Erz liefert das Eisen
Eisenoxide werden schrittweise reduziert. Fe₂O₃ → Fe₃O₄ → FeO → Fe ist ein vereinfachtes Schema für geeignete Temperaturbereiche.
Chemie · Verstehen und üben
Verfolge den Weg vom Eisenoxid zum Metall: Stoffströme, Redoxreaktionen, Schlacke und die berechenbare Eisenausbeute.
Erz → Reduktion → Roheisen
Viele Metalle kommen in Erzen als Verbindungen vor. Eisen(III)-oxid Fe₂O₃ enthält Eisen in der Oxidationsstufe +III. Für metallisches Eisen muss es zu Fe mit der Oxidationszahl 0 reduziert werden. Im Hochofen übernimmt vor allem Kohlenstoffmonoxid CO die Rolle des Reduktionsmittels.
Eisenoxide werden schrittweise reduziert. Fe₂O₃ → Fe₃O₄ → FeO → Fe ist ein vereinfachtes Schema für geeignete Temperaturbereiche.
Koks besteht überwiegend aus Kohlenstoff. Er dient außerdem als tragfähiges, gasdurchlässiges Gerüst im Ofen.
Kalkstein liefert beim Erhitzen CaO. Dieses bindet zum Beispiel SiO₂ in der Schlacke.
Vorgewärmte Luft wird unten eingeblasen. Ihr Sauerstoff reagiert mit dem Koks.
Wähle einen Funktionsbereich und verfolge, was mit den Stoffen geschieht.
Erz, Koks und Zuschläge werden von oben aufgegeben. Das aufsteigende Gas erwärmt die absinkenden Feststoffe.
Vereinfachtes Funktionsschema: Die Bereiche gehen ineinander über. Positionen sind keine festen Temperaturgrenzen; nicht alle Hochofenreaktionen sind eingezeichnet.
Die stark exotherme Verbrennung setzt Wärme frei.
Bei hohen Temperaturen wird die CO-Bildung begünstigt. Diese Reaktion benötigt Energie.
Bei der indirekten Reduktion entsteht Eisen. Das CO wird zu CO₂ oxidiert. In heißeren Bereichen trägt auch Kohlenstoff zur Reduktion bei.
Die letzte Gleichung zeigt die Schlackenbildung vereinfacht an einem Silicat. Reale Schlacke enthält mehrere Komponenten. Schlackenbildung und Schmelzen sind nicht die Reduktion des Eisenoxids.
Das Reduktionsmittel wird selbst oxidiert. Sauerstoff behält in Fe₂O₃, CO und CO₂ die Oxidationszahl −II. Die Elektronenbilanz beschreibt die Änderung der Oxidationszahlen; sie behauptet nicht, dass freie Fe³⁺-Ionen im Ofengas vorliegen.
Berechne den Eisenanteil aus der enthaltenen Fe₂O₃-Masse. Andere eisenhaltige Mineralien werden im Modell nicht berücksichtigt.
w(Fe₂O₃) ist der Massenanteil des Eisenoxids im Erz: 80 % werden als 0,80 eingesetzt. 2 M(Fe)/M(Fe₂O₃) ist der Eisenanteil in reinem Fe₂O₃. η (Eta) ist die Ausbeute bezogen auf die theoretisch enthaltene Eisenmasse: 90 % werden als 0,90 eingesetzt.
Die Faktoren 0,80 und 0,90 beschreiben verschiedene Dinge: den Erzgehalt und den Anteil des theoretisch gewinnbaren Eisens, der tatsächlich erhalten wird.
Roheisen enthält viel Kohlenstoff und weitere Begleitelemente. Bei der Weiterverarbeitung, etwa im Sauerstoffkonverter, wird vor allem der Kohlenstoffgehalt durch Oxidation gesenkt.
Sehr unedle Metalle wie Aluminium werden nicht einfach im Hochofen mit CO gewonnen. Für Aluminium nutzt man die Elektrolyse von Aluminiumoxid in einer Salzschmelze.
Bei der Direktreduktion kann Wasserstoff Eisenoxide reduzieren. Dabei entsteht Wasser statt CO₂ aus dem Reduktionsmittel. Die gesamte Klimabilanz hängt aber unter anderem von Wasserstoffherstellung und Energieversorgung ab; es handelt sich nicht bloß um einen beliebigen Austausch im unveränderten Hochofen.
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Einstieg: Eisenoxid und metallisches Eisen unterscheiden.
Partnerarbeit: Ofenbereiche auswählen, Stoffströme und Reaktionen zuordnen.
Sicherung: Oxidationszahlen erklären und Erzgehalt von Ausbeute unterscheiden.

Passende Grundlage: Metalloxide, Oxidation und Reduktion.
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Vertiefung: Oxidationszahlen und die Rollen der Reaktionspartner bestimmen.
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Zum Nachschlagen: Reduktion, Oxidation und Elektronenübertragung.
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