1 · Teilweise verdampfen
Erhitztes Rohöl gelangt als Dampf-Flüssigkeits-Gemisch in die Kolonne. Schwere Bestandteile bleiben überwiegend flüssig.
Chemie · Verstehen und üben
Verstehe, wie eine Raffinerie Kohlenwasserstoffe trennt und chemisch umwandelt – mit Strukturformeln und interaktiver Atombilanz.
Stoffgemisch · Siedeverhalten · Molekülumbau
Erdöl enthält viele verschiedene Kohlenwasserstoffe, darunter Alkane, Cycloalkane und Aromaten. Es besitzt deshalb keine einzelne Summenformel und keinen einzigen Siedepunkt. Hinzu kommen unter anderem schwefelhaltige Verbindungen.
In einer Raffinerie werden Bestandteile zunächst nach ihren Siedebereichen getrennt. Anschließend können Moleküle chemisch umgebaut werden. Destillation trennt – Cracken verändert Moleküle.
Erhitztes Rohöl gelangt als Dampf-Flüssigkeits-Gemisch in die Kolonne. Schwere Bestandteile bleiben überwiegend flüssig.
Die Temperatur nimmt nach oben ab. Wiederholtes Verdampfen und Kondensieren reichert leichter flüchtige Bestandteile im aufsteigenden Dampf an.
An verschiedenen Stellen werden Gemische mit ähnlichen Siedebereichen entnommen. Eine Fraktion ist normalerweise kein Reinstoff.
Die Fraktionen werden gereinigt und je nach Verwendungszweck weiter umgewandelt oder gemischt. Kraftstoffe sind keine einzelnen Molekülsorten.
Innerhalb der unverzweigten Alkane steigt die Siedetemperatur im Allgemeinen mit der Kettenlänge: Größere Moleküle besitzen stärkere London-Kräfte. Zum Verdampfen werden zwischenmolekulare Anziehungen überwunden; C–C-Bindungen bleiben dabei erhalten.
Beim Cracken werden unter geeigneten Bedingungen C–C-Bindungen gespalten. Neue Bindungen entstehen; kürzere Alkane und Alkene können gebildet werden. Im Beispiel entstehen Hexan und ein Buten.
Die Wasserstoffbilanz erklärt, warum nicht einfach zwei gesättigte Alkane entstehen: Hexan und Butan hätten zusammen 24 H-Atome. Die gezeigten Produkte besitzen zusammen nur die verfügbaren 22.
Verändere die Länge des Alkanprodukts. Die restlichen C-Atome bilden im Modell ein unverzweigtes Alken mit endständiger Doppelbindung.
Der Regler erzeugt formal mögliche Bilanzbeispiele. Er sagt keine reale Produktverteilung oder bevorzugte Spaltstelle voraus.
Hohe Temperaturen lösen Bindungsspaltungen und Folgereaktionen aus. Radikalische Reaktionswege spielen eine wichtige Rolle. Bedingungen und Produkte hängen vom Verfahren ab.
Geeignete saure Katalysatoren, etwa Zeolithe, eröffnen andere Reaktionswege. Dabei sind ionische Zwischenstufen und Umlagerungen wichtig.
Ein thermisches Verfahren mit Wasserdampf als Verdünnungsmittel, besonders zur Gewinnung kleiner Alkene wie Ethen und Propen.
Die Doppelbindung ist ein Ausgangspunkt für Additionen und Polymerisationen. Ethen kann beispielsweise zu Polyethylen umgesetzt werden.
Cracken ist keine Verbrennung: Bei der idealisierten Spaltung entstehen Kohlenwasserstoffe, nicht CO₂ und Wasser. Ein Hydrocrackverfahren nutzt zusätzlich Wasserstoff; das ist ein anderes Bilanzmodell.
Für C₁₀H₂₂ → C₆H₁₄ + C₄H₈ verwenden wir gerundete molare Massen: 142, 86 und 56 g/mol. Reines Decan werde vollständig nach genau dieser Gleichung umgesetzt.
86 g + 56 g = 142 g: Die Masse bleibt erhalten. Reale Raffinerieausbeuten lassen sich aus dieser einen Modellgleichung nicht ableiten.
Beim Destillieren eines Alkangemisches …
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Einstieg: Die Kolonne lesen und den Temperaturverlauf erklären.
Partnerarbeit: Vor jeder Regleränderung das zweite Crackprodukt vorhersagen.
Sicherung: Atombilanzen prüfen und mit dem Massenbeispiel verbinden.

Ergänzende Grundlagen: Stoffgemische und geeignete Trennverfahren.
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Grundlagen: homologe Reihe und Summenformeln der Alkane.
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Ergänzung: Alkane und Alkene anhand ihrer Strukturen unterscheiden.
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Material ansehen und herunterladenFachliche Vertiefung: Chemguide: thermisches und katalytisches Cracken.