Du berechnest Integrale, unterscheidest Bilanzen von Flächen und berücksichtigst Anfangsbestände.
Voraussetzungen ansehen
Stammfunktionen, Nullstellen und Funktionswerte.
01 · Dein Startpunkt · ca. 3 Minuten
Was kannst du schon?
3 kurze Aufgaben
Drei kurze Aufgaben zeigen dir, wo du einsteigen kannst. Löse sie zunächst ohne Hilfe.
Zahlen mit Komma oder Punkt, Brüche exakt mit /. Gib bei Zahlenaufgaben nur den Zahlenwert ein; die Einheit steht am Eingabefeld. Entscheidungen: ja oder nein.
02 · Verstehen
Was bedeutet ein bestimmtes Integral?
Vorzeichen mitdenken
∫2−1 x dx = 32
Der Integralwert ist 1,5. Der gesamte geometrische Flächeninhalt zwischen Graph und x-Achse ist hier aber 2,5: Der Anteil unterhalb der Achse zählt im Integral negativ.
Ein bestimmtes Integral erfasst die aufsummierte Wirkung einer Funktion zwischen zwei Grenzen. Für a < b kannst du es bei stetigen Funktionen als Grenzwert immer feinerer Rechteckssummen verstehen: Funktionshöhe mal kleine Intervallbreite, über das ganze Intervall addiert.
Positive Höhen tragen positiv bei, negative negativ. Beim Flächenbild heißt das: Oberhalb der x-Achse wird positiv gezählt, unterhalb negativ. Wir nennen das eine orientierte Flächenbilanz.
∫ba f(x) dx
a ist die untere, b die obere Integrationsgrenze. f(x) ist der Integrand und dx die Integrationsvariable. Auf dieser Seite betrachten wir stetige Funktionen auf abgeschlossenen, endlichen Intervallen.
Mit dem Hauptsatz ausrechnen
Ist F eine Stammfunktion der stetigen Funktion f auf [a; b], gilt:
Die Regel
∫ba f(x) dx = F(b) − F(a)
Beispiel · Schritt für Schritt
Berechne das bestimmte Integral
f(x) = 2x Intervall: [1; 3]
Berechne zuerst eine Stammfunktion. Setze dann die obere Grenze ein und ziehe den Wert an der unteren Grenze ab. Beispiel mit f(x) = 2x auf [1; 3]:
RechnungErklärung zum Schritt
F(x) = x²
1 Stammfunktion bilden
Die Ableitung von x² ist 2x. Damit passt F zum Integranden.
F(3) = 3² = 9
2 Obere Grenze einsetzen
Setze die 3 in die Stammfunktion ein.
F(1) = 1² = 1
3 Untere Grenze einsetzen
Berechne den Stammfunktionswert auch an der 1.
∫31 2x dx = 9 − 1 = 8
4 Die Werte subtrahieren
Oberer Wert minus unterer Wert ergibt den Integralwert.
Hier ist F(x) = x². Eine additive Konstante ist bei dieser Rechnung nicht nötig, denn (F(b) + C) − (F(a) + C) ergibt wieder F(b) − F(a).
In die Grenzen setzt du die Stammfunktion F ein, nicht den Integranden f. Und die Reihenfolge lautet immer: oberer Wert minus unterer Wert.
Integral und geometrische Fläche unterscheiden
Experiment: Gleiche Fläche, andere Bilanz?
Verändere die Grenzen links und rechts der Nullstelle. Vergleiche den Integralwert mit der Summe beider geometrischer Teilflächen. Hier gilt immer a ≤ 0 ≤ b.
Blau: f(x) = x. Grün oberhalb der x-Achse: positiver Integralbeitrag. Braun unterhalb: negativer Integralbeitrag. Die Achsen haben unterschiedliche Maßstäbe; nutze die Koordinaten und angezeigten Werte.
Intervall [-1; 2]. Positiver Beitrag: 2. Negativer Beitrag: −0,5. Integralwert I = 1,5. Geometrischer Flächeninhalt A = 2,5 Flächeneinheiten.
Erst vermuten, dann ausprobieren: Stelle a = −1 und b = 1 ein. Warum ist das Integral 0, obwohl du zwei Flächen siehst? Erhöhe danach nur b auf 2.
Beobachtung und Erklärung ansehen
Auf [−1; 1] heben sich die Beiträge −0,5 und +0,5 auf: I = 0. Die geometrischen Teilflächen addieren sich zu A = 1. Auf [−1; 2] wird der positive Beitrag 2: I = 2 − 0,5 = 1,5; A = 2 + 0,5 = 2,5.
Beispiel · Schritt für Schritt
Berechne die Bilanz der Integralbeiträge
f(x) = x Intervall: [−1; 2]
Für f(x) = x auf [−1; 2] ist F(x) = x²2. Daher:
RechnungErklärung zum Schritt
F(x) = x²/2
1 Stammfunktion wählen
Durch Ableiten erhältst du wieder f(x) = x.
F(2) = 2²/2 = 2 F(−1) = (−1)²/2 = 1/2
2 Beide Grenzen einsetzen
Die negative untere Grenze steht beim Quadrieren in Klammern.
∫2−1 x dx = 2 − 1/2 = 1,5
3 Bilanz berechnen
Das Integral verrechnet positive und negative Beiträge. Es ist hier nicht der gesamte Flächeninhalt.
Die rechte Dreiecksfläche ist 2, die linke hat den Inhalt 0,5. Wegen ihrer Lage unter der Achse liefert die linke Fläche den Integralbeitrag −0,5. Die Bilanz ist 2 − 0,5 = 1,5.
Der geometrische Flächeninhalt addiert dagegen beide positiven Teilinhalte: A = 2 + 0,5 = 2,5 Flächeneinheiten. Der Betrag des gesamten Integrals wäre hier nur 1,5 und deshalb nicht die gesuchte Fläche.
Für Flächen an Vorzeichenwechseln aufteilen
Um die gesamte Fläche zwischen f und der x-Achse zu berechnen, bestimme die Nullstellen im Intervall und prüfe, wo die Funktion das Vorzeichen wechselt. Teile die Rechnung dort auf und addiere die Beträge der Teilintegrale.
Beispiel · Schritt für Schritt
Berechne den gesamten geometrischen Flächeninhalt
f(x) = x Intervall: [−1; 2]
RechnungErklärung zum Schritt
f(x) = x = 0 ⇒ x = 0
1 An der Nullstelle aufteilen
Links von 0 ist x negativ, rechts positiv. Die Teilintegrale werden getrennt berechnet.
I₁ = F(0) − F(−1) I₁ = 0 − 1/2 = −1/2
2 Linkes Teilintegral
Der Beitrag von −1 bis 0 ist negativ, weil der Graph unter der x-Achse liegt.
I₂ = F(2) − F(0) I₂ = 2 − 0 = 2
3 Rechtes Teilintegral
Der Beitrag von 0 bis 2 ist positiv.
A = |−1/2| + |2| A = 2,5 FE
4 Beträge addieren
Beide geometrischen Teilflächen zählen positiv. FE bedeutet Flächeneinheiten.
Allgemein kannst du für a < b auch A = Integral von |f(x)| über [a; b] schreiben. Die Aufteilung macht diese Betragsrechnung praktisch ausführbar.
Wenn f auf dem ganzen Intervall nichtnegativ ist, stimmt das Integral mit dem Flächeninhalt überein. Ist f überall nichtpositiv, ist der Flächeninhalt das Negative des Integrals.
Die Fläche zwischen zwei Graphen
Die Höhe eines schmalen Flächenstreifens ist der obere Funktionswert minus der untere. Wenn f(x) ≥ g(x) auf [a; b], lautet die Fläche:
Die Regel
A = ∫ba (f(x) − g(x)) dx
Zwischen 0 und 1 liegt y = x oberhalb von y = x². Die grün markierte Fläche zwischen beiden Graphen hat den Inhalt ein Sechstel.
Beispiel · Schritt für Schritt
Berechne die eingeschlossene Fläche
f(x) = x; g(x) = x²
Beispiel: f(x) = x und g(x) = x² schneiden sich bei x = 0 und x = 1. Dazwischen liegt x oberhalb von x².
RechnungErklärung zum Schritt
x = x² x(x − 1) = 0 x = 0 oder x = 1
1 Schnittstellen bestimmen
Setze beide Funktionen gleich. Die eingeschlossene Fläche liegt zwischen den beiden Schnittstellen.
x − x² = x(1 − x) ≥ 0
2 Obere Funktion erkennen
Für 0 ≤ x ≤ 1 sind beide Faktoren nichtnegativ. Deshalb liegt x oberhalb von x².
H(x) = x²/2 − x³/3
3 Differenz integrieren
Eine Stammfunktion von oberer minus unterer Funktion ist H.
A = H(1) − H(0) A = 1/2 − 1/3 = 1/6 FE
4 Grenzen einsetzen
Die untere Grenze liefert 0. Mit dem gemeinsamen Nenner 6 erhältst du den Flächeninhalt.
Eine Stammfunktion der Differenz ist x²2 − x³3. Wechselt die obere Funktion innerhalb eines größeren Intervalls, musst du an den entsprechenden Schnittstellen aufteilen. Allgemein zählt der Betrag der Differenz.
Wichtige Rechenregeln nutzen
Integrale über benachbarte Teilintervalle lassen sich addieren. Für a < c < b gilt:
∫ba f(x) dx = ∫ca f(x) dx + ∫bc f(x) dx
Vertauschst du die Grenzen, ändert sich das Vorzeichen. Bei gleichen Grenzen ist das Integral null:
∫ab f(x) dx = −∫ba f(x) dx
∫aa f(x) dx = 0
Auch konstante Faktoren und Summen lassen sich wie bei Stammfunktionen behandeln. Für einen geometrischen Flächeninhalt wählst du die Grenzen normalerweise von links nach rechts.
Integrale als Bestandsänderung verstehen
Beispiel · Schritt für Schritt
Berechne die Änderung und den Endbestand
Zuflussrate: r(t) = 2t 0 bis 3 Minuten; Zu Beginn: 5 l
RechnungErklärung zum Schritt
r(t) = 2t R(t) = t²
1 Rate integrieren
Die Zuflussrate wird in Litern pro Minute gemessen; t läuft von 0 bis 3 Minuten.
ΔB = R(3) − R(0) ΔB = 9 − 0 = 9 l
2 Bestandsänderung bestimmen
Das Integral der Rate liefert 9 Liter zusätzlichen Inhalt.
B(3) = B(0) + ΔB B(3) = 5 l + 9 l = 14 l
3 Anfangsbestand ergänzen
Der Behälter enthielt bereits 5 Liter. Erst nach deren Addition erhältst du den Endbestand.
Bei einer Rate mit positiven und negativen Anteilen liefert das Integral die Nettobilanz. Für die gesamte bewegte Menge ohne Berücksichtigung der Richtung würdest du die Beträge der jeweiligen Beiträge addieren.
Die Einheit des Integrals entsteht aus Funktionswert-Einheit mal Variablen-Einheit: Liter pro Minute mal Minuten ergibt Liter. Das Ergebnis ist also nicht in jedem Sachzusammenhang ein Flächeninhalt in Quadratmetern.
Definitionslücken nicht übergehen
Die hier verwendete einfache Hauptsatzrechnung setzt einen stetigen Integranden auf dem ganzen betrachteten Intervall voraus. Liegt etwa bei 1x eine Polstelle innerhalb der Grenzen, darfst du nicht einfach eine Stammfunktion an beiden Enden einsetzen und das Problem ignorieren.
Solche Aufgaben gehören zu den uneigentlichen Integralen und benötigen getrennte Grenzwertuntersuchungen. Auch scheinbar symmetrische positive und negative Anteile dürfen dort nicht beliebig gegeneinander aufgehoben werden.
Dein Ablauf für Integral- und Flächenaufgaben
Kläre, ob Integralwert, geometrische Fläche oder Bestandsänderung gefragt ist.
Prüfe Definitionsbereich, Grenzen und Stetigkeit.
Bestimme für Flächen Nullstellen beziehungsweise Schnittstellen.
Prüfe die Vorzeichen oder die Reihenfolge der Graphen.
Bilde eine Stammfunktion und setze die Grenzen korrekt ein.
Addiere bei geometrischen Flächen die positiven Teilinhalte.
Formuliere den Antwortsatz mit passender Einheit und gegebenenfalls Anfangsbestand.
Numerisch ergänzen
Integrale mit der Trapezregel näherungsweise berechnen
Liegen Funktionswerte in gleichmäßigen Abständen vor oder ist keine einfache Stammfunktion verfügbar, kannst du das bestimmte Integral näherungsweise berechnen. Die Trapezregel verbindet benachbarte Messpunkte durch Geraden und summiert die orientierten Trapezflächen.
Teile [a; b] in n gleich breite Teilintervalle. Die Schrittweite ist h = (b − a) geteilt durch n, die Stellen sind xᵢ = a + ih. Dann gilt:
Die Regel
Tₙ = h · [f(x₀)2 + f(x₁) + … + f(xₙ₋₁) + f(xₙ)2]
Beispiel · Schritt für Schritt
Nähere das Integral mit zwei Trapezen an
f(x) = x² auf [0; 2] 2 Teilintervalle
RechnungErklärung zum Schritt
h = (2 − 0)/2 = 1
1 Schrittweite bestimmen
Für f(x) = x² wird [0; 2] in zwei gleich breite Teilintervalle zerlegt.
f(0) = 0 f(1) = 1 f(2) = 4
2 Stützwerte berechnen
Du benötigst die Funktionswerte an den beiden Rändern und am inneren Punkt.
T₂ = 1 · (0/2 + 1 + 4/2) T₂ = 3
3 Trapezregel anwenden
Nur die beiden Randwerte erhalten das halbe Gewicht.
I = [x³/3]₀² = 8/3 I ≈ 2,667 < T₂
4 Mit dem exakten Wert vergleichen
Die Näherung überschätzt hier das Integral, weil die Geradenstücke oberhalb der konvexen Parabel liegen.
Beispiel · Schritt für Schritt
Verbessere die Näherung mit vier Trapezen
f(x) = x² auf [0; 2] 4 Teilintervalle
RechnungErklärung zum Schritt
h = (2 − 0)/4 = 0,5
1 Feiner einteilen
Nun wird dasselbe Intervall in vier Teilintervalle zerlegt.
Die inneren Werte werden vollständig gezählt; nur 0 und 4 werden halbiert.
T₄ = 0,5 · (0 + 0,25 + 1 + 2,25 + 2) T₄ = 2,75
3 Näherung berechnen
2,75 liegt näher am exakten Wert 8/3 als die vorherige Näherung 3. Für stetige Funktionen konvergiert die Trapezregel bei immer feinerer gleichmäßiger Einteilung; eine konkrete Fehlerschranke braucht zusätzliche Voraussetzungen.
Bei einer stückweise linearen Funktion ist die Trapezregel exakt, wenn alle Knickstellen zu den Stützstellen gehören. Für Messwerte erhältst du die Bilanz des Modells mit geraden Verbindungen, nicht automatisch den exakten Wert des unbekannten wirklichen Verlaufs.
Beispiel · Schritt für Schritt
Schätze den Zufluss aus den Messwerten
Zeitpunkte: 0, 1 und 2 min Raten: 2, 4 und 2 l/min
RechnungErklärung zum Schritt
h = 1 min r(0) = 2; r(1) = 4; r(2) = 2
1 Messwerte zuordnen
Die Zuflussraten werden in Litern pro Minute gemessen.
ΔB ≈ 1 · (2/2 + 4 + 2/2) ΔB ≈ 6 l
2 Zufluss näherungsweise addieren
Die Randwerte werden halb gewichtet. Das Ergebnis beschreibt die Änderung; zum Endbestand kommt noch der Anfangsbestand hinzu. Bei geradliniger Verbindung der Messpunkte ist der Modellwert exakt.
Übung: f(x) = 2x + 1 auf [0; 2], n = 2
Lösung · Schritt für Schritt
Vergleiche Trapezregel und exaktes Integral
f(x) = 2x + 1 auf [0; 2] 2 Teilintervalle
RechnungErklärung zum Schritt
h = 1 f(0) = 1; f(1) = 3; f(2) = 5
1 Werte für f(x) = 2x + 1 bilden
Zwei Teilintervalle auf [0; 2] haben jeweils die Breite 1.
T₂ = 1 · (1/2 + 3 + 5/2) T₂ = 6
2 Randwerte halb gewichten
Die Trapezregel ist für diese Gerade exakt.
F(x) = x² + x F(2) − F(0) = 6 − 0 = 6
3 Mit dem Hauptsatz kontrollieren
Beide Verfahren liefern denselben Wert.
03 · Selber rechnen · ca. 10–15 Minuten
Übe in deinem Tempo
18 Aufgaben · 3 Stufen
Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst eine Aufgabe nach einem Hinweis noch einmal versuchen. Rechne zuerst auf Papier. Achte darauf, ob eine Funktion, ein Integralwert, ein Flächeninhalt oder ein Mittelwert gesucht ist.
Freiwillig, ohne Anmeldung. Auf gemeinsam genutzten Geräten besser ausgeschaltet lassen. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
04 · Ohne Hilfe prüfen · ca. 5–8 Minuten
Wie sicher bist du jetzt?
5 gemischte Aufgaben
Rechne ohne Formelübersicht und Tipps. Danach siehst du, was geklappt hat und welcher Lernschritt als Nächstes sinnvoll ist. Das ist eine kurze Orientierung, keine Klassenarbeitsnote.
Lieber auf Papier? Weitere Aufgaben mit Rechenwegen
Dein Wissen anwenden
Sechs Aufgaben zum Selbstcheck
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
1 · Berechne das Integral von 2x über [0; 2].
Lösung und Rechenweg ansehen
Lösung · Schritt für Schritt
Berechne das bestimmte Integral
f(x) = 2x auf [0; 2]
RechnungErklärung zum Schritt
F(x) = x²
1 Stammfunktion finden
Die Ableitung ist 2x.
F(2) = 4; F(0) = 0
2 Grenzen einsetzen
Verwende die Stammfunktion, nicht den Integranden.
3 · Warum reicht der Betrag des gesamten Integrals nicht immer?
Lösung und Rechenweg ansehen
Positive und negative Beiträge können sich vorher aufheben. Für den gesamten Flächeninhalt musst du gegebenenfalls die Beträge der Teilintegrale addieren.
Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.
Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.
Für Lehrkräfte: Vorschlag für eine Übungsstunde
Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.
Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.
Häufige Fragen
Kann ein bestimmtes Integral negativ sein?
Ja. Negative Beiträge können überwiegen. Ein geometrischer Flächeninhalt ist dagegen nichtnegativ.
Warum brauche ich bei bestimmten Integralen kein + C im Ergebnis?
Das Ergebnis ist eine Zahl. Eine Integrationskonstante würde sich beim Subtrahieren der beiden Stammfunktionswerte aufheben.
Warum integriere ich bei zwei Graphen die Differenz?
Die Differenz aus oberem und unterem Funktionswert ist die Höhe jedes Flächenstreifens. Bei wechselnder Reihenfolge musst du die Fläche aufteilen.
Die Ableitung von x² ist 2x. Damit passt F zum Integranden.