Lithosphäre: die starre Außenschale
Sie umfasst die Erdkruste und den obersten festen Teil des Mantels. Diese Schale ist in größere und kleinere Platten gegliedert.
Geografie · Die Erde verändert sich · Klasse 6–8
Warum entstehen Ozeane, Gebirge und tiefe Gräben? Entdecke den Schalenbau der Erde und untersuche, was an den Grenzen ihrer beweglichen Platten passiert.

Das kannst du danach: Erdschichten unterscheiden, Plattengrenzen erklären und Landschaftsformen passenden Prozessen zuordnen.
Unter unseren Füßen liegen unterschiedliche Schichten. Die Erde hat einen Radius von rund 6.370 km; die feste Kruste ist im Vergleich sehr dünn. Forschende kennen das tiefe Innere vor allem durch Erdbebenwellen, Messungen und physikalische Modelle – nicht durch eine Bohrung bis zum Kern.
| Schicht | Vereinfachter Aufbau | Wichtig zu wissen |
|---|---|---|
| Erdkruste | Ozeanische Kruste meist etwa 5–10 km, kontinentale meist etwa 30–70 km dick. | Ozeanische Kruste ist im Allgemeinen dichter als kontinentale. |
| Erdmantel | Gestein bis in rund 2.900 km Tiefe. | Weitgehend fest. Unter hoher Temperatur und hohem Druck kann es sich über lange Zeit sehr langsam verformen und strömen. |
| Äußerer Kern | Bis etwa 5.150 km Tiefe, vor allem Eisen mit weiteren Bestandteilen. | Flüssig. Bewegungen des leitfähigen Materials tragen zum Erdmagnetfeld bei. |
| Innerer Kern | Bis zum Erdmittelpunkt. | Trotz hoher Temperatur fest: Der enorme Druck beeinflusst den Aggregatzustand. |
Kein Magmameer unter den Platten: Der Mantel ist überwiegend fest. Magma entsteht nur unter bestimmten Bedingungen durch teilweises Aufschmelzen. „Heiß“ bedeutet nicht automatisch „flüssig“.
Sie umfasst die Erdkruste und den obersten festen Teil des Mantels. Diese Schale ist in größere und kleinere Platten gegliedert.
Unter der Lithosphäre liegt ein mechanisch schwächerer Bereich des oberen Mantels. Er ist überwiegend fest, kann aber über geologische Zeiträume fließen.
Eine Platte kann kontinentale und ozeanische Bereiche tragen. Die Grenzen verlaufen daher nicht einfach an den Küsten.
Platten bewegen sich meist wenige Zentimeter pro Jahr. Das ist im Alltag kaum sichtbar, verändert über Millionen Jahre aber Ozeane und Gebirge. Bei modellhaft konstanten 3 cm pro Jahr ergibt sich in einer Million Jahren eine Strecke von 30 km.
Wärme aus dem Erdinneren ermöglicht langsame Konvektion: Material transportiert Wärme durch Bewegung. Platten und Mantel bilden dabei ein zusammenhängendes System. Alte, kalte ozeanische Lithosphäre kann in den Mantel absinken und den übrigen Teil der Platte mitziehen (Plattenzug). Auch das gravitative Gleiten vom erhöhten mittelozeanischen Rücken trägt bei.
Die Bewegung lässt sich nicht überall durch ein einziges gleichförmiges „Förderband“ erklären. Mehrere Kräfte wirken zusammen; Richtung und Geschwindigkeit unterscheiden sich zwischen den Platten.
Wähle eine Plattengrenze. Vergleiche Bewegung und Folgen und beantworte die Denkfrage. Die Modelle zeigen Grundprinzipien; natürliche Grenzen sind räumlich komplexer.
Seitliche Modellansicht: Pfeile zeigen die Bewegung. Farben unterscheiden Platten; Untergrund und Dicken sind nicht maßstäblich.
Welche Formen und Ereignisse erwartest du?
Erklärung: Mittelozeanische Rücken und Riftzonen; häufig Vulkanismus und flache Erdbeben. Beispiel: Mittelatlantischer Rücken, auf Island teilweise über dem Meer sichtbar.
Seitliche Modellansicht: Pfeile zeigen die Bewegung. Farben unterscheiden Platten; Untergrund und Dicken sind nicht maßstäblich.
Entsteht Magma einfach dadurch, dass zwei Platten aneinander reiben?
Erklärung: Nein. Reibung allein erklärt den Vulkanismus nicht. Freigesetzte Fluide verändern die Schmelzbedingungen. Beispiel: Nazca-Platte unter Südamerika; Anden mit Vulkanen und starken Erdbeben.
Seitliche Modellansicht: Pfeile zeigen die Bewegung. Farben unterscheiden Platten; Untergrund und Dicken sind nicht maßstäblich.
Muss an jedem Faltengebirge eine Vulkankette stehen?
Erklärung: Nein. Eine Kontinentkollision ist nicht dasselbe wie eine ozeanische Subduktionszone. Beispiel: Himalaya; starke Erdbeben, aber keine typische durchgehende Subduktions-Vulkankette.
Draufsicht: Pfeile zeigen entgegengesetzte Bewegung entlang der Grenze.
Wird dabei insgesamt neue Kruste erzeugt oder alte verschluckt?
Erklärung: An der idealisierten Transformgrenze weder noch. Beispiel: San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien. Nicht alle Erdbeben sind mit Vulkanen verbunden.

Zusammenschieben kann Gestein falten und an Bruchflächen übereinanderschieben. Hebung und Abtragung wirken zugleich: Ein Gebirge wächst nicht einfach unbegrenzt nach oben. Seine heutige Form erzählt von mehreren Prozessen und sehr langen Zeiträumen.
Titelbild: Beschreibe die länglichen Felskanten und die abgesenkte Zone. Sie veranschaulichen eine Landschaft unter Dehnung. Aus einem Foto allein lässt sich weder die heutige Geschwindigkeit noch die genaue Plattengrenze beweisen.
Faltenbild: Zeichne den Verlauf einer Schicht nach. Die Biegung zeigt Verformung. Richtung und Alter der wirkenden Kräfte sind daraus allein nicht sicher bestimmbar.
| Beobachtung | Was sie erklärt |
|---|---|
| Passende Gesteine, Fossilien und frühere Klimaspuren auf getrennten Kontinenten | Kontinente waren früher anders angeordnet; Wegener entwickelte daraus seine Kontinentaldrift-Hypothese. |
| Junger Ozeanboden an Rücken, älterer weiter entfernt | Neue Kruste entsteht am Rücken und wird wegtransportiert. |
| Streifen magnetischer Eigenschaften auf beiden Seiten eines Rückens | Beim Erstarren wird die damalige Magnetfeldrichtung gespeichert; Wechsel liefern Hinweise auf Ozeanbodenspreizung. |
| Verteilung von Vulkanen und Erdbeben sowie Satellitenmessungen | Viele Ereignisse konzentrieren sich an Grenzen; Bewegungen lassen sich heute direkt messen. |
Ausnahme mit System: Vulkanismus kommt auch innerhalb von Platten vor, zum Beispiel auf Hawaii über einem Hotspot. Eine Kette unterschiedlich alter Vulkaninseln kann Plattenbewegung anzeigen. Nicht jeder Vulkan liegt deshalb an einer Plattengrenze.
Suche im Atlas die Pazifische, Nordamerikanische, Südamerikanische, Eurasische, Afrikanische und Antarktische Platte. Die indisch-australische Region wird je nach Karte stärker untergliedert. Markiere anschließend Island, Anden, Himalaya und Kalifornien und ordne die vier Beispiele ihren Grenztypen zu.
Island: Auseinanderbewegung, zusätzlich Einfluss eines Hotspots. Anden: Subduktion. Himalaya: Kontinentkollision. Kalifornien: seitliche Verschiebung, unter anderem an der San-Andreas-Verwerfung. Warum reicht eine politische Weltkarte nicht? Staatsgrenzen zeigen keine geologischen Plattengrenzen.
Weiterlernen: Vulkane, Erdbeben und Naturgefahren.
Widerlege die Aussage mit einem Beispiel.
Muster: Eine Transformgrenze wie die San-Andreas-Verwerfung kann starke Erdbeben auslösen, ohne dass dort durch den Grenztyp eine Vulkankette entsteht. Bewegungstyp und Bedingungen für Magmabildung müssen unterschieden werden.
Klasse 6–8 · 1–2 Unterrichtsstunden. Schalenbau, Lithosphäre, Antrieb, vier Grenzsituationen, Belege und räumliche Orientierung. Höhere Klassen vertiefen Kräfte, Seismologie und die Grenzen vereinfachter Modelle.
Lehrplanorientierung: Bayern, Gymnasium 7: Naturgeographie Europas und Realschule 7: asiatisch-pazifische Inselwelt. Schwerpunkte: Plattengrenzen, Vulkanismus, Erdbeben, Tsunamis, Überwachung und begründete Urteile. Klassenangaben sind Richtwerte; die Reihenfolge variiert nach Bundesland und Schulform.
Fachquellen: USGS: Inside the Earth; USGS: Schwimmen Platten auf Magma?; USGS: Plattenbewegungen. Abbildungen sind didaktische Anschauungen und vereinfachte Modelle.
Passend zum Lernziel: kostenlose PDFs mit Lösungen auf Lernmarktplatz.

Plattengrenzen unterscheiden und ihre Folgen erklären – Klasse 6–8.
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Vulkanaufbau, Ausbruchsarten und Gefahren sichern – Klasse 6–8.
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