten und die Bedingungen in Lagern. Genaue Opferzahlen sind wegen unsicherer Bevölkerungsangaben und lückenhafter Überlieferung umstritten. Das Ausmaß des Verbrechens und seine Einordnung als Völkermord hängen aber nicht davon ab, ob jede einzelne Zahl genau bekannt ist.
Völkermord beziehungsweise Genozid meint die beabsichtigte vollständige oder teilweise Zerstörung einer nationalen, ethnischen, rassisch definierten oder religiösen Gruppe als solcher. Entscheidend sind nicht allein viele Tote, sondern auch die gegen die Gruppe gerichtete Zerstörungsabsicht und entsprechende Handlungen. Befehle, Vertreibung und die Vernichtung von Lebensgrundlagen sind wichtige Belege für die historische Einordnung dieses Falles.
Die deutschen Lager wurden schon damals „Konzentrationslager“ genannt. Menschen mussten dort unter lebensgefährlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Der Begriff entstand also vor der NS-Zeit. Die kolonialen Lager und die späteren nationalsozialistischen Lager dürfen jedoch nicht ohne Prüfung ihrer jeweiligen Funktionen und historischen Zusammenhänge gleichgesetzt werden.
Urteilsaufgabe: „Der Vernichtungsbefehl wurde aufgehoben, also gab es keinen Völkermord.“ Warum ist das falsch?
Ein späterer Widerruf macht zuvor verübte Handlungen nicht ungeschehen. Außerdem muss untersucht werden, wie die Politik danach weiterging. Gefangenschaft, Zwangsarbeit und zerstörte Lebensgrundlagen konnten weiteres massenhaftes Sterben verursachen. Für ein Urteil zählt der gesamte Verlauf, nicht nur ein einzelner Befehl.
Warum müssen wir bei Opferzahlen sorgfältig formulieren?
Schätzungen können sich unterscheiden, weil Ausgangsbevölkerungen, Fluchtbewegungen und Todesfälle nicht vollständig dokumentiert sind. Nenne deshalb eine Zahl nur mit Quelle, Zeitraum und Hinweis auf ihren Schätzcharakter. Ungewissheit über eine exakte Zahl bedeutet nicht Ungewissheit darüber, dass ein Massenverbrechen stattfand.
Zwei Quellen – zwei sehr unterschiedliche Positionen
Samuel Maharero schrieb am 6. März 1904 an Gouverneur Theodor Leutwein. Er erklärte den Widerstand unter anderem mit Gewalt gegen Herero, ungerechter Behandlung und dem Vorgehen von Händlern bei Schulden. Der Brief ist eine politische Stellungnahme eines Beteiligten und macht eine Perspektive sichtbar, die in kolonialen Selbstdarstellungen oft verdrängt wird.
Trothas Befehl vom 2. Oktober 1904 war dagegen ein Instrument militärischer Herrschaft. Er erklärte eine ganze Gruppe zum Ziel von Vertreibung und tödlicher Gewalt. Der folgende kurze Satz ist ein Originalauszug; historische Schreibweise bleibt erhalten.
„Das Volk der Herero muß jedoch das Land verlassen.“
Der einzelne Satz reicht nicht aus, um den ganzen Befehl zu verstehen. Die Quelle enthält zusätzlich die Drohung mit Erschießungen und Anweisungen zum Umgang mit Frauen und Kindern. Die oben beschriebene Einordnung bezieht deshalb den weiteren Inhalt und das tatsächliche Vorgehen ein.
1. Wer spricht mit welcher Absicht?
Maharero richtet sich als politischer Führer an den Gouverneur und begründet aus seiner Sicht den Widerstand. Trotha spricht als militärischer Befehlshaber und will Vertreibung durchsetzen. Unterschiedliche Positionen bedeuten nicht gleiche Macht oder gleiche Verantwortung.
2. Was muss bei Mahareros Brief geprüft werden?
Datum, Adressat, Anlass und Überlieferung sind wichtig. Der vorliegende Text ist in einer deutschsprachigen Veröffentlichung überliefert. Prüfe deshalb auch Vermittlung und Übersetzung. Einzelne Angaben sollten mit weiteren Quellen verglichen werden. Der Brief ist dennoch ein wichtiger Beleg für seine Argumentation und die von ihm benannten Erfahrungen.
3. Was macht den Befehl zu mehr als einer bloßen Meinung?
Der Verfasser hatte militärische Befehlsgewalt. Sein Text bedrohte eine Bevölkerungsgruppe und richtete sich auch an ausführende Soldaten. Um Wirkung und Verantwortung zu untersuchen, werden Befehlswortlaut, Handlungsmöglichkeiten und tatsächliche Kriegführung verbunden.
Ein weiteres Beispiel: der Maji-Maji-Krieg
In Deutsch-Ostafrika entstand 1905 im Süden der Kolonie eine breite Widerstandsbewegung. Zu ihren Ursachen gehörten Zwangsmaßnahmen, Abgaben und der erzwungene Baumwollanbau. Verschiedene Gemeinschaften schlossen sich zusammen. Religiöse Vorstellungen um „Maji“, also Wasser, halfen, Vertrauen und gemeinsame Handlungsbereitschaft zu schaffen.
Die deutsche Kolonialmacht setzte neben militärischen Angriffen eine Politik der „verbrannten Erde“ ein: Dörfer, Vorräte und Felder wurden zerstört. Die dadurch ausgelöste Not und Hungersnot trafen auch Menschen, die nicht kämpften. Der Krieg wird meist auf 1905 bis 1907 datiert; einzelne militärische Operationen reichten bis 1908.
Herero- und Nama-Widerstand sowie Maji-Maji-Krieg hatten unterschiedliche Voraussetzungen und Verläufe. Gemeinsam zeigen sie, dass koloniale Gewalt nicht nur auf dem Schlachtfeld wirkte. Die Zerstörung von Nahrung, Wasserzugang und wirtschaftlicher Selbstständigkeit konnte ganze Gesellschaften treffen.
Vergleichsaufgabe: Nenne eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.
Gemeinsam ist der Widerstand gegen koloniale Eingriffe und die schwere Gewalt gegen Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Ein Unterschied liegt etwa in den Ausgangsbedingungen: In Südwestafrika waren Land- und Viehverlust besonders wichtig; in den Maji-Maji-Gebieten spielte der erzwungene Baumwollanbau eine bedeutende Rolle. Vermeide die Behauptung, alle Kolonialkriege seien identisch gewesen.
Zeitübersicht und Erinnerung
1884/85
Das Deutsche Reich beansprucht Kolonien in Afrika und im Pazifik.
1897
Die Rinderpest verschärft die wirtschaftliche Not vieler Herero.
1904
Herero und später Nama leisten bewaffneten Widerstand. Waterberg, Flucht in die Omaheke und Trothas Vernichtungsbefehl markieren die Eskalation.
1905–1907/08
Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika; in Südwestafrika dauern Widerstand und tödliche Verfolgung an.
1904–1908
Zeitraum des Völkermords an Herero und Nama einschließlich des Sterbens in Lagern.
1915 und 1919
Südafrikanische Truppen erobern Deutsch-Südwestafrika 1915. Nach dem Weltkrieg verliert Deutschland 1919 seine Kolonien; für die Bevölkerung bedeutet das noch keine sofortige Unabhängigkeit.
Heute wird über Erinnerung, Verantwortung und den Umgang mit kolonialem Erbe diskutiert. Dazu gehören Denkmäler, Straßennamen, Museumsobjekte und die Rückgabe menschlicher Überreste. Wichtig ist, dass Nachfahren der betroffenen Menschen ihre Perspektiven selbst einbringen können.
Eine Ausstellung kann einen kolonialen Gegenstand zeigen und zugleich erklären, wie er nach Europa gelangte, wer ihn ursprünglich besaß und unter welchen Machtverhältnissen er entzogen oder erworben wurde. Herkunftsforschung ist deshalb mehr als die Frage, aus welchem Land ein Objekt stammt. Sie untersucht die Geschichte seines Besitzes und seiner Überführung.
Abschlussaufgabe: Wie sollte eine Informationstafel zu einem kolonialen Denkmal aussehen?
Sie sollte nennen, wann und von wem das Denkmal errichtet wurde, welche Botschaft es damals verbreitete und welche Ereignisse oder Opfer es ausblendete. Ergänze die Perspektiven betroffener Gemeinschaften und unterscheide gesicherte Fakten von strittigen Deutungen. Begründe anschließend, ob das Denkmal ergänzt, verändert oder an einen anderen Ort gebracht werden sollte. Verschiedene Vorschläge sind möglich, wenn sie die Geschichte korrekt darstellen und nachvollziehbar begründet sind.
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Antikolonialer Widerstand kann unterschiedliche gewaltfreie und gewaltsame Formen annehmen.
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Die gruppenbezogene Zerstörungsabsicht ist ein zentrales Merkmal von Völkermord.
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Kolonialherrschaft und Widerstand
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Diese Lernseite verbindet historisches Einordnen, Quellenkritik und begründetes Urteilen. Die drei Illustrationen wurden mit KI erstellt. Sie zeigen mögliche Situationen, keine dokumentierten Einzelereignisse. Schaubilder und Rechenbeispiele sind didaktische Modelle.