1 · Welchen Abstand haben sich schneidende Geraden?
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0, weil sie einen gemeinsamen Punkt haben.
Erklärung wiederholen →Mathe · Klasse 11–13 · Grundlagen und Wiederholung
Berechne den Abstand paralleler und windschiefer Geraden im Raum. Prüfe zuerst die Lage und finde bei windschiefen Geraden die beiden Punkte mit der kürzesten Verbindung.
Erst die Lage, dann der Abstand
Schneidende und identische Geraden haben Abstand 0. Bei echt parallelen und windschiefen Geraden suchst du eine senkrechte Verbindungsstrecke.
Lernschritt 1
| Lage | Abstand | Vorgehen |
|---|---|---|
| Identisch | 0 | Gleiche Punktmenge nachweisen |
| Schneidend | 0 | Gemeinsamen Punkt nachweisen |
| Echt parallel | Positiv | Punkt einer Geraden zur anderen Geraden |
| Windschief | Positiv | Verbindung senkrecht zu beiden Richtungen |
Die bloße Entfernung der Stützpunkte ist normalerweise nicht der Geradenabstand. Stützpunkte sind frei gewählte Punkte auf den Geraden und müssen nicht die nächstgelegenen Punkte sein.
Prüfe parallele Richtungen über einen gemeinsamen Vielfachheitsfaktor. Bei nicht parallelen Richtungen entscheidet das vollständige Gleichsetzen, ob die Geraden sich schneiden oder windschief sind.
Lernschritt 2
Bei parallelen Geraden ist jeder Punkt der einen Geraden gleich weit von der anderen entfernt. Wähle deshalb den Stützpunkt einer Geraden und berechne seinen Abstand zur anderen.
g: x = t ·
h: x = + s ·
Die Richtungen sind gleich. Alle Punkte auf g haben die dritte Koordinate 0, alle Punkte auf h die dritte Koordinate 2. Die Geraden sind echt parallel.
Wähle B(0 | 0 | 2) auf h. Sein Lotfuß auf g ist O(0 | 0 | 0), denn (0; 0; 2) · (1; 1; 0) = 0. Somit beträgt der Abstand 2 Längeneinheiten.
Es gibt hier unendlich viele kürzeste Verbindungsstrecken: Für jedes gleiche Parameterpaar t = s verbindet eine senkrechte Strecke die beiden Geraden.
Lernschritt 3
Schreibe die Geraden mit voneinander unabhängigen Parametern:
g: x = a + t · u
h: x = b + s · v
Nenne die gesuchten Punkte G auf g und H auf h. Ihr Verbindungsvektor q = h − g muss zu beiden Richtungen orthogonal sein:
q = b + sv − a − tu
q · u = 0 und q · v = 0
Die beiden Gleichungen bilden ein lineares Gleichungssystem für t und s. Bei nicht parallelen Geraden liefert es ein eindeutiges Paar nächstgelegener Punkte. Schneiden sich die Geraden, fallen diese beiden Punkte zusammen und die Verbindung hat Länge 0.
Lernschritt 4
Gegeben sind:
g: x = t ·
h: x = + s ·
Die Richtungen sind keine Vielfachen. Beim Gleichsetzen verlangt die erste Koordinate t = 1 und die zweite s = t = 1. Die dritte würde dann 0 = 3 verlangen. Die Geraden schneiden sich nicht und sind windschief.
Ein allgemeiner Punkt auf g ist G(t | t | 0), auf h ist es H(1 | s | 2 + s). Der Verbindungsvektor lautet:
q =
Die beiden Senkrechtbedingungen ergeben:
1 + s − 2t = 0
2 + 2s − t = 0
Aus der ersten Gleichung folgt s = 2t − 1. Einsetzen in die zweite liefert 2 + 4t − 2 − t = 0, also t = 0. Damit ist s = −1.
Lernschritt 5
Setze die beiden Werte jeweils in die zugehörige Gerade ein:
G(0 | 0 | 0), H(1 | −1 | 1)
Ihr Verbindungsvektor ist q = (1; −1; 1). Seine Länge ist der gesuchte Abstand:
d(g, h) = √(1² + (−1)² + 1²) = √3 ≈ 1,73
Kontrolliere beide Skalarprodukte: q · (1; 1; 0) = 1 − 1 = 0 und q · (0; 1; 1) = −1 + 1 = 0. Außerdem entstehen G und H tatsächlich durch die berechneten Parameter auf ihren Geraden.
Die Stützpunkte O(0 | 0 | 0) und B(1 | 0 | 2) wären √5 voneinander entfernt. Auch in diesem Beispiel sind die ursprünglichen Stützpunkte also nicht das gesuchte Punktpaar.
Lernschritt 6
Für nicht parallele Geraden kannst du einen von null verschiedenen Vektor n suchen, der zu beiden Richtungen orthogonal ist. Das geht mit n · u = 0 und n · v = 0 oder, falls bekannt, mit dem Kreuzprodukt u × v.
d(g, h) =
Im Beispiel ist n = (1; −1; 1) geeignet. Mit b − a = (1; 0; 2) ergibt das:
d(g, h) = = √3
Geometrisch stehen hinter der Formel zwei parallele Ebenen mit Normalenrichtung n, die jeweils eine der Geraden enthalten. Ihr Abstand ist bei windschiefen Geraden zugleich der Geradenabstand.
Bei parallelen Geraden ist u × v der Nullvektor. Die Formel mit diesem Kreuzprodukt im Nenner darfst du dann nicht verwenden. Rechne den Parallelfall als Punkt–Gerade-Aufgabe.
Lernschritt 7
Bei sich schneidenden Geraden gibt es einen gemeinsamen Punkt. Deshalb ist ihr Abstand 0, auch wenn ihre Stützpunkte weit auseinanderliegen. Identische Geraden haben ebenfalls Abstand 0.
Beispiel: g: x = t(1; 0; 0) und k: x = (1; 1; 0) + s(0; 1; 0). Für t = 1 und s = −1 erhältst du auf beiden Geraden S(1 | 0 | 0). Der Abstand ist 0.
Ein positiver Abstand allein beweist dagegen nicht, dass Geraden windschief sind. Auch echt parallele Geraden haben einen positiven Abstand. Die Richtungen unterscheiden die beiden Fälle.
Lernschritt 8
Lernschritt 9
Dein Wissen anwenden
Löse die Aufgaben zuerst auf Papier. Öffne danach die Lösung. Bei einem Fehler führt dich der Link zur passenden Erklärung zurück.
0, weil sie einen gemeinsamen Punkt haben.
Erklärung wiederholen →Wähle einen Punkt auf einer Geraden und berechne seinen Abstand zur anderen Geraden.
Erklärung wiederholen →Nein. Die kürzeste Verbindung steht senkrecht zu beiden Richtungsvektoren.
Erklärung wiederholen →Aus s = 2t − 1 folgt 3t = 0. Daher t = 0 und s = −1.
Erklärung wiederholen →Die Länge ihrer Verbindung ist √3. Wenn die Punkte auf den Geraden liegen und die Verbindung zu beiden Richtungen orthogonal ist, ist dies der Geradenabstand.
Erklärung wiederholen →Nein. Es ist dann der Nullvektor und seine Länge 0.
Erklärung wiederholen →Der Selbstcheck hilft dir zu erkennen, welchen Schritt du noch üben solltest. Rechne nach einer Korrektur eine ähnliche Aufgabe ohne Hilfe.
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Spickzettel ansehen – Preis und Details →Bei windschiefen Geraden ja. Bei echt parallelen Geraden gibt es unendlich viele Paare mit derselben kürzesten Entfernung.
Nein. Die Methode mit zwei Senkrechtbedingungen verwendet nur Skalarprodukte und ein lineares Gleichungssystem.
Nein. Die berechneten Punkte können außerhalb der Strecken liegen. Dann müssen die erlaubten Parameterbereiche und mögliche Endpunktabstände zusätzlich berücksichtigt werden.