1 · Ionisieren
Aus neutralen Teilchen werden Ionen. Nur geladene Teilchen lassen sich im Analysator entsprechend beeinflussen.
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Lies Molekül-Ionen, Fragmente und Isotopenmuster – und verbinde die Peaks mit chemischen Strukturen.
Masse · Ladung · Struktur
Die Massenspektrometrie hilft, Molekülmassen und Strukturmerkmale zu bestimmen. Dazu werden Teilchen ionisiert, nach ihrem Masse-Ladungs-Verhältnis m/z getrennt und registriert. Je nach Ionisationsmethode entstehen auch Bruchstücke: Fragment-Ionen.
Wir beginnen mit der Elektronenionisation (EI) kleiner organischer Moleküle. Dabei wird einem Molekül M ein Elektron entzogen. Das entstehende Molekül-Ion M⁺• trägt eine positive Ladung und ein ungepaartes Elektron.
Aus neutralen Teilchen werden Ionen. Nur geladene Teilchen lassen sich im Analysator entsprechend beeinflussen.
Je nach Bauart werden elektrische oder magnetische Felder beziehungsweise Flugzeiten genutzt. Entscheidend sind Masse und Ladungszahl gemeinsam.
Der Detektor liefert ein Signal für die ankommenden Ionen. Daraus entstehen Peaks bei den jeweiligen m/z-Werten.
Molekül-Ionen, Fragmente und Isotopenmuster gemeinsam prüfen. Ein einzelner Peak liefert selten eine eindeutige Struktur.
u ist die atomare Masseneinheit; z ist die Ladungszahl in Einheiten der Elementarladung. In den folgenden Schulbeispielen gilt z = 1. Die sehr kleine Elektronenmasse wird bei nominalen Massen vernachlässigt.
Didaktischer Ausschnitt mit frei gewählten relativen Intensitäten, kein gemessenes vollständiges Spektrum. Die Massen passen zu den gezeigten Zuordnungen.
C₃H₆O⁺•: 3·12 + 6·1 + 16 = 58. Die nominelle Molekülmasse beträgt 58 u.
Der intensivste Peak wird auf 100 % gesetzt. Hier passt das Fragment CH₃CO⁺ mit nomineller Masse 43 u. Der Basispeak ist nicht zwingend das Molekül-Ion.
Die Differenz 58 − 43 = 15 passt zur Abspaltung eines neutralen Methylradikals •CH₃. Das neutrale Fragment erzeugt in diesem Schritt keinen eigenen Ionenpeak. Ein Peak bei m/z 15 kann aus einem anderen Fragmentierungsweg stammen, bei dem CH₃⁺ entsteht.
Vergleiche ideale Isotopenmuster für einfach geladene Ionen. Andere Isotope, etwa ¹³C, sind hier ausgeblendet. M bezeichnet den Peak mit den leichteren Halogenisotopen.
M : M+2 ≈ 3 : 1
³⁵Cl und ³⁷Cl unterscheiden sich um ungefähr 2 u. Für ein Chloratom liefert ihre natürliche Häufigkeit näherungsweise ein 3:1-Muster.
Für die nominale Masse nutzt du ganzzahlige Isotopenmassen: ¹²C = 12, ¹H = 1, ¹⁶O = 16. Das ist nicht dasselbe wie eine hochaufgelöste exakte Masse oder die aus mittleren Atommassen berechnete molare Masse.
Dimethylether besitzt dieselbe Summenformel C₂H₆O und dieselbe nominale Masse. Erst weitere Daten, etwa Fragmentierung, IR oder NMR, helfen bei der Unterscheidung.
Er ist nicht automatisch die Molekülmasse: Isotopenpeaks, Addukte, Verunreinigungen und mehrfach geladene Ionen können die Deutung verändern.
Bei starker Fragmentierung kann das EI-Molekül-Ion sehr schwach sein oder fehlen. Aus seinem Fehlen folgt nicht, dass kein Molekül vorlag.
Unterschiedliche Summenformeln können denselben ganzzahligen Massenwert besitzen. Hochauflösung liefert zusätzliche Information.
Ein typisches Muster ist ein starker Hinweis auf bestimmte Atome im beobachteten Ion, aber noch kein vollständiger Strukturbeweis.
Der Basispeak ist …
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Einstieg: Im Beispielspektrum Basispeak und Molekül-Ion unterscheiden.
Partnerarbeit: Isotopenmuster auswählen und mit Isotopenhäufigkeiten begründen.
Sicherung: Eine Strukturhypothese formulieren und nennen, welche weiteren Daten nötig sind.

Direkt passend: Molekül-Ionen, Fragmente und Massenspektren auswerten.
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Ergänzende Grundlagen zur Massenrechnung; molare Masse und Ionenmasse bewusst unterscheiden.
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Vorbereitung: Strukturformeln lesen und mögliche Molekülgerüste erkennen.
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