Das
Mila liest das Buch.
Das Buch, das Mila liest, ist spannend.
Deutsch · Rechtschreibung · etwa Klasse 5–8
Entscheide mit der Ersatzprobe und der Aufgabe im Satz. Verstehe Artikel, Pronomen und dass-Sätze und übe auch knifflige Kombinationen.
Das und dass klingen gleich. Deshalb hilft genaues Hinhören hier nicht bei der Entscheidung. Du musst untersuchen, welche Aufgabe das Wort im Satz erfüllt.
Das kann ein Artikel oder ein Pronomen sein. Dass verbindet einen Nebensatz mit dem übergeordneten Satz. Die wichtigste Frage lautet: Lässt sich das fragliche Wort in seiner Funktion durch dieses, jenes oder welches ersetzen? Prüfe dabei den ganzen Satz, nicht nur die Wörter unmittelbar daneben.
Mila liest das Buch.
Das Buch, das Mila liest, ist spannend.
Mila sagt, dass das Buch spannend ist.
Dass leitet den Inhalt ihrer Aussage ein.
In „Ben öffnet das Fenster“ begleitet das ein sächliches Nomen. Du kannst probeweise dieses einsetzen: „Ben öffnet dieses Fenster.“ Der Satz ist grammatisch möglich. Die Bedeutung wird etwas bestimmter, aber die grundlegende Funktion bleibt erhalten.
Zwischen Artikel und Nomen können beschreibende Wörter stehen: „das große Fenster“, „das gestern gekaufte Buch“. Suche deshalb den Kern der gesamten Nomengruppe. Das muss nicht direkt vor dem Nomen stehen.
| Ausgangssatz | Probe |
|---|---|
| Mila trägt das Paket. | Mila trägt dieses Paket. |
| Ben sucht das blaue Heft. | Ben sucht dieses blaue Heft. |
| Ich mag das leise Summen. | Ich mag dieses leise Summen. |
Auch ein nominalisierter Infinitiv kann nach dem Artikel stehen: das Lesen, das Üben. Das ist trotzdem ein Artikel mit einfachem s. Suche nach der substantivischen Verwendung, nicht nur nach einem Gegenstand.
In „Das gefällt mir“ steht das selbstständig. Es weist auf etwas hin, etwa auf ein Bild oder einen zuvor genannten Vorschlag. Diese Verwendung heißt Demonstrativpronomen. Als Probe kannst du „Dies gefällt mir“ oder „Dieses gefällt mir“ verwenden.
Beispiel: „Wir machen eine Pause. Das ist eine gute Idee.“ Das bezieht sich auf den Vorschlag einer Pause. Ein Nomen direkt nach das ist nicht nötig. Deshalb ist die falsche Merkhilfe „Ohne Nomen muss es dass sein“ unbrauchbar.
Achte auch auf Verbindungen wie „Ich weiß das“. Hier bezeichnet das den gewussten Inhalt. Vergleiche mit „Ich weiß, dass Ben kommt“. Im zweiten Satz wird der Inhalt durch einen ganzen Nebensatz ausgedrückt.
„Das Fahrrad, das vor dem Haus steht, gehört Ben.“ Das markierte Wort bezieht sich auf Fahrrad. Es leitet einen Relativsatz ein, der dieses Fahrrad genauer beschreibt. Die Probe mit welches funktioniert: „Das Fahrrad, welches vor dem Haus steht, gehört Ben.“
Der Relativsatz kann mitten im Hauptsatz stehen. Dann wird er mit zwei Kommas eingeschlossen. Steht er am Satzende, genügt das Komma vor seinem Beginn: „Ben repariert das Fahrrad, das vor dem Haus steht.“
| Satzteil | Bezugswort | Probe |
|---|---|---|
| das Heft, das hier liegt | Heft | welches hier liegt |
| das Bild, das Mila malt | Bild | welches Mila malt |
| das Kind, das lacht | Kind | welches lacht |
„Ich hoffe, dass du kommst.“ Der dass-Satz nennt den Inhalt der Hoffnung. Dass ist eine unterordnende Konjunktion, auch Subjunktion genannt. Es übernimmt im Nebensatz keine Funktion als Artikel oder Pronomen.
Eine Ersetzung durch dieses oder welches funktioniert hier nicht: „Ich hoffe, welches du kommst“ ist kein passender deutscher Satz. Im dass-Nebensatz steht die finite Verbform normalerweise am Ende: dass du kommst, dass Ben das Buch gelesen hat.
Der Nebensatz kann auch vorne stehen: „Dass du kommst, freut mich.“ Dann beginnt Dass wegen des Satzanfangs groß. Die Schreibung mit ss bleibt erhalten. Die Stellung am Anfang macht aus dass kein das.
Häufig stehen dass-Sätze nach denken, wissen, hoffen, sagen oder bemerken. Diese Wörter sind hilfreiche Hinweise, aber keine automatische Entscheidung: „Ich weiß das“ enthält gerade keinen dass-Satz. Prüfe immer die tatsächliche Konstruktion.
„Mila glaubt, dass das Spiel Spaß macht.“ Das erste Wort leitet den Nebensatz ein. Das zweite ist der Artikel zu Spiel. Du kannst nur das zweite ersetzen: „Mila glaubt, dass dieses Spiel Spaß macht.“
Auch andere Kombinationen sind möglich: „Ich weiß, dass das stimmt.“ Hier ist das zweite das ein hinweisendes Pronomen. „Ich finde das Heft, das du suchst“ enthält hingegen ein Relativpronomen.
Für die Überarbeitung ist es hilfreich, die Satzgrenzen zunächst zu markieren. Unterstreiche dann die Nomengruppe oder das Bezugswort. So lässt sich die Ersatzprobe gezielt auf die richtige Stelle anwenden.
Formuliere deine Begründung konkret: „Ich schreibe das, weil es sich auf Heft bezieht und durch welches ersetzt werden kann.“ Oder: „Dass leitet den Inhalt dessen ein, was Mila hofft; die Ersatzprobe passt hier nicht.“
Vergleiche jeweils den Satz und eine passende Probe oder Gegenüberstellung.
Das begleitet das Nomen Fenster.
Korrigiere die markierten Entscheidungen gedanklich: „Ich hoffe, das dass Buch spannend ist. Dass Buch, dass du empfohlen hast, liegt schon bereit.“ Schreibe den Text richtig ab und erkläre mindestens drei Stellen.
„Ich hoffe, dass das Buch spannend ist. Das Buch, das du empfohlen hast, liegt schon bereit.“
Dass leitet den Inhalt der Hoffnung ein. Das vor Buch ist jeweils ein Artikel. Das nach dem Komma im zweiten Satz ist ein Relativpronomen und lässt sich durch welches ersetzen. Das am Satzanfang wird großgeschrieben.
Beginnt mit zwei ähnlichen Sätzen und lasst die Lernenden ihre erste Vermutung begründen. Sammelt anschließend die passenden Prüfwege. Eine richtige Lösung ist besonders hilfreich, wenn auch die Erklärung stimmt.
Für die Partnerarbeit: Eine Person liest einen vollständigen Satz vor, die andere erklärt die schwierige Stelle. Tauscht danach die Rollen. Nutzt die Lösungen erst nach einem eigenen Versuch.
Zur Differenzierung können zunächst vier Aufgaben mit Hinweisen bearbeitet werden. Fortgeschrittene ergänzen eigene Gegenbeispiele und erklären, warum eine zu einfache Merkhilfe dort nicht ausreicht. Zum Abschluss notiert jede Person eine Regel und eine noch offene Frage.
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