Atmosphäre · CO₂
Verbrennung und Zellatmung setzen CO₂ frei. Fotosynthese und Aufnahme in Gewässer entziehen es der Luft.
Chemie · Verstehen und üben
Verbinde den Kohlenstoffkreislauf mit Molekülstrukturen, Säure-Base-Gleichgewichten und der Chemie des Kalks.
Zusammenhang der Formen · keine vollständige Reaktionsgleichung
Im Kohlenstoffkreislauf werden C-Atome zwischen Luft, Lebewesen, Gewässern und Gesteinen ausgetauscht. Sie verschwinden dabei nicht, sondern werden in andere Verbindungen eingebaut. In der Luft ist CO₂ wichtig, in Biomasse zum Beispiel Kohlenhydrate, im Wasser zusätzlich Hydrogencarbonat und Carbonat.
Verbrennung und Zellatmung setzen CO₂ frei. Fotosynthese und Aufnahme in Gewässer entziehen es der Luft.
Fotosynthese bindet Kohlenstoff in organischen Stoffen. Atmung und Zersetzung führen ihn unter anderem als CO₂ zurück.
CO₂ wird aufgenommen oder abgegeben. Säure-Base-Gleichgewichte verbinden gelöstes CO₂, HCO₃⁻ und CO₃²⁻.
Carbonate speichern Kohlenstoff langfristig. Verwitterung, Sedimentbildung und geologische Prozesse tauschen ihn aus. Fossile Brennstoffe gehören zu einem anderen, organischen Speicher.
Licht liefert die Energie. Bei der vollständigen aeroben Zellatmung gilt die umgekehrte Stoffbilanz; die biologischen Reaktionswege sind jedoch verschieden.
Durch die Nutzung fossiler Brennstoffe wird langfristig gespeicherter Kohlenstoff rasch in den aktiven Kreislauf überführt. Ein Kreislauf bedeutet nicht, dass die Menge in jedem Speicher immer gleich bleibt.
Vergleiche Bindungen, OH-Gruppen und Ladungen.
CO₂ ist ein lineares Molekül. Beim Lösen bleibt ein großer Teil als CO₂(aq) erhalten; nur ein kleiner Teil reagiert mit Wasser zu H₂CO₃.
Die Carbonat-Strukturen zeigen jeweils eine vereinfachte Lewis-Grenzstruktur. Bindungen und negative Ladung sind durch Mesomerie verteilt; die Zeichnung zeigt keine fest lokalisierte Ladung.
Zuerst verteilt sich CO₂ zwischen Gasphase und Wasser. Ein höherer CO₂-Partialdruck begünstigt bei gleicher Temperatur die Aufnahme.
Nur ein kleiner Teil des physikalisch gelösten CO₂ liegt als echte Kohlensäure H₂CO₃ vor. Die beiden Bezeichnungen sind chemisch nicht gleichbedeutend.
Bei den Protonenübertragungen entstehen Oxonium-Ionen. Deshalb kann die Aufnahme von CO₂ den pH senken. Wie stark er sinkt, hängt unter anderem von der Pufferung des Wassers ab.
CO₂* fasst hier CO₂(aq) und H₂CO₃ zusammen. Verändere den vorgegebenen pH und vergleiche die relativen Anteile am gelösten anorganischen Kohlenstoff.
CO₂-haltiges Wasser kann Kalk lösen. Die Reaktionsgleichung erklärt zum Beispiel die Aufnahme von Calcium in Grundwasser. Entweicht CO₂, kann das Gleichgewicht in die Gegenrichtung verschoben werden und Calciumcarbonat ausfallen – sofern die Lösung entsprechend übersättigt ist.
Eine pH-Abnahme verschiebt das Carbonatsystem zu stärker protonierten Formen. Bei CO₂-Aufnahme in Meerwasser sinkt typischerweise die Carbonat-Konzentration. Das erschwert die Bildung beziehungsweise Erhaltung von Kalkstrukturen; die Sättigung ist dabei entscheidend.
Die Oxonium-Aktivität ist nach dieser pH-Abnahme etwa 26 % höher. In verdünnten Lösungen kann die Aktivität näherungsweise über die Konzentration beschrieben werden. Ein Rückgang um eine ganze pH-Einheit entspricht dem Faktor 10.
Der pH ist über die Aktivität von H₃O⁺ definiert. Diese berücksichtigt zusätzlich Wechselwirkungen in der Lösung und ist dimensionslos. In stark verdünnten Lösungen kann man sie näherungsweise durch c(H₃O⁺)/(1 mol/L) ersetzen. Für den Vergleich zweier pH-Werte genügt deshalb der oben berechnete Faktor; eine Prozentänderung des pH-Zahlenwerts wäre nicht aussagekräftig.
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Einstieg: C-Atome in CO₂, Biomasse und Kalk identifizieren.
Partnerarbeit: Strukturformen vergleichen und die pH-Verteilung vorhersagen.
Sicherung: Kalkgleichgewicht und pH-Abnahme mit Reaktionsgleichungen begründen.

Chemische Grundlage: Gleichgewichte und ihre Verschiebung erklären.
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Zusätzliche Übungen zum Einfluss geänderter Bedingungen.
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Fächerverbindende Grundlage: Kohlenstoffaufnahme durch Fotosynthese.
Kostenlos · PDF · mit Lösungen
Material ansehen und herunterladenWeiterführend: Smithsonian Ocean: Ocean Acidification.