Mathe verstehen und üben / Grenzwerte und Stetigkeit

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Grenzwerte und Stetigkeit

Untersuche die Annäherung von links und rechts und vergleiche sie mit dem Funktionswert. Beispiele und kurze Aufgaben zeigen, wie du endliche Grenzwerte, Lücken, Sprünge und Polstellen unterscheidest.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Hilfreiches Vorwissen: Funktionswerte, Bruchterme und Potenzgesetze.

Finde heraus, was du schon kannst

Drei kurze Aufgaben zeigen dir, wo du einsteigen kannst. Löse sie zunächst ohne Hilfe.

Zahlen mit Komma oder Punkt, Brüche mit / eingeben. Für unbeschränkte Grenzwerte +∞ oder −∞; falls der Grenzwert nicht existiert: existiert nicht. Entscheidungen: ja oder nein.

Verstehen

Was bedeutet ein Grenzwert?

Annähern statt nur einsetzen

limx → 1(x + 1) = 2

Wenn x immer näher an 1 rückt, nähert sich x + 1 der Zahl 2. Ein Grenzwert beschreibt dieses Verhalten in der Umgebung einer Stelle.

Ein Grenzwert beschreibt, welchem Wert sich die Funktionswerte beliebig nahe annähern, wenn x gegen eine bestimmte Stelle läuft. Die Schreibweise lim kommt vom lateinischen Wort „limes“ für Grenze.

limx → af(x) = L

Wir lesen: „Der Grenzwert von f(x) für x gegen a ist L.“ Dabei betrachten wir x-Werte nahe a, aber zunächst nicht x = a selbst. Die Funktion muss an der Stelle a nicht einmal definiert sein, um dort einen Grenzwert zu besitzen.

Für f(x) = x + 1 sieht man die Annäherung an a = 1 in einer Wertetabelle:

x 0,9 0,99 1,01 1,1
f(x) 1,9 1,99 2,01 2,1

Von links und von rechts nähern sich die Werte der 2. Eine endliche Tabelle kann das Verhalten veranschaulichen, ersetzt aber keinen allgemeinen rechnerischen Nachweis.

Wann darf ich direkt einsetzen?

Bei Polynomen kannst du einen endlichen Grenzwert an einer Stelle durch Einsetzen berechnen. Zum Beispiel:

Beispiel – Schritt für Schritt

Den Grenzwert eines Polynoms durch Einsetzen bestimmen

f(x) = x² + 3x
Grenzübergang: x → 2

RechnungErklärung zum Schritt
limx → 2(x² + 3x)
1 Stetigkeit nutzen

Polynome sind an jeder reellen Stelle stetig. Du darfst x = 2 einsetzen.

2² + 3 · 2 = 4 + 6
2 Einsetzen und berechnen

Berechne Potenz und Produkt zuerst.

limx → 2(x² + 3x) = 10
3 Ergebnis

Von beiden Seiten ergibt sich derselbe Grenzwert.

Auch bei einem Quotienten stetiger Funktionen funktioniert das, solange der Nenner an der betrachteten Stelle nicht null ist:

Beispiel – Schritt für Schritt

Vor dem Einsetzen den Nenner prüfen

f(x) =
Grenzübergang: x → 1

RechnungErklärung zum Schritt
1 + 3 = 4 ≠ 0
1 Nenner prüfen

Der Nenner ist an der betrachteten Stelle nicht 0. Der Quotient ist dort stetig.

limx → 1 =
2 Einsetzen

Zähler und Nenner dürfen getrennt ausgewertet werden.

limx → 1 =
3 Ergebnis

Der Grenzwert ist 3/4.

Für endliche Grenzwerte darfst du Summen, Differenzen und Produkte gliedweise berechnen. Bei Quotienten muss der Grenzwert des Nenners von null verschieden sein. Prüfe diese Bedingung, bevor du eine Quotientenregel verwendest.

Übungsaufgabe

Bestimme den Grenzwert von f(x) = x² + 3x für x → 2.

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. Polynome sind an jeder reellen Stelle stetig. Setze x = 2 ein.

    Hier verursacht das Einsetzen keine Definitionslücke.

  2. Grenzwert = 2² + 3·2 = 10.

    Links- und rechtsseitige Annäherung führen zum selben Wert.

Eine hebbare Lücke untersuchen

Betrachte die Funktion

f(x) = , x ≠ 1

Beispiel – Schritt für Schritt

Den Grenzwert trotz Definitionslücke berechnen

f(x) =
Grenzübergang: x → 1

RechnungErklärung zum Schritt
x − 1 = 0 ⇔ x = 1
1 Definitionslücke feststellen

Bei 1 ist der Nenner null. Der ursprüngliche Funktionswert f(1) existiert nicht.

x² − 1 = (x − 1)(x + 1)
2 Zähler faktorisieren

Nutze die dritte binomische Formel.

= x + 1, x ≠ 1
3 Gemeinsamen Faktor kürzen

Der Faktor x − 1 darf nur für x ≠ 1 gekürzt werden. Die ursprüngliche Einschränkung bleibt bestehen.

limx → 1f(x) = limx → 1(x + 1)
= 2
4 Grenzwert bestimmen

In der Umgebung von 1 stimmen die Terme überein. Daher darfst du den stetigen vereinfachten Term für den Grenzwert verwenden.

012312345xyLücke (1 | 2)
f(x) = (x² − 1) geteilt durch (x − 1), x ≠ 1. Der Graph liegt auf y = x + 1, hat bei (1 | 2) aber eine Lücke. Der Grenzwert ist 2.

Deshalb ist der Grenzwert für x → 1 gleich 2. Der ursprüngliche Funktionswert f(1) existiert trotzdem nicht. Erst wenn du eine erweiterte Funktion mit dem zusätzlichen Wert f(1) = 2 definierst, ist die Lücke geschlossen.

Der Ausdruck „0 geteilt durch 0“ ist kein Ergebnis und insbesondere nicht 0 oder 1. Er zeigt hier, dass direktes Einsetzen nicht reicht. Erst die Umformung klärt den Grenzwert.

Übungsaufgabe

f(x) = (x² − 1)/(x − 1), x ≠ 1: Bestimme den Grenzwert bei 1 und f(1).

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. Für x ≠ 1 gilt f(x) = x + 1; daher ist der Grenzwert 2.

    In der Umgebung darf der gemeinsame Faktor gekürzt werden.

  2. f(1) bleibt im ursprünglichen Term nicht definiert.

    Kürzen ergänzt keinen fehlenden Punkt.

Linksseitige und rechtsseitige Grenzwerte

x → a⁻ bedeutet Annäherung von links, x → a⁺ Annäherung von rechts. Ein zweiseitiger endlicher Grenzwert existiert nur, wenn beide einseitigen Grenzwerte existieren und gleich sind.

Eine Sprungfunktion sei für x < 0 gleich 0 und für x ≥ 0 gleich 1. Von links nähern sich die Funktionswerte der 0, von rechts der 1:

Beispiel – Schritt für Schritt

Die Grenzwerte an einer Sprungstelle vergleichen

f(x) = 0 für x < 0
f(x) = 1 für x ≥ 0
Betrachtet: x → 0

RechnungErklärung zum Schritt
limx → 0⁻f(x) = 0
1 Von links annähern

Für alle x < 0 ist die Sprungfunktion gleich 0.

limx → 0⁺f(x) = 1
2 Von rechts annähern

Für alle x > 0 ist sie gleich 1.

0 ≠ 1
3 Grenzwerte vergleichen

Ein gemeinsamer zweiseitiger Grenzwert existiert nicht. Der definierte Wert f(0) = 1 ändert daran nichts.

Die beiden Ergebnisse stimmen nicht überein. Daher existiert an 0 kein zweiseitiger Grenzwert, obwohl f(0) = 1 definiert ist. Ein vorhandener Funktionswert garantiert also keinen Grenzwert.

Übungsaufgabe

f(x) ist links von 0 gleich 0 und rechts von 0 gleich 1. Kann f(0) = 7 einen zweiseitigen Grenzwert erzeugen?

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. Von links ist der Grenzwert 0, von rechts 1.

    Die beiden Werte stimmen nicht überein.

  2. Nein. Eine Definition nur bei 0 ändert beide Annäherungen nicht.

    Es gibt keinen gemeinsamen zweiseitigen Grenzwert.

Grenzwerte im Unendlichen

Bei x → ∞ werden die x-Werte beliebig groß, bei x → −∞ beliebig weit negativ. Für f(x) = gilt in beiden Richtungen:

limx → ∞ = 0

Der Bruch nähert sich 0, ohne jemals 0 zu werden. Ein Grenzwert muss also nicht von der Funktion angenommen werden. Die Gerade y = 0 ist eine waagerechte Asymptote.

Bei gebrochen-rationalen Funktionen hilft es, Zähler und Nenner durch die höchste vorkommende Potenz zu teilen:

Beispiel – Schritt für Schritt

Den Grenzwert im Unendlichen bestimmen

f(x) =
Grenzübergang: x → ∞

RechnungErklärung zum Schritt
=
1 Durch x² teilen

Teile Zähler und Nenner für x ≠ 0 durch x². Bei x → ∞ ist das zulässig.

1/x² → 0
2/x² → 0
2 Kleine Terme untersuchen

Die Bruchterme gehen gegen 0, wenn x beliebig groß wird.

limx → ∞ = = 3
3 Grenzwert berechnen

Der Nennergrenzwert ist 1 und damit ungleich 0. Die Quotientenregel ist anwendbar.

Dagegen wächst x² für x → ∞ unbegrenzt. Die Schreibweise „Grenzwert +∞“ beschreibt unbeschränktes Wachstum und keinen endlichen reellen Grenzwert.

Übungsaufgabe

Welchen Grenzwert hat (3x² + 1)/(x² + 2) für x → −∞?

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. Zähler und Nenner haben denselben Grad 2.

    Die höchsten Potenzen bestimmen das Verhalten.

  2. Der Grenzwert ist 3/1 = 3.

    Auch in negativer Richtung ist bei gleichen Graden der Quotient der führenden Koeffizienten entscheidend.

Unbeschränktes Verhalten an einer Stelle

Für in der Nähe von 0 gilt: Von rechts werden die Werte beliebig groß positiv, von links beliebig groß negativ.

Beispiel – Schritt für Schritt

Das Verhalten links und rechts einer Polstelle prüfen

f(x) =
Annäherung an x = 0

RechnungErklärung zum Schritt
limx → 0⁺ = +∞
1 Von rechts prüfen

Der Nenner ist positiv und wird beliebig klein. Die positiven Funktionswerte wachsen ohne obere Grenze.

limx → 0⁻ = −∞
2 Von links prüfen

Der Nenner ist negativ und sein Betrag wird beliebig klein. Die Funktionswerte werden unbegrenzt negativ.

+∞ ≠ −∞
3 Richtungen vergleichen

Die einseitigen unbeschränkten Verhaltensweisen stimmen nicht überein. Es gibt keinen gemeinsamen zweiseitigen Grenzwert.

Es gibt keinen endlichen Grenzwert und wegen der unterschiedlichen Richtungen auch keinen gemeinsamen uneigentlichen Grenzwert. Die Gerade x = 0 ist eine senkrechte Asymptote. Anders als bei der hebbaren Lücke lässt sich das Problem nicht durch einen einzelnen ergänzten Funktionswert beseitigen.

Übungsaufgabe

Vergleiche 1/x und 1/x² für x → 0.

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. 1/x geht von links gegen −∞ und von rechts gegen +∞.

    Daher gibt es dafür keinen gemeinsamen zweiseitigen Grenzwert.

  2. 1/x² geht von beiden Seiten gegen +∞.

    Das ist ein gemeinsamer uneigentlicher Grenzwert; ein endlicher Grenzwert existiert auch hier nicht.

Stetigkeit an einer Stelle prüfen

Eine Funktion ist an einer inneren Stelle a ihres Definitionsbereichs stetig, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:

  1. f(a) ist definiert.
  2. Der endliche Grenzwert für x → a existiert.
  3. Dieser Grenzwert ist gleich f(a).

limx → af(x) = f(a)

Anschaulich gibt es dort weder Sprung noch fehlenden oder versetzten Punkt. An einem Randpunkt prüfst du die Annäherung innerhalb des Definitionsbereichs.

Die Funktion x² ist überall stetig. Der gekürzte Ausdruck x + 1 ist ebenfalls stetig, aber der ursprüngliche Bruch mit der ausgeschlossenen Stelle 1 hat dort eine Definitionslücke. Definiert man an dieser Stelle den Wert 7 statt 2, bleibt der Grenzwert 2 – die erweiterte Funktion ist dann bei 1 nicht stetig.

Übungsaufgabe

Für x ≠ 1 gilt f(x) = (x² − 1)/(x − 1). Welchen Wert muss f(1) für eine stetige Ergänzung haben?

Erst selbst lösen. Danach mit dem Rechenweg vergleichen.

Lösung & Rechenweg aufklappenLösung & Rechenweg zuklappen
  1. Der Grenzwert an der Lücke ist 2.

    Dafür darf der in der Umgebung gleiche Term x + 1 verwendet werden.

  2. Setze f(1) = 2.

    Jeder andere vorgegebene Wert, etwa 7, wäre zwar definiert, würde aber nicht zum Grenzwert passen.

Dein Rechenplan für Grenzwertaufgaben

  1. Prüfe die Definitionsmenge und die Annäherungsrichtung.
  2. Versuche bei passenden stetigen Ausdrücken zunächst einzusetzen.
  3. Bei einer unbestimmten Form: faktorisiere, kürze zulässige Faktoren oder forme um.
  4. Prüfe bei kritischen Stellen beide Seiten getrennt.
  5. Unterscheide einen endlichen Grenzwert, unbeschränktes Verhalten und fehlende Übereinstimmung.
  6. Vergleiche für Stetigkeit den Grenzwert mit dem tatsächlichen Funktionswert.

Merke: Grenzwert, Funktionswert und Definitionsmenge sind drei verschiedene Informationen. Gerade bei gekürzten Brüchen müssen alle drei im Blick bleiben.

Selbst ausprobieren

Üben & prüfen

Mit Tipps lernen oder ohne Hilfe testen – du entscheidest.

Wähle deine Stufe. Pro Runde löst du sechs Aufgaben mit direkter Rückmeldung.

Eigene Aufgabe lösenMit dem Mathehelfer

Mathehelfer

Grenzwert und Funktionswert getrennt prüfen

Für Polynome, Bruchfunktionen und an einer Stelle zwei Polynomabschnitte. Vergleiche beide Seiten, untersuche ±∞ oder lege f(a) gesondert fest. Der Helfer zeigt, ob ein Grenzwert existiert und ob die Funktion dort stetig ist.

Eigene Aufgabe lösen →

Ein Rücklink führt dich wieder hierher. Dein Übungsstand bleibt in diesem Tab erhalten.

Lieber auf Papier? 6 Aufgaben mit aufklappbaren Lösungen

Auf Papier üben

Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.

1 · Grenzwert von x² + 1 für x → 3?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung – Schritt für Schritt

Den Grenzwert durch Einsetzen berechnen

f(x) = x² + 1
Grenzübergang: x → 3

RechnungErklärung zum Schritt
limx → 3(x² + 1) = 3² + 1
1 Direkt einsetzen

Das Polynom ist bei 3 stetig.

3² + 1 = 9 + 1 = 10
2 Berechnen

Der gesuchte Grenzwert ist 10.

Erklärung wiederholen →

2 · Welchen Grenzwert hat für x → 1?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung – Schritt für Schritt

Den Grenzwert durch Faktorisieren finden

f(x) =
Grenzübergang: x → 1

RechnungErklärung zum Schritt
x² − 1 = (x − 1)(x + 1)
1 Faktorisieren

Die ursprüngliche Funktion ist bei x = 1 nicht definiert.

= x + 1, x ≠ 1
2 Kürzen

Kürze den gemeinsamen Faktor nur dort, wo er nicht 0 ist.

limx → 1(x + 1) = 2
3 Grenzwert bestimmen

Der ursprüngliche Bruch hat denselben Grenzwert 2. Ein Funktionswert bei 1 wird dadurch nicht festgelegt.

Erklärung wiederholen →

3 · Ist der ursprüngliche Bruch aus Aufgabe 2 bei 1 definiert?

Lösung und Rechenweg ansehen

Nein. Der Nenner ist dort null. Der Grenzwert ersetzt keinen fehlenden Funktionswert.

Erklärung wiederholen →

4 · Linksseitiger Grenzwert 2, rechtsseitiger 3: zweiseitiger Grenzwert?

Lösung und Rechenweg ansehen

Er existiert nicht, weil die beiden einseitigen Grenzwerte verschieden sind.

Erklärung wiederholen →

5 · Grenzwert von für x → ∞?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung – Schritt für Schritt

Die höchsten Potenzen für den Grenzwert nutzen

f(x) =
Grenzübergang: x → ∞

RechnungErklärung zum Schritt
=
1 Durch x² teilen

Für die Annäherung an ∞ darfst du x ≠ 0 voraussetzen.

2/x² → 0
1/x² → 0
2 Restterme untersuchen

Beide Terme verschwinden im Grenzübergang.

limx → ∞ = = 5
3 Ergebnis

Der Nennergrenzwert 1 ist ungleich 0.

Erklärung wiederholen →

6 · Grenzwert bei a ist 4, f(a) = 7. Ist die Funktion dort stetig?

Lösung und Rechenweg ansehen

Nein. Für Stetigkeit müssen Grenzwert und Funktionswert übereinstimmen.

Erklärung wiederholen →

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Für Eltern: in zehn Minuten gemeinsam wiederholen

Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.

Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.

Für Lehrkräfte: Vorschlag für eine Übungsstunde

Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.

Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.

Häufige Fragen

Muss ein Grenzwert erreicht werden?

Nein. Beispielsweise nähert sich für x → ∞ der 0, nimmt diesen Wert aber nie an.

Darf ich bei einer Nennernullstelle immer kürzen?

Nur gemeinsame Faktoren dürfen gekürzt werden, und nur dort, wo sie nicht null sind. Die ursprüngliche Definitionslücke bleibt bestehen.

Ist Unendlich eine Zahl, die ich einsetzen kann?

Nein. x → ∞ beschreibt beliebig großes x. Rechenregeln für gewöhnliche reelle Zahlen dürfen nicht unkritisch auf ∞ übertragen werden.

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