Mathe verstehen und üben / Empirische Varianz und Standardabweichung

Mathe · Klasse 9–13 · etwa 35–50 Minuten

Empirische Varianz und Standardabweichung

Du berechnest Streuungsmaße, unterscheidest die Nenner n und n − 1 und erklärst den Einfluss von Verschiebung und Skalierung.

Voraussetzungen ansehen

Mittelwert, Brüche, Quadrieren und Quadratwurzeln.

01 · Dein Startpunkt · ca. 3 Minuten

Was kannst du schon?

3 kurze Aufgaben

Drei kurze Aufgaben zeigen dir, wo du einsteigen kannst. Löse sie zunächst ohne Hilfe.

Brüche mit /, Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt und Wurzeln als sqrt(2) eingeben. Mehrere gefragte Werte mit Semikolon trennen. Prozentzahlen und Einheiten nur so eingeben, wie es die Aufgabe verlangt. Ohne Rundungsauftrag exakt rechnen.

02 · Verstehen

Zuerst die Fragestellung klären

Gleicher Mittelwert, andere Streuung

2, 2, 2, 2 → keine Streuung

0, 0, 4, 4 → deutliche Streuung

Eine Datenliste enthält beobachtete Werte, zum Beispiel vier gemessene Längen. Die Varianz beschreibt die Streuung um deren Mittelwert. Dazu werden Abweichungen quadriert, damit sich positive und negative Werte nicht aufheben.

Unterscheide zwei Ziele: Möchtest du nur die vorliegenden Daten beschreiben oder aus einer Stichprobe die Varianz einer größeren Grundgesamtheit schätzen? Diese Entscheidung beeinflusst den Nenner.

Hier bezeichnet v die beschreibende Varianz mit Nenner n und s² die korrigierte Stichprobenvarianz mit Nenner n − 1. Andere Bücher verwenden andere Symbole. Verlasse dich deshalb auf die Definition in der Aufgabe.

Ein Beispiel vollständig vorbereiten

Beispiel · Schritt für Schritt

Den Mittelwert aller Beobachtungen berechnen

Messwerte: 2 cm, 4 cm, 4 cm, 6 cm

RechnungErklärung zum Schritt
2 cm, 4 cm, 4 cm, 6 cm
1 Alle Messwerte erfassen

Notiere alle vier Messwerte. Der doppelte Wert 4 cm zählt zweimal; n = 4.

x̄ = (2 + 4 + 4 + 6) cm : 4
2 Summe und Anzahl verwenden

Addiere alle Messwerte und teile durch ihre Anzahl.

x̄ = 16 cm : 4 = 4 cm
3 Den Mittelwert mit Einheit angeben

Der Mittelwert hat dieselbe Einheit wie die Daten.

Ziehe den Mittelwert von jedem Messwert ab und quadriere das Ergebnis.

Wert in cm Abweichung in cm Quadrat in cm²
2 −2 4
4 0 0
4 0 0
6 2 4

Beispiel · Schritt für Schritt

Abweichungen und Quadratsumme bestimmen

Messwerte: 2 cm, 4 cm, 4 cm, 6 cm
Mittelwert: x̄ = 4 cm

RechnungErklärung zum Schritt
2 cm − 4 cm = −2 cm
1 Die erste Abweichung berechnen

Ziehe den Mittelwert vom ersten Wert ab. Das Quadrat der Abweichung ist (−2 cm)² = 4 cm².

4 cm − 4 cm = 0 cm
2 Die beiden mittleren Werte berücksichtigen

Der zweite und dritte Wert liegen jeweils beim Mittelwert. Beide tragen 0 cm² zur Quadratsumme bei.

6 cm − 4 cm = 2 cm
3 Die letzte Abweichung berechnen

Die letzte Abweichung ist 2 cm; ihr Quadrat beträgt 4 cm².

−2 cm + 0 cm + 0 cm + 2 cm = 0 cm
4 Die Summe der Abweichungen prüfen

Kontrolle: Die vorzeichenbehafteten Abweichungen vom Mittelwert summieren sich zu null.

Q = 4 cm² + 0 cm² + 0 cm² + 4 cm² = 8 cm²
5 Die quadrierten Abweichungen addieren

Q bezeichnet hier die Quadratsumme. Durch das Quadrieren heben sich positive und negative Abweichungen nicht auf.

Die vorliegende Datenliste beschreiben

v =

Beispiel · Schritt für Schritt

Varianz und Standardabweichung berechnen

2 cm, 4 cm, 4 cm, 6 cm
n = 4 · Q = 8 cm²
Ziel: die vorliegenden Daten beschreiben

RechnungErklärung zum Schritt
v = Q : n
1 Die beschreibende Definition wählen

Zum Beschreiben einer nichtleeren Datenliste teile die Quadratsumme durch die Anzahl n der Beobachtungen.

v = 8 cm² : 4 = 2 cm²
2 Durch die Anzahl der Werte teilen

Die beschreibende Varianz hat die quadrierte Einheit.

√v = √2 cm ≈ 1,414 cm
3 Die Wurzel aus der Varianz ziehen

Die Standardabweichung ist die nichtnegative Quadratwurzel der Varianz. Runde erst das Endergebnis auf drei Dezimalstellen.

Die Standardabweichung hat dieselbe Einheit wie die Daten. Die Varianz hat die quadrierte Einheit. Eine Varianz von 2 cm² ist daher nicht dasselbe wie eine Standardabweichung von 2 cm.

Die Standardabweichung ist ein Streuungsmaß; sie ist nicht allgemein der mittlere absolute Abstand und garantiert auch nicht, dass alle Werte in einem bestimmten Abstand vom Mittelwert liegen.

Ausprobieren: gleicher Mittelwert, andere Streuung

Verschiebe die beiden äußeren Messwerte gleich weit nach außen oder innen. Die beiden mittleren Werte bleiben bei 4 cm. Vermute zuerst: Was passiert mit Mittelwert, Varianz und Standardabweichung?

Mittelwert: 4 cm 012345678 Messwert in cm
Jeder Punkt steht für einen Messwert. Gleiche Werte liegen übereinander. Die gestrichelte Linie zeigt den Mittelwert; die waagerechten Strecken zeigen die Abstände der äußeren Werte. Die Skala bleibt fest.

Messwerte: 2; 4; 4; 6 cm. Mittelwert: 4 cm.

Quadratsumme: 2² + 0² + 0² + 2² = 8 cm².

Varianz v = 8 : 4 = 2 cm². Standardabweichung √v ≈ 1,414 cm.

Forscherauftrag für dich oder die Partnerarbeit
  1. Stelle den Abstand auf 0 cm. Begründe, warum beide Streuungsmaße 0 sind.
  2. Vergleiche 1 cm und 2 cm Abstand. Wie ändern sich Varianz und Standardabweichung?
  3. Erkläre ohne Rechnung: Warum reicht der Mittelwert allein nicht aus, um diese Datenlisten zu unterscheiden?
Beobachtungen und Erklärung ansehen

Bei Abstand 0 sind alle vier Werte gleich 4 cm. Alle Abweichungen und damit beide Streuungsmaße sind 0.

Bei Abstand 1 cm ist v = 0,5 cm² und √v ≈ 0,707 cm. Bei Abstand 2 cm ist v = 2 cm² und √v ≈ 1,414 cm. Verdoppelte Abstände ergeben vierfache Quadrate: Die Varianz vervierfacht sich, die Standardabweichung verdoppelt sich.

Der Mittelwert bleibt 4 cm, weil jede Verkleinerung links durch dieselbe Vergrößerung rechts ausgeglichen wird. Er beschreibt die Lage; die Streuungsmaße beschreiben, wie weit die Werte darum verteilt sind.

Warum manchmal n − 1 im Nenner steht

s² =

Soll eine unabhängige, identisch verteilte Zufallsstichprobe die Varianz der Grundgesamtheit schätzen, wird häufig die korrigierte Stichprobenvarianz verwendet. Sie ist unter diesen Voraussetzungen und bei endlicher Varianz erwartungstreu. Dafür brauchst du n ≥ 2.

Der Mittelwert wurde bereits aus derselben Stichprobe geschätzt. Dadurch müssen sich die Abweichungen zu 0 addieren. Im Beispiel sind die ersten drei Abweichungen −2 cm, 0 cm und 0 cm. Die vierte muss dann +2 cm sein – sie ist bereits festgelegt. Von vier Abweichungen sind also nur drei frei wählbar. Das veranschaulicht den „verlorenen Freiheitsgrad“. Für den Grund, warum diese Korrektur beim Schätzen nötig ist, klappe die Vertiefung auf.

Vertiefung: Was korrigiert der Nenner n − 1?

Der Stichprobenmittelwert passt besonders gut zu den beobachteten Werten: Um ihn ist die Quadratsumme am kleinsten. Teilt man diese Summe beim Schätzen durch n, fällt das Ergebnis über viele Zufallsstichproben im Mittel zu klein aus. Unter den oben genannten Voraussetzungen gleicht die Division durch n − 1 diese systematische Unterschätzung aus.

„Erwartungstreu“ bedeutet dabei: Im Mittel über viele Stichproben stimmt der Schätzer mit der Varianz der Grundgesamtheit überein. Eine einzelne Stichprobe kann trotzdem zu hoch oder zu niedrig liegen.

Beispiel · Schritt für Schritt

Mit dem Nenner n − 1 rechnen

2 cm, 4 cm, 4 cm, 6 cm
n = 4 · Q = 8 cm²
Gesucht: korrigierte Stichprobenvarianz s²

RechnungErklärung zum Schritt
n − 1 = 4 − 1 = 3
1 Die Freiheitsgrade bestimmen

Für die korrigierte Stichprobenvarianz werden n − 1 Freiheitsgrade verwendet; n muss mindestens 2 sein.

s² = 8 cm² : 3 = (8/3) cm²
2 Die Quadratsumme durch n − 1 teilen

Verwende dieselbe Quadratsumme, aber den Nenner 3 statt 4.

s² ≈ 2,667 cm²
3 Die Varianz am Ende runden

Das ist die auf drei Dezimalstellen gerundete korrigierte Stichprobenvarianz.

s = √(8/3) cm ≈ 1,633 cm
4 Die zugehörige Standardabweichung berechnen

Ziehe die Wurzel aus dem ungerundeten Wert. Die Wurzel s ist nicht automatisch ebenfalls ein erwartungstreuer Schätzer der Standardabweichung. Beachte Definition und Ziel, ohne die Nenner zu mischen.

Häufigkeiten richtig berücksichtigen

Beispiel · Schritt für Schritt

Absolute Häufigkeiten richtig gewichten

Wert 1: zweimal
Wert 3: zweimal
Ziel: die Daten beschreiben

RechnungErklärung zum Schritt
Datenliste: 1, 1, 3, 3
1 Die vollständige Datenliste lesen

Die Tabelle „Wert 1 kommt zweimal vor, Wert 3 kommt zweimal vor“ enthält vier Beobachtungen.

n = 2 + 2 = 4
2 Alle Beobachtungen zählen

Addiere die absoluten Häufigkeiten.

x̄ = (2 · 1 + 2 · 3) : 4 = 2
3 Den gewichteten Mittelwert berechnen

Gewichte jeden Wert mit seiner Häufigkeit.

Q = 2 · (1 − 2)² + 2 · (3 − 2)² = 4
4 Die Abweichungsquadrate gewichten

Auch die quadrierten Abweichungen zählen entsprechend ihren Häufigkeiten.

v = 4 : 4 = 1
5 Die beschreibende Varianz bestimmen

Zum Beschreiben der Daten teile durch n = 4.

Verwende als n die Anzahl aller Beobachtungen, nicht die Anzahl verschiedener Tabellenzeilen. Bei ungleichen Häufigkeiten ist auch der Mittelwert gewichtet.

Beispiel · Schritt für Schritt

Ungleiche Häufigkeiten berücksichtigen

Wert 1: dreimal
Wert 5: einmal
Ziel: die Daten beschreiben

RechnungErklärung zum Schritt
Datenliste: 1, 1, 1, 5
1 Die Häufigkeiten erfassen

Hier sind die Häufigkeiten ungleich: dreimal 1 und einmal 5.

x̄ = (3 · 1 + 1 · 5) : 4 = 2
2 Den gewichteten Mittelwert bestimmen

Der Mittelwert ist gewichtet. Einfach die verschiedenen Werte 1 und 5 zu mitteln wäre falsch.

Q = 3 · (1 − 2)² + (5 − 2)²
3 Die Quadratsumme aufstellen

Gewichte auch hier die quadrierten Abweichungen.

Q = 1 + 1 + 1 + 9 = 12
4 Die Quadratsumme ausrechnen

Drei kleine und eine große quadrierte Abweichung werden addiert.

v = 12 : 4 = 3
5 Durch alle vier Beobachtungen teilen

Verwende die Anzahl aller vier Beobachtungen als Nenner.

Verschieben und skalieren verstehen

Beispiel · Schritt für Schritt

Die Wirkung einer Verschiebung untersuchen

Daten: 2, 4, 4, 6
Zu jedem Wert werden 10 addiert.

RechnungErklärung zum Schritt
2, 4, 4, 6 → 12, 14, 14, 16
1 Die Daten verschieben

Addiere zu jedem Datenwert 10.

Neuer Mittelwert = 4 + 10 = 14
2 Den neuen Mittelwert bestimmen

Der Mittelwert verschiebt sich um dieselbe Zahl.

Neue Abweichungen: −2, 0, 0, 2
3 Die neuen Abweichungen vergleichen

Die Abstände zum ebenfalls verschobenen Mittelwert bleiben gleich.

vneu = (4 + 0 + 0 + 4) : 4 = 2
4 Die unveränderte Varianz berechnen

Die Varianz und die Standardabweichung ändern sich durch Verschieben nicht.

Beispiel · Schritt für Schritt

Die Wirkung einer Skalierung untersuchen

Jeder Datenwert wird mit c multipliziert.
Beispiel: c = 2 und v = 2

RechnungErklärung zum Schritt
vneu = c² · v
1 Den Faktor der Varianz bestimmen

Multiplizierst du jeden Datenwert mit c, werden auch alle Abweichungen mit c multipliziert. Ihre Quadrate erhalten den Faktor c².

√vneu = |c| · √v
2 Den Faktor der Standardabweichung bestimmen

Die Standardabweichung erhält den Betrag des Faktors, da sie nichtnegativ ist. Das gilt auch bei negativen Skalierungsfaktoren.

Bei c = 2: vneu = 2² · 2 = 8
3 Die Verdopplung der Daten einsetzen

Im Beispiel vervierfacht eine Verdopplung der Daten die Varianz.

√vneu = 2√2
4 Die neue Standardabweichung angeben

Die ursprüngliche Standardabweichung √2 verdoppelt sich.

Die Varianz kann nie negativ sein. Sie ist genau dann 0, wenn alle Werte gleich sind. Sehr große Abweichungen fallen durch das Quadrieren stark ins Gewicht.

Dein Rechenplan mit Kontrollpunkten

Notiere n, die Einheit und die verwendete Definition. Berechne den Mittelwert, dann alle Abweichungen und ihre Quadrate. Addiere die Quadrate und teile durch den passenden Nenner.

Ziehe für die Standardabweichung erst am Ende die Wurzel. Runde Zwischenwerte möglichst nicht. Kontrolliere: Quadratsumme ≥ 0, Einheit der Varianz quadriert, Einheit der Standardabweichung wie bei den Daten.

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsvariablen ist ein anderes Ausgangsformat: Dort werden mit Wahrscheinlichkeiten gewichtete Abweichungen vom Erwartungswert verwendet. Eine gemessene Stichprobe und das theoretische Modell sind zu unterscheiden.

03 · Selber rechnen · ca. 10–15 Minuten

Übe in deinem Tempo

18 Aufgaben · 3 Stufen

Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst eine Aufgabe nach einem Hinweis noch einmal versuchen. Rechne und begründe zuerst auf Papier. v bezeichnet die beschreibende Varianz mit Nenner n, s² die korrigierte Stichprobenvarianz mit Nenner n − 1. Zwischenwerte nicht runden.

04 · Ohne Hilfe prüfen · ca. 5–8 Minuten

Wie sicher bist du jetzt?

5 gemischte Aufgaben

Rechne ohne Formelübersicht und Tipps. Danach siehst du, was geklappt hat und welcher Lernschritt als Nächstes sinnvoll ist. Das ist eine kurze Orientierung, keine Klassenarbeitsnote.

Lieber auf Papier? Weitere Aufgaben mit Rechenwegen

Dein Wissen anwenden

Sechs Aufgaben zum Selbstcheck

Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.

1 · Bestimme den Mittelwert von 1, 3 und 5.

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Den Mittelwert bestimmen

Daten: 1, 3, 5

RechnungErklärung zum Schritt
n = 3
1 Die Beobachtungen zählen

Es liegen drei Beobachtungen vor.

x̄ = (1 + 3 + 5) : 3
2 Die Mittelwertformel einsetzen

Addiere die Werte und teile durch ihre Anzahl.

x̄ = 9 : 3 = 3
3 Den Mittelwert ausrechnen

Das ist der Mittelwert.

Erklärung wiederholen →

2 · Bestimme die beschreibende Varianz von 1, 3 und 5.

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Die Streuung der vorliegenden Daten berechnen

Daten: 1, 3, 5
Gesucht: beschreibende Varianz v

RechnungErklärung zum Schritt
x̄ = 3
1 Den Mittelwert verwenden

Verwende den Mittelwert der Daten 1, 3 und 5.

Q = (1 − 3)² + (3 − 3)² + (5 − 3)²
2 Die Abweichungen quadrieren

Quadriere die Abweichungen vom Mittelwert.

Q = 4 + 0 + 4 = 8
3 Die Quadratsumme berechnen

Addiere die Quadrate.

v = 8/3 ≈ 2,667
4 Durch n teilen

Zum Beschreiben teile durch n = 3. Der Bruch ist exakt; die Dezimalzahl ist auf drei Stellen gerundet.

Erklärung wiederholen →

3 · Wie lautet die korrigierte Stichprobenvarianz derselben Werte?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Mit dem korrigierten Nenner rechnen

Daten: 1, 3, 5
Gesucht: korrigierte Stichprobenvarianz s²

RechnungErklärung zum Schritt
Q = 8, n = 3
1 Quadratsumme und Anzahl übernehmen

Die Quadratsumme derselben Werte bleibt unverändert.

n − 1 = 3 − 1 = 2
2 Den Nenner n − 1 bestimmen

Für die korrigierte Stichprobenvarianz verwende den Nenner n − 1.

s² = 8 : 2 = 4
3 Die korrigierte Varianz berechnen

Teile die Quadratsumme durch 2.

Erklärung wiederholen →

4 · Welche Standardabweichung gehört zu s² = 4 cm²?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Von der Varianz zur Standardabweichung gelangen

s² = 4 cm²
Gesucht: Standardabweichung s

RechnungErklärung zum Schritt
s = √(s²)
1 Die Wurzel als Rechenschritt wählen

Die Standardabweichung ist die nichtnegative Quadratwurzel der Varianz.

s = √(4 cm²) = 2 cm
2 Wert und Einheit bestimmen

Die quadrierte Einheit wird wieder zur ursprünglichen Einheit.

Erklärung wiederholen →

5 · Was passiert mit der Varianz, wenn alle Werte um 7 steigen?

Lösung und Rechenweg ansehen

Lösung · Schritt für Schritt

Begründen, warum die Varianz gleich bleibt

Alle Datenwerte steigen um 7.
yᵢ = xᵢ + 7

RechnungErklärung zum Schritt
yᵢ = xᵢ + 7, ȳ = x̄ + 7
1 Daten und Mittelwert verschieben

Wenn alle Datenwerte um 7 steigen, steigt ihr Mittelwert ebenfalls um 7.

yᵢ − ȳ = (xᵢ + 7) − (x̄ + 7)
2 Die neuen Abweichungen aufstellen

Vergleiche die neuen Abweichungen vom neuen Mittelwert.

yᵢ − ȳ = xᵢ − x̄
3 Die unveränderten Abweichungen erkennen

Die 7 hebt sich auf. Abweichungen, Quadratsumme und damit die Varianz bleiben gleich.

Erklärung wiederholen →

6 · Darf n bei einer Häufigkeitstabelle die Anzahl der Zeilen sein?

Lösung und Rechenweg ansehen

Nur wenn jede Zeile genau eine Beobachtung enthält. Sonst ist n die Summe aller absoluten Häufigkeiten.

Erklärung wiederholen →

Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.

Dein nächster Lernschritt

Wie möchtest du weiterlernen?

Passende Materialien zum Thema „Empirische Varianz und Standardabweichung“. Wähle aus, was dir beim Üben und Wiederholen hilft.

Kostenlos · Materialien & Erklärung

Kostenlos weiterüben

Diese Materialien ergänzen die Erklärung und unterstützen dich beim Üben und Nachschlagen.

Optional ergänzen

Bei Bedarf vertiefen

Die kompakte Lernhilfe und ein passender Buchband ergänzen sich beim Wiederholen und Vertiefen. Beachte die jeweilige Klassenstufe.

Wähle aus, was dir hilft0,00 € EUR

Preise inkl. MwSt. Downloads erhältst du per E-Mail, gedruckte Materialien per Post. Ggf. zzgl. Versandkosten.

Dranbleiben

Dein nächster Lernschritt

Noch unsicher?

Wiederhole die Erklärung zu deinem Fehler. Rechne danach eine ähnliche Aufgabe ohne geöffneten Tipp oder Rechenweg.

Gezielt weiterüben →
Für Eltern: in zehn Minuten gemeinsam wiederholen

Lasst euch eine Aufgabe laut erklären. Fragt: „Warum darfst du diesen Schritt machen?“ Bei einem Fehler schaut ihr gemeinsam auf den Hinweis. Danach löst das Kind eine ähnliche Aufgabe selbst.

Zum Schluss benennt das Kind einen Schritt, den es jetzt sicherer beherrscht, und plant eine kurze Wiederholung.

Für Lehrkräfte: Vorschlag für eine Übungsstunde

Nach der Einführung des Themas: 5 Minuten Kurzcheck, 10 Minuten gezielte Wiederholung, 15 Minuten Üben auf passender Stufe, 10 Minuten Abschlusscheck und Besprechung, 5 Minuten Lernreflexion.

Die Stufen dienen zur Differenzierung. Die kurze Auswertung ist eine Orientierung; Begründungen und Rechenwege sollten zusätzlich auf Papier oder im Gespräch sichtbar werden.

Häufige Fragen

Ist n oder n − 1 richtig?

Beides hat eine andere Aufgabe. Zum Beschreiben der Datenliste wird hier durch n geteilt, für den korrigierten Varianzschätzer durch n − 1. Die Aufgabenstellung entscheidet.

Kann eine Standardabweichung negativ sein?

Nein. Sie ist die nichtnegative Quadratwurzel einer nichtnegativen Varianz.

Reicht eine kleine Standardabweichung für eine gute Studie?

Nein. Auswahl der Beobachtungen, Messqualität und passende Fragestellung bleiben wichtig. Ein Streuungsmaß allein beweist keine Repräsentativität.

Footer image

© 2026 Lernmarktplatz, Die ganze Bildungswelt an einem Ort

    • American Express
    • Apple Pay
    • Google Pay
    • Klarna
    • Maestro
    • Mastercard
    • MobilePay
    • PayPal
    • Visa