Mathe verstehen und üben / Integration durch Substitution

Mathe · Klasse 11–13 · etwa 45–60 Minuten

Integration durch Substitution

Du ersetzt innere Funktion und Differential zusammen, rechnest Grenzen um und kontrollierst die Rücksubstitution.

Voraussetzungen ansehen

Stammfunktionen, Kettenregel und bestimmte Integrale.

01 · Dein Startpunkt · ca. 3 Minuten

Was kannst du schon?

3 kurze Aufgaben

Drei kurze Aufgaben zeigen dir, wo du einsteigen kannst. Löse sie zunächst ohne Hilfe.

Zahlen mit Komma oder Punkt, Brüche mit /. Exakte Werte etwa e^2, ln(5), sqrt(7) oder pi/3. Terme mit x beziehungsweise u und Potenzen wie x^3. Bei mehreren Werten die verlangte Reihenfolge beachten und mit Semikolon trennen. Entscheidungen: ja oder nein. Bei einer ganzen Stammfunktionenfamilie gehört C dazu.

02 · Verstehen

Wann ist Substitution hilfreich?

Die Kettenregel rückwärts

u = x² + 1; du = 2x dx

Im Integral ∫ 2x · (x² + 1)³ dx passen innerer Ausdruck und seine Ableitung zusammen. Nach dem Ersetzen bleibt ∫ u³ du.

Substitution bedeutet, einen Ausdruck durch eine neue Variable zu ersetzen. Besonders günstig ist das, wenn eine innere Funktion g(x) zusammen mit ihrer Ableitung g′(x) als Faktor vorkommt. Dahinter steckt die Kettenregel rückwärts.

∫ f(g(x)) · g′(x) dx = F(g(x)) + C

Dabei ist F eine Stammfunktion von f. Wir verwenden die Regel auf Intervallen, auf denen die beteiligten Ausdrücke definiert und die benötigten Funktionen stetig beziehungsweise differenzierbar sind.

Beispiel: Im Produkt 2x · (x² + 1)³ ist x² + 1 der innere Ausdruck und 2x seine Ableitung. Die Potenz wird einfacher, wenn du x² + 1 vorübergehend u nennst.

Nicht nur den Ausdruck, auch das Differential ersetzen

Beispiel · Schritt für Schritt

Ausdruck und Differential gemeinsam ersetzen

∫ 2x · (x² + 1)³ dx

RechnungErklärung zum Schritt
u = x² + 1
1 Die innere Funktion wählen

Wähle den inneren Ausdruck als neue Variable.

du/dx = 2x
2 Die Ableitung bilden

Leite die neue Variable nach x ab.

du = 2x dx
3 Das Differential umrechnen

Diese Rechenschreibweise fasst den Variablenwechsel zusammen.

(x² + 1)³ → u³
4 Die Klammer ersetzen

Ersetze die Potenz des inneren Ausdrucks.

2x dx → du
5 Den Faktor mit dx ersetzen

Ersetze den Ableitungsfaktor und dx gemeinsam. So bleibt im Integral u³ du.

Die Schreibweise mit du fasst den Variablenwechsel zusammen. Sie bedeutet nicht, dass dx einfach ersatzlos wegfällt. Der Faktor aus der Ableitung bestimmt, wie der Integrand beim Wechsel umgerechnet wird.

Nach dem Ersetzen muss das neue Integral vollständig zur Variablen u passen. Ein ungeklärtes Gemisch aus x, u und falschem Differential ist ein Warnsignal.

Ein vollständiges Beispiel rechnen

I = ∫ 2x · (x² + 1)³ dx

Beispiel · Schritt für Schritt

Eine Stammfunktion durch Substitution finden

I = ∫ 2x · (x² + 1)³ dx

RechnungErklärung zum Schritt
u = x² + 1
1 Den inneren Ausdruck ersetzen

Substitution: Ersetze den inneren Ausdruck durch u.

du = 2x dx
2 Das Differential bestimmen

Die innere Ableitung passt genau zum Faktor vor der Klammer.

I = ∫ u³ du
3 Das Integral in u schreiben

Ersetze Ausdruck und Differential vollständig.

I = + C
4 Mit der Potenzregel integrieren

Integriere mit der Potenzregel und ergänze die Integrationskonstante.

I = + C
5 Zur Variablen x zurückkehren

Rücksubstitution: Ersetze u wieder durch den ursprünglichen Ausdruck.

Probe: Beim Ableiten ergibt die äußere Potenz den Faktor 4 und die innere Ableitung den Faktor 2x. Der Nenner 4 kürzt sich. Es bleibt genau 2x · (x² + 1)³.

Einen fehlenden konstanten Faktor ausgleichen

Nun fehlt vor demselben inneren Ausdruck der Faktor 2:

∫ x · (x² + 1)³ dx

Beispiel · Schritt für Schritt

Den fehlenden Faktor 2 ausgleichen

I = ∫ x · (x² + 1)³ dx

RechnungErklärung zum Schritt
u = x² + 1
1 Die Substitution wählen

Wähle denselben inneren Ausdruck.

du = 2x dx
2 Den fehlenden Faktor erkennen

Die Ableitung enthält den Faktor 2, der im ursprünglichen Integral fehlt.

x dx = du
3 Nach x dx umstellen

Teile die Differentialgleichung durch 2. Dieser konstante Faktor muss erhalten bleiben.

I = ∫ u³ du
4 Den konstanten Faktor vorziehen

Ersetze den gesamten Integranden und ziehe den konstanten Faktor vor das Integral.

I = + C
5 Die Potenz integrieren

Integriere u³ und multipliziere mit 1/2.

I = + C
6 Zurücksubstituieren

Setze u zurück. I bezeichnet hier das oben angegebene Integral.

Konstante Faktoren kannst du auf diese Weise ergänzen und ausgleichen. Einen fehlenden variablen Faktor darfst du dagegen nicht einfach wie eine Konstante behandeln.

Lineare innere Ausdrücke erkennen

Bei u = ax + b mit a ≠ 0 ist die innere Ableitung konstant: du = a dx. Deshalb ist dx = du.

Beispiel · Schritt für Schritt

Eine lineare innere Funktion ersetzen

I = ∫ (3x + 1)⁴ dx

RechnungErklärung zum Schritt
I = ∫ (3x + 1)⁴ dx
1 Die innere Struktur erkennen

Beispiel mit einer linearen inneren Funktion.

u = 3x + 1
2 Die neue Variable festlegen

Wähle den inneren Ausdruck als neue Variable.

du = 3 dx
3 Die innere Ableitung bilden

Die innere Ableitung ist die konstante Zahl 3.

dx = du
4 Nach dx umstellen

Löse die Differentialbeziehung nach dx auf.

I = ∫ u⁴ du
5 Das Integral umschreiben

Ersetze Klammer und Differential.

I = + C
6 Den Faktor berücksichtigen

Integriere u⁴ und berücksichtige den Faktor 1/3.

I = + C
7 Zurücksubstituieren

Setze u wieder durch 3x + 1 zurück.

Genauso entsteht ∫ e2x dx = + C. Die bekannte Regel „durch die innere Steigung teilen“ ist hier eine einfache Substitution.

Ein Quotient mit passender Zählerableitung

Auch bei einem Bruch kann die innere Struktur passen:

∫ dx

Beispiel · Schritt für Schritt

Mit der Nennerableitung zum Logarithmus gelangen

I = ∫ dx

RechnungErklärung zum Schritt
u = x² + 1
1 Den Nenner ersetzen

Ersetze den Nenner durch u.

du = 2x dx
2 Zähler und Differential umrechnen

Der Zähler zusammen mit dx wird zu du.

I = ∫ du
3 Das Integral in u schreiben

Nach dem Variablenwechsel bleibt dieses Integral.

I = ln|u| + C
4 Die Logarithmusregel anwenden

Eine Stammfunktion von 1/u ist ln|u| auf einem Intervall ohne 0.

I = ln(x² + 1) + C
5 Zurücksetzen und das Vorzeichen prüfen

Setze zurück. Weil x² + 1 immer positiv ist, darfst du hier die Betragsstriche weglassen.

Da x² + 1 immer positiv ist, lautet das Ergebnis ln(x² + 1) + C. Allgemein besitzt auf einem passenden Intervall ohne Nullstellen von g die Stammfunktion ln|g(x)|.

Die Betragsstriche ermöglichen auch negative Werte von g. Sie erlauben aber nicht, über eine Nullstelle hinweg die Definitionsbedingungen zu ignorieren.

Bestimmte Integrale: Grenzen mit umrechnen

Betrachte dasselbe erste Beispiel auf dem Intervall [0; 1]. Aus u = x² + 1 folgt: Für x = 0 ist u = 1; für x = 1 ist u = 2.

Beispiel · Schritt für Schritt

Die Integrationsgrenzen mit umrechnen

I = 2x · (x² + 1)³ dx

RechnungErklärung zum Schritt
u = x² + 1
1 Die Substitution wählen

Substituiere im Integral von 0 bis 1 über 2x · (x² + 1)³.

du = 2x dx
2 Das Differential ersetzen

Ersetze Differential und Ableitungsfaktor gemeinsam.

u(0) = 1, u(1) = 2
3 Beide Grenzen umrechnen

Berechne die neuen Grenzen in derselben Reihenfolge wie die x-Grenzen.

I = u³ du
4 Mit den neuen Grenzen integrieren

Das neue Integral wird vollständig in u ausgewertet.

I = −
5 Obere minus untere Grenze einsetzen

Setze obere minus untere u-Grenze in die Stammfunktion u⁴/4 ein.

I =
6 Den Integralwert berechnen

Berechne die Differenz. Bei einem bestimmten Integral bleibt keine Integrationskonstante im Ergebnis.

Wenn du die Grenzen in u umgerechnet hast, wertest du auch die Stammfunktion in u aus. Eine Rücksubstitution ist dann nicht nötig.

Alternativ kannst du erst eine Stammfunktion in x bestimmen und anschließend die ursprünglichen x-Grenzen einsetzen. Beide Wege stimmen. Vermische aber keine u-Stammfunktion mit x-Grenzen.

Fallende Substitutionen und Vorzeichen

Auch eine fallende innere Funktion ist möglich. Bei u = 1 − x gilt du = −dx. Für x von 0 bis 1 läuft u von 1 bis 0:

Beispiel · Schritt für Schritt

Bei einer fallenden Substitution das Vorzeichen beachten

I = (1 − x)² dx

RechnungErklärung zum Schritt
u = 1 − x
1 Den inneren Ausdruck wählen

Substituiere im Integral von 0 bis 1 über (1 − x)².

du = −dx, dx = −du
2 Das Minus im Differential mitnehmen

Die Ableitung ist −1; nimm das Minuszeichen beim Variablenwechsel mit.

u(0) = 1, u(1) = 0
3 Die Reihenfolge der Grenzen prüfen

Die neue Variable läuft von 1 nach 0, also in Gegenrichtung.

I = − u² du
4 Vollständig in u umschreiben

Setze den Ausdruck, das Differential und die neuen Grenzen ein.

I = u² du
5 Die Grenzen mit Vorzeichenwechsel tauschen

Vertausche die Grenzen. Das zusätzliche Minuszeichen hebt das vorhandene Minus auf.

I = −
6 Die Stammfunktion auswerten

Werte die Stammfunktion u³/3 an den neuen Grenzen aus.

I =
7 Die Differenz berechnen

Berechne die Differenz.

Das Minuszeichen und die umgekehrte Reihenfolge der Grenzen passen zusammen. Ordne die neuen Grenzen nicht stillschweigend um, ohne den Vorzeichenwechsel zu berücksichtigen.

Wann solltest du eine andere Methode versuchen?

Bei ∫ (x² + 1)³ dx fehlt die Ableitung 2x als Faktor. Die einfache Wahl u = x² + 1 macht dieses Integral daher nicht unmittelbar leichter. Hier kannst du die dritte Potenz ausmultiplizieren und anschließend gliedweise integrieren.

Bei ∫ x · eˣ dx passt x nicht als Ableitung zu eˣ. Hier ist partielle Integration oft günstiger. Suche also nicht nur nach irgendeiner Klammer, sondern nach einer Substitution, die die ganze Rechnung vereinfacht.

  1. Innere Funktion wählen.
  2. Ableitung und Differential bestimmen.
  3. Den gesamten Integranden ersetzen.
  4. In der neuen Variablen integrieren.
  5. Zurücksetzen oder mit umgerechneten Grenzen auswerten.
  6. Unbestimmte Ergebnisse durch Ableiten kontrollieren.

03 · Selber rechnen · ca. 10–15 Minuten

Übe in deinem Tempo

18 Aufgaben · 3 Stufen

Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst eine Aufgabe nach einem Hinweis noch einmal versuchen. Rechne die Schritte zuerst auf Papier. Gib danach genau den gefragten Term, die Wertefolge oder das Ergebnis ein. Prüfe auch die Voraussetzungen der Methode.

04 · Ohne Hilfe prüfen · ca. 5–8 Minuten

Wie sicher bist du jetzt?

5 gemischte Aufgaben

Rechne ohne Formelübersicht und Tipps. Danach siehst du, was geklappt hat und welcher Lernschritt als Nächstes sinnvoll ist. Das ist eine kurze Orientierung, keine Klassenarbeitsnote.

Lieber auf Papier? Weitere Aufgaben mit Rechenwegen

Dein Wissen anwenden

Sechs Aufgaben zum Selbstcheck

Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.

1 · Welche Substitution passt zu 2x · (x² + 1)³?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Eine passende Substitution bestimmen

2x · (x² + 1)³

RechnungErklärung zum Schritt
u = x² + 1
1 Den inneren Ausdruck erkennen

Wähle den inneren Ausdruck.

du = 2x dx
2 Das Differential bestimmen

Leite nach x ab und ersetze 2x dx gemeinsam durch du.

∫ u³ du
3 Den Integranden umschreiben

Der restliche Integrand wird zu u³. Das neue Integral enthält nur noch u.

Erklärung wiederholen →

2 · Integriere 2x · (x² + 1)³.

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Den vollständigen Rechenweg durchführen

I = ∫ 2x · (x² + 1)³ dx

RechnungErklärung zum Schritt
u = x² + 1
1 Die Substitution wählen

Wähle den inneren Ausdruck.

du = 2x dx
2 Das Differential umrechnen

Die Ableitung passt zum vorhandenen Faktor.

I = ∫ u³ du
3 Das Integral ersetzen

Ersetze den gesamten Integranden.

I = + C
4 Die Potenzregel anwenden

Verwende die Potenzregel.

I = + C
5 Zurücksubstituieren

Setze u zurück. Das ist die Stammfunktionenfamilie zum ursprünglichen Integranden.

Erklärung wiederholen →

3 · Welcher Faktor entsteht bei x · (x² + 1)³ statt 2x · (x² + 1)³?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Den nötigen Ausgleichsfaktor bestimmen

I = ∫ x · (x² + 1)³ dx

RechnungErklärung zum Schritt
du = 2x dx
1 Das Differential bilden

Für u = x² + 1 ist dies die passende Differentialbeziehung.

x dx = du
2 Den Faktor isolieren

Teile durch 2. Der Faktor 1/2 steht vor dem u-Integral.

I = + C
3 Den Faktor beim Integrieren berücksichtigen

Nach der Integration ergibt der Faktor 1/2 den Nenner 8 statt 4.

I = + C
4 Das Ergebnis in x angeben

Setze für das Ergebnis in x wieder u = x² + 1 ein.

Erklärung wiederholen →

4 · Integriere e3x.

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Eine Exponentialfunktion integrieren

I = ∫ e3x dx

RechnungErklärung zum Schritt
u = 3x, du = 3 dx
1 Den Exponenten ersetzen

Wähle den Exponenten als neue Variable. Die innere Ableitung ist 3.

dx = du
2 Nach dx umstellen

Löse die Differentialbeziehung nach dx auf.

I = ∫ eu du
3 Das Integral in u schreiben

Setze die neue Variable und das passende Differential ein.

I = + C
4 Die Exponentialfunktion integrieren

Integriere eᵘ; die Funktion ist ihre eigene Ableitung.

I = + C
5 Zurücksubstituieren

Setze u = 3x zurück.

Erklärung wiederholen →

5 · u = x² + 1, x-Grenzen 0 und 1: neue Grenzen?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Die neuen Integrationsgrenzen bestimmen

u = x² + 1 · x-Grenzen: 0 und 1

RechnungErklärung zum Schritt
u(0) = 0² + 1 = 1
1 Die untere Grenze umrechnen

Setze die untere x-Grenze in u = x² + 1 ein.

u(1) = 1² + 1 = 2
2 Die obere Grenze umrechnen

Setze die obere x-Grenze ein. Die neuen Grenzen sind unten 1 und oben 2.

Erklärung wiederholen →

6 · Warum darfst du bei u = 1 − x die Grenzen nicht ohne Vorzeichen ändern?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Warum dürfen die Grenzen nicht stillschweigend wechseln?

u = 1 − x · x-Grenzen: 0 und 1

RechnungErklärung zum Schritt
du = −dx
1 Das Vorzeichen der Ableitung beachten

Für u = 1 − x ist die innere Ableitung −1.

x: 0 → 1; u: 1 → 0
2 Die Laufrichtung vergleichen

Die neue Variable läuft in Gegenrichtung.

− u² du = u² du
3 Grenzentausch und Minuszeichen verknüpfen

Beim Vertauschen der Integrationsgrenzen entsteht ein Minuszeichen. Es hebt hier das Minus aus dx = −du auf. Du darfst die Grenzen deshalb nicht ohne Vorzeichenwechsel vertauschen.

Erklärung wiederholen →

Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.

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Wiederhole die Erklärung zu deinem Fehler. Rechne danach eine ähnliche Aufgabe ohne geöffneten Tipp oder Rechenweg.

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Für Eltern: in zehn Minuten gemeinsam wiederholen

Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.

Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.

Für Lehrkräfte: Vorschlag für eine Übungsstunde

Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.

Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.

Häufige Fragen

Muss ich nach jeder Substitution zurücksetzen?

Bei unbestimmten Integralen in x setzt du am Ende zurück. Bei bestimmten Integralen kannst du stattdessen vollständig mit den umgerechneten Grenzen arbeiten.

Darf ein konstanter Faktor fehlen?

Ja, wenn du ihn korrekt ergänzt und ausgleichst. Beispielsweise ist x dx bei u = x² + 1 gleich einem halben du.

Ist Substitution immer die beste Wahl bei einer Klammer?

Nein. Entscheidend ist, ob der komplette Integrand dadurch einfacher wird. Ausmultiplizieren oder partielle Integration können günstiger sein.

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