Physische Karte
Zeigt unter anderem Gewässer, Landschaften und Höhenstufen. Höhenfarben werden über die Legende erklärt; Grün bedeutet hier nicht automatisch Wald.
Geografie · Klasse 5–7 · Vertiefung bis Klasse 10
Finde Orte, entschlüssle Karten und prüfe ihre Aussagen. Mit Übungskarte, Kartenlabor und verständlichen Rechenwegen.

Das kannst du danach: einen Atlas selbstständig nutzen, Entfernungen bestimmen, Karten vergleichen und Darstellungen kritisch prüfen.
Ein Atlas ist eine geordnete Sammlung von Karten. Er hilft dir, Orte zu finden und räumliche Zusammenhänge zu untersuchen: Wo liegt eine Stadt? Welche Landschaft umgibt sie? Wie hängen Niederschläge und Landwirtschaft zusammen? Gedruckte und digitale Atlanten können ähnliche Fragen beantworten. Eine digitale Karte bietet oft zusätzliche Ebenen, Suchfunktionen und wechselnde Maßstäbe.
Beginne mit deiner Frage. Für die Höhe eines Gebirges brauchst du eine physische Karte, für die Einwohnerverteilung eine Bevölkerungskarte. Eine Straßenkarte allein beantwortet keine Frage nach dem Klima. Häufig brauchst du mehrere Karten, deren Aussagen du vergleichst.
Zeigt unter anderem Gewässer, Landschaften und Höhenstufen. Höhenfarben werden über die Legende erklärt; Grün bedeutet hier nicht automatisch Wald.
Stellt das Gelände und viele Einzelheiten dar, beispielsweise Wege, Siedlungen und Höhenlinien. Sie hilft bei genauer Orientierung in einem begrenzten Raum.
Rückt ein ausgewähltes Thema in den Mittelpunkt: etwa Bodennutzung, Bevölkerungsdichte oder Verkehrsströme. Andere Informationen dienen der Orientierung.
Ein Suchgitter aus Buchstaben und Zahlen gilt für diese Karte. Das Gradnetz aus geografischer Breite und Länge beschreibt dagegen die Lage auf der Erde. C3 ist keine geografische Koordinate.
In digitalen Atlanten prüfst du zusätzlich, welche Ebene eingeschaltet ist und welche Daten angezeigt werden. Beim Zoomen ändern sich Ausschnitt und Detailgrad. Suche nicht nur nach einem passenden Bild: Lies den Titel und öffne die Legende. Eine automatisch gewählte Ansicht ist noch kein Beleg für deine Aussage.

Ein Landschaftsbild zeigt einen Blick auf einen Raum. Eine Karte stellt ihn vereinfacht und verkleinert von oben dar. Häuser können als Flächen, eine Straße als Linie und ein Bahnhof als Punktzeichen erscheinen. Diese drei Grundformen heißen Flächen-, Linien- und Punktsignaturen.
Eine Karte enthält nie alles. Beim Generalisieren werden Merkmale ausgewählt, vereinfacht, zusammengefasst oder etwas verschoben, damit sie lesbar bleiben. Eine dick gezeichnete Straße ist deshalb nicht so breit, wie eine reine Maßstabsrechnung vermuten ließe. Kartenzeichen besitzen oft eine feste Mindestgröße.
| Prüfe | Frage |
|---|---|
| Titel und Raum | Welches Thema und welches Gebiet zeigt die Karte? |
| Legende | Was bedeuten Farben, Zeichen und Linien? |
| Maßstab | Wie stark ist die Wirklichkeit verkleinert? |
| Orientierung | Wo ist Norden? Gibt es einen Nordpfeil oder ein Gradnetz? |
| Zeit | Von wann stammen die Daten? Wann wurde die Karte erstellt? |
| Quelle | Wer hat Daten und Karte hergestellt? |
| Darstellung | Welche Einheiten, Klassen und räumlichen Grenzen wurden gewählt? |
Norden liegt auf vielen Karten oben, aber nicht auf allen. Kontrolliere die Orientierung. Auch eine Weltkarte kann die Erde nicht in allen Eigenschaften unverzerrt in einer Ebene zeigen. Projektionen erhalten zum Beispiel Winkel oder Flächen unterschiedlich gut. Vergleiche die Größe von Ländern daher mit einer geeigneten flächentreuen Darstellung.
1 : 50 000 bedeutet: 1 Einheit auf der Karte entspricht 50 000 gleichen Einheiten in der Wirklichkeit. Also sind 1 cm auf einer maßstabsgetreu gedruckten Karte 50 000 cm = 500 m. Eine Strecke von 4 cm entspricht 2 km. Rechne zuerst in gleichen Einheiten und wandle erst anschließend um.
Kartenstrecke × Maßstabszahl = Wirklichkeitsstrecke. Bei 1 : 250 000 ergeben 3 cm also 750 000 cm = 7,5 km. Umgekehrt: 5 km = 500 000 cm; bei 1 : 50 000 sind das 10 cm auf der Karte. Für die Luftlinie genügt eine gerade Verbindung. Einen kurvigen Weg misst du in Teilstrecken oder mit einem Faden. Die Weglänge ist meist größer als die Luftlinie.
Eine Karte mit großem Maßstab, etwa 1 : 25 000, zeigt einen kleinen Raum mit vielen Einzelheiten. Eine Karte mit kleinem Maßstab, etwa 1 : 1 000 000, zeigt einen größeren Raum mit weniger Einzelheiten. Entscheidend ist der Bruch: 1/25 000 ist größer als 1/1 000 000.
Auf dem Bildschirm oder nach dem Vergrößern eines Ausdrucks stimmt eine gedruckte Zahlenangabe zum Maßstab möglicherweise nicht mehr. Ein mitvergrößerter Maßstabsbalken bleibt zum Vergleichen geeignet. Miss die Übungskarte unten deshalb über Kästchen und Balken, nicht mit einer angenommenen Zentimetergröße am Bildschirm.
Höhenlinien verbinden Punkte gleicher Höhe. Bei gleichem Höhenabstand zwischen den Linien bedeutet ein enger Linienabstand einen steilen Hang, ein weiter Abstand einen flachen Hang. Eine Höhenangabe von 600 m bezieht sich auf ein festgelegtes Höhensystem; sie bedeutet nicht, dass der Berg 600 m über seinem direkten Umland liegt. Liegt das Tal bei 400 m, beträgt der Höhenunterschied 200 m.
Für ein Höhenprofil zeichnest du eine Linie durch die Karte, liest entlang dieser Linie Höhen ab und überträgst Entfernung und Höhe in ein Diagramm. Sind Höhen- und Entfernungsachse unterschiedlich stark verkleinert, wirkt das Gelände steiler. Nenne diese Überhöhung bei der Auswertung.
Legende: Grün = Wald, Hellblau = See, orange Linie = Straße, rotes Quadrat = Schule, dunkelblauer Kreis = Bahnhof. Die gestrichelten Linien begrenzen Suchfelder. Die Karte ist fiktiv; ein Kästchen ist 1 km breit und 1 km hoch.
Schule: B2; Bahnhof: D2; Wald: A1; See: C3. Der Bahnhof liegt ungefähr östlich der Schule. Zwischen den Zeichen liegen rund zwei Kästchenbreiten, also etwa 2 km. Eine Fläche eignet sich für den Wald, eine Linie für den Fluss und ein Punktzeichen für eine einzelne Sehenswürdigkeit. Welche Zeichen sinnvoll sind, hängt vom Zweck und vom Maßstab der Karte ab.
Die vier Regionen sind erfunden. Ihre Flächengrößen sind in beiden Ansichten gleich. Einwohnerzahl ist eine absolute Zahl. Bevölkerungsdichte setzt die Einwohnerzahl ins Verhältnis zur Fläche: Einwohner ÷ km². Der Wechsel zeigt, warum beide Fragen zu verschiedenen Antworten führen.
Flächenfarben: hell = unter 250, mittel = 250 bis unter 450, dunkel = ab 450 Einwohner/km². A ist am dichtesten besiedelt.
| Region | Fläche | Einwohner | Dichte |
|---|---|---|---|
| A | 100 km² | 50 000 | 500 Einwohner/km² |
| B | 200 km² | 80 000 | 400 Einwohner/km² |
| C | 100 km² | 20 000 | 200 Einwohner/km² |
| D | 400 km² | 120 000 | 300 Einwohner/km² |
Für die absoluten Einwohnerzahlen verwendet das Modell Kreise mit proportionalen Flächen. D hat den größten Kreis, weil dort die meisten Menschen leben. Für die Dichte werden die Gebiete nach Werteklassen eingefärbt. A erscheint am dunkelsten, obwohl D mehr Einwohner hat. Eine Einfärbung nach absoluten Zahlen kann große Gebiete allein wegen ihrer Größe hervorheben.
Proportional bedeutet hier: doppelte Zahl → doppelte Kreisfläche. Der Radius verdoppelt sich dabei nicht. Bei Flächenfarben musst du dagegen die Grenzen der Werteklassen lesen.
Auch die Klassengrenzen beeinflussen den Eindruck: Bei „unter 250 / 250 bis unter 450 / ab 450“ liegt A allein in der höchsten Klasse. Bei „unter 350 / 350 bis unter 550 / ab 550“ liegt keine Region in der höchsten Klasse. Die Zahlen sind unverändert. Ähnlich wichtig ist der Gebietszuschnitt: Ein Landesdurchschnitt kann große Unterschiede zwischen Stadt und ländlichem Umland verdecken.
1. Berechne die Dichte von D. 2. Welche Region hat die meisten Einwohner, welche die höchste Dichte? 3. Kannst du aus der Dichte ablesen, wie viele Menschen in einem einzelnen Dorf leben?
Lösung: 120 000 ÷ 400 = 300 Einwohner/km². D hat die meisten Einwohner, A die höchste Dichte. Nein: Die Dichte ist ein Durchschnitt für die gesamte Region. Für ein bestimmtes Dorf brauchst du genauere Daten.
Eine qualitative Karte unterscheidet Arten, etwa Wald, Acker und Siedlung. Eine quantitative Karte zeigt Mengen oder Zahlen, etwa Niederschläge oder Einwohnerdichten. Linien gleicher Werte heißen Isolinien, beispielsweise Isothermen für gleiche Temperatur. Pfeile können Bewegungsrichtung und – bei entsprechender Legende – die Stärke von Verkehrs- oder Warenströmen zeigen.
Beschreiben: Die fiktive Dichtekarte zeigt vier Regionen. A erreicht mit 500 Einwohnern je km² den höchsten, C mit 200 den niedrigsten Wert. B und D liegen dazwischen. Erklären: Gründe können wir aus diesen Zahlen allein nicht feststellen. Dazu bräuchten wir zum Beispiel Daten zu Arbeitsplätzen, Verkehr und Siedlungsgeschichte. Beurteilen: Die Karte eignet sich zum Vergleich regionaler Durchschnittsdichten. Sie zeigt weder die Verteilung innerhalb der Regionen noch die Ursachen der Unterschiede.
Wenn du zwei Karten vergleichst, prüfe zuerst, ob Raum, Zeitraum und Einheiten zusammenpassen. Viele Städte an Flüssen können auf die Bedeutung von Wasser und Verkehrswegen hinweisen. Der gemeinsame Verlauf beweist aber noch keine einzige Ursache: Auch politische Entscheidungen, Häfen, Bodenschätze und historische Entwicklungen können wichtig sein.
Ein guter Kartentext sagt deshalb nicht nur „hier ist es dunkel“. Er benennt die Bedeutung der Farbe, verortet das Muster und führt einen passenden Beleg an. Er verwechselt eine begründete Erklärung nicht mit einer Information, die unmittelbar in der Karte steht.
Wähle jeweils eine Antwort. Prüfe anschließend deine Auswahl oder öffne die Einzellösungen.
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Diese Lernseite übt Beschreiben, Erklären, räumliches Vergleichen, Datenauswertung und begründetes Beurteilen. Die Klassenangaben sind Richtwerte. Schwerpunkte unterscheiden sich nach Bundesland und Schulform; die Seite ersetzt keinen vollständigen Abgleich aller Lehrpläne.
Redaktioneller Stand: September 2026. KI-generierte Bilder zeigen fiktive Anschauungsszenen. Gekennzeichnete Modelle und Übungsdaten sind keine Messungen oder Vorhersagen für reale Orte.